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Am 16. März 1945 erlebte Würzburg eine grauenvolle Bombennacht ... fast 80 Prozent der Stadt wurde in Schutt und Asche gelegt.

In der verheerenden Bombennacht - 16. März 1945 - wurde die fränkische Mainmetropole Würzburg fast völlig zerstört. Als eines der wenigen Gebäude blieb das Kloster Mariannhill auf dem Mönchsberg unversehrt. In der Hauschronik findet sich die Notiz, dass der Hausobere dies auf die Fürsprache des Seligen Pater Engelmar  zurückführt. Allerdings hat die weitere Niederlassung von uns am Röntgenring dem Bombenterror nicht stand gehalten und brannte bis auf die Außenmauern nieder (Fotos: Pater Rupert M.)

Wuerzburg2 Die zerstörte Niederlassung am RöntgenringWuerzburg1Weiterer Blick auf das zerstörte Würzburg

 

Am 12. März, war es 50 Jahre her, seit Will Verberk, ein Freund und Berater von St. Pauls, Rini van Tienen in der Kapelle des Missionshauses heiratete. Obwohl beide sich ausdrücklich keine Feier nach außen wünschten, wurde dieses Jubiläum im Heimatkreis der Gemeinde bescheiden gewürdigt. Bei dieser Gelegenheit wurde dem Paar die Urkunde zum päpstlichen Segen von Papst Franziskus überreicht. 

Die Gemeinde St. Paul wünscht Will und Rini alles Gute und Segen für die kommenden Jahre.

Mehr als dreißig Jahre nach der Wiedereinführung des Bibers in den Niederlanden 1988, hat sich das Tier entlang der Maas recht gut ausgebreitet. Es wird geschätzt, dass es jetzt 3500 Biber in den Niederlanden gibt. Die so schnelle Ausbreitung des Bibers bereitet auch Probleme. Das Nagetier verursacht tonnenweise Schäden an Deichen und Fundamente.

Im Park von St. Paul haben die Biber zwei Dämme im Bach Roobeek gebaut, was zu einer großen Überschwemmung führte. In dem großen Wasserbecken, das sich gebildet hat, sind seitdem viele Bäume umgefallen, teilweise auch wegen der fleißig nagenden Tiere, die sogar dicke Bäume fällen können. Da Biber geschützt sind, sollten sie nicht verjagt werden. Allerdings hat der Limburg Wasserwirtschaftsverband einen Damm ein wenig reduziert, aber zu spät; der Schaden kann nicht mehr rückgängig gemacht werden.

Aus den Niederlanden berichtet: Pater Frans Lenssen CMM

Liebe Freunde und Förderer!

In den letzten Tagen haben wir die Entwicklung der Corona-Krise und die empfohlenen Abwehrmaßnahmen genau beobachtet. Wir haben uns nunmehr auf Grund der staatlichen Empfehlungen dazu entschieden, die Förderertage abzusagen.

Es tut uns leid und wir bedauern diese Entscheidung sehr. Sobald die Krise überstanden ist und Veranstaltungen wieder gefahrlos angeboten werden können, werden wir uns um Ersatztermine kümmern. Sie werden rechtzeitig davon erfahren. 

Im Moment bleibt uns nichts anderes übrig, als um Ihr Verständnis für diese unsere Entscheidung zu bitten. 

Betroffen sind die Termine in Vierzehnheiligen am Montag, 16. März; in Schönfeld am Mittwoch, 18. März; in Dietenheim am Montag, 23. März, und im Haus Werdenfels am Freitag, 27. März.

Ihre Missionare von Mariannhill

Beim Gedenkgottesdienst am Samstag, 7. März, in der Marienkirche in Maria Veen erinnert Pater Dr. Hubert Wendl an den seligen Pater Engelmar Unzeitig CMM, der vor 75 Jahren im KZ-Dachau sein Leben opferte. In seiner Predigt sagte er:

"Liebe Schwestern und Brüder!

In diesem Jahr werden wir oft noch an Ereignisse denken, die vor 75 Jahren geschahen, vor allem die Erinnerung an das Ende des zerstörerischen Krieges, in dem viele Millionen Menschen starben. Der Krieg ließ die Überlebenden in Trümmern und Ruinen zurück, viele in Hoffnungslosigkeit und Trauer. Und dennoch gelang es Neues aufzubauen. Feinde eines erbitterten Krieges konnten wieder zueinander finden und viele Gräben und Risse konnten überwunden und geschlossen werden. Aber es ging auch ein zerstörerisches politisches Regime zu Ende, das für viel Leid und unsagbare Menschenverachtung verantwortlich war.

Pater Engelmar hat dies nicht mehr erlebt. Er starb bereits am 2. März 1945 im Alter von gerade einmal 34 Jahren nach fast vier Jahren Haft im Konzentrationslager Dachau an Typhus. Und dennoch kannte er die Situation und die Trostlosigkeit, dass alles aus ist, sehr genau. Er war ein Opfer der Nazi-Politik, er wurde verhaftet und letztendlich nach Dachau gebracht. Es gab kein Gerichtsurteil; allein die Anklage „Kanzelmissbrauch“ genügte, um ihn einfach aus den Weg zu räumen.

Pater Engelmar hat nicht in Kategorien von Überlegenheit und Minderwertigkeit oder von Freunden und Feinden der damaligen Politik gedacht. Er sah in anderen Völkern keine Rivalen, denn das richtet Grenzen auf zwischen Menschen und Nationen und erzeugt Feindbilder. Aber gerade dadurch geht heute mehr und mehr die Fähigkeit verloren echte Beziehungen einzugehen und sich einem Miteinander zu öffnen. Eine große Gefahr für das gemeinsame Miteinander ist der Neid als Traurigkeit über das Gut, über das Glück eines anderen; das Schielen und das Vergleichen, das Beziehungen nachhaltig vergiftet. Pater Engelmar hat sich dadurch nicht vergiften lassen und hat das Liebesgebot Jesu bis zum Ende gelebt.

Pater Engelmar Unzeitig übernimmt am 1. Oktober 1940 die Leitung der schwierigen Pfarrei Glöckelberg. Es waren harte Monate für den Neupriester. Nicht nur der Winter war streng, auch die Seelsorge forderte ihn heraus. Nicht laut, aber deutlich bezog Pater Engelmar gegen Hitler und die Politik Stellung. Er wurde denunziert und am 21. April 1941 von der Gestapo wegen „Kanzelmissbrauch und Beleidigung des Führers“ verhaftet.

Er wurde beschuldigt, sich für verfolgte Juden einzusetzen und dass er nicht den Führer, sondern Christus als seinen obersten Herrn betrachte. Und er sollte die Jugend lehren, dass Gehorsam gegenüber Gott wichtiger sei als gegenüber weltlicher Macht, was der damaligen politischen Macht natürlich überhaupt nicht passte.

Am 3. Juni 1941 kam Pater Unzeitig in Dachau an und wurde zur Nummer: 26 147 – mit allen Schikanen eines KZs. Ab April 1942 arbeitete er auf der sogenannten Plantage, in der „Messerschmitthalle“ und auch in Schreibstuben. Das KZ Dachau war kein eigentliches Vernichtungslager, aber es geschah Vernichtung durch Arbeit, Entbehrung, Hunger und Krankheit.

Die Jahre im KZ Dachau waren für Pater Engelmar die Hölle und viele seiner Mitgefangenen verfielen in Trostlosigkeit. Dabei war eigentlich die Mission seine Berufung: Er lernte bereits in seiner Heimat die tschechische Sprache, nutzte seine Kenntnisse in Französisch für die Seelsorge mit Kriegsgefangenen in Riedegg, und er lernte Russisch, um besseren Zugang zu Mitgefangenen aus Russland und der Ukraine zu finden. Gerade diese Häftlinge waren ihm in all dem Elend des KZ ein besonderes Anliegen, mit ihnen kam er ins Gespräch über das Reich Gottes.

Vor 75 Jahren wurden aber auch die Konzentrationslager befreit. Der Gedenktag für das KZ Auschwitz am 27. Januar liegt bereits hinter uns. Kurz zuvor hatten die SS-Leute die meisten Häftlinge dort noch auf Todesmärsche nach Westen getrieben.

Am 29. April 1945 schließlich rückte eine amerikanische Einheit in das Konzentrationslager Dachau ein. Unter unbeschreiblichem Jubel wurden die amerikanischen Soldaten von mehr als 32.000 überlebenden Gefangenen begrüßt und mussten sich aber auch schrecklichen Bildern von Leichen und Menschenverachtung stellen.

Pater Engelmar hat diesen Tag nicht mehr erlebt, aber er hatte, wie viele seiner Mithäftlinge Informationen über die Situation in Deutschland. In seinen letzten Tagen konnten die Häftlinge die Bombardierungen in der Umgebung bereits hören und spüren und viele warteten auf die heranziehenden Befreier.

Bereits in den letzten Dezemberwochen 1944 brach eine Flecktyphus-Epidemie im Lager aus – mit mehr als 100 Toten täglich. Weil das Krankenrevier zu klein war, wurden einfach einige Baracken eingezäunt und die Erkrankten in diesen Quarantänestationen zusammen gepfercht. Da niemand mehr bereit war, als Pfleger in dieser Lage zu arbeiten, wurden Freiwillige gesucht. Pater Engelmar war einer von den Priestern, die sich zu diesem Dienst meldeten. Sie widmeten sich der Pflege der Todkranken und spendeten die Sakramente. Immer wieder kamen helfende Geistliche an den Zaun der Todesbaracken und brachten Lebensmittel, Kommunionen und Krankenöle und unterstützten sie so in ihrem Dienst am Nächsten. Für die freiwilligen Pfleger war es ein Gang in den Tod. Am 2. März 1945 starb auch Pater Engelmar an Flecktyphus und wurde schon damals von vielen als der „Engel von Dachau“ bezeichnet.

Wenn wir seine Briefe aus dem KZ lesen, spüren wir etwas vom seinem tiefen Gott-vertrauen, von seinem seelsorglichen Einsatz, von seiner Frömmigkeit, die so stark war, dass selbst Verleumdung, Spott, Hunger und Grausamkeit ihn nicht davon abbringen konnten, sich bei Gott geborgen zu wissen. So schreibt er: „Gottes Wege sind wunderbar. Ja, Gott braucht uns nicht, nur unsere Liebe, unsere Hingabe, unser Opfer. So hoffe auch ich, den unzähligen Heimatlosen, als den Hilf- und Trostlosen, besonders in den schwer heimgesuchten Städten in etwa zu Hilfe kommen zu können. Dazu hat uns wohl Gott aus der aktiven Seelsorge herausgenommen, dass wir als große Beterschar durch Gebet und Opfer zu Gott um Gnade und Erbarmen flehen für unsere Brüder und Schwestern draußen.“

Seine Liebe zu Gott und zum Nächsten war der tragende Grund seiner Bereitschaft, sich im KZ derer anzunehmen, die sich schwerer taten als er; Gottes fürsorgliche Hand in allem zu sehen und trotz der Härte des Lagerlebens auch weiterhin an Gottes Güte zu glauben. Obwohl sein Wunsch, in die Mission zu gehen, sich nicht erfüllt hatte, wurde er nicht depressiv, sondern er erkannte, dass er auch hier in der Hölle von Dachau, regiert vom Bösen, seine missionarische Berufung leben konnte und das Reich Gottes verkünden konnte.

Und wir? – Heute? – 75 Jahre später? – Haben wir in diesem 75 Jahren dazu gelernt?    Als ob die vergangenen Jahre nicht gewesen wären, gibt es Angst, dass Fremdes uns überschwemmt, gibt es Angst vor fremden Menschen, ja sogar Hass und Mordlust.

Wir brauchen keine Verfolgung, Bestrafung oder gar Hinrichtung zu fürchten und dennoch fällt es uns dabei schwer zu reagieren und unseren Glauben zu bekennen. Der selige Pater Engelmar kann uns helfen, dass wir als Christen mehr Mut haben, dass wir uns nicht zurückdrängen lassen. Er kann uns helfen uns mit anderen zusammen zu setzen und gemeinsam über das Reich Gottes sprechen. Wir müssen mit dem Glaubenszeugnis in die Öffentlichkeit, überzeugend mit einer ehrlichen christlichen Grundhaltung auftreten. Denn „Liebe verdoppelt die Kräfte, sie macht erfinderisch, macht innerlich frei und froh“ schreibt Pater Engelmar als Aufmunterung für sich – und für uns."

Predigt von Bischof em. Dr. Friedhelm Hofmann anlässlich des 75. Todestages des Seligen Pater Engelmar Unzeitig CMM in Wortlaut:
"Sehr geehrter Herr Generalsuperior, Provinzvikar, liebe Schwestern und Brüder, liebe Mitbrüder,

wir gedenken heute, am ersten Fastensonntag, des Seligen Engelmar Unzeitig, der vor genau 75 Jahren am 2. März 1945 im Konzentrationslager Dachau verstorben ist. Er stammte aus Greifendorf bei Zwittau, half zunächst nach der Volksschule auf dem elterlichen Bauernhof mit, denn die Mutter musste ihn alleine mit den sechs Kindern bewirtschaften, denn der Vater war in russischer Gefangenschaft am Typhus verstorben.

Weil Hubert Unzeitig – so hieß er mit bürgerlichem Namen – Missionar werden wollte, trat er in die Gemeinschaft der Mariannhiller Missionare in Reimlingen bei Nördlingen ein. In Würzburg holte er das Abitur nach und studierte Philosophie und Theologie. Hier wurde er auch 1939 zum Priester geweiht. Der Beginn des Zweiten Weltkrieges hatte für ihn zur Folge, dass er statt in die Mission – seinem großen Lebensziel, als Priester in Riedegg in Oberösterreich und in Glöckelberg im Böhmerwald eingesetzt wurde.

Sein Protest gegenüber der Judenverfolgung brachte ihm letztlich das Konzentrationslager Dachau ein. Dort betreute er freiwillig die Kranken, rettete Einige vor dem Hungertod, indem er sein eigenes Essen abgab und spendete vielen die Sterbesakramente. Er steckte sich selbst am Flecktyphus an und starb mit nur 34 Jahren am 2. März 1945.

Am 24. September 2016 konnte er bei uns im Würzburger Dom seliggesprochen werden – ein wahrhaft unvergesslicher Tag.

Was können wir, liebe Schwestern und Brüder, an diesem Seligen für uns beispielgebend erkennen?

Erstens: Mag die eigene Lebenssituation auch noch so ausweglos erscheinen, ich kann als neue Schöpfung Gottes die Wirklichkeit des Himmels durch mein Tun bezeugen.

Pater Engelmar hat sich nicht in sich selbst zurückgezogen, sondern im Gebet und in der Feier der heiligen Messe mit Gott kommuniziert und in Konsequenz anderen Leidenden beigestanden. Es wird sogar berichtet, dass er im Konzentrationslager manchmal beinahe die Zählappelle verschwitzt hätte, weil er tief im Gebet vor dem Allerheiligsten in der Gefangenenkapelle versunken war.

Wir stehen heute vor der gewaltigen Aufgabe einer Neuevangelisierung Europas. Dies kann uns nur gelingen, wenn wir die uns in der Taufe geschenkte neue Schöpfung in Gebet und Tun mit der Hilfe Gottes auch realisieren, d. h. sichtbar machen. Der eingeschlagene Synodale Weg kann nur gelingen, wenn die Aufgabe der Kirche bejaht wird, den Menschen die unverkürzte Wahrheit über unsere Erlösung durch Jesu Kreuzestod und damit das ewige Heil zu verkünden. Das Kreuz bleibt auch in unserem Leben ein Geheimnis, das nicht nur Märtyrerzeichen sondern durch die Auferstehung Jesu auch Siegeszeichen ist.

Zweitens: Pater Engelmar hat seine Bereitschaftserklärung, sein Adsum bei der Priesterweihe, in einer Situation durchgehalten, die ihn menschlich gesehen überfordern musste. Er hat sich als Aushilfspriester ebenso um französische Kriegsgefangene gekümmert wie als Gefangener im KZ Dachau um russische Inhaftierte. Er hat sich auch da eingebracht, wo es sein eigenes Leben kosten sollte.

Wie steht es mit uns, wenn unser Versprechen Gott gegenüber auch im Alltag eingelöst werden muss? Ich denke dabei nicht nur an unser Versprechen bei der Ehe und bei der Priesterweihe, sondern auch an unsere christliche Grundhaltung Menschen gegenüber, die jetzt unsere Hilfe brauchen – z. B. Flüchtlinge und Asylsuchende. Machen wir mit der Botschaft des Evangeliums auch dann ernst, wenn wir persönlichen Schaden in Kauf nehmen müssen?

Drittens: Pater Engelmar hatte sich den Mariannhiller Missionaren angeschlossen, weil er in die Mission gehen und dort in fernen Ländern den Glauben einpflanzen wollte. Nach seiner Priesterweihe am 6. August 1939 (kurz vor dem Ausbruch des II. Weltkrieges) konnte er nur kurze Zeit als Priester in Würzburg, Linz und als Pfarrprovisor in Glöckelberg wirken. Am 21. April 1941 erfolgte seine Verhaftung und nach sechs Wochen Aufenthalt im Linzer Gefängnis die Überführung in das KZ Dachau.

Obwohl sein Wunsch, in die Mission zu gehen, sich nicht erfüllt hatte, wurde er nicht depressiv, sondern er erkannte, dass er auch hier – wie er selbst schrieb, wörtlich: "in diesem gottverlassenen Lager, in dem das Böse regiert und wo wir leicht glauben könnten, von Gott und der Welt in unserem Leiden verlassen zu sein" – seine missionarische Berufung leben konnte.

Und wir? Ist für uns nicht erst die Möglichkeit gegeben, heute unseren Glauben authentisch bescheiden und damit wirkkräftig zu leben? Wir brauchen keine Verfolgung, Bestrafung oder gar Hinrichtung zu fürchten. Kann uns da nicht diese Lichtgestalt aus dunkelster Zeit zur nötigen Einsicht verhelfen? Wir müssen mehr Mut haben als Christen, wir dürfen uns nicht in die Kirchen und Sakristeien zurückdrängen lassen. Wir müssen mit dem Glaubenszeugnis in  die Öffentlichkeit, überzeugend mit einer ehrlichen christlichen Grundhaltung auftreten.

Möge der selige Pater Engelmar für uns dabei ein tatkräftiger Fürsprecher sein. Amen."

Bischof em. Dr. Friedhelm Hofmann ermunterte die zahlreichen Gläubigen, die sich anlässlich des 75. Todestages des seligen Pater Engelmar Unzeitig in der Herz-Jesu-Kirche der Missionare von Mariannhill in Würzburg zum Gottesdienst versammelt hatten, ihren Glauben authentisch, bescheiden und damit wirkkräftig zu leben. 

Nach den Worten von Bischof Hofmann stehen wir heute vor der gewaltigen Aufgabe einer Neuevangelisierung Europas. Dies kann nur gelingen, wenn wir die uns in der Taufe geschenkte neue Schöpfung in Gebet und Tun mit der Hilfe Gottes auch realisieren, d. h. sichtbar machen. Der eingeschlagene Synodale Weg kann nur gelingen, wenn die Aufgabe der Kirche bejaht wird, den Menschen die unverkürzte Wahrheit über unsere Erlösung durch Jesu Kreuzestod und damit das ewige Heil zu verkünden. 

Hier die ganze Predigt von Bischof em. Dr. Friedhelm Hofmann zum Nachhören: Predigt-Audio.mp3

 

 

Frater Anthony Dim hat sich Gedanken zur bevorstehenden österlichen Bußzeit gemacht. Seine literarischen Gedanken wurden mit Bildern aus Lagos, Nigeria, umrahmt. 

Pater Jörg Thiemann CMM macht sich so seine Gedanken zum Faschingssonntag sowie den schrecklichen Ereignissen in Hanau:

Helau all Ihr Frommen 
Ich heiße Euch alle  herzlich willkommen 

Habt Ihr die Worte aus dem Evangelium gehört
habt auch Ihr euch dran gestört...
An diesen Worten müssen wir uns reiben...
sonst könnten wir alle gleich zuhause bleiben...

Wie kann Jesus nur  verlangen,
mit der Liebe zum Feind anzufangen...
wir hören Jesus auch sagen...
lass dich auch auf die andere Wange schlagen...

Bringt dich jemand zu Gericht...
besteh auf deine Rechte nicht...
schenke dein Hemd, deinen Mantel, ja alle Sachen...
wenn sie anderen mehr Freude machen…

Will dich einer zu einer Meile zwingen,
geh eine zweite und fang an zu singen
hat einer zu große Sorgen,
dann sei nicht zu schade, ihm zu borgen

Wir sollten es als Christen unterlassen...
Nur den Nächsten zu lieben, den Feind zu hassen
Wer nur den guten Freund kann leiden...
Ist nicht besser als die Heiden

Wer nur zum Bruder oder zur Schwester ist gut,
der in den Augen von Jesus nichts Besonderes tut...
wie der Vater im Himmel nach Vollkommenheit streben...
dann erst können wir der Welt ein Zeugnis geben...

Was uns ist heute aufgegeben,
ist nicht leicht zu leben...
vielen scheint das alles viel zu schwer
denn diese Worte stehen quer...

Schauen wir in unsere Welt voll Hass und Streit,
nur wenige sind zur Versöhnung echt bereit...
lass dir nichts gefallen, schlage zurück...
sonst raubt dir jemand noch dein Glück...

Auf der großen Bühne der Politik,
kommt  es zuweilen knüppeldick...
Oft interessiert nur noch das eigene Land...
Drum steht die Welt gerad am Rand...

Die Gewalt von Rechtsextrem
Ist inzwischen ein Problem…
Mutig woll´n wir uns erheben…
Denn Denken von rechts darf es nicht länger geben…

Wir alle haben es geseh´n,
was Schlimmes in Hanau ist gescheh´n.
Tausende entzündeten ein Kerzenlicht.
Und zeigten: so etwas, das wolln wir nicht.

Vom Klima will ich heute mal schweigen...
der Gedankenlosigkeit Folgen hier sich deutlich zeigen...
die Meere sind vom Müll verdreckt...
kein Wunder, wenn unsere Erde bald verreckt...

Ich sage es ohne zu lügen...
zuerst denkt jeder an das eigene  Vergnügen...
an die kommenden Generationen denken nicht alle...
drum sitzen wir ja auch in der Falle...

Als Jesus seine Worte hat gemacht...
hat er sich was dabei gedacht...
Er wollte errichten Gottes Reich,
nicht erst später, sondern gleich...

Wenn wir Christen wollen geben Zeichen,
sollten wir von diesen Worten nicht weichen...
Was Jesus heute sagt, das sei unser Ziel,
wie ein Christ zu leben, das verlangt schon viel...

Wie Oft eskaliert ein Streit,
weil keiner zur Versöhnung ist bereit...
Mit Zinsen wird  zurückgegeben...
So ist es halt oft im Leben

Vergeltung und die süße Rache
sind oft die erstrebte Sache...
Das Miteinander ist oft nicht leicht
Denn die Hand zum Frieden wird oft nicht gereicht. ..

Wenn ich nicht bekomme mein Recht,
dann geht es mir sehr schlecht...
in dieser Welt der nichts zählt,
wer den Weg der Sanftmut wählt...

Dennoch will ich dazu appellieren,
es immer wieder zu probieren,
den Frieden zu suchen und um nachzujagen,
heute und an allen Tagen...

Darum möchte ich euch heute bitten
versucht es doch mit kleinen Schritten...
nur so wird die neue Welt entstehen,
das werden wir eines Tages sehen...

Eine Welt, die achtet das Recht der Kleinen,
in der wir über Unrecht alle weinen,
eine Welt, friedvoll und gerecht...
na, das wäre doch nicht schlecht...

Das wäre eine Welt, wie Gott sie gedacht,
drum hat er sie auch aus Liebe gemacht...
So schön könnte alles sein im Leben,
würden wir alle nach Liebe streben...

Setzt dem Bösen das Gute entgegen...
Nur dann geht ihr auf guten Wegen...
Denn es ist wichtig für die wirklich Frommen,
dass sie werden wie der Vater im Himmel: nämlich vollkommen...

Am Montag, 17. Februar 2020, darf Pater Tony Gathen auf 80 Lebensjahre zurückblicken. Mehr als 20 Jahre hat Pater Tony Gathen CMM in Afrika gewirkt – in Südafrika, Sambia, Simbabwe. 1984 ging er für vier Jahre nach Amerika, kam dann aber nach Sambia zurück. Die letzte Versetzung war 2003 nach Simbabwe. In Südafrika hat Pater Tony als Seelsorger an zwei Missionsstationen angefangen, dann wurde er gebeten, in Mariannhill ein Exerzitien Haus aufzubauen. „Das war eine schöne Aufgabe“, erzählt er strahlend. Er bekam gute Rückmeldungen von Schwestern und Priestern, auch ein Bischof war mehrmals dabei. Jeden Tag gab es ein Gespräch mit ihm als Exerzitien-Meister. Drei Jahre lang war Pater Tony dafür zuständig, dann wurde ein Mitbruder aus Südafrika dafür ausgebildet. Tony sollte die Missionsstation St. Michael übernehmen, die einzige, die älter ist als Mariannhill, wurde dann aber nach Amerika versetzt. Später war er ein Jahr lang in Rom im Archiv des Generalats, bis er schließlich 2005 nach Riedegg in Österreich kam. Pater Tony hatte von Anfang an den Wunsch, in die Mission zu gehen und nutzte deshalb nach dem Abitur am Abendgymnasium das Angebot, Noviziat und Studium in Afrika zu absolvieren. Bis vor kurzem leitete er das Mariannhiller Hilfswerk für Österreich. Er trachtet danach, zu schauen, wo Hilfe am dringendsten nötig ist und hält Kontakt zu Mariannhillern in anderen Erdteilen. Seine Parkinson-Erkrankung schränkt ihn leider ein, und so sagt er, dass er am liebsten gesund wäre. Ansonsten möchte Pater Tony Gathen „schon noch einiges“ leisten.

Wir Missionare von Mariannhill gratulieren unserem Mitbruder Pater Tony recht herzlich zu seinem Geburtstag und wünschen ihm noch viele gesegnete Jahre. Möge Gott ihn auch weiterhin reichlich segnen.

Vor 39 Jahren wurde Bruder Konrad Diethei nach Südafrika ausgesandt, um dort als Missionar von Mariannhill zu arbeiten. Nun ist er am 15. Februar 2020 nach Deutschland zurückgekehrt. Hier wird er vor allem Aufgaben im Missionshaus St. Josef in Reimlingen übernehmen. Wir in der Deutschen Provinz heißen ihn willkommen und wünschen ihm alles Gute und Gottes Segen bei seinem weiteren Wirken in unserer Gemeinschaft. Bruder Konrad erblickte am 10. März 1956 in Nördlingen das Licht der Welt. Zwanzig Jahre später trat er in unsere Gemeinschaft der Missionare von Mariannhill ein. 

Am Dienstag, 11. Februar 2020, starb nach langer Krankheit im Alter von 46 Jahren Diakon Daniel Apas im Krankenhaus Angau Genera in Lae, Papua Neuguinea. Diakon Daniel wurde am 30. Juni 1973 auf der Insel Walis, Papua Neuguinea, geboren. Am 2. Februar 2000 legte er seine Erste Profess in der Gemeinschaft der Missionare von Mariannhill ab. Vier Jahre später wurde er zum Diakon geweiht. Möge er nun die Herrlichkeit Gottes unverhüllt schauen dürfen. R.I.P.

Pater Brian Nonde CMM schreibt über Diakon Apas folgendes: "Deacon Daniel Kwainymvu Apas was born on the 30th of May, 1973 in Kambilal villag in Walis Island, East Sepik Province. He was the third last born of the eleven children born of Mr. John Apas and Mrs. Maria Moinedan. He started his formal education in 1979 at Walis Community School and was the second best grade 6 student in 1985. 

Daniel grew up with a never give up attitude. His elder brother Mr. Steven Apas was at Tangugo Pastoral Center in Wewak training as a Catechist and was about to Lae. Daniel heard about it and told him that I am coming with you. His elder brother Mr. Steven told him that he had no enough money for both of them to travel, that it was not just possible. Instead of heading Daniel found a canoe which was half cracked and paddled into the mangrove to collect the dry coconut and make copra for sale so that he could raise a K20 transport fare. On 5th of December, 1985 Daniel came to Lae with his elder brother Steven Apas. 

In 1986 to 1987, Daniel helped by his cousin sister Mrs. Thomas continued with his grade seven and eight school studies at St. Michael’s Study Centre in Kamkumung; the building is now Centre of Mercy Clinic. After his studies at St. Michael’s study centre, he went to St. Joseph Catholic Technical School in 8mile. 

From 1988 to 1989, Daniel through distance learning completed his grade nine and ten. Then he worked first with KK Kingston, and later with Niuguini Class and Allium Company but slowly discovered that was not his place. He left and opted to be helping as server at Mass in St. Sebastian Parish, East Taraka. During this time Daniel came in contact with St. John of God Brothers and the late Bishop Christian Blouin CMM who was then a parish priest in Taraka. Contact with the late Bishop Christian made him discover his calling. 

In 1992, Daniel moved into the Mariannhill community located in China town here in Lae Diocese in order for him to discern his vocation to religious life.From 1994 to 1996 he at St. Fidelis College to prepare himself to start his priestly training with the Missionaries of Mariannhill. In 1997, he began his philosophical studies at Holy Spirit Seminary in Bomana – Port Moresby.

In 1999 Daniel Apas entered the novitiate in Mariannhill Monastery South Africa. Hemade his first profession on February 2, 2000 and became the first Papua New Guinean member of the Congregation of the Missionaries of Mariannhill. After novitiate he went for theological studies at the Cedara Institute of Theology in Pietermaritzburg South 
Africa.

In 2002, the House of Formation for the Missionaries of Mariannhill in Port Moresby was opened and Daniel was transferred back to Papua New Guinea to study at Bomana College (the Catholic Theological Institute). He quickly became the Vice-President of theStudents Representative Council and an editor of the students’ publication for Mariannhill College. During this same year, on 22 October, the Archbishop of Port Moresby, Brian Barns conferred the ministry of acolyte o n Daniel Apas along with the seminarians and students from other religious institutes at Bomana.

In 2003, Daniel Apas moved to Lae for his pastoral year. He worked with Fr.Alphonse Voorn at Holy Spirit Parish and w a s involved in many other pastoralactivities in the Diocese.

On February 2, 2004, Daniel made his final profession, and became the permanent member of the Congregation of the Missionaries of Mariannhill.

On 9th October 2004, Daniel Apas was ordained deacon together with others by the auxiliary bishop of Port Moresby, Cherubim Dambui in the chapel at the Catholic Theological Institute in Bomana. Thus he became the first Mariannhill Papua New Guinean deacon.

In 2004 on 13th November, the newly ordained deacon Daniel graduated with a degree of Bachelors of Arts in Theology. As a deacon he first served at St. Mary's Cathedral in Top Town – Lae and then later served at St. Patrick's parish and St. Stevens. 

In 2008 on 23rd September, Deacon Daniel Apas was called to Rome for ongoing formation.After his experience in Rome, an administrative transfer of Deacon Daniel to the Zambian Province in African was issued in 2012 by the General Government of 
the Missionaries of Mariannhill but unfortunately the transfer did not materialize. 

In 2016 to 2017 Deacon Daniel was given an indult of exclaustration. While away on his spiritual discernment, Deacon Daniel Apas began facing health difficulties. His health continued to deteriorate and in November 2019, last year, Deacon Daniel was hospitalized first at Lae International Hospital and then later at Angau Memorial General Hospital as a terminally ill patient on medication. 

On 11th February 2020, at about 1:00PM Deacon Daniel breathed his last in the company of his nephew Joseph Apas at Angua Memorial General Hospital. 

We remember him as a first Papua New Guinean member of the Missionaries of Mariannhill. 
A deacon of the Holy Roman Catholic Church. 
A brother and a friend."

Compiled By Fr. Brian Nonde CMM

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