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Am Samstag, 6. Februar 2021, wurden Frater Paul Omari Omweri zum Diakon und Diakon Jactone Kupalo zum Priester geweiht. Die Weihe fand in unserer Niederlassung "Christ the Prophet" in Karen, Nairobi statt. Die Ordination nahm Bischof Virgilio Pante IMC aus dem Bistum Maralal im Norden Kenias vor. Wir gratulieren unseren beiden Mitbrüdern und wünschen ihnen für Ihren weiteren Weg Gottes reichen Segen.

Gemeinsame Erklärung der Prälaten Karl Jüsten und Martin Dutzmann

Anlässlich des Impfgipfels der Bundesregierung am vergangenen Montag (1. Februar 2021) und der andauernden Debatte über die Verfügbarkeit von Impfstoffen in Deutschland und Europa besteht die Sorge, dass die meisten Bürgerinnen und Bürger der Länder des globalen Südens vermutlich noch bis 2023 ohne den ersehnten Schutz durch Impfstoffe auskommen müssen. Darauf machen heute (4. Februar 2021) gemeinsam Prälat Dr. Karl Jüsten, Leiter des Kommissariats der deutschen Bischöfe – Katholisches Büro in Berlin, und Dr. Martin Dutzmann, Bevollmächtigter des Rates der EKD bei der Bundesrepublik Deutschland und der Europäischen Union, aufmerksam. „Der weltweite Zugang zu Impfstoffen gegen das Coronavirus ist vor allem aus humanitären, aber auch aus epidemiologischen und wirtschaftlichen Gründen unerlässlich“, erläutert Prälat Jüsten. So könne durch eine gemeinsame Impfstrategie das Risiko weiterer Mutationen reduziert werden. „Nur wenn weltweit Fortschritte bei der Eindämmung der Pandemie gemacht werden, können die Einschränkungen im öffentlichen Leben mit all den dramatischen sozioökonomischen und gesundheitlichen Folgen langfristig gelockert werden“, ergänzt Prälat Dutzmann.

„Damit der Zugang zu Impfstoffen schnellstmöglich weltweit sichergestellt werden kann, müssen Produktionskapazitäten für eine Impfstoffherstellung auch in den Ländern des globalen Südens genutzt oder erschlossen werden“, sagt Prälat Dutzmann. Prälat Jüsten fügt hinzu: „Dies bedeutet natürlich, dass auch das erforderliche Know-how zur Verfügung gestellt werden muss.“

Die beiden Vertreter der katholischen und evangelischen Kirche betonen, dass alle zur Verfügung stehenden Mittel ausgeschöpft werden sollten, um dieses wichtige Ziel zu erreichen. Neben der – auch finanziellen – Unterstützung der Bereitschaft der pharmazeutischen Herstellerfirmen, ihre geistigen Eigentumsrechte zu teilen oder zumindest erschwingliche Lizenzen zu vergeben, stünde auch die zeitweilige Aussetzung geistiger Eigentumsrechte auf Technologien zur Prävention, Eindämmung und Behandlung von Covid-19 (TRIPS-Waiver) oder die Erteilung von Zwangslizenzen zur Herstellung der zur Bekämpfung von Covid-19 erforderlichen Mittel zur Debatte. „Die Pandemie kann nur weltweit bekämpft und beendet werden“, so Prälat Dutzmann und Prälat Jüsten.

Hintergrund

Nach übereinstimmenden Berichten haben sich die Industrienationen für etwa 15 Prozent der Weltbevölkerung mehr als die Hälfte des zur Verfügung stehenden Impfstoffs gesichert. Ende Januar 2021 waren in diesen Ländern bereits 39 Millionen Menschen gegen Covid-19 geimpft bzw. hatten eine erste Dosis erhalten. Auf dem gesamten afrikanischen Kontinent waren es zu diesem Zeitpunkt 25 Menschen. Wissenschaftler weisen darauf hin, dass auch die Industrienationen immer wieder mit Rückläufen von Covid-19 und neuartigen Mutationen rechnen müssen, die möglicherweise nicht mehr auf die verfügbaren Impfstoffe ansprechen.

Frater Carlos Andres Torres Ledesma erneuerte seine zeitlichen Ordensgelübde in unserem Haus in Bogotá, Kolumbien.

Aus Anlass des Internationalen Tages der Geschwisterlichkeit aller Menschen, den die Vereinten Nationen am 4. Februar 2021 erstmals begehen, erklärt der Vorsitzende der Unterkommission für den Interreligiösen Dialog der Deutschen Bischofskonferenz, Bischof Dr. Bertram Meier (Augsburg): 

„Heute vor zwei Jahren wurde ein Meilenstein des interreligiösen Dialogs gesetzt: Papst Franziskus traf in Abu Dhabi mit dem muslimischen Großimam Ahmad al-Tayyib zusammen, um das Dokument über die Brüderlichkeit aller Menschen zu unterzeichnen. Ihr gemeinsamer Appell richtet sich an Christen, Muslime und alle Menschen guten Willens: Jeder und jede von uns ist aufgerufen, sich für eine Kultur des Friedens und der Toleranz einzusetzen, die Menschenrechte zu verteidigen und das Trennende zu überwinden. Der Papst und der Großimam wissen um Hass und Fanatismus, die im Namen der Religion entfacht werden. Und genau deshalb erinnern sie eindringlich daran, dass wir alle Kinder Gottes sind – gleich an Rechten und Würde, berufen zu einem Zusammenleben als Schwestern und Brüder.

Die Vereinten Nationen haben die christlich-muslimische Begegnung von Abu Dhabi zum Anlass genommen, den 4. Februar zum Internationalen Tag der Geschwisterlichkeit aller Menschen zu erklären. Von diesem Tag geht das klare Signal aus, dass die Religionen das Potenzial, aber eben auch die Pflicht haben, zu Frieden und Gerechtigkeit auf der Erde – unserem gemeinsamen Haus – beizutragen. So groß die Hürden auch sind, die es auf dem Weg zu einem ‚universalen Frieden‘ zu überwinden gilt: Wir gehen ihn – wie der Papst und der Großimam bekräftigt haben – im Vertrauen auf unseren Gott, ‚der die getrennten Herzen eint und den menschlichen Geist erhebt‘.

Gerade in Zeiten der Pandemie wird vielen von uns wieder stärker bewusst, dass wir Teil der einen Menschheitsfamilie sind. Doch gleichzeitig wächst auch die Versuchung egoistischer Reflexe. Da sind wir Christinnen und Christen ganz besonders gefordert, den Auftrag der Nächstenliebe in konkretes Handeln zu übersetzen. In seiner Enzyklika Fratelli tutti, deren Entstehung eng mit dem Abu-Dhabi-Dokument verknüpft ist, ruft uns Papst Franziskus ins Gedächtnis, dass die christliche Nächstenliebe nicht nur Privatsache ist, sondern immer auch eine gesellschaftliche Dimension hat: ‚Die Liebe zum anderen drängt uns aufgrund ihrer Natur, das Beste für sein Leben zu wollen. Nur wenn wir diese Art gegenseitiger Bezogenheit entwickeln, wird ein gesellschaftlicher Zusammenhalt möglich sein, der niemanden ausschließt, und eine Geschwisterlichkeit, die für alle offen ist.‘ (FT 94) Am Internationalen Tag der Geschwisterlichkeit lade ich alle herzlich dazu ein, die EnzyklikaFratelli tutti zu entdecken. Lassen Sie sich vom Geist der Geschwisterlichkeit inspirieren. Und sprechen Sie gemeinsam mit Christinnen und Christen auf der ganzen Welt das ‚Gebet zum Schöpfer‘, das Papst Franziskus ans Ende seiner Enzyklika gestellt hat.“

Gebet zum Schöpfer (aus der Enzyklika Fratelli tutti)

Herr und Vater der Menschheit,
du hast alle Menschen mit gleicher Würde erschaffen.
Gieße den Geist der Geschwisterlichkeit in unsere Herzen ein.
Wecke in uns den Wunsch nach einer neuen Art der Begegnung,
nach Dialog, Gerechtigkeit und Frieden.
Sporne uns an, allerorts bessere Gesellschaften aufzubauen
und eine menschenwürdigere Welt
ohne Hunger und Armut, ohne Gewalt und Krieg.

Gib, dass unser Herz sich
allen Völkern und Nationen der Erde öffne,
damit wir das Gute und Schöne erkennen,
das du in sie eingesät hast,
damit wir engere Beziehungen knüpfen
vereint in der Hoffnung und in gemeinsamen Zielen. Amen.

Hintergrund

Bei seiner Apostolischen Reise in die Vereinigten Arabischen Emirate ist Papst Franziskus am 4. Februar 2019 mit dem Scheich der ägyptischen al-Azhar, Großimam Ahmad al-Tayyib, zusammengetroffen, der vielen als höchste Autorität des sunnitischen Islam gilt. Bei ihrer Begegnung verständigten sich der Papst und der Großimam auf das Dokument über die Brüderlichkeit aller Menschen für ein friedliches Zusammenleben in der Welt, das auch unter dem Namen Abu-Dhabi-Dokumentbekannt geworden ist. Zur Umsetzung der in dem Dokument genannten Ziele wurde das „Hohe Komitee für menschliche Geschwisterlichkeit“ ins Leben gerufen, dem – neben dem Präsidenten des Päpstlichen Rates für den Interreligiösen Dialog, Kardinal Ayuso Guixot – weitere namhafte christliche, jüdische und muslimische Vertreter angehören. Am 3. Oktober 2020 hat Papst Franziskus in Assisi seine Enzyklika Fratelli tutti – Über die Geschwisterlichkeit und die soziale Freundschaft unterzeichnet, die er selbst als Weiterentwicklung der Themen des Abu-Dhabi-Dokuments charakterisiert. Die Generalversammlung der Vereinten Nationen hat am 21. Dezember 2020 beschlossen, dass der 4. Februar künftig jedes Jahr als Internationaler Tag der Geschwisterlichkeit aller Menschen begangen werden soll. Papst Franziskus nimmt am 4. Februar 2021 gemeinsam mit UN-Generalsekretär António Guterres und Großimam Ahmad al-Tayyib an einem virtuellen Festakt teil, den die Vereinigten Arabischen Emirate ausrichten.

Hinweise:

Die Enzyklika Fratelli tutti sowie weitere Materialien sind unter www.dbk.de auf der Themenseite Enzyklika Fratelli tutti verfügbar. Das Abu-Dhabi-Dokument ist auf der Internetseite des Vatikans zu finden. 

Der Päpstliche Rat für den Interreligiösen Dialog informiert unter www.pcinterreligious.org/human-fraternity-day über den Internationaler Tag der Geschwisterlichkeit aller Menschen, die Vereinten Nationen unter www.un.org/en/observances/human-fraternity.

Am Fest Darstellung des Herrn, am 2. Februar 2021, erneuerten die Mitbrüder im Kloster Mariannhill in Würzburg ihre Gelübde. Unter ihnen waren auch die Fratres Anthony Nonso Dim und John Kennedy Yiga Ddamulira, die vor dem stellvertretenden Provinzial, Pater Mario Muschik CMM, ihre Zeitlichen Professen erneuerten. Wir danken den Mitbrüdern für ihren Einsatz in unserer Kongregation und wünschen ihnen für ihren weiteren Weg Gottes reichen Segen!

Einen Tag vor dem Kongregationsfest der Missionare von Mariannhill am 2. Februar haben elf junge Männer in unserem Mutterkloster in Mariannhill, Südafrika, ihr Noviziat begonnen.

Pater Adalbert L. Balling CMM hat ein neues Buch geschrieben. Wie ich zum Bücherschreiben gekommen bin? Die Antwort auf die vom Autor gestellte Frage ist vielfältig: Zum einen durch anfängliche Zufälle, nicht zuletzt durch immer wieder neue Aufgaben, die ihm übertragen wurden; dann aber zunehmend und bewusst durch sein eigenes Motiv, die Sicht seiner Leserinnen und Leser auf die Welt mit seinen Schriften und Büchern auszuweiten und positiv zu beeinflussen. Begleiten Sie Pater Adalbert Ludwig Balling beim Lesen dieses spannenden Buches und sehen Sie bei der Schilderung seiner abenteuerlichen Erlebnisse und Erinnerungen die Welt und die Menschen vielleicht auch aus einer neuen Perspektive: Die Welt - vielfältig, farbig, bunt, interessant, spannend, immer wieder überraschend - und am Ende sogar liebenswert ... [Studiendirektor REINHART URBAN] 

Erschienen ist das Werk im Engelsdorfer Verlag. Es umfasst 216 Seiten und kann für 14.20 Euro über unseren Online-Shop bezogen werden.

 

Wort des Verfassers: Liebe Freunde nah und fern, es freut mich sehr, dass das Echo auf dieses zuletzt erschienene Buch so gut ist. Von mehreren Seiten wurde mir telefonisch mitgeteilt, man habe zwei Tage nur gelesen. Andere ließen mich wissen, sie hätten das Buch schon an mehrere Bekannte weiterempfohlen. Und zwei Ehepaare sagten mir am Telefon, sie hätten abends im Bett einander daraus abwechselnd vorgelesen: Über solche Feedbacks freut man sich besonders.

Im Epilog des Buches habe ich mich bei vielen meiner Freunde und Wohltäter bedankt: Ohne sie wäre vieles in meinem Leben nicht möglich gewesen. Ich habe auch erwähnt, dass ich trotz aller Schwierigkeiten und Probleme am Ende immer wieder feststellen durfte: Letztlich hat sich alles zum Guten hin gewendet, denn Gott schreibt bekanntlich auch auf krumme Zeilen gerade!

Was im Buch vielleicht zu wenig oder nicht deutlich genug erwähnt wurde, sei hier nachgeholt: Ich hatte in all den Jahren, als ich für die Mariannhiller Presse in Deutschland verantwortlich war, volle Freiheit von Seiten meiner Provinzoberen; niemand machte mir Vorschriften zu meinen journalistischen Arbeiten. Niemand hinderte mich bei geplanten Foto- und Info-Reisen. Und auch beim Bücherschreiben redete mir niemand rein. Man vertraute mir, dass ich es richtig machen würde. – Das war eine sehr vornehme und edle Geste. Danke an alle: An die Noch-Lebenden und auch an die bereits von uns Gegangenen!

Last not least – gilt mein besonderer Dank Pater Andreas Rohring CMM, meinem Nachfolger als Chefredakteur unserer Zeitschrift und Kalender. 34 Jahre lang redigierte ich unsere Zeitschrift; dann übernahm Pater Andreas. 40 Jahre lang redigierte ich unsere Kalender, und dann ging auch dieser Job an Pater Andreas. Wir hatten zuvor jahrelang nach einem Nachfolger gesucht. Danke, herzlichen Dank, Pater Andreas! – So, nur so, hatte ich künftig mehr, viel mehr Zeit zum Bücherschreiben…

[Adalbert Ludwig Balling CMM / Ostern 2021]

Ostafrika ist mit der schlimmsten Heuschreckenplage seit Jahren konfrontiert. Eine furchtbare Erfahrung, die auch die ersten Trappisten von Mariannhill in den Jahren 1895 und 1896 im südlichen Afrika machen mussten.

Am Samstag, 6. Februar 2021, wird Frater Paul Omari Omweri zum Diakon und Diakon Jactone Kupalo zum Priester geweiht. Die Weihe findet um 10 Uhr in unserer Niederlassung "Christ the Prophet" in Karen, Nairobi statt. Die Ordination nimmt Bischof Virgilio Pante IMC aus dem Bistum Maralal im Norden Kenias vor.

Wir freuen uns mit den Weihkandidaten und unterstützen sie gerne mit unseren Gebeten. Möge ihr weiterer Weg reichlich gesegnet sein.

Gemeinsame Erklärung zum Inkrafttreten des Vertrags über das Verbot von Kernwaffen von Bischof Dr. Heiner Wilmer SCJ (Vorsitzender der Deutschen Kommission Justitia et Pax) und Bischof Dr. Peter Kohlgraf (Präsident der Deutschen Sektion Pax Christi)

Der Vorsitzende der Deutschen Kommission Justitia et Pax, Bischof Dr. Heiner Wilmer SCJ, und der Präsident der Deutschen Sektion Pax Christi, Bischof Dr. Peter Kohlgraf, äußern sich aus Anlass des Inkrafttretens des Atomwaffenverbotsvertrags. Die Erklärung im Wortlaut:

„Am 22. Januar 2021 tritt der Vertrag der UNO über das Verbot von Kernwaffen in Kraft. Als Bischöfe, die sich in unterschiedlichen Positionen in besonderer Weise dem Einsatz für Frieden in der Welt verpflichtet sehen, begrüßen wir diese Entwicklung ausdrücklich.

All jene Staaten, die den Vertrag nicht nur unterzeichnet, sondern auch ratifiziert haben, geben uns ein leuchtendes Beispiel dafür, dass wir uns niemals mit vermeintlich unverrückbaren Gegebenheiten abfinden sollten. Die sogenannte nukleare Abschreckung, die seit über 60 Jahren eine vermeintliche Sicherheit suggeriert, baut auf dem unvorstellbaren Vernichtungspotential von Nuklearwaffen auf. Wie wir schon oft betont haben, stellt zwar jede militärische Konflikteskalation in gewisser Weise eine Niederlage des menschlichen Miteinanders dar, doch kein Konfliktge-schehen kann in unseren Augen jemals den Einsatz von Kernwaffen legitimieren. Ausdrücklich unterstreichen wir daher die Botschaft von Papst Franziskus, dass nicht nur der Einsatz, sondern bereits der Besitz solcher Waffensysteme unethisch ist.

Wir rufen daher alle Staaten, die den Vertrag noch nicht unterzeichnet oder ratifiziert haben, insbesondere die Atommächte, dazu auf, dem Vertrag beizutreten und die Doktrin der nuklearen Abschreckung zu überdenken.

Der gerechte Friede erwächst nicht aus der Furcht vor der totalen Zerstörung, sondern aus den Samen des Dialogs und des Miteinanders.“

In Christus starb zu einem neuen Leben am Montag, 18. Januar 2021 im St. Mary´s Krankenhaus zu Mariannhill, Südafrika,
unser Mitbruder Frater Ntandoyenkosi Ngwenya CMM Mitglied der Provinz Mariannhill, Südafrika, gebürtig aus Bulawayo, Simbabwe.

Er erblickte am 20. Januar 1989 das Licht der Welt und legte am 2. Februar 2018 seine Erste Profess ab. 

R.I.P.

Mit 12 Millionen Euro unterstützt das Bonifatiuswerk der deutschen Katholiken im Jahr 2021 Projekte der katholischen Kirche in der deutschen, nordeuropäischen und baltischen Diaspora. Die Förderung von missionarischen und sozial-caritativen Projekten bildet einen Schwerpunkt der Arbeit des Hilfswerkes. Dieses engagiert sich bereits seit dem Jahr 1849 für katholische Christen in der Minderheit.

„Gerade in dieser von Corona geprägten Zeit erwarten die Menschen von unserer Kirche und den Hilfswerken, dass sie ihrer solidarischen und gesellschaftlichen Verantwortung nachkommen. Obwohl nicht absehbar ist, wie sich das Jahr wirtschaftlich entwickeln wird, stehen wir unseren Projektpartnern zuverlässig im Rahmen unserer Möglichkeiten solidarisch zur Seite. Wir werden die notwendigen Hilfen geben, damit Pastoral und sozial-caritatives Engagement auch in diesen Zeiten der Verunsicherung gelingen können“, sagt der Generalsekretär des Hilfswerkes, Monsignore Georg Austen.

Eine zentrale Fördersäule ist nach wie vor die Kinder- und Jugendhilfe, durch die u. a. Kindertageseinrichtungen, Religiöse Kinderwochen und jugendpastorale Projekte mit 1,63 Millionen Euro gefördert werden. Für die religiöse Bildungsarbeit im Jahr 2021 werden 1,96 Millionen Euro und für Projekte der Neuevangelisierung und zur Förderung von Personal- und Praktikantenstellen 845.000 Euro bereitgestellt.

Mit der Bauhilfe wird der Erhalt der kircheneigenen Infrastruktur, wie Schulen, Kindergärten, Pfarrheime oder auch Hospizdienste in den finanzschwächeren Bistümern mit 2,1 Millionen Euro unterstützt: darunter 24 Projekte in Deutschland, 24 Projekte in Nordeuropa und sieben Projekte in Estland und Lettland. Weitere 365.700 Euro sind für eilbedürftige Baumaßnahmen vorgesehen. Die Verkehrshilfe unterstützt die Anschaffung von BONI-Bussen mit 532.000 Euro, zudem werden zweckgebundene Fördergelder des Diaspora-Kommissariats in Höhe von 4,6 Millionen Euro nach Nordeuropa weitergeleitet.

„Das vergangene Jahr war für alle gesellschaftlichen, wirtschaftlichen und kirchlichen Bereiche – sehr herausfordernd. Insbesondere die starken Rückgänge bei den Kollekten spüren wir deutlich. Die Auswirkungen der Pandemie werden uns weiter begleiten. Für uns als Hilfswerk ist es wichtig, dass wir optimistisch und ohne Wehklagen nach vorne blicken und unserem Auftrag nachkommen, den Menschen Mut zu machen. Daher danke ich allen Spenderinnen und Spendern für das uns entgegengebrachte Vertrauen und die konkrete finanzielle Unterstützung“, sagt Präsident Heinz Paus.

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