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Unsere Welt befindet sich in einem Ausnahmezustand. Viele Länder sind betroffen von der schrecklichen COVID-19 Pandemie, allgemein bekannt als Coronavirus. Regierungen ergreifen drastische Maßnahmen, einschließlich der Schließung von Grenzen, um auf diese Krise zu reagieren und die weitere Verbreitung dieses Virus zu stoppen.

Die Nachrichten sind erschreckend, doch gilt es Ruhe zu bewahren. Es ist nicht nur vernünftig, sondern äußerst wichtig, den Anweisungen der Regierungen und Gesundheitsbehörden Folge zu leisten. Doch in dieser schwierigen Lage sollten wir unser Vertrauen in Gott nicht vergessen. Jeder von uns ist aufgerufen, besonnen zu handeln und inständig zu beten.

Ich bin davon überzeugt, dass unser Gebet nicht wirkungslos bleibt, sondern bei Gott Erhörung findet. Genau das hat uns doch der selige Pater Engelmar eindrucksvoll bewiesen und gelehrt, vor allem als er sich um die Typhus Kranken im KZ Dachau gekümmert hat. Das Gebet war seine Quelle der Kraft, der Zuversicht und des Mutes.

Bitten wir Gott den Allmächtigen, auf die Fürbitte unseres Seligen Pater Engelmar, dass er dieser Pandemie Einhalt gebiete, die Kranken heile und stärke, die Sterbenden aufnehme, die Trauernden tröste und uns allen Hoffnung, Mut und Vertrauen in seine heilende und liebende Fürsorge schenkt.

Vergessen wir dabei nicht, was der selige Pater Engelmar uns sagt: „Wir sind allezeit in Gottes Hand und er weiß alles zum Guten zu lenken.“ Und, „Gott … verlässt nicht die, die auf ihn ihr Vertrauen setzen … Darum heißt es: Mut und Vertrauen!“

Ganz herzlich möchten wir Missionare von Mariannhill uns bei Ihnen für Ihr Mitbeten der neuntägigen Novene zum seligen Pater Engelmar Unzeitig CMM bedanken. Wir sind davon überzeugt, dass unser Gebet nicht wirkungslos bleibt, sondern bei Gott Erhörung findet. Genau das hat uns unser seliger Pater Engelmar eindrucksvoll bewiesen und gelehrt. Das Gebet war seine Quelle der Kraft, der Zuversicht und des Mutes. Und so wünsche wir Ihnen mit den Worten von Papst Franziskus in dieser schwierigen Zeit: "Herr, segne die Welt, schenke Gesundheit den Körpern und den Herzen Trost. Du möchtest, dass wir keine Angst haben; doch unser Glaube ist schwach und wir fürchten uns. Du aber, Herr, überlass uns nicht den Stürmen. Sag zu uns noch einmal: 'Fürchtet euch nicht' (Mt 28,5). Und wir werfen zusammen mit Petrus 'alle unsere Sorge auf dich, denn du kümmerst dich um uns' (vgl. 1 Petr 5,7)."

Hier erhalten Sie die gesamte Novene als Download: novene.pdf

Und natürlich können Sie die gedruckte Fassung auch in unserem Online-Shop kostenlos erwerben: Mariannhill-Online-Shop

Am Samstag, 28. März 2020, starb Pater Johannes Chrysostomos Trummet CMM einen Tag vor seinem 86. Geburtstag nach einem langen und erfolgreichen Leben als Seelsorger im Missionshaus St. Josef, Reimlingen

Er erblickte als Siegfried Josef Trummet am 29. März 1934 in Hammerberg/Pfarrei Fuhrn-Kemnath (Diözese Regensburg) das Licht der Welt. Nach dem Abitur, das er 1957 am Gymnasium der Mariannhiller in Reimlingen ablegte, ging er im gleichen Jahr in Mönchsdeggingen ins Noviziat.

Nach der Erstprofess 1958 nahm Pater Chrysostomos das Theologie- und Philosophiestudium in Würzburg auf. Am 16. März 1963 wurde er durch Weihbischof Alfons Kempf in der Mariannhiller Herz-Jesu-Kirche zum Priester geweiht. Im Anschluss wirkte er als Präfekt im ordenseigenen Schülerheim in Arnsberg (Diözese Paderborn), verbrachte ein Pastoraljahr bei den Dominikanern in Augsburg und engagierte sich im Werbeapostolat und der außerordentlichen Seelsorge. Zehn Jahre lang wirkte er als Krankenhausseelsorger und Spiritual des Missionsärztlichen Instituts in Würzburg. Außerdem hielt Pater Chrysostomos viele Jahre Exerzitien und Einkehrtage in verschiedenen Exerzitienhäusern der Bistümer Deutschlands. Pater Chrysostomos war viele Jahre zudem Curia-Präses der Legio Mariae „Herzogin von Franken“ in Würzburg. Im September 2015 zog er nach Mussenhausen in das dortige Marienheim der Ordensschwestern vom Heiligen Kreuz, wo er als Schwesternseelsorger sowie Krankenhausseelsorger tätig war. Zum Jahreswechsel 2018 zog er gesundheitsbedingt ins Missionshaus St. Josef, Reimlingen, ein, wo er seinen wohlverdienten Ruhestand verbrachte.

Unser Kirchenmusiker Rudolf Müller hat sich seine Gedanken gemacht, um den Menschen in diesen Zeiten von Corona und Ausgangsbeschränkungen eine Freude zu bereiten. 

Daher bieten wir Ihnen hier eine Reihe von Orgelkonzerten via Youtube an. Laut Rudolf Müller werden wir die Reihe von Konzerten nach und nach ergänzen. Also schauen Sie immer mal wieder rein. 

Jetzt wünschen wir Ihnen einen guten und erholsamen Hörgenuss.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Das Orgelduo Esprit mit Sicherheitsabstand. Maria Mokhova, Heidelberg / Rudolf Müller, Würzburg

 

 

 

 

 

In Kenia hat Generalsuperior Pater Thulani Mbuyisa CMM eine neue Leitung in ihr Amt eingeführt. Neuer Regionaloberer ist Pater Moris Daniel Msuya CMM. Stellvertreter ist Pater Patrick Musumba CMM. Weitere Räte sind die Patres Vincent Nzabandora CMM und Nicholas Mwiti CMM. Wir wünschen dem neuen Leitungsteam den Segen Gottes für ihre verantwortungsvolle Aufgabe.

Unsere Welt befindet sich in einem Ausnahmezustand. Viele Länder sind betroffen von der schrecklichen COVID-19 Pandemie, allgemein bekannt als Coronavirus. Regierungen ergreifen drastische Maßnahmen, einschließlich der Schließung von Grenzen, um auf diese Krise zu reagieren und die weitere Verbreitung dieses Virus zu stoppen.

Die Nachrichten sind erschreckend, doch gilt es Ruhe zu bewahren. Es ist nicht nur vernünftig, sondern äußerst wichtig, den Anweisungen der Regierungen und Gesundheitsbehörden Folge zu leisten. Doch in dieser schwierigen Lage sollten wir unser Vertrauen in Gott nicht vergessen. Jeder von uns ist aufgerufen, besonnen zu handeln und inständig zu beten.

Wir sind davon überzeugt, dass unser Gebet nicht wirkungslos bleibt, sondern bei Gott Erhörung findet. Genau das hat uns doch unser Seliger Mitbruder Pater Engelmar eindrucksvoll bewiesen und gelehrt, vor allem als er sich um die Typhus Kranken gekümmert hat. Das Gebet war seine Quelle der Kraft, der Zuversicht und des Mutes.

Wir laden Sie daher ein, dem Beispiel unseres Seligen Mitbruders Pater Engelmar zu folgen. Da er selbst in seinem Leben eine Krisensituation durchlebt hat, ist er die Person, deren Fürsprache wir in dieser Situation des Unheils erflehen sollten.

Wir wollen gemeinsam ab dem 20. März 2020 an allen Orten, an denen wir arbeiten und leben, die Novene zum Seligen Pater Engelmar beten. Erflehen wir seine Fürbitte für unsere Welt, all die Kranken, die Sterbenden und die Verängstigten.

Bitten wir Gott den Allmächtigen, auf die Fürbitte unseres Seligen Pater Engelmar, dass er dieser Pandemie Einhalt gebiete, die Kranken heile und stärke, die Sterbenden aufnehme, die Trauernden tröste und uns allen Hoffnung, Mut und Vertrauen in seine heilende und liebende Fürsorge schenkt.

Vergessen wir dabei nicht, was der Selige Pater Engelmar uns sagt: „Wir sind allezeit in Gottes Hand und er weiß alles zum Guten zu lenken.“ Und, „Gott … verlässt nicht die, die auf ihn ihr Vertrauen setzen … Darum heißt es: Mut und Vertrauen!“

Im Gebet verbunden
Ihre Missionare von Mariannhill

Hier können Sie geht es zum Download der Novene: pdfnovene.pdf

Das Sekretariat der Deutschen Bischofskonferenz hat auf der Internetseite www.dbk.de Informationen rund um den Coronavirus COVID-19 gebündelt und weist ausdrücklich darauf hin, dass die Verantwortlichkeit für Maßnahmen in den (Erz-)Bistümern wie Gottesdienstangebote, das Schließen von Kirchen und Bildungshäusern etc. ganz bei den jeweiligen (Erz-)Bistümern liegt. 

Das Themendossier Coronavirus – zur aktuellen Situation enthält Links zu den Maßnahmen aller Bistümer. Ebenso findet der Nutzer Hinweise auf Gottesdienstangebote im Internet und Gebetsvorschläge des Deutschen Liturgischen Instituts sowie die Empfehlungen des Sekretariats zur Vermeidung einer Ansteckung mit dem Coronavirus COVID-19 vom 26. Februar 2020. 

Am 16. März 1945 erlebte Würzburg eine grauenvolle Bombennacht ... fast 80 Prozent der Stadt wurde in Schutt und Asche gelegt.

In der verheerenden Bombennacht - 16. März 1945 - wurde die fränkische Mainmetropole Würzburg fast völlig zerstört. Als eines der wenigen Gebäude blieb das Kloster Mariannhill auf dem Mönchsberg unversehrt. In der Hauschronik findet sich die Notiz, dass der Hausobere dies auf die Fürsprache des Seligen Pater Engelmar  zurückführt. Allerdings hat die weitere Niederlassung von uns am Röntgenring dem Bombenterror nicht stand gehalten und brannte bis auf die Außenmauern nieder (Fotos: Pater Rupert M.)

Wuerzburg2 Die zerstörte Niederlassung am RöntgenringWuerzburg1Weiterer Blick auf das zerstörte Würzburg

 

Am 12. März, war es 50 Jahre her, seit Will Verberk, ein Freund und Berater von St. Pauls, Rini van Tienen in der Kapelle des Missionshauses heiratete. Obwohl beide sich ausdrücklich keine Feier nach außen wünschten, wurde dieses Jubiläum im Heimatkreis der Gemeinde bescheiden gewürdigt. Bei dieser Gelegenheit wurde dem Paar die Urkunde zum päpstlichen Segen von Papst Franziskus überreicht. 

Die Gemeinde St. Paul wünscht Will und Rini alles Gute und Segen für die kommenden Jahre.

Mehr als dreißig Jahre nach der Wiedereinführung des Bibers in den Niederlanden 1988, hat sich das Tier entlang der Maas recht gut ausgebreitet. Es wird geschätzt, dass es jetzt 3500 Biber in den Niederlanden gibt. Die so schnelle Ausbreitung des Bibers bereitet auch Probleme. Das Nagetier verursacht tonnenweise Schäden an Deichen und Fundamente.

Im Park von St. Paul haben die Biber zwei Dämme im Bach Roobeek gebaut, was zu einer großen Überschwemmung führte. In dem großen Wasserbecken, das sich gebildet hat, sind seitdem viele Bäume umgefallen, teilweise auch wegen der fleißig nagenden Tiere, die sogar dicke Bäume fällen können. Da Biber geschützt sind, sollten sie nicht verjagt werden. Allerdings hat der Limburg Wasserwirtschaftsverband einen Damm ein wenig reduziert, aber zu spät; der Schaden kann nicht mehr rückgängig gemacht werden.

Aus den Niederlanden berichtet: Pater Frans Lenssen CMM

Liebe Freunde und Förderer!

In den letzten Tagen haben wir die Entwicklung der Corona-Krise und die empfohlenen Abwehrmaßnahmen genau beobachtet. Wir haben uns nunmehr auf Grund der staatlichen Empfehlungen dazu entschieden, die Förderertage abzusagen.

Es tut uns leid und wir bedauern diese Entscheidung sehr. Sobald die Krise überstanden ist und Veranstaltungen wieder gefahrlos angeboten werden können, werden wir uns um Ersatztermine kümmern. Sie werden rechtzeitig davon erfahren. 

Im Moment bleibt uns nichts anderes übrig, als um Ihr Verständnis für diese unsere Entscheidung zu bitten. 

Betroffen sind die Termine in Vierzehnheiligen am Montag, 16. März; in Schönfeld am Mittwoch, 18. März; in Dietenheim am Montag, 23. März, und im Haus Werdenfels am Freitag, 27. März.

Ihre Missionare von Mariannhill

Beim Gedenkgottesdienst am Samstag, 7. März, in der Marienkirche in Maria Veen erinnert Pater Dr. Hubert Wendl an den seligen Pater Engelmar Unzeitig CMM, der vor 75 Jahren im KZ-Dachau sein Leben opferte. In seiner Predigt sagte er:

"Liebe Schwestern und Brüder!

In diesem Jahr werden wir oft noch an Ereignisse denken, die vor 75 Jahren geschahen, vor allem die Erinnerung an das Ende des zerstörerischen Krieges, in dem viele Millionen Menschen starben. Der Krieg ließ die Überlebenden in Trümmern und Ruinen zurück, viele in Hoffnungslosigkeit und Trauer. Und dennoch gelang es Neues aufzubauen. Feinde eines erbitterten Krieges konnten wieder zueinander finden und viele Gräben und Risse konnten überwunden und geschlossen werden. Aber es ging auch ein zerstörerisches politisches Regime zu Ende, das für viel Leid und unsagbare Menschenverachtung verantwortlich war.

Pater Engelmar hat dies nicht mehr erlebt. Er starb bereits am 2. März 1945 im Alter von gerade einmal 34 Jahren nach fast vier Jahren Haft im Konzentrationslager Dachau an Typhus. Und dennoch kannte er die Situation und die Trostlosigkeit, dass alles aus ist, sehr genau. Er war ein Opfer der Nazi-Politik, er wurde verhaftet und letztendlich nach Dachau gebracht. Es gab kein Gerichtsurteil; allein die Anklage „Kanzelmissbrauch“ genügte, um ihn einfach aus den Weg zu räumen.

Pater Engelmar hat nicht in Kategorien von Überlegenheit und Minderwertigkeit oder von Freunden und Feinden der damaligen Politik gedacht. Er sah in anderen Völkern keine Rivalen, denn das richtet Grenzen auf zwischen Menschen und Nationen und erzeugt Feindbilder. Aber gerade dadurch geht heute mehr und mehr die Fähigkeit verloren echte Beziehungen einzugehen und sich einem Miteinander zu öffnen. Eine große Gefahr für das gemeinsame Miteinander ist der Neid als Traurigkeit über das Gut, über das Glück eines anderen; das Schielen und das Vergleichen, das Beziehungen nachhaltig vergiftet. Pater Engelmar hat sich dadurch nicht vergiften lassen und hat das Liebesgebot Jesu bis zum Ende gelebt.

Pater Engelmar Unzeitig übernimmt am 1. Oktober 1940 die Leitung der schwierigen Pfarrei Glöckelberg. Es waren harte Monate für den Neupriester. Nicht nur der Winter war streng, auch die Seelsorge forderte ihn heraus. Nicht laut, aber deutlich bezog Pater Engelmar gegen Hitler und die Politik Stellung. Er wurde denunziert und am 21. April 1941 von der Gestapo wegen „Kanzelmissbrauch und Beleidigung des Führers“ verhaftet.

Er wurde beschuldigt, sich für verfolgte Juden einzusetzen und dass er nicht den Führer, sondern Christus als seinen obersten Herrn betrachte. Und er sollte die Jugend lehren, dass Gehorsam gegenüber Gott wichtiger sei als gegenüber weltlicher Macht, was der damaligen politischen Macht natürlich überhaupt nicht passte.

Am 3. Juni 1941 kam Pater Unzeitig in Dachau an und wurde zur Nummer: 26 147 – mit allen Schikanen eines KZs. Ab April 1942 arbeitete er auf der sogenannten Plantage, in der „Messerschmitthalle“ und auch in Schreibstuben. Das KZ Dachau war kein eigentliches Vernichtungslager, aber es geschah Vernichtung durch Arbeit, Entbehrung, Hunger und Krankheit.

Die Jahre im KZ Dachau waren für Pater Engelmar die Hölle und viele seiner Mitgefangenen verfielen in Trostlosigkeit. Dabei war eigentlich die Mission seine Berufung: Er lernte bereits in seiner Heimat die tschechische Sprache, nutzte seine Kenntnisse in Französisch für die Seelsorge mit Kriegsgefangenen in Riedegg, und er lernte Russisch, um besseren Zugang zu Mitgefangenen aus Russland und der Ukraine zu finden. Gerade diese Häftlinge waren ihm in all dem Elend des KZ ein besonderes Anliegen, mit ihnen kam er ins Gespräch über das Reich Gottes.

Vor 75 Jahren wurden aber auch die Konzentrationslager befreit. Der Gedenktag für das KZ Auschwitz am 27. Januar liegt bereits hinter uns. Kurz zuvor hatten die SS-Leute die meisten Häftlinge dort noch auf Todesmärsche nach Westen getrieben.

Am 29. April 1945 schließlich rückte eine amerikanische Einheit in das Konzentrationslager Dachau ein. Unter unbeschreiblichem Jubel wurden die amerikanischen Soldaten von mehr als 32.000 überlebenden Gefangenen begrüßt und mussten sich aber auch schrecklichen Bildern von Leichen und Menschenverachtung stellen.

Pater Engelmar hat diesen Tag nicht mehr erlebt, aber er hatte, wie viele seiner Mithäftlinge Informationen über die Situation in Deutschland. In seinen letzten Tagen konnten die Häftlinge die Bombardierungen in der Umgebung bereits hören und spüren und viele warteten auf die heranziehenden Befreier.

Bereits in den letzten Dezemberwochen 1944 brach eine Flecktyphus-Epidemie im Lager aus – mit mehr als 100 Toten täglich. Weil das Krankenrevier zu klein war, wurden einfach einige Baracken eingezäunt und die Erkrankten in diesen Quarantänestationen zusammen gepfercht. Da niemand mehr bereit war, als Pfleger in dieser Lage zu arbeiten, wurden Freiwillige gesucht. Pater Engelmar war einer von den Priestern, die sich zu diesem Dienst meldeten. Sie widmeten sich der Pflege der Todkranken und spendeten die Sakramente. Immer wieder kamen helfende Geistliche an den Zaun der Todesbaracken und brachten Lebensmittel, Kommunionen und Krankenöle und unterstützten sie so in ihrem Dienst am Nächsten. Für die freiwilligen Pfleger war es ein Gang in den Tod. Am 2. März 1945 starb auch Pater Engelmar an Flecktyphus und wurde schon damals von vielen als der „Engel von Dachau“ bezeichnet.

Wenn wir seine Briefe aus dem KZ lesen, spüren wir etwas vom seinem tiefen Gott-vertrauen, von seinem seelsorglichen Einsatz, von seiner Frömmigkeit, die so stark war, dass selbst Verleumdung, Spott, Hunger und Grausamkeit ihn nicht davon abbringen konnten, sich bei Gott geborgen zu wissen. So schreibt er: „Gottes Wege sind wunderbar. Ja, Gott braucht uns nicht, nur unsere Liebe, unsere Hingabe, unser Opfer. So hoffe auch ich, den unzähligen Heimatlosen, als den Hilf- und Trostlosen, besonders in den schwer heimgesuchten Städten in etwa zu Hilfe kommen zu können. Dazu hat uns wohl Gott aus der aktiven Seelsorge herausgenommen, dass wir als große Beterschar durch Gebet und Opfer zu Gott um Gnade und Erbarmen flehen für unsere Brüder und Schwestern draußen.“

Seine Liebe zu Gott und zum Nächsten war der tragende Grund seiner Bereitschaft, sich im KZ derer anzunehmen, die sich schwerer taten als er; Gottes fürsorgliche Hand in allem zu sehen und trotz der Härte des Lagerlebens auch weiterhin an Gottes Güte zu glauben. Obwohl sein Wunsch, in die Mission zu gehen, sich nicht erfüllt hatte, wurde er nicht depressiv, sondern er erkannte, dass er auch hier in der Hölle von Dachau, regiert vom Bösen, seine missionarische Berufung leben konnte und das Reich Gottes verkünden konnte.

Und wir? – Heute? – 75 Jahre später? – Haben wir in diesem 75 Jahren dazu gelernt?    Als ob die vergangenen Jahre nicht gewesen wären, gibt es Angst, dass Fremdes uns überschwemmt, gibt es Angst vor fremden Menschen, ja sogar Hass und Mordlust.

Wir brauchen keine Verfolgung, Bestrafung oder gar Hinrichtung zu fürchten und dennoch fällt es uns dabei schwer zu reagieren und unseren Glauben zu bekennen. Der selige Pater Engelmar kann uns helfen, dass wir als Christen mehr Mut haben, dass wir uns nicht zurückdrängen lassen. Er kann uns helfen uns mit anderen zusammen zu setzen und gemeinsam über das Reich Gottes sprechen. Wir müssen mit dem Glaubenszeugnis in die Öffentlichkeit, überzeugend mit einer ehrlichen christlichen Grundhaltung auftreten. Denn „Liebe verdoppelt die Kräfte, sie macht erfinderisch, macht innerlich frei und froh“ schreibt Pater Engelmar als Aufmunterung für sich – und für uns."

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