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Würzburg - Vor 75 Jahren starb am 2. März 1945 der selige Pater Engelmar Unzeitig im Konzentrationslager Dachau. Aus diesem Anlass laden die Missionare von Mariannhill zu einem Gedenkgottesdienst am Sonntag, 1. März 2020, um 10 Uhr in die Würzburger Klosterkirche Mariannhill ein. Den Gedenkgottesdienst feiern Bischof em. Dr. Friedhelm Hofmann und Generalsuperior Pater Thulani Mbuyisa CMM.

Eine Vigilfeier am Samstag, 29. Februar, um 19 Uhr mit Generalvikar Pater Michael Maß CMM in der Klosterkirche Mariannhill stimmt auf die Gedenkfeier ein. Nach der Vigilfeier gibt es Gelegenheit speziell für Jugendliche und junge Erwachsene zu einer persönlichen Begegnung im Speisesaal des Klosters Mariannhill. Den Abschluss der Feierlichkeiten bildet eine Vesper am Sonntag, 1. März, um 18 Uhr mit Generalsuperior Pater Thulani Mbuyisa CMM.

Der selige Pater Engelmar Unzeitig CMM war 30 Jahre alt, als er verhaftet wurde. Nach sechs Wochen Untersuchungshaft in Linz/Donau wurde Pater Engelmar Unzeitig ins KZ Dachau »überstellt«. Mit 34 Jahren starb er als Märtyrer der Nächstenliebe. Vier Jahre in der Hölle von Dachau. Vier Jahre auf dem Weg zur Heiligkeit. Wie ist es dazu gekommen? Warum wurde er von den Nazis verfolgt? Warum in so jungen Jahren? Gehörte er zu denen, die von Anfang an das Dritte Reich zu boykottieren versuchten? – Nein, er war alles andere als ein Rebell. Ganz im Gegenteil! Er zählte zu den Stillen im Lande. Von Haus aus war er eher schüchtern.

Geboren wurde Pater Engelmar Unzeitig am 1. März 1911 in Greifendorf bei Zwittau/Mähren. Seine Eltern hatten einen kleinen Bauernhof. Hubert, Pater Engelmars Taufname, war der einzige Junge unter fünf Geschwistern. Nach dem Besuch der Volksschule arbeitete er eine Zeit lang bei einem tschechischen Bauern, auch, um die tschechische Sprache besser zu lernen. Das zur kaiserlich-königlichen Monarchie gehörende Mähren war nach dem Ersten Weltkrieg tschechisch geworden. Als Hubert immer deutlicher das Verlangen spürte, Priester zu werden, meldete er sich bei den Missionaren von Mariannhill in Reimlingen/Bayern. Dort machte er das Abitur, schloss sich nach dem Noviziat (Probezeit) der Gemeinschaft an, absolvierte in Würzburg die philosophischen und theologischen Studien und wurde schließlich am 6. August 1939 von Bischof Matthias Ehrenfried zum Priester geweiht. Nur wenige Tage nach seiner Primiz brach der Zweite Weltkrieg aus. Zunächst arbeitete er als Seelsorger in der Niederlassung der Mariannhiller in Riedegg/Österreich und betreute dort französische Kriegsgefangene, bis ihn im Herbst 1940 der Bischof von Linz bat, die Pfarrstelle in Glöckelberg/Böhmerwald zu übernehmen. Es waren harte Monate für den Neupriester. Nicht nur der Winter war streng, auch die Seelsorge forderte ihn heraus – auf der Kanzel, beim Religionsunterricht, im Gespräch mit den Menschen. Die Nationalsozialisten hatten das Sagen; Hitlers Agenten lauerten überall, auch in den Kirchen. So kam es, dass Pater Engelmar schon bald beschuldigt wurde: Er setze sich für verfolgte Juden ein. Er betrachte nicht den Führer, sondern Christus als seinen obersten Herrn. Er lehre die Jugend, Gehorsam gegenüber Gott sei wichtiger als gegenüber weltlicher Macht. So kam es wie befürchtet: Am 21. April 1941 wurde der Priester verhaftet. Man ließ ihm kaum Zeit, mit seiner Schwester Marie, die ihm den Haushalt führte, noch ein paar wichtige Dinge zu besprechen. Sechs Wochen lang hielt man ihn im Gefängnis von Linz fest. Dann hieß es: »Ab nach Dachau!« Dort traf Pater Engelmar Unzeitig am 3. Juni 1941 ein. Es sollte seine letzte Reise sein.

In Dachau stand das erste Konzentrationslager des Dritten Reiches. Es wurde 1933 errichtet, nur kurze Zeit nach der Machtübernahme Hitlers. Als Pater Engelmar hier eintraf, waren bereits Hunderte von Geistlichen dort inhaftiert. Nicht nur Deutsche, auch Franzosen, Niederländer, Ungarn, vor allem aber Polen. Sie waren in separaten Baracken untergebracht. Die deutschen Geistlichen auf Block 26, die polnischen auf 28 und 30. Pater Engelmar erhielt die Lagernummer 26 147. Diese Nummer war fortan sein Kennzeichen. Nur auf der Lagerkartei standen noch weitere Personalien: Sein Taufname, sein Geburtsdatum, sein Geburtsort und der Ort seiner Verhaftung – Glöckelberg, Kreis Krummau. Doch diese persönlichen Angaben zählten nicht mehr. Ab sofort lief er nur noch unter Nummer 26 147.

Die folgenden vier Jahre waren die Hölle. Und doch waren sie für Pater Engelmar auch sehr wertvolle Jahre. Hier reifte er zum begnadeten Seelsorger. Hier wuchs er über sich hinaus. Wenn wir seine Briefe aus dem KZ lesen, dann spüren wir etwas von seinem tiefen Gottvertrauen. Von seinem nimmermüden Einsatz für die Mithäftlinge, von seiner schlichten Frömmigkeit, die so stark war, dass selbst Verleumdung, Spott, Hunger und Grausamkeiten ihn nicht davon abbringen konnten, sich bei Gott geborgen zu wissen. In einem seiner Briefe schreibt er: »Liebe verdoppelt die Kräfte. Sie macht erfinderisch, macht innerlich frei und froh!« Seine Liebe zu Gott und zum Nächsten war der tragende Grund seiner Bereitschaft, sogar im KZ sich derer anzunehmen, die sich schwerer taten als er, Gottes fürsorgliche Hand in allem zu sehen und trotz der Härte des Lagerlebens auch weiterhin an Gottes Güte zu glauben. Während dieser schrecklichen Zeit sparte er sich immer wieder von den eigenen, ohnehin knapp bemessenen Essensrationen Einiges ab und reichte es heimlich weiter an junge, hungrige russische Häftlinge. Gleichzeitig betreute er sie als Seelsorger, übersetzte für sie einen kleinen Katechismus ins Russische und mühte sich so, in ihren trostlosen Alltag ein wenig Licht zu bringen. Sein zeitweiliger Einsatz in den Dachauer Messerschmitt-Werken ermöglichte ihm solche Kontakte, ohne dass es nach außen auffiel. Auf diese Weise fand auch ein hoher russischer Offizier wieder zurück zum Glauben seiner Väter. Als in den Baracken der Russen Flecktyphus ausbrach und niemand mehr willens war, dort die Pflege zu übernehmen, meldete sich Pater Engelmar freiwillig - wohl wissend, dass dies auch für ihn wahrscheinlich der Tod sein würde. So kam es dann auch: Er wurde infiziert, und da keine oder nicht genügend Impfstoffe vorhanden waren, erlag er am 2. März 1945 dieser Seuche, an der übrigens auch sein Vater einst in russischer Gefangenschaft gestorben war.

Weil andere Priester-Häftlinge den Kapo des Krematoriums kannten, gelang es, die Leiche von Pater Engelmar einzeln verbrennen zu lassen und seine Asche aus dem Konzentrationslager zu schmuggeln. Über Umwege gelangte diese zu den Mariannhillern nach Würzburg. Dort wurde sie am Karfreitag 1945 auf dem Städtischen Friedhof beigesetzt. Im Herbst 1968 wurde die Urne in die dortige Herz-Jesu-Kirche übertragen. Die Feier zur Eröffnung des Seligsprechungsprozesses fand am 26. Juli 1991 in Würzburg unter dem Vorsitz von Bischof Dr. Paul-Werner Scheele statt. Seit 1998 befinden sich die Akten an der Kurie in Rom. Papst Benedikt XVI. verlieh Pater Engelmar 2009 den heroischen Tugendgrad und erklärte ihn als »verehrungswürdig«. Am 21. Januar 2016 wurde er von Papst Franziskus als Märtyrer anerkannt und am 24. September 2016 im Würzburger Dom seliggesprochen.

Gleich acht Organistinnen und Organisten spielten am vergangenen Sonntag, 19. Januar, ein Konzert unter dem Titel "organ youngsters" an der großen Steinmeyer-Orgel der Klosterkirche Mariannhill in Würzburg.

Sie kommen aus drei unterschiedlichen Konfessionen und spielen natürlich - auch konfessionsübergreifend - Gottesdienste. Die beiden jüngsten sind erst fünfzehn Jahre alt.

Sie alle gehören zum aktuellen Orgelnachwuchs von Anke Willwohl (Dekanatskantorin Heiligkreuz, Zellerau), Christian Heidecker (Kirchenmusikdirektor St. Stephan, Stadtmitte) und Rudolf Müller (Mariannhill, Matthias-Grünewald-Gymnasium).

Im rund einstündigen Programm erklangen Kompositionen u. a. von J. S. Bach, F. Mendelssohn Bartholdy, E. Gigout, Ch. M. Widor, M. Reger und Zs. Gárdonyi.

Nach dem Konzert dankte das Publikum mit langem Applaus.

Bei der Eröffnung einer Konferenz zum aktuellen Stand des Kunst- und Kulturbetriebs in Papua Neuguinea berichtete Kultus- und Tourismusminister Emil Tammur voller Begeisterung von dem einzigartigen musikalischen Kulturgut, der Bambusflötenmusik. Eine Aufnahme dieser Musik befindet sich an Bord der Voyager 1 und ist damit das am weitesten von der Erde entfernte menschliche Objekt im Weltall, wie Tammur sagte: "It is the most distant manmade object in space". Die Bambusflötenmusik war im Jahr 1964 im Dorf Kandingel in der Sepik-Provinz von Robert MacLennan aufgezeichnet worden. Das Musikstück ist 1:20 Minuten lang. Die seitengeblasenen Bambusflöten gehören im Sepik zu den sakralen Instrumenten. Sie werden paarweise synkopisch von Männern gespielt. Jungen lernen während der Vorbereitungszeit zu ihrer Initiation das Geheimnis der Spielweise. Die "Geisterflöten" ohne Fingerloch sind an der Unterseite offen. Durch Überblasen und Schließen der Endöffnung mit der Handfläche kann die Tonhöhe variiert werden.

Zur Bestückung der Voyager 1 hatte ein Team von Wissenschaftlern unter Leitung von Dr. Carl Sagan von der Cornell University aus einer Vielzahl von Vorschlägen Bild- und Audio-Informationen ausgewählt, die im Falle eines Auffindens der Raumsonde durch andere Lebensformen im Weltall Aufschluss geben sollten über den Stand der menschlichen Entwicklung und seiner Kulturgüter auf dem Planeten Erde. Die Aufnahmen sind gespeichert auf einer Datenplatte aus Kupfer, die als Schutz vor Korrosion mit Gold überzogen ist, die sogenannte "Voyager Golden Record". Auf der Vorderseite befinden sich unter anderem eine Art Gebrauchsanleitung und eine Karte, die die Position der Sonne in Relation zu 14 Pulsaren anzeigt.

Die Original-Audio-Aufnahme von 1964 soll demnächst feierlich an die jetzigen Bewohner von Kandingel ausgehändigt werden, wie Minister Tammur weiter erklärte. Für ihn sei es ein erhebendes Gefühl, zu wissen, dass ein Stück der Heimat sich nun 22 Milliarden Kilometer von der Erde entfernt im interstellaren Raum befände.

Papua Neuguinea täte gut daran, sich auf die ureigenen Traditionen und Kulturgüter zu konzentrieren, ermahnte der Minister die Konferenzteilnehmenden. Man brauche keine ausländischen Experten oder sogenannte Consultants, um zu wissen, was "das Typische" für die neuguineische Kultur sei. Schon seit über 40 Jahren sei typische Musik aus Neuguinea im Weltall unterwegs, so der Minister am Ende seiner Eröffnungsrede.

Info: Voyager 1 ist eine Raumsonde der US-amerikanischen Raumfahrtbehörde NASA zur Erforschung des äußeren Planetensystems und des interstellaren Raums im Rahmen des Voyager-Programms. Sie wurde am 5. September 1977 vom Launch Complex 41 auf Cape Canaveral mit einer Titan-IIIE-Centaur-Rakete gestartet. Die Sonde sendet noch heute regelmäßig Daten zur Erde.

Auf der "Golden Record"-Platte befinden sich neben Fotos auch Grüße in verschiedenen Sprachen sowie 27 Audio-Aufnahmen, darunter aus dem Pazifik Gamelan-Musik aus Java, zwei Songs der Aborigines aus Australien sowie Panflötenmusik aus den Salomonen. Auch Werke von Bach, Mozart und Beethoven sind mit an Bord. Auf der Seite der NASA kann man sich anschauen und anhören, welche Bild- und Tondokumente auf der Kupferplatte gespeichert sind. (https://voyager.jpl.nasa.gov/golden-record/whats-on-the-record/

Wir Missionare von Mariannhill sind bei unserem weltweiten Einsatz für die Menschen auf Mobilität angewiesen. Daher freuen wir uns mit den österreichischen Hilfswerk MIVA über die Spende von Toyota Austria.

Ganz im Sinne der globalen Toyota-Botschaft „Mobilität für alle“ ist es für Toyota Austria auch in diesem Jahr ein großes Anliegen, die weltweit wirkenden Aktivitäten der MIVA zu unterstützen. Im Rahmen eines Besuchs im neuen Toyota-Office in den MyHive Twin Towers überreichte der Geschäftsführer von Toyota Austria, Heiko Twellmann, an Fr. Mag. Christine Parzer von der MIVA Austria einen Spendenscheck über € 15.000:

„Die MIVA leistet Großes und unterstützt diejenigen mit Mobilität, die sie am dringendsten brauchen. Wir sind stolz darauf, dass dabei ein großes Maß an Vertrauen in unsere Toyota-Fahrzeuge gesetzt wird und freuen uns, mit dieser Spende einen kleinen Teil zum großen Wirkungskreis der MIVA beizutragen.“

„Wir sind im Rahmen unserer Arbeit auf großzügige Spenden wie diese angewiesen, um unsere Projekte voranzubringen und realisieren zu können. Toyota Austria als mittlerweile langjährigen Unterstützer und starken Partner an unserer Seite zu wissen, ist enorm wichtig für uns und unsere Projekte.“, so Mag. Christine Parzer, Geschäftsführerin der MIVA Austria.

Die MIVA Austria hat es sich zur Aufgabe gemacht, für Projekte der Entwicklungszusammenarbeit Fahrzeuge zu beschaffen: je nach Bedarf PKW oder Geländewagen, Motorräder, Fahrräder, Traktoren, landwirtschaftliche Geräte, fallweise auch Boote oder kleine Schiffe, Flugzeuge oder Lasttiere. Während Europa oft an zu viel Verkehr leidet und vor allem auf Autobahnen lange Stauzeiten in Kauf genommen werden, fehlt es vielen Menschen in den ärmsten Ländern an Mobilität.

Die Idee der MIVA lautet daher: Mobilität ist teilbar. Vom europäischen Überfluss kann man denen etwas geben, die es brauchen. So spannt sich von Stadl-Paura (OÖ) aus zu Partnern in aller Welt längst ein Netz der Solidarität und in vielen Fällen auch der Freundschaft.

Die Plakatausstellung #StolenMemory - Returning Memories Stolen from Nazi Victims in Polen" wird in Vendig, Italien, sowie in Speyer, Deutschland, zu sehen sein.  

In der Lagunenstadt Venedig finden Sie die Ausstellung vom 10. Januar bis 7. Februar am Standort San Sebastiano der Universität Ca'Foscari. 

Vom 5. Februar bis zum 24. März gibt es die Ausstellung im Staatlichen Pfalz-Kolleg und -Abendgymnasium zu betrachten.

Organisiert werden die Ausstellungen vom Arolsen Archives. Es ist ein internationales Zentrum über NS-Verfolgung mit dem weltweit umfassendsten Archiv zu den Opfern und Überlebenden des Nationalsozialismus. Die Sammlung mit Hinweisen zu rund 17,5 Millionen Menschen gehört zum UNESCO-Weltdokumentenerbe. Sie beinhaltet Dokumente zu den verschiedenen Opfergruppen des NS-Regimes und ist eine wichtige Wissensquelle für die heutige Gesellschaft.

Mehr Informationen zu den "Arolsen Archives" finden Sie hier.

Pater Thomas Winzenhörlein hat bei seinem Vortrag am Donnerstag, 16. Januar, in der Grundschule von Reimlingen vom Einsatz der Missionare von Mariannhill zu Gunsten der Menschen in Ostafrika erzählt. So lenkte er etwa die Aufmerksamkeit der Zuhörer auf die Grundschule in Athi, Kenia, hin, die in der Trägerschaft der Missionare von Mariannhill ist. Die Grundschule wurde errichtet, weil Eltern sich sorgen um die Zukunft ihrer Kinder machten. Nicht ohne Stolz berichtete Pater Thomas davon, dass die Absolventen der Abschlussklasse den nötigen Zensuren-Schnitt für den Gang zu einer weiterführenden Schule geschafft haben. 

Aber nicht nur Kenia sondern auch das benachbarte Tansania rückte Pater Thomas in den Fokus der Zuhörer. So begleiten die Missionare von Mariannhill eine Gruppe von Massai in Tansania, um sesshaft zu werden. Demnächst soll eine Berufsschule für 400 jugendliche Massai gebaut werden.

Auf Grund des Klimawandels ist vor allem die Versorgung mit Trinkwasser in Ostafrika eine große Herausforderung. Die Situation der Menschen, den sogenannten "Gogo People", soll sich verbessern, in dem man nun einen Brunnen in Alou, Tansania, bohrt. Denn die bisherige Wassergrube ist der Herd für viele Krankheiten. Um den Brunnenbau voranzutreiben, muss man ein Bohrloch von 170 Metern graben. Erste Schätzungen gehen von Kosten in Höhe von 30.000 Euro aus. 

Angesichts dieser Schilderungen haben die Zuhörer 503 Euro gespendet und so einen ersten Schritt geleistet, um den Menschen in Ostafrika eine Perspektive zu bieten. Die Missionare von Mariannhill bedanken sich bei allen Anwesenden und Förderern. Vergelt's Gott.

Am 12. Januar 2020 jährte sich zum ersten Mal der Todestag von Bischof Christian Blouin. Er starb im Alter von 77 Jahren am 12. Januar, um 9.45 Uhr in Lae, Papua Neuguinea. 

Bischof Christian Blouin wurde am 1. November 1941 in St. Sebastian in der Provinz Quebec in Kanada geboren. Als zweites Kind seiner Eltern, Ferdinand Blouin und Laura Bernier, wuchs er mit noch sieben Geschwistern in einer gläubigen Familie auf. Vom sechsten bis zum dreizehnten Lebensjahr besuchte er die Primarschule seines Heimatortes. Danach ging er für ein Jahr an das College in Levis, wechselte aber die Schule, um künftig am College Mont-St. Anne der Missionare von Mariannhill in Sherbrooke seine Studien fortzusetzen, die er 1962 mit bestandenem Abitur abschloss. In das Noviziat der Mariannhiller Missionare trat er anschließend ein. Am 22. August 1963 legte er die Erste Profess ab.

Die nun folgenden philosophischen Studien schloss er mit dem akademischen Grad eines B. A. (bacelaureus artium) ab und wurde nach dem Studium der Theologie am 3. Mai 1969 von Erzbischof Jean Marie Fortier in Sherbrooke zum Priester geweiht.

Nach der Priesterweihe versah er zunächst ein Jahr lang das Amt des Vize-Rektors am College Mt.-St. Anne und wurde dann für sechs Jahre zum Rektor des College und Superior der Gemeinschaft ernannt.

Von 1983 bis 1985 war Pater Christian Präfekt und Spiritual der Studenten am College St. Augustin in Cap Rouge. Von 1985 bis 1986 absolvierte er ein Pastoraljahr in der Diözese Lae; kehrte nach Kanada zurück und übernahm für zwei Jahre das Amt des Novizenmeisters in St. Augustine.

Während des Pastoraljahres in der Diözese Lae hat er Land und Leute lieben gelernt. Und so zog es ihn schließlich wieder dort hin. Als Missionar betreute er von 1989 bis 1994 die Pfarrei All Saints; nach St. Patricks versetzt, war Pater Christian zugleich auch Provinzial der Provinz der Mariannhiller Missionare von Lae.

Zwischen den Jahren 1999/2000 finden wir ihn an der Jesuit School of Theology in Cambridge in Massachusetts. 2001 kehrt er nach Lae zurück und übernimmt das Amt des Rektors am Mariannhiller College in Bomana. 2005 wechselt Pater Christian als Pfarrer in die Pfarrei St. Martin de Porres in Lae.

Am 5. Mai 2007 wurde er in Lae zum Bischof geweiht. Dieses Amt hatte er 11 Jahre inne. Am 15. Dezember 2018 übergab er die Diözese an seinen Nachfolger Bischof Rozario Menezes.

Die Kirchenmusik Mariannhill lädt am Sonntag, 19. Januar 2020, um 16.30 Uhr in der Würzburger Klosterkirche Mariannhill zum Konzert mit Orgelschülerinnen und -schülern der Klassen Anke Willwohl (Heiligkreuz), Christian Heidecker (St. Stephan) und Rudolf Müller (Mariannhill, Matthias-Grünewald-Gymnasium) ein.
Es erklingen Kompositionen von Johann Sebastian Bach (Toccata d-Moll), Felix Mendelssohn Bartholdy (Praeludium c-Moll), Max Reger (Introduktion und Passacaglia d-Moll), Zsolt Gárdonyi, Eugène Gigout (Toccata) u. a.
An der Steinmeyer-Orgel spielen Thalea Devantier, Viktoria Golovina, Chiara Perneker, Sarafina Schenk, Barbara Steffan, Daniel Hilz, Dongqi Liu und Felix Schmauder.
Eintritt frei - Spenden willkommen.

Mehr Infos finden Sie auch hier.

Anlässlich der Beisetzung von Pater Leonhard Ndabenhle Mncwabe CMM versammelte sich in der Klosterkirche von Mariannhill in Südafrika eine große Trauergemeinde. Bischof Siegfried Jwara, Hirte des Vikariats Ingwavuma, war Hauptzelebrant, da Pater Leonhard zu letzt in dessen Vikariat als Seelsorger im Einsatz war. Unter den zahlreichen Priestern befand sich auch Generalsuperior Pater Thulani Mbuyisa. Die Fotos stellt Bruder Carlos de Albertina Salmone Carlos CMM zur Verfügung.

 

Pater Adalbert Balling erinnert sich an die Begegnung mit Albert Luthuli, dem Friedensnobelpreisträger von 1960.

"Als ich überlegte, welche Begegnung in mein Leben Licht und Helle gebracht hat, an welche Begegnung ich besonders gerne zurückdenke, welche zu den glücklichsten Augenblicken meines Lebens zählt – begannen gleich mehrere wie Filme vor meinem inneren Auge Revue zu passieren.

Ich dachte an meine Gespräche mit Präsident Kenneth Kaunda von Sambia. Sie liegen mehr als 20 Jahre zurück – und doch, sie sind mir noch so klar und deutlich in Erinnerung, als hätten sie erst gestern stattgefunden.

Ich erinnerte mich an den Mariannhiller Missionsbischof A. G. Schmitt von Bulawayo, mit dem mich viele gemeinsame Erlebnisse verbinden, auch eine Reihe witziger und humorvoller. Sein Leben selbst nahm ein tragisches Ende: Schmitt wurde im Busch bei Regina-Mundi-Mission in Rhodesien/Simbabwe ermordet.

Auch war ich nahe daran, über meine Begegnungen mit Dom Helder Camara von Olinda & Recife/Brasilien zu erzählen, gab aber auch dieses Ansinnen wieder auf. Andere Autoren haben über ihn berichtet, viele mit sehr eindringlichen Worten.

Schließlich wollte ich über Roger Schutz von Taize schreiben. Wiederholt habe ich den kleinen Ort in Burgund besucht. Dabei kam es zu einer persönlichen Begegnung mit Schutz. Er hat mich tief beeindruckt; er hat mich froh gestimmt und hat mir bleibende Worte mit auf den Weg gegeben – dieser gute Mensch von Taize!

Am Ende jedoch entschloss ich mich, über meine Begegnung mit einem Schwarzen zu berichten, einem Mann, dessen Name kaum (mehr) bekannt ist, obschon er zu den großen Persönlichkeiten Schwarzafrikas zählt: Häuptling Albert Luthuli von Südafrika, Träger des Friedensnobelpreises im Jahre 1960.

Ein Gentleman unter Hausarrest

Besucher zu empfangen, und gar noch Weiße, war dem Zuluhäuptling streng verboten. Aber der schwarze Gentleman mit den weißgrauen Haaren war nicht nur eine imposante Gestalt, einem alttestamentlichen Propheten vergleichbar, sondern auch ein witziger und humorvoller Mensch. Als wir seinen Aufenthaltsort aufgespürt hatten und an der Tür einer kleinen Wohnhütte klopften, erschien Luthuli zunächst nicht selbst, sondern ließ erst mal anfragen, wer wir seien.

Mariannhiller Missionare! – Für Luthuli also keine Unbekannten, besuchten doch mehrere seiner Kinder das St. Francis College von Mariannhill bei Durban/Südafrika, eine Schule, die zu den profiliertesten des Landes zählt. Hier wirkte einst der aus Ödheim bei Heilbronn stammende Sozialreformer Pater Bernhard Huss, der die Ideen des Missionsabtes Franz Pfanner, Gründer der Missionszentrale Mariannhill in Südafrika, aufgegriffen und weiterentwickelt hatte. Hier gingen viele prominente Schwarze in die Schule. Allein vier Minister aus dem ersten Kabinett von Robert Mugabe / Simbabwe waren ehemalige Studenten von Mariannhill! Eine von Luthulis Töchtern, Ärztin von Beruf, arbeitete einige Zeit am Missionskrankenhaus von Mariannhill. Kurzum, Mariannhill war für Albert Luthuli kein fremder Name, und so war er denn auch gerne bereit, uns zu empfangen – gegen die Vorschrift des Apartheidstaates. Aber, und jetzt zeigte sich die Bauernschläue des schwarzen Häuptlings, er wollte uns nicht in sein "Haus" bitten. Das war ihm strikt untersagt. Weiße Spitzel hätten zudem viel zu schnell davon Kenntnis nehmen können und somit dem Nobelpreisträger noch mehr Schwierigkeiten mit der Landesregierung eingebracht. Luthuli wies daher auf unser Auto und sagte schelmisch: "Setzen wir uns doch ins Auto! Dort sind wir ungestört. Und ich habe auch nicht gegen die Buchstaben des Gesetzes verstoßen. Offiziell darf ich niemanden in mein Haus einladen; von einer Begegnung in einem Auto ist da nirgends die Rede…" Breites und anhaltendes Schmunzeln huschte über sein gelassen wirkendes Gesicht. Seine guten Augen glänzten vor Schalk und Lausbübigkeit.

Sein Vater war Dolmetscher und Katechet

Der Sinn für Humor, die Gelassenheit, auch in schwierigen Lebenslagen, und die Bereitschaft zum Dienst an den Mitmenschen – all das zeugt von einer urchristlichen Haltung, die letztlich nur aus Luthulis lebenslanger Verbundenheit mit dem Christentum zu verstehen ist.

Albert Luthuli wurde in eine christliche Familie hineingeboren. Sein Vater zog gegen Ende des 19. Jahrhunderts von Natal (Zululand) nach dem heutigen Simbabwe, wo er als Dolmetscher und Katechet bei den Adventisten von Solusi, etwa fünfzig Kilometer westlich von Bulawayo, tätig war. Hier erblickte Albert Luthuli 1898 das Licht der Welt.

Später, nach dem Tod seines Vaters, zog die Mutter mit dem Zehnjährigen nach Natal zurück, wo er bei Durban in die Schule ging. 1917 machte Luthuli das Lehrerexamen und wurde dann Dozent am Adams-Lehrerkolleg. 1927 heiratete er das Zulumädchen Nkukanya ("Lichtträgerin"), die ihm vier Töchter und drei Söhne gebar. 1936 schließlich wurde Luthuli Häuptling des Missions-Reservates von Groutville bei Durban. Er blieb offiziell Zuluhäuptling, bis er 1952 von Regierungsbeamten abgesetzt wurde, weil er an "Demonstrationen gegen ungerechte Rassengesetze" teilgenommen hatte.

Als Mitglied des African National Congress (ANC), einer politischen Bewegung der Schwarzen in Südafrika, hat sich Albert Luthuli rasch einen Namen gemacht. Er wurde Kongress-Präsident und blieb es, bis derselbe verboten wurde – 1960. Seitdem lebte Luthuli in der Verbannung bzw. unter stetem Hausarrest. (Einer seiner Nachfolger als Präsident des ANC ist übrigens Nelson Mandela, der Jahrzehnte auf der Robben-Insel inhaftiert war, zuletzt in einem Kapstadter Gefängnis.)

Die Stille und die Zurückgezogenheit des schwarzen Häuptlings – der Hausarrest ließ keine Aktivitäten mehr zu – wurde noch einmal durchbrochen, als Luthuli den Friedens-Nobelpreis erhielt. Erstmals wurde damit ein Schwarzer geehrt. (1985 sollte ein zweiter Südafrikaner diesen renommierten Preis erhalten: Bischof Desmond Tutu.) Ein Jahr später wurde Albert Luthuli (in Abwesenheit) von den Studenten der Universität Glasgow/Schottland zum Rektor gewählt; die südafrikanische Regierung verbot ihm allerdings, an der Einführungszeremonie teilzunehmen.

Voller Charme und Lebensfreude

Luthuli ließ uns Tee servieren – auf einem kleinen Tischchen neben unserem Auto. Ich erinnerte mich an eine Episode, die nur wenige Monate zurücklag. "Gentlemen", hatte Luthuli damals zu einer Gruppe neugieriger Reporter gesagt, "dies ist Männertee. Gekocht von meinem Sohn, serviert von meiner Wenigkeit. Denn meine Frau ging zur Kirche…" Der grauhaarige Patriarch aus dem Stamme der Zulus hielt kurz inne. Ein flüchtiges Lächeln umspielte seinen Mund. Dann fuhr er fort: "Eigentlich wäre ich auch gerne zum Gottesdienst gegangen. Aber, Sie wissen ja, meine Herren, ich stehe unter polizeilicher Bewachung. Hausarrest sagt man hierzulande. Gewiss, man sagte mir, falls ich bei der Regierung anfragte, würde man mir wahrscheinlich die Erlaubnis geben, die Kirche zu besuchen. Doch sagen Sie selbst: Wie kann ich um Erlaubnis bitten, mit Gott sprechen zu dürfen?"

– Nichts drückt die geradlinige Haltung Luthulis besser aus als diese Episode.

Als Albert Luthuli am 21. Juli 1967 – zwei Jahre nach unserem Besuch – bei einem Zugunglück ums Leben kam, erst knapp 70 Jahre alt, trauerten nicht nur die Schwarzen Südafrikas, sondern viele Menschen in der ganzen Welt um eine der markantesten Persönlichkeiten des schwarzen Erdteils.

Erzbischof Denis Hurley von Durban sagte damals: "Der tragische Tod Häuptling Luthulis hat uns eines Mannes beraubt, der eine ungeheure Tiefe, Würde und Freude besaß. Er hatte schwer zu leiden für die Ideale, die er vertrat, aber es steckte kein bisschen Bitterkeit in ihm. Luthuli wird für immer als ein Zeichen der Größe gelten, das aus der Verbindung von afrikanischem Charakter und christlichem Glauben entstanden ist. Sein Afrikanismus und sein Christentum ergänzten sich gegenseitig und erzeugten ihrerseits einen unwiderstehlichen Charme, menschliche Wärme und die Frohnatur seines Charakters. Die Lektion seines Lebens wird noch lange über seinen Tod hinaus bleiben."

Robert Kennedy, der sich 1966 anlässlich eines Südafrikabesuches hatte eigens mit einem Hubschrauber zu Luthuli bringen lassen, sagte nach Bekanntwerden von Luthulis Tod, alle jene Menschen in der Welt, die Mut, Bescheidenheit und Überzeugung hochschätzten, hätten in Albert Luthuli einen ihrer nobelsten Vertreter verloren.

Alan Paton hielt die Grabrede

Bei seiner Beerdigung in Groutville bei Durban waren an die 7.000 Menschen aller Rassen anwesend. Der Romanschriftsteller Alan Paton ("Denn sie sollen getröstet werden") ein enger Freund Luthulis, nannte ihn in seiner Grabrede einen Mann von außergewöhnlicher Gelassenheit und Geduld; einer, der keinen Hass hegte, auch nicht gegen jene, die ihn schier ununterbrochen drangsalierten.

Als nach Paton ein Stammes-Preisredner zum Mikrophon griff und zu einem direkten Angriff auf die Rassenpolitik Südafrikas überging, murmelte die Menge: "Freiheit für alle!" Zu Zwischenfällen kam es nicht. Luthuli wäre es sicher nicht recht gewesen, wenn es an seinem Grabe zu Gewalttätigkeiten gekommen wäre.

Unter Anwesenheit des anglikanischen Bischofs von Zululand wurde Häuptling Albert Luthuli schließlich auf einem alten Friedhof bei Groutville beigesetzt, auf dem bislang niemals Rassentrennung praktiziert worden war.

Ein namhaftes deutsches Wochenmagazin nannte Luthuli einmal den "Gandhi Afrikas", der auch "unter den Knüppeln burischer Gefängniswärter" seine Überzeugung nie aufgab, dass die "Apartheidpolitik in Südafrika allein durch gewaltlosen Widerstand überwunden werden kann".

Wer das Glück hatte, Albert Luthuli persönlich kennenzulernen, wusste um seine Größe, auch um seine beruhigende Art, Rassenprobleme zu erörtern. Wie ein alttestamentlicher Patriarch stand er über seinem Volk – und den widrigen Demütigungen und Verunglimpfungen im südafrikanischen Alltag. "Es kümmert mich wenig", sagte er zu uns, noch im Auto sitzend, "was für eine Regierung wir in Südafrika haben, solange es eine gerechte ist. Ob schwarz, weiß oder braun, wenn es eine gute Regierung ist, so habe ich nichts gegen sie einzuwenden."

Eine Lektion für die Nachwelt

Obgleich Mitglied einer protestantischen Kirche, schätzte Albert Luthuli die katholischen Missionare und ihre kulturellen und erzieherischen Anstrengungen sehr. Mit den Schwestern und Patres von Mariannhill bei Durban pflegte er zeitlebens freundliche Kontakte.

Nach seinem Tod (lange Zeit wurde gemunkelt, es sei ein fingierter Zugunfall gewesen; doch Kenner der Lage glauben an ein echtes Unglück, für das man die Regierung von Pretoria bzw. ihre Beamten nicht verantwortlich machen dürfe) stellte sich die Frage: Was hat Albert Luthuli nun wirklich konkret erreicht? Zwar wurde er weltweit geehrt – mit der Verleihung des Friedens-Nobelpreises –, doch wie wirkte sich das in seinem Heimatland Südafrika aus?

Ein südafrikanisches Nachrichtenmagazin schrieb kurz nach seinem Tod, Luthuli "starb in den Augen der Außenwelt als Märtyrer der Rassengesetzgebung, aber als ein stummer Märtyrer, dessen Stimme im eigenen Land und unter seinen eigenen Landsleuten längst verblasst war. Sein Leben blieb ohne sichtbaren Erfolg. Erreicht hat er wenig oder nichts…"

Es stimmt, Luthuli brachte es nicht zum Staatschef. Er verfügte über kein politisches Amt mit direktem Einfluss auf das Leben seiner Landsleute. Seine politische Bewegung, der ANC, verlor zeitweise an Schlagkraft und Überzeugung. Jüngere Leute, radikalere, wuchsen nach und schauten mitunter recht gönnerhaft auf den weißhaarigen Patriarchen herab. Luthulis Worte verstummten oft, jedenfalls in den letzten Jahren seines Lebens, ehe sie laut gesprochen wurden. Aber seine Haltung, sein Beispiel, sein Leben – sie stehen heute noch für einen der edelsten Männer, die Afrika je hervorgebracht hat.

Meine Begegnung mit diesem schwarzen Häuptling zählt zu den eindrucksvollsten meines Lebens. Zwar liegen mehr als 20 Jahre dazwischen, aber ich werde diesen Mann zeitlebens nicht mehr vergessen, schon gar nicht seine gütige und lebensfrohe Art, mit Fremden umzugehen. Seine Bescheidenheit, sein Sinn für Humor, seine Freude am Umgang mit Menschen – all das macht ihn unvergessen. Luthulis Persönlichkeit wird auch das Afrika des 21. Jahrhunderts beschäftigen. Gewiss, Albert Luthulis Bescheidenheit ließ keinen persönlichen Ehrgeiz zu, und wenn doch, dann war es ein anderer als der vieler machtlüsterner Politiker. "Mein einziger Ehrgeiz", sagte er einmal zu weißen Besuchern, "besteht darin, Gott und meinen Mitmenschen zu dienen, beiden nach besten Kräften und bestem Können. Der Umgang mit Mitmenschen ist der Atem meines Lebens."

Bedurfte es eines schwarzen Gentlemans, der Welt eine Lektion zu erteilen?

Große Menschen sind wie Sterne

Begegnungen mit großen Menschen altern nicht; sie bleiben zeitlos; sie geben Kraft und Zuversicht – auch noch nach Jahrzehnten. In der Gegenwart großer Menschen zerbröckeln Hass und Hader; bei ihnen, in ihrer Umgebung, weiß man sich geborgen. Sie wirken versöhnend. Große Menschen sind wie Sterne. Sie leuchten weiter, auch wenn sie längst erloschen sind.

Albert Luthulis Größe waren seine Demut, seine Bescheidenheit, seine Toleranz, sein Humor. Sein Leben und Wirken lässt die Hoffnung nicht sterben, dass auch sein von Rassenhass gebeuteltes Heimatland Südafrika immer noch eine Chance hat für eine friedvolle Zukunft."

Besuch von den Heiligen Drei Königen bekamen die Missionare von Mariannhill im Missionshaus St. Josef in Reimlingen. Die Aktion Dreikönigssingen ist die größte Solidaritätsaktion von Kindern für Kinder weltweit. Seit Beginn im Jahr 1959 haben die Sternsinger insgesamt eine Milliarde Euro gesammelt. Allein bei der Aktion 2019 kamen über 50 Millionen Euro an Spenden zusammen. Die aktuelle Sternsingeraktion 2020 stellt das Thema Frieden am Beispiel des Libanon in den Mittelpunkt. Mehr Informationen gibt es auf der Website der "Die Sternsingeraktion!"

Am Donnerstag, 2. Januar 2020, verstarb Pater Leonhard Ndabenhle Mncwabe CMM in Mariannhill, Südafrika. Pater Leonhard erblickte am 15. März 1975 in KwaMnyamana, Südafrika, das Licht der Welt. Am 2. Februar 1997 legte er seine Erste Profess ab und wurde am 16. Juni 2003 zum Priester geweiht. Zu letzt war er im südafrikanischen Vikariat Ingwavuma als Seelsorger tätig. Möge er die Herrlichkeit Gottes nun unverhüllt schauen dürfen.

Provinzial Pater Bhekinkosi Shabalala übermittelte nun folgenden Nachruf auf Pater Leonhard: 

OBITUARY FOR FR. LEONARD NDABENHLE MNCWABE CMM

“The mountains and hills may crumble, but my love for you will never end. I will keep forever my promise of peace, so says the Lord who loves you”. Isaiah 54:10

Fr. Leonard Ndabenhle Mncwabe CMM, was born on the 15th March in 1975 at KwaMnyamana, an Outstation of Kevelaer Mission. He was a son of Mr. Innocent Mncwabe and Lizer MaNdlovu Mncwabe. His father passed away 7 years ago. Fr. Leonard was the fourth born child in the family of 8 children i.e. 7 boys and one girl. He did his primary schooling at Mnyamana primary from 1982-1988 and secondary school at Ndabakazibuzwa secondary school from 1990-1994 respectively.

As a young man, his desire and interest to become a priest was inspired by his parish priest Fr. Urban Dietrich. As such, upon completing his secondary schooling, in 1995, he joined the CMM Postulancy in Mariathal under the guidance of Fr. Vincent Mdabe CMM who had recommended him for to do novitiate here in Mariannhill Monastery the following year. His Lordship Bishop Emeritus Paul Mandla Khumalo (provincial superior then) and his councilors admitted Fr. Mncwabe to canonical novitiate which began on 1st February 1996 until February the following year. While in the Novitiate Fr. Mncwabe’s Novice Director (Fr. Peter Grand CMM) described him as a ‘maturing young man who takes his religious life very serious and lives it in a humble and obliging way without much fuss and noise.’

After his first profession in 1997, Fr. Leonard went to St Joseph’s Theological Institute where he studied philosophy and theology. Going through his academic records and transcripts, it is clear that Fr. Leonard had a good grasp and understanding of the subjects involved in these disciplines. With the help of his Formators (Bishop Siegfried Mandla Jwara CMM, Fr. Mdabe CMM and Fr. Daniel Perreault CMM), Fr. Leonard displayed a tremendous growth in prayer life and experience of community life particularly in multicultural congregation like ours. After a successful finish of his studies and sufficient exposure to pastoral experiences, he was ordained priest on  the 16th  June 2003 at Kevealer Mission. As a priest,

Fr. Leonard Mcwabe worked in various dioceses such as Diocese of Mariannhill (Mariathal mission), Archdiocese of Durban (Ekukhanyeni parish and St. John Maria Vianney, Elandskop), Diocese of Uzimkulu (Margate parish and St. Martin de Porres, Gamalakhe) and the Vicariate of Ingwavuma (Manguzi) at Immaculate Conception since 2018 until his date of death.

Throughout his priestly life, he showed leadership skills and great ability to work well with parishioners entrusted to his care. As such he has served as

  • KZN Regional Co-ordinator of the Inculturation Committee following the appointment of Fr. Vincent Mdabe as Provincial Superior,
  • Dean of Pietermaritzburg Vulindlela in the Archdiocese of Durban,
  • Diocesan Spiritual Advisor of the Sacred Heart (Ngwavuma),
  • Tour Guide for Pilgrims to the Holy Land,
  • Dean at Ingwavuma Vicariate,
  • Vicar General for Umzimkulu Diocese and
  • Superior of Mariannhill Monastery.

He was always more than willing to take up different assignments and tasks in the Congregation without much resistance. He has left us a legacy of hard labour, in the spirit of Abbot Francis Pfanner. His humility was something to emulate. He had great skills to unite people and his consultative skills remain a very good example for all of us to learn from. He was indeed a dignified man who did not use many words.

Those left to cherish his memories include his mother, family and relatives, religious brothers and sisters, priests and confreres; parishioners from Margate and Gamalakhe parishes, Mariathal, Elandskop parish, Manguzi parish and his present home parish of St. Joachim’s Msinsini.. We thank God for the life of Fr. Leonard Mncwabe.

On Thursday the 2nd January 2020 he succumbed to the battle against cancer of the liver at Hilton hospital in Pietermaritzburg at the age of 45 after a long illness. May his soul rest in eternal peace.

Compiled at Mariannhill Monastery by Fr. Lufeyo Mpaha CMM, 04 January 2020

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