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Essen, 22. April 2020. „Außergewöhnliche Situationen erfordern außergewöhnliche Maßnahmen: Deshalb stellt das Lateinamerika-Hilfswerk Adveniat einen Sonderfonds in Höhe von 2,5 Millionen Euro für Projekte im Kontext der Corona-Pandemie zur Verfügung.“ Das hat Adveniat-Bischof Franz-Josef Overbeck bei der Bilanzpresskonferenz des in Essen ansässigen Hilfswerks bekannt gegeben. Bereits im März hatte das Lateinamerika-Hilfswerk eine Soforthilfe von 100.000 Euro bereitgestellt. Schnell sei jedoch klargeworden, dass der Bedarf immens ist. Insbesondere, weil die Kirche die Versorgung der Armen mit Grundnahrungsmitteln und medizinischer Hilfe dort übernehmen müsse, wo staatliche Stellen ausfallen oder gar nicht vorhanden sind. „Ich bin den Bischöfen Lateinamerikas dankbar, dass sie von Beginn der Corona-Krise an schnell gehandelt und – im Gegensatz zu manchem lateinamerikanischen Politiker – deutliche, warnende Worte gefunden haben“, so Adveniat-Bischof Overbeck wörtlich. „Kirche handelt: In Argentinien werden derzeit Gotteshäuser mit Betten und medizinischen Geräten ausgestattet, um sie für die eventuell notwendige Aufnahme von Menschen, zum Beispiel aus Altenheimen, vorzubereiten. Kirchliche Krankenhäuser, die Sozialpastoral in den Gemeinden, die zahlreichen Ordensleute und Priester stehen den Menschen bei, insbesondere denjenigen am Rand der Gesellschaft, beispielsweise den Obdachlosen“, berichtete Bischof Overbeck.

Für Adveniat-Hauptgeschäftsführer Pater Michael Heinz steht fest: „Die arme Bevölkerungsmehrheit in Lateinamerika ist der Corona-Pandemie schutzlos ausgeliefert.“ Abstandhalten, Hygiene intensivieren, die Gesundheitsvorsorge hochfahren oder Intensivbetten vorhalten – all die Mittel, mit denen in Europa die Kurve der Neuansteckungen in den letzten Wochen abgeflacht und die Versorgung Erkrankter sichergestellt werden konnte, seien in Lateinamerika nicht anwendbar. „Die Menschen leben in den Armenvierteln dicht an dicht auf engstem Raum. Sauberes Wasser und Seife fehlen. Die hygienischen Bedingungen sind katastrophal. Das Gesundheitssystem ist in vielen Ländern marode. Gesundheitsversorgung ist nach wie vor eine Frage des Geldbeutels“, erklärte Adveniat-Hauptgeschäftsführer Pater Heinz. In Venezuela, Guatemala und anderen armen Ländern seien zudem mehr als die Hälfte der Bevölkerung unterernährt. Sie hätten einem Ausbruch der Lungenkrankheit nichts entgegenzusetzen.

Adveniat unterstützt die Initiativen seiner vertrauenswürdigen Partnerinnen und Partner vor Ort mit langem Atem. „Die Menschen in Lateinamerika und der Karibik können sich darauf verlassen: Adveniat ist auch noch an ihrer Seite, wenn die Karawane der öffentlichen Aufmerksamkeit und der internationalen Hilfszusagen längst weitergezogen ist“, betonte Pater Heinz. Als Beispiel nannte der Adveniat-Hauptgeschäftsführer Haiti: Vor 10 Jahren sind dort infolge eines verheerenden Erdbebens 250.000 Menschen gestorben, Millionen wurden obdachlos. „Die internationale Hilfe kam unkoordiniert von außen und war leider viel zu oft mit wirtschaftlichen Eigeninteressen der Geber verquickt“, so der Adveniat-Hauptgeschäftsführer. „Adveniat hat auch noch im Geschäftsjahr 2019 in Haiti fast 70 Projekte mit fast 2,7 Millionen Euro gefördert. Damit unsere Hilfe nicht zur Beute der korrupten Eliten wird, nutzt Adveniat die kirchlichen Strukturen. Diese reichen bis in die entlegensten Armenviertel des Landes“, erläuterte Pater Heinz.

Erfreut zeigte sich Adveniat-Geschäftsführer Stephan Jentgens, dass die Einnahmen aus Kollekten, Zuwendungen und Spenden in einer Höhe von 44 Millionen Euro im Vergleich zum Vorjahr gehalten werden konnten: „Adveniat kann weiterhin auf die hohe Spendenbereitschaft seiner Spenderinnen und Spender zählen.“ Mit insgesamt 36,6 Millionen Euro konnte Adveniat 1.931 Projekte in Lateinamerika und der Karibik fördern. Vor dem Hintergrund der sich immer weiter verschärfenden humanitären Krise in Venezuela hat Adveniat die Fördersumme in dem Land weiter erhöht. 2019 wurden dort 114 Projekte mit 1,8 Millionen Euro unterstützt. Mit 3,6 Millionen Euro bleibt aber auch Venezuelas Nachbarland Kolumbien ein Förderschwerpunkt. Das Land bangt angesichts von eineinhalb bis zwei Millionen venezolanischen Flüchtlingen um seinen ohnehin fragilen Friedensprozess. Es bedürfe keines großen Vorstellungsvermögens, um sich auszumalen, welche Auswirkungen die Corona-Pandemie auf die Grenzregion habe, sagte Jentgens. Adveniat hat der Kirche in Kolumbien bisher 193.000 Euro Soforthilfe bereitgestellt.

„Angesichts der Corona-Pandemie machen wir uns große Sorgen um die Menschen auf dem Land, die keinen Zugang zu einer Gesundheitsversorgung haben. In vielen ländlichen Regionen gibt es kein einziges Beatmungsgerät“, sagte Jentgens und warnte vor einer bevorstehenden Hungersnot in ländlichen Regionen. „Adveniat vergisst die ländliche Bevölkerung nicht“, betonte der Adveniat-Geschäftsführer. „ÜberLeben auf dem Land“ laute deshalb das Motto der Adveniat-Weihnachtsaktion 2020. „Es ist zu befürchten, dass das Motto schon lange vor Weihnachten zu einer kaum zu stemmenden Herausforderung für viele Armen in ganz Lateinamerika werden wird“, sagte Jentgens. „Wir dürfen trotz der großen Herausforderungen in unserem eigenen Land die Armen und Benachteiligten in Lateinamerika nicht aus dem Blick verlieren: Solidarität und Mitmenschlichkeit dürfen gerade jetzt keine Grenzen kennen.“

Adveniat, das Lateinamerika-Hilfswerk der katholischen Kirche in Deutschland, steht für kirchliches Engagement an den Rändern der Gesellschaft und an der Seite der Armen. Dazu arbeitet Adveniat entschieden in Kirche und Gesellschaft in Deutschland. Getragen wird das Werk von hunderttausenden Spenderinnen und Spendern – vor allem auch in der alljährlichen Weihnachtskollekte am 24. und 25. Dezember. Adveniat finanziert sich zu 95 Prozent aus Spenden. Die Hilfe wirkt: Im vergangenen Jahr konnten rund 1.900 Projekte gefördert werden, die mit mehr als 36 Millionen Euro genau dort ansetzen, wo die Hilfe am meisten benötigt wird: an der Basis, direkt bei den Armen.

Weiter Informationen zur Corona-Pandemie sowie Berichte aus den Ländern Lateinamerikas finden Sie unter: www.adveniat.de/corona.

Zwei Frauen waren zur Morgendämmerung unterwegs, um nach Jesu Grab zu sehen. Sie wollten seinen Leichnam salben; wollten ihrem geliebten Herrn und Meister einen allerletzten Liebesdienst erweisen. Da erschütterte sie plötzlich, wie sie meinten, ein gewaltiges Erdbeben, und "ein Engel des Herrn kam vom Himmel herab, trat an das Grab, wälzte den Stein weg und setzte sich darauf." (Mt 28,2) Die Gestalt des Engels "leuchtete wie ein Blitz und sein Gewand war weiß wie Schnee"; die römischen Soldaten, die als Grabwächter bestellt waren, "begannen vor Angst zu zittern; sie fielen wie tot zu Boden".

Nur die beiden Frauen, Maria aus Magdala, "aus der Jesus sieben Dämonen ausgetrieben hatte, und die andere Maria" verharrten aufrecht. Ihnen verkündete der Engel als erste die Botschaft von der Auferstehung Jesu.
Stimmt es nicht nachdenklich, dass Jesus, der die Zwölf zu seinen engsten Mitarbeitern gemacht hatte, zunächst zwei Frauen erschienen ist?! Nicht Petrus, nicht Johannes, und auch keiner der anderen Jünger war vorab informiert worden. Diese beiden Frauen waren die Ersten, denen solche Kunde zuteil wurde.
Noch voller Furcht, aber doch schon in hoffender Freude, eilten sie zu den Aposteln, um ihnen alles zu berichten. Unterwegs begegneten sie dem Auferstandenen. Auch er ermutigte sie: "Geht und sagt meinen Brüdern, sie sollen nach Galiläa ziehen; dort werden sie mich sehen!" (Mt 28,10) Die Jünger hatten sich, gelähmt und erstarrt von dem, was auf Golgatha passiert war, hinter Schloss und Riegel versteckt. Ein völlig verängstigtes Häufchen Elend! Sie bangten um ihr eigenes Leben. Da hatten die Frauen doch sehr viel mehr Mut gezeigt! Sie fürchteten sich weder vor den Soldaten noch vor den Pharisäern. Erfüllt von zärtlicher Aufmerksamkeit gegenüber ihrem Meister, wollten sie seinem Leichnam Gutes erweisen. So wurden sie zu Augenzeugen des leeren Grabes – und zudem beauftragt, diese frohe Kunde weiterzugeben an jene, die weniger Courage gezeigt, oder ihn gar verleugnet, verraten und verlassen hatten.
Jetzt ahnten auch die Jünger, dass der Tod auf Erden nicht das Ende sein müsse, sondern "nur der Beginn eines sicheren Triumphes" (Kahlil Gibran), eines Triumphes, der weit über dieses Leben hinausreicht und einmündet in ein Leben bei Gott; in ewiges Leben! Aber daran mussten sich die stark eingeschüchterten und verschreckten Jünger erst noch gewöhnen. Gewiss hatten auch sie heimliche Hoffnungen gehegt, aber eine mögliche Auferstehung ihres Herrn von den Toten blieb vorerst noch Wunschdenken – bis Jesus sich auch ihnen zeigen würde. Selbst dann zweifelte immer noch einer: Thomas!
Wenn wir Ostern feiern, wenn wir Wasser und Kerzen, Eier und Schinken weihen und ein Osterlämmchen backen – dann verbinden wir damit die Symbole des (wieder erstandenen und neu geweckten) Lebens. Dann kommt vielleicht auch bei uns Osterfreude auf. Freude und das tief in unserem Innern verankerte Wissen, dass mit Ostern ein ganz neues Leben begonnen hat, ein Leben im Lichtstrahl und in der Glorie des Auferstandenen; des göttlichen Garanten auch für unser eigenes Weiterleben nach dem Tod. 

Gedanken von Pater Adalbert Ludwig Balling CMM zum Osterfest! 

Wir Missionare von Mariannhill wünschen Ihnen und Ihren Lieben ein frohes und gesegnetes Osterfest!

Heute, am frühen Morgen des Karsamstag, gegen 1.10 Uhr, starb in unserem Pflegeheim in Reimlingen Bruder Alois Humpf. Provinzial Pater Christoph Eisentraut schreibt dazu: "Als sich in der Nacht sein Zustand plötzlich verschlechterte rief das Pflegepersonal den Notarzt, der auch sofort kam. Bruder Alois erhielt Sauerstoff, Bruder Konrad Diethei konnte noch ein Vater Unser mit ihm beten und gleich danach erlag Bruder Alois der Krankheit.

Seit Weihnachten 2019 war Bruder Alois für medizinische Behandlungen in Deutschland, aber er gehörte zur Provinz Simbabwe. Unser herzliches Beileid gilt dem Provinzial P. Adrian Ndlovu und allen Mitbrüdern von Bulawayo. Für mehr als 30 Jahre war Br Alois die gute Seele, gleichsam die "Hausmutter" des Provinzhauses in Bulawayo. Er selber begleitete viele Mitbrüder auf ihrer letzten Lebensstrecke, die nun auf dem Athlone Friedhof in Bulawayo ruhen.

Bruder Alois war einer der Mitbrüder in Reimlingen, die mit dem Corona Virus infiziert waren und die Umstände seines Todes legen nahe, dass er letztlich dieser Pandemie erlag. Ich konnte regelmäßig mit ihm telefonieren und er war sehr optimistisch, daß er die Krankheit durchstehen würde, trotz seiner angegriffenen Gesundheit. Am Ende war seine Kraft nicht genug. Heute am Karsamstag warten wir auf die Feier der Auferstehung unseren Herrn. Wir beten, daß Br Alois mit Ihm zum neuen und ewigen Leben auferstehen darf!

In drei Wochen, am 1. Mai, hätte Bruder Alois sein goldenes Profeßjubiläum gefeiert und in vier Monaten seinen 70. Geburtstag. R.i.P."

Bruder Raimund Berchtenbereiter starb am Samstag, 4. April 2020, um 7.30 Uhr im Missionshaus St. Josef in Reimlingen.  

Bruder Raimund Berchtenbreiter erblickte am 18. Juni 1940 in Aschaffenburg als drittes von fünf Kindern das Licht der Welt. Er wurde auf den Namen Adolf Martin getauft. Nach dem Besuch der Schule erlernte er das Schneiderhandwerk in Aschaffenburg und bestand 1958 seine Gesellenprüfung. Um weitere Erfahrungen im Schneiderhandwerk zu sammeln, ging er nach München, wo er rasch eine Arbeitsstelle fand. Während dieser Zeit wohnte er im Münchener Kolpinghaus, wo er schon bald Kontakt zu den Missionaren von Mariannhill fand. 

Im September 1959  begann er sein Noviziat im Missionshaus St. Josef in Reimlingen und legte zwei Jahre später seine erste Ordensprofess ab. In den ersten Jahren war er als Pförtner tätig. 1964 wurde er ins Piusseminar nach Würzburg versetzt, um sich auf die Meisterprüfung als Schneider vorzubereiten. Im März 1965 erlangt Bruder Raimund den Meistertitel als bester Kandidat Unterfrankens. Fünf Jahre später wurde er in das Kloster Mariannhill nahe der Hafenstadt Durban in Südafrika versetzt. Anfang 1970 übernahm er die Klosterschneiderei Mariannhill. Sein Ruf als Schneider verbreitete sich bald und so fertigte die Klosterwerkstätte schon bald für das südliche Afrika Anzüge, Talare sowie Priesterhemden. Zu den Kunden zählte in den letzten Jahren auch der Friedensnobelpreisträger Desmond Tutu, denn nicht nur Katholiken sondern auch Angehörige anderer Konfessionen schätzten das Handwerk von Bruder Raimund. 

Aber er war auch im Kloster ein gefragter Mann, so kümmerte sich Bruder Raimund um den Einkauf für die Klosterküche und war als Manager auch für die Sicherheit des Klosters verantwortlich. Diese Aufgaben hatte er über 39 Jahre inne. Zunehmend machte ihm aber auch seine Gesundheit zu schaffen und so wurde er auf eigenen Wunsch 2008 nach Deutschland in das Missionshaus St. Josef zurückversetzt. Kurze Zeit später erlitt er einen Schlaganfall und war 18 Monate linksseitig gelähmt. Nur langsam erholt er sich davon und konnte in den letzten Jahren noch ein wenig seinen Ruhestand auskosten. 

Die Ankunft der ersten Mariannhiller aus St. Paul in Papua-Neuguinea 1960 folgte auf das Dekret von Papst Johannes XXIII. vom 18. Juni 1959, mit dem er das neu gegründete Vikariat Lae der Kongregation der Missionare von Mariannhill anvertraute. Das Gebiet des neuen Vikariats umfasst den gesamten Bezirk der Provinz Morobe, ähnlich wie Belgien/Luxemburg, und hat heute etwa 700.000 Einwohner.

Die Patres Gerard Hafmans, Bert Kempkes, Anthony Mulderink, Henry van Lieshout und John Aarts wurden vom Generalsuperior der Missionare von Mariannhill in Rom für dieses neue Missionsgebiet ernannt. Im März 1960 trafen die ersten vier Mariannhiller ein in Lae, die Hauptstadt der Provinz Morobe. Pater Gerard Hafmans hatte zuvor bereits zwei Jahre in der Mission in Rhodesien/Simbabwe gearbeitet. John Aarts kam ein Jahr später. 1959 hatte Morobe 187.000 Einwohner, darunter 1.750 Katholiken. Inzwischen, 60 Jahre später, ist die Bevölkerung von Morobe auf mehr als eine halbe Million angestiegen, davon 30.000 Katholiken.

In seinem ersten Brief schildert Pater Gerard Hafmans seine ersten Eindrücke nach ihrer Ankunft. „Wir sind nicht missmutig. Die Situation unserer PNG-Mission und die Umstände, unter denen wir arbeiten müssen, unterscheiden sich völlig von denen unserer Mariannhill-Missionen in Südafrika. Das Klima hier ist tropisch warm; es gibt nur wenige oder gar keine Straßen; eine Gruppe  australischer Katholiken, die nicht in der Lage sind, eine Schule für ihre eigenen Kinder zu unterstützen; die  (australische) Regierung, die die Bildung der einheimischen Bevölkerung unter ihrer eigenen Kontrolle halten will, und  die Einwohner, die sehr arm sind. Die Menschen hier haben kein Vieh und leben ein karges Dasein, und sind abhängig von ihren Gärten oder kleinen Kaffeeplantagen. Es gibt fast keine Industrie, und nur wenige Möglichkeiten für die Bewohner, zusätzliches Geld zu verdienen, um ihre Existenz zu verbessern. 

Was ist zu tun in dieser Situation als Missionare?  Wir kümmern uns um ein paar hundert Katholiken, die in der Region verstreut sind. Ehrlich gesagt, scheint unser Missionsgebiet nicht vielversprechend, aber wir sind realistisch genug, um zu große Erwartungen auf ansehnliche und schnelle Erfolge unserer Missionsarbeit für die Kirche zu hegen…“. 

Als die Mariannhiller 1960 in Lae ankamen, waren die Passionisten Patres, die seit 1957 für die Mission in Morobe verantwortlich waren, noch da. Es hat eine Weile gedauert, bis die Pfarreien dem neuen Team übergeben wurden. Die Missionare nutzen die ersten Monate, um wochenlang über Berge und Küstenebenen zu ziehen, um das Gebiet zu erkunden. Sie besuchten Hunderte von Dörfern, um eine tiefere Kenntnis über die Menschen in der Provinz Morobe zu erlangen. Den Wandermissionaren wurde von den Dorfbewohnern zwar höflich begegnet, aber als katholische Priester wurden sie verständlicherweise von den Menschen, die alle der in der ganzen Provinz gut etablierten lutherischen Kirche angehörten, mit Vorbehalten und Argwohn behandelt. In Zweierteams mit einer Reihe von Trägern unternahmen sie mehr als 50 Wanderungen in wenigen Wochen und durchquerten Flüsse, Wälder und Dschungel auf der Suche nach einem geeigneten Ort für eine Missionsstation. Was sie lernten, war nicht sehr ermutigend. Wo auch immer sie hingingen, sie fanden „nicht einmal den kleinsten Stamm, der von der lutherischen Mission nicht beeinflusst war“ (Pater G. Hafmans). Allmählich wurde jedoch klar, dass Bildung als eine der Prioritäten der Mission im Lae Vikariat bestimmt werden sollte. Die Hauptaktivitäten konzentrierten sich dann auf das Projekt der Errichtung einer Station auf einem Grundstück in Lae/8-Mile mit einer technischen Schule. Dies führte zur Entwicklung des technischen Ausbildungszentrums St. Joseph nach dem Vorbild einer niederländischen Handwerksschule. So wurde 1964 ein Jahr des Baus mehrerer Gebäude, die für zukünftige Bildungsaktivitäten bestimmt waren. 

In Zusammenarbeit mit den Missionsschwestern vom Kostbaren Blut, darunter Schwester Godelief Leyten und Schwester Clemens Klever und den ersten Brüdern von St. Paul, Leo Trommelen, René Kuipers und Benedict Janssen, entwickelte sich diese Station erfolgreich.

Unterdessen wurde das Gebiet der Siassi-Inseln von der Insel Neubritannien der Morobe Provinz eingegliedert und kam die dortige katholische Mission unter die Autorität des Bischofs von Lae. Für all diese Aktivitäten war die Zusammenarbeit mit einer Reihe gut motivierter Laienmissionare von wesentlicher Bedeutung. Unter den mehr als 40 freiwilligen Helfern in 60 Jahren befanden sich auch die Niederländer Petra Nabben, Frits und Hanneke van der Werf, Jan Verheyen und Janus Fleerackers. 

1967 wurde Pater Henry van Lieshout zum ersten Bischof von Lae ernannt. 40 Jahre lang lang führte er die Diözese von den Anfängen durch alle Jahre des Wachstums bis zum Erwachsenenalter und war ständig auf dem Weg zur Weiterentwicklung.

Derzeit ist Mgr. Rosario Menezes SMM, ein Mitglied der Montfortanen und ursprünglich aus Indien, der dritte Bischof von Lae.  Seine Ernennung im Jahr 2018 kann als ein gewisser Meilenstein in der Geschichte der Diözese angesehen werden. Das bedeutet, dass er, aufbauend auf der Vergangenheit, unter seiner Führung neue Impulse zu weiteren missionarischen Aktivitäten entwickeln kann. Dies ist die Art und Weise, wie die Apostel Jerusalem verließen und in verschiedene Richtungen gingen, um das Mandat des Herrn auf ihre verschiedenen Weisen bis zum Ende der Welt zu erfüllen.

„Gott, dein Lob, wie dein Name, reicht bis ans Ende der Welt.“ (Ps.48:9)

Die beiden niederländischen Missionare, Schwester Clemence Klever CPS (seit 1964) und Pater Alfonso Voorn CMM, die noch in der Diözese Lae (seit 2003) leben, sind noch aktiv in der Diözese, die mit den vier Mariannhill-Missionaren vor 60 Jahren begann.

Unsere Welt befindet sich in einem Ausnahmezustand. Viele Länder sind betroffen von der schrecklichen COVID-19 Pandemie, allgemein bekannt als Coronavirus. Regierungen ergreifen drastische Maßnahmen, einschließlich der Schließung von Grenzen, um auf diese Krise zu reagieren und die weitere Verbreitung dieses Virus zu stoppen.

Die Nachrichten sind erschreckend, doch gilt es Ruhe zu bewahren. Es ist nicht nur vernünftig, sondern äußerst wichtig, den Anweisungen der Regierungen und Gesundheitsbehörden Folge zu leisten. Doch in dieser schwierigen Lage sollten wir unser Vertrauen in Gott nicht vergessen. Jeder von uns ist aufgerufen, besonnen zu handeln und inständig zu beten.

Ich bin davon überzeugt, dass unser Gebet nicht wirkungslos bleibt, sondern bei Gott Erhörung findet. Genau das hat uns doch der selige Pater Engelmar eindrucksvoll bewiesen und gelehrt, vor allem als er sich um die Typhus Kranken im KZ Dachau gekümmert hat. Das Gebet war seine Quelle der Kraft, der Zuversicht und des Mutes.

Bitten wir Gott den Allmächtigen, auf die Fürbitte unseres Seligen Pater Engelmar, dass er dieser Pandemie Einhalt gebiete, die Kranken heile und stärke, die Sterbenden aufnehme, die Trauernden tröste und uns allen Hoffnung, Mut und Vertrauen in seine heilende und liebende Fürsorge schenkt.

Vergessen wir dabei nicht, was der selige Pater Engelmar uns sagt: „Wir sind allezeit in Gottes Hand und er weiß alles zum Guten zu lenken.“ Und, „Gott … verlässt nicht die, die auf ihn ihr Vertrauen setzen … Darum heißt es: Mut und Vertrauen!“

Ganz herzlich möchten wir Missionare von Mariannhill uns bei Ihnen für Ihr Mitbeten der neuntägigen Novene zum seligen Pater Engelmar Unzeitig CMM bedanken. Wir sind davon überzeugt, dass unser Gebet nicht wirkungslos bleibt, sondern bei Gott Erhörung findet. Genau das hat uns unser seliger Pater Engelmar eindrucksvoll bewiesen und gelehrt. Das Gebet war seine Quelle der Kraft, der Zuversicht und des Mutes. Und so wünsche wir Ihnen mit den Worten von Papst Franziskus in dieser schwierigen Zeit: "Herr, segne die Welt, schenke Gesundheit den Körpern und den Herzen Trost. Du möchtest, dass wir keine Angst haben; doch unser Glaube ist schwach und wir fürchten uns. Du aber, Herr, überlass uns nicht den Stürmen. Sag zu uns noch einmal: 'Fürchtet euch nicht' (Mt 28,5). Und wir werfen zusammen mit Petrus 'alle unsere Sorge auf dich, denn du kümmerst dich um uns' (vgl. 1 Petr 5,7)."

Hier erhalten Sie die gesamte Novene als Download: novene.pdf

Und natürlich können Sie die gedruckte Fassung auch in unserem Online-Shop kostenlos erwerben: Mariannhill-Online-Shop

Am Samstag, 28. März 2020, starb Pater Johannes Chrysostomos Trummet CMM einen Tag vor seinem 86. Geburtstag nach einem langen und erfolgreichen Leben als Seelsorger im Missionshaus St. Josef, Reimlingen

Er erblickte als Siegfried Josef Trummet am 29. März 1934 in Hammerberg/Pfarrei Fuhrn-Kemnath (Diözese Regensburg) das Licht der Welt. Nach dem Abitur, das er 1957 am Gymnasium der Mariannhiller in Reimlingen ablegte, ging er im gleichen Jahr in Mönchsdeggingen ins Noviziat.

Nach der Erstprofess 1958 nahm Pater Chrysostomos das Theologie- und Philosophiestudium in Würzburg auf. Am 16. März 1963 wurde er durch Weihbischof Alfons Kempf in der Mariannhiller Herz-Jesu-Kirche zum Priester geweiht. Im Anschluss wirkte er als Präfekt im ordenseigenen Schülerheim in Arnsberg (Diözese Paderborn), verbrachte ein Pastoraljahr bei den Dominikanern in Augsburg und engagierte sich im Werbeapostolat und der außerordentlichen Seelsorge. Zehn Jahre lang wirkte er als Krankenhausseelsorger und Spiritual des Missionsärztlichen Instituts in Würzburg. Außerdem hielt Pater Chrysostomos viele Jahre Exerzitien und Einkehrtage in verschiedenen Exerzitienhäusern der Bistümer Deutschlands. Pater Chrysostomos war viele Jahre zudem Curia-Präses der Legio Mariae „Herzogin von Franken“ in Würzburg. Im September 2015 zog er nach Mussenhausen in das dortige Marienheim der Ordensschwestern vom Heiligen Kreuz, wo er als Schwesternseelsorger sowie Krankenhausseelsorger tätig war. Zum Jahreswechsel 2018 zog er gesundheitsbedingt ins Missionshaus St. Josef, Reimlingen, ein, wo er seinen wohlverdienten Ruhestand verbrachte.

Unser Kirchenmusiker Rudolf Müller hat sich seine Gedanken gemacht, um den Menschen in diesen Zeiten von Corona und Ausgangsbeschränkungen eine Freude zu bereiten. 

Daher bieten wir Ihnen hier eine Reihe von Orgelkonzerten via Youtube an. Laut Rudolf Müller werden wir die Reihe von Konzerten nach und nach ergänzen. Also schauen Sie immer mal wieder rein. 

Jetzt wünschen wir Ihnen einen guten und erholsamen Hörgenuss.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Das Orgelduo Esprit mit Sicherheitsabstand. Maria Mokhova, Heidelberg / Rudolf Müller, Würzburg

 

 

 

 

 

In Kenia hat Generalsuperior Pater Thulani Mbuyisa CMM eine neue Leitung in ihr Amt eingeführt. Neuer Regionaloberer ist Pater Moris Daniel Msuya CMM. Stellvertreter ist Pater Patrick Musumba CMM. Weitere Räte sind die Patres Vincent Nzabandora CMM und Nicholas Mwiti CMM. Wir wünschen dem neuen Leitungsteam den Segen Gottes für ihre verantwortungsvolle Aufgabe.

Unsere Welt befindet sich in einem Ausnahmezustand. Viele Länder sind betroffen von der schrecklichen COVID-19 Pandemie, allgemein bekannt als Coronavirus. Regierungen ergreifen drastische Maßnahmen, einschließlich der Schließung von Grenzen, um auf diese Krise zu reagieren und die weitere Verbreitung dieses Virus zu stoppen.

Die Nachrichten sind erschreckend, doch gilt es Ruhe zu bewahren. Es ist nicht nur vernünftig, sondern äußerst wichtig, den Anweisungen der Regierungen und Gesundheitsbehörden Folge zu leisten. Doch in dieser schwierigen Lage sollten wir unser Vertrauen in Gott nicht vergessen. Jeder von uns ist aufgerufen, besonnen zu handeln und inständig zu beten.

Wir sind davon überzeugt, dass unser Gebet nicht wirkungslos bleibt, sondern bei Gott Erhörung findet. Genau das hat uns doch unser Seliger Mitbruder Pater Engelmar eindrucksvoll bewiesen und gelehrt, vor allem als er sich um die Typhus Kranken gekümmert hat. Das Gebet war seine Quelle der Kraft, der Zuversicht und des Mutes.

Wir laden Sie daher ein, dem Beispiel unseres Seligen Mitbruders Pater Engelmar zu folgen. Da er selbst in seinem Leben eine Krisensituation durchlebt hat, ist er die Person, deren Fürsprache wir in dieser Situation des Unheils erflehen sollten.

Wir wollen gemeinsam ab dem 20. März 2020 an allen Orten, an denen wir arbeiten und leben, die Novene zum Seligen Pater Engelmar beten. Erflehen wir seine Fürbitte für unsere Welt, all die Kranken, die Sterbenden und die Verängstigten.

Bitten wir Gott den Allmächtigen, auf die Fürbitte unseres Seligen Pater Engelmar, dass er dieser Pandemie Einhalt gebiete, die Kranken heile und stärke, die Sterbenden aufnehme, die Trauernden tröste und uns allen Hoffnung, Mut und Vertrauen in seine heilende und liebende Fürsorge schenkt.

Vergessen wir dabei nicht, was der Selige Pater Engelmar uns sagt: „Wir sind allezeit in Gottes Hand und er weiß alles zum Guten zu lenken.“ Und, „Gott … verlässt nicht die, die auf ihn ihr Vertrauen setzen … Darum heißt es: Mut und Vertrauen!“

Im Gebet verbunden
Ihre Missionare von Mariannhill

Hier können Sie geht es zum Download der Novene: pdfnovene.pdf

Das Sekretariat der Deutschen Bischofskonferenz hat auf der Internetseite www.dbk.de Informationen rund um den Coronavirus COVID-19 gebündelt und weist ausdrücklich darauf hin, dass die Verantwortlichkeit für Maßnahmen in den (Erz-)Bistümern wie Gottesdienstangebote, das Schließen von Kirchen und Bildungshäusern etc. ganz bei den jeweiligen (Erz-)Bistümern liegt. 

Das Themendossier Coronavirus – zur aktuellen Situation enthält Links zu den Maßnahmen aller Bistümer. Ebenso findet der Nutzer Hinweise auf Gottesdienstangebote im Internet und Gebetsvorschläge des Deutschen Liturgischen Instituts sowie die Empfehlungen des Sekretariats zur Vermeidung einer Ansteckung mit dem Coronavirus COVID-19 vom 26. Februar 2020. 

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