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Am Montag, 14. März 2022, feiert Pater Thomas Heisele CMM im Missionshaus St. Josef in Reimlingen seinen 85. Geburtstag. Dazu gratulieren wir und seine Mitbrüder ihm ganz herzlich. Möge der liebende Vater ihn auch weiterhin auf seinem Lebensweg begleiten.

Am 14. März 1937 erblickte der Jubilar in Ulm das Licht der Welt. 1943 kam er in die Volksschule und sieben Jahre später als Schüler in das Missions-Seminar St. Josef in Reimlingen. 1956 wechselte er an das Gymnasium nach Lohr am Main im Spessart und erlangte dort zwei Jahre später die Hochschulreife.

1958 trat er in das Klerikernoviziat der Missionare von Mariannhill in Mönchsdeggingen ein. Im September 1959 legte Pater Thomas seine Erste zeitliche Profess ab und begann das Studium der Philosophie in Würzburg. Im Januar 1960 setzte er seine philosophischen und theologischen Studien in Pretoria, Südafrika, fort. Zwei Jahre später band er sich mit der Ablegung der Ewigen Profess für immer an die Kongregation der Missionare von Mariannhill. Im Winter 1965 kehrte er nach Deutschland zurück und wurde am 9. Januar 1966 in Würzburg durch Weihbischof Alfons Kempf zum Priester geweiht. Von der Ordensleitung wurde er nach Neuss gesandt, um Ordensnachwuchs zu werben.

Im Juni 1967 kehrte er nach Südafrika zurück und trat in der Pfarrei St. Anne’s in Umzinto seine Stelle als Kaplan an. In den folgenden Jahren war er unter anderem auf den südafrikanischen Pfarreien Jericho, Kevelaer und in Umsinsini im Einsatz. 1981 wurde er von Bischof Paul Themba Mngoma zum Generalvikar der Diözese Mariannhill in Südafrika ernannt. Dieses Amt hatte er bis 2000 inne. 1982 übernahm Pater Thomas die Pfarrei in Umzinto. Vor fünfzehn Jahren trat er die Stelle des Schwesternseelsorgers in Melville, Südafrika, am Indischen Ozean an.

Ende 2009 kam Pater Thomas in das Missionshaus St. Josef nach Reimlingen. Hier verbringt er nun seinen wohlverdienten Ruhestand. Von Zeit zu Zeit hilft der Jubilar in den umliegenden Pfarrgemeinden aus.

Es war im Sommer 2019 als Pater Thomas Winzenhörlein CMM mit einigen Mitgliedern des Förderkreises aus Bad Abbach in Ostafrika unterwegs war, um die Orte und Projekte zu besuchen, die von Bad Abbach aus unterstützt werden. Auf der Tour kam man auch nach Alou, einem Dorf nördlich von Dodoma, der Hauptstadt Tansanias.

wasserquelleDie bisherige QuelleDie Bevölkerung gehört der Volksgruppe der Gogo an: sie leben in einer regenarmen Gegend, die Kindersterblichkeit ist sehr hoch und viele der Erwachsenen waren nie in einer Schule; vor allem aber die Versorgung der Menschen mit Trinkwasser hat uns schockiert. Wir konnten es nicht glauben und auch nur schwer ertragen, als Pater Robert Kaiza uns dieses Wasserloch zeigte, das die einzige Wasserquelle des Dorfes ist; mit Eimern und einem Pullover kommen die Leute hierher: sie schöpfen das Wasser und lassen es dann durch den Pullover laufen, um wenigstens den gröbsten Schmutz herausfiltern zu können.

Für die Gäste aus Deutschland war klar: hier muss etwas getan werden.

Zurück in der Heimat fasste die Vorstandschaft des Förderkreises den Beschluss, einen Brunnen zu finanzieren. Wegen der Corona-Pandemie verzögerte sich die Realisierung aber beträchtlich: die Grenzen waren geschlossen, so dass Mariannhiller nicht an Ort und Stelle sein konnten, der Lockdown verhinderte, dass die Planungen weitergingen. Auch die Genehmigungen durch die Regionalverwaltung ließen auf sich warten und Lieferengpässe bei den Materialien trugen das ihre dazu bei.

Bild 2Die Bohrung war ein Highlight für die Schüler aus der UmgebungAber im November 2021 war es dann so weit: endlich wurde gebohrt! 151 Meter ging es durch massiven Fels nach unten, um an das Grundwasser heranzukommen, und die Arbeiten waren auch ein Highlight für die Schülerinnen und Schüler der benachbarten Grundschule. Dann galt es noch, den Wasserturm zu bauen, die Leitungen zu verlegen, Solarpanele für das Betreiben der Pumpe anzuschließen und schließlich konnte das Wasser laufen. 

Bild 3In den Wassertanks kann das Wasser gespeichert werdenEin wahrer Segen für die Menschen! Die Gesamtkosten des Brunnenbaus beliefen sich auf 23.743 Euro, ein kleiner Beitrag kam auch durch das Schulfest an unserem Gymnasium in Maria Veen dazu.

In Alou wurde bereits 2020/21 der Bau der Grundschule gestartet, die momentan vier Jahrgangsstufen umfasst. Der Förderkreis in Bad Abbach hat zwei Klassenzimmer und das Mobiliar finanziert. Für diesen Einsatz und die großherzigen Spenden sagen wir Missionare von Mariannhill ein herzliches Vergelt‘s Gott. Und vielleicht sind wir Missionare von Mariannhill auch bald mit einer kleinen Niederlassung vor Ort.
(Text und Fotos: Pater Thomas Winzenhörlein CMM)

Am 3. März 2022 zog Pater Anthony Gathen CMM vom Schloss Riedegg in Österreich nach Reimlingen ins Missionshaus St. Josef. Wir heißen Pater Anthony herzlich willkommen und wünschen ihm von Herzen, dass er sich rasch in die neue Umgebung einleben möge. Herzlich Willkommen!

Nach 58 Jahren verabschiedete sich Schwester Clemence Klever CPS aus Papua Neuguinea und kehrte in das Mutterhaus der Missionsschwestern vom Kostbaren Blut in Heilig Bloed in Arcen zurück. Ein Video von Pater Brian Nonde CMM zeigt den emotionalen Abschied:

Am Mittwoch, 2. März 2022, begeht Pater Adalbert Ludwig Balling CMM im Missionshaus St. Josef, Reimlingen, seinen 89. Geburtstag. Wir gratulieren ihm und wünschen ihm auf diesem Wege alles Gute und Gottes Segen. 

Pater Adalbert Balling wurde am 2. März 1933 in Gaurettersheim, Diözese Würzburg, geboren. Nach dem Besuch des Kilianeums in Miltenberg und Würzburg trat er im Jahr 1952 der Gemeinschaft der Missionare von Mariannhill bei und studierte in Würzburg Theologie, Philosophie und Psychologie. Nach der Priesterweihe am 20. Juli 1958 wirkte Balling bis 1965 in Rhodesien, dem heutigen Simbabwe. Dort leitete er die große Embakwe-Mission. 1965 kam er nach Deutschland zurück, um die Presseorgane der Ordensgemeinschaft zu übernehmen. Als Volontär und Redakteur arbeitete er beim Kölner Bachem Verlag und betreute die Zeitschriften und Kalender der Missionare von Mariannhill. Die Redaktion des Missionsmagazins des Ordens leitete er 34 Jahre lang, den Mariannhiller Missionskalender betreute er über 40 Jahre. Fünfmal nahm er an den Generalkapiteln der Ordensgemeinschaft in Rom teil. Dem Provinzrat gehörte er 18 Jahre lang an. Als spiritueller Buchautor ist er weltweit bekannt. Balling kann auf eine Gesamtauflage von rund vier Millionen Büchern und Geschenkbänden blicken. Teils sind seine Bücher ins Chinesische oder Zulu übersetzt. 2015 zog er ins Missionshaus St. Josef in Reimlingen, wo er nach wie vor literarisch tätig ist.

Vor 111 Jahren erblickte der Selige Pater Engelmar Unzeitig CMM das Licht der Welt. Wir freuen uns, die Erinnerung des ehemaligen Generalsuperiors Pater Damian Weber CMM hier mit Ihnen zu teilen:

"Es war im August 2007. Unser Mitbruder Christian Blouin, Bischof von Lae in Papua Neu Guinea, kam zu Besuch nach Rom und wünschte auch den Heiligen Vater treffen zu können. Papst Benedikt XVI. war schon in seinem Sommersitz in Castel Gandolfo. Dort gewährte er uns eine Privataudienz. Dieses Treffen entwickelte sich schließlich zu einem außerordentlichen Ereignis. Und zwar wegen Pater Engelmar Unzeitig, dessen Prozess für eine Seligsprechung schon seit mehreren Jahren lief.  Lasst mich erzählen:
Der Papst war natürlich informiert, dass Bischof Christian vom General der Mariannhiller Missionare begleitet wurde. Als er mir dann zum Gruß die Hand gab, fragte er mich mit spürbarem Interesse, ob der Prozess von Pater Engelmar vorankomme und wie es diesbezüglich gehe. Ich konnte ihm berichten, dass Vorbereitungen für die «Consulta Medica» gemacht werden, und dass wir zuversichtlich waren, dass ein endgültiges Urteil über das Wunder bald möglich sei. (Für eine Selig- oder Heiligsprechung braucht es immer ein Wunder. Um dann die Echtheit eines solchen Wunders zu bestätigen, wird es von drei Medizinern geprüft, und muss dann von mindestens zwei von ihnen bestätigt werden. Vor der endgültigen feierlichen Erklärung ist aber noch ein zusätzliches «Hindernis» eingebaut, eben die «Consulta Medica». In diesem Gremium von medizinischen Experten sind neben den drei aus der ersten Konsultation noch vier weitere Ärzte/Ärztinnen. Auch dieses Gremium muss dann mit zahlenmäßiger Mehrheit die Echtheit des Wunders bestätigen.)

Im Fall von Pater Engelmar hatten in der ersten Instanz zwei der Ärzte keine Zweifel an der Echtheit des Wunders. Daher waren wir zuversichtlich, dass auch die zweite Instanz zum selben Resultat kommen würde. Papst Benedikt XVI. war sichtlich erleichtert über meine Antwort und sagte dann, mit sicht- und spürbarer Erregung:  «Wir brauchen Pater Engelmar als Fürbitter Europas. Er kennt Europas Zerbrechlichkeit aus Erfahrung, und als Missionar weiß er auch, was Europa braucht.»

Die Consulta Medica endete dann allerdings nicht so, wie wir erhofft hatten. Aufgrund einsichtiger Argumente entschieden alle sieben einstimmig, dass das «Wunder» auch natürlich erklärt werden konnte. Als ich dann dieses Resultat Papst Benedikt XVI. berichten wollte, war ich überrascht zu sehen, dass er darüber bereits informiert war. Seine Reaktion war klar und bestimmt: Jetzt müsst ihr den Prozess neu aufrollen, und zwar für einen Märtyrer. Wir folgten diesem Rat und am 24. September 2016 durften wir in Würzburg das wunderschöne Fest der Seligsprechung von Pater Engelmar feiern.

In diesen Tagen, wo wir uns fragen, wie es mit Europa weitergehen soll, nicht nur im Zusammenhang mit der Ukraine und dem unbeschreiblichen Elend unzähliger unschuldiger Menschen, sind mir Papst Benedikts Worte wieder mit Wucht in den Sinn gekommen."

Seliger Pater Engelmar, bete für Europas Menschen und Völker, damit sie in Frieden leben und ihr christliches Erbe bewahren.

Anlässlich des Gedenkgottesdienstes zu Ehren des Seligen Pater Engelmar Unzeitig CMM in der Kirche St. Marien in Maria Veen sagte Pater Dr. Hubert Wendl CMM folgendes: "Unser Alltag läuft nicht mehr rund. Der Coronavirus hat uns jetzt schon zwei Jahre aus der Bahn geworfen. Und nun knirscht es seit Tagen auch gewaltig im Getriebe der Welt. Wir sind völlig aus unserer Ordnung geworfen, die uns bisher getragen hat. Vieles gerät durcheinander, nicht nur in der Ukraine. Wir spüren, wie sehr alles zusammen hängt. Wie wir aufeinander angewiesen sind mit Handelsketten, mit Importen und Exporten. Auf einmal ist unser Leben, an das wir uns gewohnt haben, bedroht. Ein Krieg ist ausgebrochen – vor unserer Haustür. Menschen kämpfen, Menschen sterben und Menschen fliehen vor Gewalt und Terror.

Solche Erfahrungen hat auch Pater Engelmar gemacht. Sein Leben verlief in ziemlich geordneten Kreisen, auch wenn es immer wieder geknirscht hat, wie etwa der frühe Tod seines Vaters. Aber er hat immer wieder eine Ordnung für sich gefunden, so dass er seinen Weg finden konnte. Pater Engelmar hatte sich unserer Gemeinschaft angeschlossen, weil er in die Mission gehen und den Glauben verkünden wollte. Nach seiner Priesterweihe am 6. August 1939 – kurz vor dem Ausbruch des Zweiten Weltkrieges – konnte er nur kurze Zeit als Priester in Würzburg, Linz und als Pfarrprovisor in Glöckelberg wirken. Am 21. April 1941 erfolgte seine Verhaftung und nach sechs Wochen Aufenthalt im Linzer Gefängnis die Überführung in das KZ Dachau – ohne Verurteilung und ohne Gerichtsurteil. Er wurde einfach aus dem Weg geräumt.

IMG 20220227 082325IMG 20220227 082452IMG 20220227 082522IMG 20220227 082544Als junger Priester hat er sich um französische Kriegsgefangene gekümmert, wie dann als Gefangener im KZ Dachau vor allem um Inhaftierte aus dem Osten. Er hat sich da eingebracht, wo es sein eigenes Leben kosten sollte. Pater Engelmar hat sich nicht in sich selbst zurückgezogen, sondern im Gebet und in der Feier der heiligen Messe mit Gott kommuniziert und in aller Konsequenz anderen in ihren Leiden beigestanden. Es wird sogar berichtet, dass er im Konzentrationslager manchmal beinahe die Zählappelle verschwitzt hätte, weil er tief im Gebet vor dem Allerheiligsten in der Gefangenenkapelle versunken war. Der Krieg im Land war allen – auch im KZ – bewusst. Diese Nachrichten konnten von der Zensur nicht zurückgehalten werden. Wo es ihnen möglich war, versuchten die Gefangenen aufeinander zuzugehen und sich gegenseitig beizustehen.

Der Krieg war da im Land – spürbar für alle. Und dann geriet alles noch mehr in Unordnung, es war nicht nur Sand im Getriebe geraten, sondern es schien, als ob alle Zahnräder kaputt gingen und das Chaos ausbrach zu Beginn des Jahres 1945: Typhus brach im KZ aus – grenzenlos und nicht aufzuhalten. Pater Engelmar und einige Mitbrüder wussten genau, dass diese Krankheit einen schweren Verlauf hat und unweigerlich zum Tod führt. Sein Vater war im Ersten Weltkrieg gerade an dieser Krankheit gestorben. Und nun stellt sich Pater Engelmar zur Verfügung, um diese dem Tod geweihten Kranken zu helfen und ihnen beizustehen.

Sein Wunsch, in die Mission zu gehen, hat sich nicht erfüllt, aber er wurde nicht depressiv, sondern er erkannte, dass er auch hier in diesem Lager, „in dem das Böse regiert und wo wir leicht glauben könnten, von Gott und der Welt in unserem Leiden verlassen zu sein", wie er selbst schrieb, seine missionarische Berufung leben konnte – bis zur letzten Hingabe.

Am 2. März 1945 starb Pater Engelmar, nachdem er sich bei der Pflege in den Typhus-baracken selbst mit der tödlichen Krankheit angesteckt hatte. Einige Geistliche aus dem Priesterblock bemühten sich um seine Asche und schmuggelten sie auf abenteuerliche Weise aus dem KZ nach Würzburg. Nach seiner Seligsprechung im September 2016 wurde die Asche von Pater Engelmar im Altar unserer Kirche in Würzburg beigesetzt.

Es gibt viele Situationen, in denen unsere Welt aus den Fugen gerät, in der Sand ins Getriebe kommt und es gewaltig knirscht. Warum müssen Menschen in einem sinnlosen Krieg für den Machtanspruch eines Mannes sterben? Immer wieder lässt uns das Leben zweifeln: „Warum lässt Gott das zu?“

Es ist eine Frage, auf die es keine andere Antwort gibt als den gelebten Glauben. Ein Glaube, der Tat werden will und der in Liebe antwortet, auch in der Umgebung von Hass und Gewalt. Der Glaube kann dann wieder Ordnung in unsere Herzen bringen. Auch wenn ich selbst gefesselt bin, bleibt das Wort Gottes frei und hat die Kraft Fesseln abzustreifen. Es ist eine Freiheit, die auch uns in unserem Alltag tragen kann. So können dann auch wir sehen, wo unsere Liebe, wo wir selbst gebraucht werden.

Wir spüren die Angst, dass Fremdes uns überschwemmt; die Angst vor Hass, Mordlust und Krieg. Es fällt uns schwer zu reagieren und unseren Glauben zu bekennen. Der selige Pater Engelmar kann uns helfen, dass wir als Christen mehr Mut haben, dass wir uns nicht zurückdrängen lassen, dass das Chaos uns nicht beherrschen kann. Er kann uns helfen uns mit anderen zusammenzusetzen und gemeinsam über das Reich Gottes zu sprechen.

Wir müssen mit dem Glaubenszeugnis in die Öffentlichkeit, überzeugend mit einer ehrlichen christlichen Grundhaltung auftreten. Pater Engelmar kann uns helfen, mit unseren Mitteln, wo wir leben, uns für die Gerechtigkeit und für den Frieden einzusetzen.

Denn „Liebe verdoppelt die Kräfte, sie macht erfinderisch, macht innerlich frei und froh“ schreibt Pater Engelmar als Aufmunterung für sich – und für uns." (Fotos: ©2022 pater dr. hubert wendl cmm)

Auf dem Sportgelände von Mariannhill weihte Erzbischof Siegfried Jwara CMM den neuen Bischof von Mariannhill, Neil Frank OMI. Ein Bildbericht von Bruder Mauricio Langa CMM:

 

 

Wir gratulieren Bischof Neil Frank OMI ganz herzlich und wünschen ihm für seinen Dienst an denund für die Menschen in der Diözese Mariannhill, Südafrika, alles Gute und Gottes reichen Segen.

 Einladung am Sonntagabend bundesweit für den Frieden zu beten - Die Deutsche Bischofskonferenz und die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) rufen gemeinsam mit der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Deutschland (ACK) die Gläubigen zum Gebet für den Frieden in der Ukraine auf. Die Kirchengemeinden und christliche Gruppen sind eingeladen, sich am kommenden Sonntag, 27. Februar 2022, am frühen Abend in Friedensgottesdiensten und gemeinsamen Gebeten mit den Opfern des Krieges zu verbinden und Frieden für die geschundene Ukraine zu erbitten. Die Kirchenglocken sollen zum Gebet einladen.

„Als Christen verurteilen wir kriegerische Gewalt und deshalb auch die Invasion der Ukraine durch Russland. Dies ist ein Angriffskrieg, der dem Völkerrecht und der christlichen Friedensethik zuwiderläuft“, erklärt der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Bischof Dr. Georg Bätzing. „Unsere Bestürzung und Beklemmungen angesichts des Krieges tragen wir im Gebet vor Gott, der sich am Ende immer als mächtiger erweist als die Mächtigen dieser Erde.“ Bischof Dr. Bätzing wird am Sonntag, 18.00 Uhr, ein Gebet im Limburger Dom leiten.

Die Ratsvorsitzende der EKD, Annette Kurschus, fügt hinzu: „Ich hoffe, dass sich am Sonntag viele an den Gebeten beteiligen werden. Insbesondere ökumenische Gottesdienste sind ein Zeichen der Verbundenheit der hiesigen Christen untereinander und mit den Kirchen, die in der Ukraine und in Russland ihre Heimat haben und auch in Deutschland vertreten sind. Gemeinsam bringen wir unser Entsetzen und unsere Trauer vor Gott, gemeinsam beten wir für die von der Kriegsgewalt betroffenen Menschen und für mutige Schritte zum Frieden, gemeinsam bitten wir Gott, dass er die Kriegstreiber zur Umkehr bringt.“

Der Vorsitzende der ACK in Deutschland, Erzpriester Radu Constantin Miron, zeigt sich bestürzt angesichts der zunehmenden Gewalt: „Als orthodoxer Christ ist es für mich besonders schmerzlich zu sehen, dass die Frontlinie mitten durch meine Kirche verläuft. Ich rufe insbesondere die Gläubigen meiner Kirche auf, nun zusammenzustehen und gemeinsam mit allen Christinnen und Christen dieses Landes in ökumenischer Verbundenheit um Frieden zu beten.“

Die Gestaltung der Gebetstreffen liegt bei den Verantwortlichen vor Ort. Sie sollen, je nach den lokalen Gegebenheiten, als ökumenische Veranstaltungen oder auch in konfessionellem Rahmen stattfinden. Eine Beteiligung von Christen und Christinnen aus der Ukraine und Russland wird nicht überall möglich sein, ist aber wünschenswert. Anregungen für Friedensgebete können am Samstag, 26. Februar 2022, auf den Internetseiten www.ekd.dewww.dbk.de und www.oekumene-ack.de abgerufen werden.

 Am Rande des kürzlich zu Ende gegangenen Gipfeltreffens zwischen der Europäischen Union und der Afrikanischen Union in Brüssel, wurde dem leitenden Mitarbeiter von Präsidentin Samia Suluhu Hassan eine Petition mit 2,7 Millionen Unterschriften überreicht; die Präsidentin wird darin gebeten, die Zwangsumsiedlung von mehr als 70 000 Massai aus dem Norden Tansanias zu stoppen. Am 21. Januar gab die tansanische Regierung Pläne bekannt, 70 000 Massai von ihrem 1500 km2 großen angestammten Land im Ngorongoro-Schutzgebiet und in Loliondo in der Region Arusha zu vertreiben; da das Land an ein in den Vereinigten Arabischen Emiraten ansässiges Unternehmen verpachtet werden soll, das einen Wildtierkorridor für die Trophäenjagd und den Elitetourismus anlegen will.  (Quelle: Netzwerk Afrika Deutschland)

Jetzt für den mit insgesamt 10.000 Euro dotierten Bonifatiuspreis für missionarisches Handeln in Deutschland bewerben.

Das Bonifatiuswerk der deutschen Katholiken vergibt zum siebten Mal gemeinsam mit einer Jury den Bonifatiuspreis für missionarisches Handeln in Deutschland. Die Verleihung des mit insgesamt  10.000 Euro dotierten Preises (1. Preis: 5.000 Euro, 2. Preis: 3.000 Euro, 3. Preis: 2.000 Euro) findet während der bundesweiten Diaspora-Aktionseröffnung am 6. November 2022 in Speyer statt. Ausgezeichnet werden Projekte, die innovativ sind und auf kreative Weise zeigen, wie die Botschaft des Glaubens in der Welt von heute aufleuchten kann. Vom 1. März bis zum 15. August 2022 können sich Kirchengemeinden, Schulen, Verbände, Institutionen, Orden, Gemeinschaften, engagierte Einzelpersonen und ökumenische Initiativen für diesen Preis bewerben.

Das Bonifatiuswerk hat es sich mit dem von Prälat Erich Läufer gestifteten Bonifatiuspreis für missionarisches Handeln in Deutschland zur Aufgabe gemacht, kreativen Glaubensimpulsen besondere Aufmerksamkeit, Anerkennung und Möglichkeiten zur Vernetzung zu schenken. „Der Glaubensweg ist kein ausgetretener Pfad und auch keine Zielgerade. Blicke links und rechts des Weges weisen auf neue Pfade, die sich zu beschreiten lohnen. Sie zu beschreiten, erfordert Mut und Engagement, doch kann man sich auf das Evangelium als Wegbegleiter verlassen: Es gibt verlässlich Orientierung, auch auf den schwierigen und steinigen Wegen unserer Zeit“, sagt Monsignore Georg Austen, Generalsekretär des Bonifatiuswerkes. Die Jury sucht Entdecker, Wegbegleiter und Mutmacher: Menschen, die neue Wege gehen oder bewährte Traditionen weiterdenken, um die Botschaft des Evangeliums innovativ weiterzutragen. „Nicht nur spektakuläre Aktionen, auch kleine Initiativen sind wertvoll, wenn sie ermutigen, das Leben aus dem Glauben zu gestalten und einladend für die Menschen sind. Lassen Sie uns draußen zeigen, was wir drinnen glauben!“, erklärt der Generalsekretär.

Ob ein rosa Sofa, das zum Perspektivwechsel in der Kirche einlädt, ein zur Kapelle umgebauter Stahlcontainer, ein digitales Lexikon christlicher Grundbegriffe, Musicals, Friedens- oder Gebets-Aktionen, eindrucksvolle Glaubenszeugnisse, ökumenische Initiativen oder neue Projekte und Orte der Glaubenserfahrung im Kirchenjahr: Das Bonifatiuswerk freut sich auf jede Bewerbung. Henri Kohlberg vom BDKJ Mainz bewarb sich für den Bonifatiuspreis 2019 mit einem Escape Room: „Mit dieser Aktion wollten wir ein Abenteuer für Groß und Klein gestalten, bei dem Kirche - losgelöst vom Gottesdienst - einen Raum bietet, in dem sich Gemeinschaft neu kennenlernen und gemeinsam Spaß haben kann.“

Die Gewinner des Bonifatiuspreises werden alle drei Jahre von einer fachkompetent besetzten Jury ausgewählt. In diesem Jahr suchen unter anderem der Ministerpräsident von Schleswig-Holstein Daniel Günther, Jugendbischof Johannes Wübbe, die BDKJ-Bundesvorsitzende Lena Bloemacher und ZDF-Moderator Tim Niedernolte die drei innovativsten Projekte aus. Der Stifter des Preises Prälat Erich Läufer sagt: „Seit ich in meinem Elternhaus Anfang der 30er Jahre die Geschichten um den ‚fliegenden Pater‘ des Bonifatiuswerkes verinnerlicht habe, weiß ich bis heute, dass die Glaubenshilfe zu dessen Aufgabe gehört. Das ist der Grund, dass ich den Bonifatiuspreis für missionarisches Handeln in Deutschland stiften durfte. Es zeigt sich seit Jahren, mit wie viel Fantasie und Entdeckerlust die Projekte zur Glaubenshilfe in Deutschland beigetragen haben.“

Die Projekte, Initiativen und Aktionen sollten aktuell laufen oder 2020/2021 abgeschlossen worden sein. Sie werden online präsentiert, vorgestellt und vernetzt. Ebenso soll nach dem Wettbewerb eine gedruckte Publikation erscheinen. Bewerbungsunterlagen und weitere Informationen finden sich unter www.bonifatiuspreis.de.

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