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In Kenia hat Generalsuperior Pater Thulani Mbuyisa CMM eine neue Leitung in ihr Amt eingeführt. Neuer Regionaloberer ist Pater Moris Daniel Msuya CMM. Stellvertreter ist Pater Patrick Musumba CMM. Weitere Räte sind die Patres Vincent Nzabandora CMM und Nicholas Mwiti CMM. Wir wünschen dem neuen Leitungsteam den Segen Gottes für ihre verantwortungsvolle Aufgabe.

Unsere Welt befindet sich in einem Ausnahmezustand. Viele Länder sind betroffen von der schrecklichen COVID-19 Pandemie, allgemein bekannt als Coronavirus. Regierungen ergreifen drastische Maßnahmen, einschließlich der Schließung von Grenzen, um auf diese Krise zu reagieren und die weitere Verbreitung dieses Virus zu stoppen.

Die Nachrichten sind erschreckend, doch gilt es Ruhe zu bewahren. Es ist nicht nur vernünftig, sondern äußerst wichtig, den Anweisungen der Regierungen und Gesundheitsbehörden Folge zu leisten. Doch in dieser schwierigen Lage sollten wir unser Vertrauen in Gott nicht vergessen. Jeder von uns ist aufgerufen, besonnen zu handeln und inständig zu beten.

Wir sind davon überzeugt, dass unser Gebet nicht wirkungslos bleibt, sondern bei Gott Erhörung findet. Genau das hat uns doch unser Seliger Mitbruder Pater Engelmar eindrucksvoll bewiesen und gelehrt, vor allem als er sich um die Typhus Kranken gekümmert hat. Das Gebet war seine Quelle der Kraft, der Zuversicht und des Mutes.

Wir laden Sie daher ein, dem Beispiel unseres Seligen Mitbruders Pater Engelmar zu folgen. Da er selbst in seinem Leben eine Krisensituation durchlebt hat, ist er die Person, deren Fürsprache wir in dieser Situation des Unheils erflehen sollten.

Wir wollen gemeinsam ab dem 20. März 2020 an allen Orten, an denen wir arbeiten und leben, die Novene zum Seligen Pater Engelmar beten. Erflehen wir seine Fürbitte für unsere Welt, all die Kranken, die Sterbenden und die Verängstigten.

Bitten wir Gott den Allmächtigen, auf die Fürbitte unseres Seligen Pater Engelmar, dass er dieser Pandemie Einhalt gebiete, die Kranken heile und stärke, die Sterbenden aufnehme, die Trauernden tröste und uns allen Hoffnung, Mut und Vertrauen in seine heilende und liebende Fürsorge schenkt.

Vergessen wir dabei nicht, was der Selige Pater Engelmar uns sagt: „Wir sind allezeit in Gottes Hand und er weiß alles zum Guten zu lenken.“ Und, „Gott … verlässt nicht die, die auf ihn ihr Vertrauen setzen … Darum heißt es: Mut und Vertrauen!“

Im Gebet verbunden
Ihre Missionare von Mariannhill

Hier können Sie geht es zum Download der Novene: pdfnovene.pdf

Das Sekretariat der Deutschen Bischofskonferenz hat auf der Internetseite www.dbk.de Informationen rund um den Coronavirus COVID-19 gebündelt und weist ausdrücklich darauf hin, dass die Verantwortlichkeit für Maßnahmen in den (Erz-)Bistümern wie Gottesdienstangebote, das Schließen von Kirchen und Bildungshäusern etc. ganz bei den jeweiligen (Erz-)Bistümern liegt. 

Das Themendossier Coronavirus – zur aktuellen Situation enthält Links zu den Maßnahmen aller Bistümer. Ebenso findet der Nutzer Hinweise auf Gottesdienstangebote im Internet und Gebetsvorschläge des Deutschen Liturgischen Instituts sowie die Empfehlungen des Sekretariats zur Vermeidung einer Ansteckung mit dem Coronavirus COVID-19 vom 26. Februar 2020. 

Am 16. März 1945 erlebte Würzburg eine grauenvolle Bombennacht ... fast 80 Prozent der Stadt wurde in Schutt und Asche gelegt.

In der verheerenden Bombennacht - 16. März 1945 - wurde die fränkische Mainmetropole Würzburg fast völlig zerstört. Als eines der wenigen Gebäude blieb das Kloster Mariannhill auf dem Mönchsberg unversehrt. In der Hauschronik findet sich die Notiz, dass der Hausobere dies auf die Fürsprache des Seligen Pater Engelmar  zurückführt. Allerdings hat die weitere Niederlassung von uns am Röntgenring dem Bombenterror nicht stand gehalten und brannte bis auf die Außenmauern nieder (Fotos: Pater Rupert M.)

Wuerzburg2 Die zerstörte Niederlassung am RöntgenringWuerzburg1Weiterer Blick auf das zerstörte Würzburg

 

Am 12. März, war es 50 Jahre her, seit Will Verberk, ein Freund und Berater von St. Pauls, Rini van Tienen in der Kapelle des Missionshauses heiratete. Obwohl beide sich ausdrücklich keine Feier nach außen wünschten, wurde dieses Jubiläum im Heimatkreis der Gemeinde bescheiden gewürdigt. Bei dieser Gelegenheit wurde dem Paar die Urkunde zum päpstlichen Segen von Papst Franziskus überreicht. 

Die Gemeinde St. Paul wünscht Will und Rini alles Gute und Segen für die kommenden Jahre.

Mehr als dreißig Jahre nach der Wiedereinführung des Bibers in den Niederlanden 1988, hat sich das Tier entlang der Maas recht gut ausgebreitet. Es wird geschätzt, dass es jetzt 3500 Biber in den Niederlanden gibt. Die so schnelle Ausbreitung des Bibers bereitet auch Probleme. Das Nagetier verursacht tonnenweise Schäden an Deichen und Fundamente.

Im Park von St. Paul haben die Biber zwei Dämme im Bach Roobeek gebaut, was zu einer großen Überschwemmung führte. In dem großen Wasserbecken, das sich gebildet hat, sind seitdem viele Bäume umgefallen, teilweise auch wegen der fleißig nagenden Tiere, die sogar dicke Bäume fällen können. Da Biber geschützt sind, sollten sie nicht verjagt werden. Allerdings hat der Limburg Wasserwirtschaftsverband einen Damm ein wenig reduziert, aber zu spät; der Schaden kann nicht mehr rückgängig gemacht werden.

Aus den Niederlanden berichtet: Pater Frans Lenssen CMM

Liebe Freunde und Förderer!

In den letzten Tagen haben wir die Entwicklung der Corona-Krise und die empfohlenen Abwehrmaßnahmen genau beobachtet. Wir haben uns nunmehr auf Grund der staatlichen Empfehlungen dazu entschieden, die Förderertage abzusagen.

Es tut uns leid und wir bedauern diese Entscheidung sehr. Sobald die Krise überstanden ist und Veranstaltungen wieder gefahrlos angeboten werden können, werden wir uns um Ersatztermine kümmern. Sie werden rechtzeitig davon erfahren. 

Im Moment bleibt uns nichts anderes übrig, als um Ihr Verständnis für diese unsere Entscheidung zu bitten. 

Betroffen sind die Termine in Vierzehnheiligen am Montag, 16. März; in Schönfeld am Mittwoch, 18. März; in Dietenheim am Montag, 23. März, und im Haus Werdenfels am Freitag, 27. März.

Ihre Missionare von Mariannhill

Beim Gedenkgottesdienst am Samstag, 7. März, in der Marienkirche in Maria Veen erinnert Pater Dr. Hubert Wendl an den seligen Pater Engelmar Unzeitig CMM, der vor 75 Jahren im KZ-Dachau sein Leben opferte. In seiner Predigt sagte er:

"Liebe Schwestern und Brüder!

In diesem Jahr werden wir oft noch an Ereignisse denken, die vor 75 Jahren geschahen, vor allem die Erinnerung an das Ende des zerstörerischen Krieges, in dem viele Millionen Menschen starben. Der Krieg ließ die Überlebenden in Trümmern und Ruinen zurück, viele in Hoffnungslosigkeit und Trauer. Und dennoch gelang es Neues aufzubauen. Feinde eines erbitterten Krieges konnten wieder zueinander finden und viele Gräben und Risse konnten überwunden und geschlossen werden. Aber es ging auch ein zerstörerisches politisches Regime zu Ende, das für viel Leid und unsagbare Menschenverachtung verantwortlich war.

Pater Engelmar hat dies nicht mehr erlebt. Er starb bereits am 2. März 1945 im Alter von gerade einmal 34 Jahren nach fast vier Jahren Haft im Konzentrationslager Dachau an Typhus. Und dennoch kannte er die Situation und die Trostlosigkeit, dass alles aus ist, sehr genau. Er war ein Opfer der Nazi-Politik, er wurde verhaftet und letztendlich nach Dachau gebracht. Es gab kein Gerichtsurteil; allein die Anklage „Kanzelmissbrauch“ genügte, um ihn einfach aus den Weg zu räumen.

Pater Engelmar hat nicht in Kategorien von Überlegenheit und Minderwertigkeit oder von Freunden und Feinden der damaligen Politik gedacht. Er sah in anderen Völkern keine Rivalen, denn das richtet Grenzen auf zwischen Menschen und Nationen und erzeugt Feindbilder. Aber gerade dadurch geht heute mehr und mehr die Fähigkeit verloren echte Beziehungen einzugehen und sich einem Miteinander zu öffnen. Eine große Gefahr für das gemeinsame Miteinander ist der Neid als Traurigkeit über das Gut, über das Glück eines anderen; das Schielen und das Vergleichen, das Beziehungen nachhaltig vergiftet. Pater Engelmar hat sich dadurch nicht vergiften lassen und hat das Liebesgebot Jesu bis zum Ende gelebt.

Pater Engelmar Unzeitig übernimmt am 1. Oktober 1940 die Leitung der schwierigen Pfarrei Glöckelberg. Es waren harte Monate für den Neupriester. Nicht nur der Winter war streng, auch die Seelsorge forderte ihn heraus. Nicht laut, aber deutlich bezog Pater Engelmar gegen Hitler und die Politik Stellung. Er wurde denunziert und am 21. April 1941 von der Gestapo wegen „Kanzelmissbrauch und Beleidigung des Führers“ verhaftet.

Er wurde beschuldigt, sich für verfolgte Juden einzusetzen und dass er nicht den Führer, sondern Christus als seinen obersten Herrn betrachte. Und er sollte die Jugend lehren, dass Gehorsam gegenüber Gott wichtiger sei als gegenüber weltlicher Macht, was der damaligen politischen Macht natürlich überhaupt nicht passte.

Am 3. Juni 1941 kam Pater Unzeitig in Dachau an und wurde zur Nummer: 26 147 – mit allen Schikanen eines KZs. Ab April 1942 arbeitete er auf der sogenannten Plantage, in der „Messerschmitthalle“ und auch in Schreibstuben. Das KZ Dachau war kein eigentliches Vernichtungslager, aber es geschah Vernichtung durch Arbeit, Entbehrung, Hunger und Krankheit.

Die Jahre im KZ Dachau waren für Pater Engelmar die Hölle und viele seiner Mitgefangenen verfielen in Trostlosigkeit. Dabei war eigentlich die Mission seine Berufung: Er lernte bereits in seiner Heimat die tschechische Sprache, nutzte seine Kenntnisse in Französisch für die Seelsorge mit Kriegsgefangenen in Riedegg, und er lernte Russisch, um besseren Zugang zu Mitgefangenen aus Russland und der Ukraine zu finden. Gerade diese Häftlinge waren ihm in all dem Elend des KZ ein besonderes Anliegen, mit ihnen kam er ins Gespräch über das Reich Gottes.

Vor 75 Jahren wurden aber auch die Konzentrationslager befreit. Der Gedenktag für das KZ Auschwitz am 27. Januar liegt bereits hinter uns. Kurz zuvor hatten die SS-Leute die meisten Häftlinge dort noch auf Todesmärsche nach Westen getrieben.

Am 29. April 1945 schließlich rückte eine amerikanische Einheit in das Konzentrationslager Dachau ein. Unter unbeschreiblichem Jubel wurden die amerikanischen Soldaten von mehr als 32.000 überlebenden Gefangenen begrüßt und mussten sich aber auch schrecklichen Bildern von Leichen und Menschenverachtung stellen.

Pater Engelmar hat diesen Tag nicht mehr erlebt, aber er hatte, wie viele seiner Mithäftlinge Informationen über die Situation in Deutschland. In seinen letzten Tagen konnten die Häftlinge die Bombardierungen in der Umgebung bereits hören und spüren und viele warteten auf die heranziehenden Befreier.

Bereits in den letzten Dezemberwochen 1944 brach eine Flecktyphus-Epidemie im Lager aus – mit mehr als 100 Toten täglich. Weil das Krankenrevier zu klein war, wurden einfach einige Baracken eingezäunt und die Erkrankten in diesen Quarantänestationen zusammen gepfercht. Da niemand mehr bereit war, als Pfleger in dieser Lage zu arbeiten, wurden Freiwillige gesucht. Pater Engelmar war einer von den Priestern, die sich zu diesem Dienst meldeten. Sie widmeten sich der Pflege der Todkranken und spendeten die Sakramente. Immer wieder kamen helfende Geistliche an den Zaun der Todesbaracken und brachten Lebensmittel, Kommunionen und Krankenöle und unterstützten sie so in ihrem Dienst am Nächsten. Für die freiwilligen Pfleger war es ein Gang in den Tod. Am 2. März 1945 starb auch Pater Engelmar an Flecktyphus und wurde schon damals von vielen als der „Engel von Dachau“ bezeichnet.

Wenn wir seine Briefe aus dem KZ lesen, spüren wir etwas vom seinem tiefen Gott-vertrauen, von seinem seelsorglichen Einsatz, von seiner Frömmigkeit, die so stark war, dass selbst Verleumdung, Spott, Hunger und Grausamkeit ihn nicht davon abbringen konnten, sich bei Gott geborgen zu wissen. So schreibt er: „Gottes Wege sind wunderbar. Ja, Gott braucht uns nicht, nur unsere Liebe, unsere Hingabe, unser Opfer. So hoffe auch ich, den unzähligen Heimatlosen, als den Hilf- und Trostlosen, besonders in den schwer heimgesuchten Städten in etwa zu Hilfe kommen zu können. Dazu hat uns wohl Gott aus der aktiven Seelsorge herausgenommen, dass wir als große Beterschar durch Gebet und Opfer zu Gott um Gnade und Erbarmen flehen für unsere Brüder und Schwestern draußen.“

Seine Liebe zu Gott und zum Nächsten war der tragende Grund seiner Bereitschaft, sich im KZ derer anzunehmen, die sich schwerer taten als er; Gottes fürsorgliche Hand in allem zu sehen und trotz der Härte des Lagerlebens auch weiterhin an Gottes Güte zu glauben. Obwohl sein Wunsch, in die Mission zu gehen, sich nicht erfüllt hatte, wurde er nicht depressiv, sondern er erkannte, dass er auch hier in der Hölle von Dachau, regiert vom Bösen, seine missionarische Berufung leben konnte und das Reich Gottes verkünden konnte.

Und wir? – Heute? – 75 Jahre später? – Haben wir in diesem 75 Jahren dazu gelernt?    Als ob die vergangenen Jahre nicht gewesen wären, gibt es Angst, dass Fremdes uns überschwemmt, gibt es Angst vor fremden Menschen, ja sogar Hass und Mordlust.

Wir brauchen keine Verfolgung, Bestrafung oder gar Hinrichtung zu fürchten und dennoch fällt es uns dabei schwer zu reagieren und unseren Glauben zu bekennen. Der selige Pater Engelmar kann uns helfen, dass wir als Christen mehr Mut haben, dass wir uns nicht zurückdrängen lassen. Er kann uns helfen uns mit anderen zusammen zu setzen und gemeinsam über das Reich Gottes sprechen. Wir müssen mit dem Glaubenszeugnis in die Öffentlichkeit, überzeugend mit einer ehrlichen christlichen Grundhaltung auftreten. Denn „Liebe verdoppelt die Kräfte, sie macht erfinderisch, macht innerlich frei und froh“ schreibt Pater Engelmar als Aufmunterung für sich – und für uns."

Predigt von Bischof em. Dr. Friedhelm Hofmann anlässlich des 75. Todestages des Seligen Pater Engelmar Unzeitig CMM in Wortlaut:
"Sehr geehrter Herr Generalsuperior, Provinzvikar, liebe Schwestern und Brüder, liebe Mitbrüder,

wir gedenken heute, am ersten Fastensonntag, des Seligen Engelmar Unzeitig, der vor genau 75 Jahren am 2. März 1945 im Konzentrationslager Dachau verstorben ist. Er stammte aus Greifendorf bei Zwittau, half zunächst nach der Volksschule auf dem elterlichen Bauernhof mit, denn die Mutter musste ihn alleine mit den sechs Kindern bewirtschaften, denn der Vater war in russischer Gefangenschaft am Typhus verstorben.

Weil Hubert Unzeitig – so hieß er mit bürgerlichem Namen – Missionar werden wollte, trat er in die Gemeinschaft der Mariannhiller Missionare in Reimlingen bei Nördlingen ein. In Würzburg holte er das Abitur nach und studierte Philosophie und Theologie. Hier wurde er auch 1939 zum Priester geweiht. Der Beginn des Zweiten Weltkrieges hatte für ihn zur Folge, dass er statt in die Mission – seinem großen Lebensziel, als Priester in Riedegg in Oberösterreich und in Glöckelberg im Böhmerwald eingesetzt wurde.

Sein Protest gegenüber der Judenverfolgung brachte ihm letztlich das Konzentrationslager Dachau ein. Dort betreute er freiwillig die Kranken, rettete Einige vor dem Hungertod, indem er sein eigenes Essen abgab und spendete vielen die Sterbesakramente. Er steckte sich selbst am Flecktyphus an und starb mit nur 34 Jahren am 2. März 1945.

Am 24. September 2016 konnte er bei uns im Würzburger Dom seliggesprochen werden – ein wahrhaft unvergesslicher Tag.

Was können wir, liebe Schwestern und Brüder, an diesem Seligen für uns beispielgebend erkennen?

Erstens: Mag die eigene Lebenssituation auch noch so ausweglos erscheinen, ich kann als neue Schöpfung Gottes die Wirklichkeit des Himmels durch mein Tun bezeugen.

Pater Engelmar hat sich nicht in sich selbst zurückgezogen, sondern im Gebet und in der Feier der heiligen Messe mit Gott kommuniziert und in Konsequenz anderen Leidenden beigestanden. Es wird sogar berichtet, dass er im Konzentrationslager manchmal beinahe die Zählappelle verschwitzt hätte, weil er tief im Gebet vor dem Allerheiligsten in der Gefangenenkapelle versunken war.

Wir stehen heute vor der gewaltigen Aufgabe einer Neuevangelisierung Europas. Dies kann uns nur gelingen, wenn wir die uns in der Taufe geschenkte neue Schöpfung in Gebet und Tun mit der Hilfe Gottes auch realisieren, d. h. sichtbar machen. Der eingeschlagene Synodale Weg kann nur gelingen, wenn die Aufgabe der Kirche bejaht wird, den Menschen die unverkürzte Wahrheit über unsere Erlösung durch Jesu Kreuzestod und damit das ewige Heil zu verkünden. Das Kreuz bleibt auch in unserem Leben ein Geheimnis, das nicht nur Märtyrerzeichen sondern durch die Auferstehung Jesu auch Siegeszeichen ist.

Zweitens: Pater Engelmar hat seine Bereitschaftserklärung, sein Adsum bei der Priesterweihe, in einer Situation durchgehalten, die ihn menschlich gesehen überfordern musste. Er hat sich als Aushilfspriester ebenso um französische Kriegsgefangene gekümmert wie als Gefangener im KZ Dachau um russische Inhaftierte. Er hat sich auch da eingebracht, wo es sein eigenes Leben kosten sollte.

Wie steht es mit uns, wenn unser Versprechen Gott gegenüber auch im Alltag eingelöst werden muss? Ich denke dabei nicht nur an unser Versprechen bei der Ehe und bei der Priesterweihe, sondern auch an unsere christliche Grundhaltung Menschen gegenüber, die jetzt unsere Hilfe brauchen – z. B. Flüchtlinge und Asylsuchende. Machen wir mit der Botschaft des Evangeliums auch dann ernst, wenn wir persönlichen Schaden in Kauf nehmen müssen?

Drittens: Pater Engelmar hatte sich den Mariannhiller Missionaren angeschlossen, weil er in die Mission gehen und dort in fernen Ländern den Glauben einpflanzen wollte. Nach seiner Priesterweihe am 6. August 1939 (kurz vor dem Ausbruch des II. Weltkrieges) konnte er nur kurze Zeit als Priester in Würzburg, Linz und als Pfarrprovisor in Glöckelberg wirken. Am 21. April 1941 erfolgte seine Verhaftung und nach sechs Wochen Aufenthalt im Linzer Gefängnis die Überführung in das KZ Dachau.

Obwohl sein Wunsch, in die Mission zu gehen, sich nicht erfüllt hatte, wurde er nicht depressiv, sondern er erkannte, dass er auch hier – wie er selbst schrieb, wörtlich: "in diesem gottverlassenen Lager, in dem das Böse regiert und wo wir leicht glauben könnten, von Gott und der Welt in unserem Leiden verlassen zu sein" – seine missionarische Berufung leben konnte.

Und wir? Ist für uns nicht erst die Möglichkeit gegeben, heute unseren Glauben authentisch bescheiden und damit wirkkräftig zu leben? Wir brauchen keine Verfolgung, Bestrafung oder gar Hinrichtung zu fürchten. Kann uns da nicht diese Lichtgestalt aus dunkelster Zeit zur nötigen Einsicht verhelfen? Wir müssen mehr Mut haben als Christen, wir dürfen uns nicht in die Kirchen und Sakristeien zurückdrängen lassen. Wir müssen mit dem Glaubenszeugnis in  die Öffentlichkeit, überzeugend mit einer ehrlichen christlichen Grundhaltung auftreten.

Möge der selige Pater Engelmar für uns dabei ein tatkräftiger Fürsprecher sein. Amen."

Bischof em. Dr. Friedhelm Hofmann ermunterte die zahlreichen Gläubigen, die sich anlässlich des 75. Todestages des seligen Pater Engelmar Unzeitig in der Herz-Jesu-Kirche der Missionare von Mariannhill in Würzburg zum Gottesdienst versammelt hatten, ihren Glauben authentisch, bescheiden und damit wirkkräftig zu leben. 

Nach den Worten von Bischof Hofmann stehen wir heute vor der gewaltigen Aufgabe einer Neuevangelisierung Europas. Dies kann nur gelingen, wenn wir die uns in der Taufe geschenkte neue Schöpfung in Gebet und Tun mit der Hilfe Gottes auch realisieren, d. h. sichtbar machen. Der eingeschlagene Synodale Weg kann nur gelingen, wenn die Aufgabe der Kirche bejaht wird, den Menschen die unverkürzte Wahrheit über unsere Erlösung durch Jesu Kreuzestod und damit das ewige Heil zu verkünden. 

Hier die ganze Predigt von Bischof em. Dr. Friedhelm Hofmann zum Nachhören: Predigt-Audio.mp3

 

 

Frater Anthony Dim hat sich Gedanken zur bevorstehenden österlichen Bußzeit gemacht. Seine literarischen Gedanken wurden mit Bildern aus Lagos, Nigeria, umrahmt. 

Pater Jörg Thiemann CMM macht sich so seine Gedanken zum Faschingssonntag sowie den schrecklichen Ereignissen in Hanau:

Helau all Ihr Frommen 
Ich heiße Euch alle  herzlich willkommen 

Habt Ihr die Worte aus dem Evangelium gehört
habt auch Ihr euch dran gestört...
An diesen Worten müssen wir uns reiben...
sonst könnten wir alle gleich zuhause bleiben...

Wie kann Jesus nur  verlangen,
mit der Liebe zum Feind anzufangen...
wir hören Jesus auch sagen...
lass dich auch auf die andere Wange schlagen...

Bringt dich jemand zu Gericht...
besteh auf deine Rechte nicht...
schenke dein Hemd, deinen Mantel, ja alle Sachen...
wenn sie anderen mehr Freude machen…

Will dich einer zu einer Meile zwingen,
geh eine zweite und fang an zu singen
hat einer zu große Sorgen,
dann sei nicht zu schade, ihm zu borgen

Wir sollten es als Christen unterlassen...
Nur den Nächsten zu lieben, den Feind zu hassen
Wer nur den guten Freund kann leiden...
Ist nicht besser als die Heiden

Wer nur zum Bruder oder zur Schwester ist gut,
der in den Augen von Jesus nichts Besonderes tut...
wie der Vater im Himmel nach Vollkommenheit streben...
dann erst können wir der Welt ein Zeugnis geben...

Was uns ist heute aufgegeben,
ist nicht leicht zu leben...
vielen scheint das alles viel zu schwer
denn diese Worte stehen quer...

Schauen wir in unsere Welt voll Hass und Streit,
nur wenige sind zur Versöhnung echt bereit...
lass dir nichts gefallen, schlage zurück...
sonst raubt dir jemand noch dein Glück...

Auf der großen Bühne der Politik,
kommt  es zuweilen knüppeldick...
Oft interessiert nur noch das eigene Land...
Drum steht die Welt gerad am Rand...

Die Gewalt von Rechtsextrem
Ist inzwischen ein Problem…
Mutig woll´n wir uns erheben…
Denn Denken von rechts darf es nicht länger geben…

Wir alle haben es geseh´n,
was Schlimmes in Hanau ist gescheh´n.
Tausende entzündeten ein Kerzenlicht.
Und zeigten: so etwas, das wolln wir nicht.

Vom Klima will ich heute mal schweigen...
der Gedankenlosigkeit Folgen hier sich deutlich zeigen...
die Meere sind vom Müll verdreckt...
kein Wunder, wenn unsere Erde bald verreckt...

Ich sage es ohne zu lügen...
zuerst denkt jeder an das eigene  Vergnügen...
an die kommenden Generationen denken nicht alle...
drum sitzen wir ja auch in der Falle...

Als Jesus seine Worte hat gemacht...
hat er sich was dabei gedacht...
Er wollte errichten Gottes Reich,
nicht erst später, sondern gleich...

Wenn wir Christen wollen geben Zeichen,
sollten wir von diesen Worten nicht weichen...
Was Jesus heute sagt, das sei unser Ziel,
wie ein Christ zu leben, das verlangt schon viel...

Wie Oft eskaliert ein Streit,
weil keiner zur Versöhnung ist bereit...
Mit Zinsen wird  zurückgegeben...
So ist es halt oft im Leben

Vergeltung und die süße Rache
sind oft die erstrebte Sache...
Das Miteinander ist oft nicht leicht
Denn die Hand zum Frieden wird oft nicht gereicht. ..

Wenn ich nicht bekomme mein Recht,
dann geht es mir sehr schlecht...
in dieser Welt der nichts zählt,
wer den Weg der Sanftmut wählt...

Dennoch will ich dazu appellieren,
es immer wieder zu probieren,
den Frieden zu suchen und um nachzujagen,
heute und an allen Tagen...

Darum möchte ich euch heute bitten
versucht es doch mit kleinen Schritten...
nur so wird die neue Welt entstehen,
das werden wir eines Tages sehen...

Eine Welt, die achtet das Recht der Kleinen,
in der wir über Unrecht alle weinen,
eine Welt, friedvoll und gerecht...
na, das wäre doch nicht schlecht...

Das wäre eine Welt, wie Gott sie gedacht,
drum hat er sie auch aus Liebe gemacht...
So schön könnte alles sein im Leben,
würden wir alle nach Liebe streben...

Setzt dem Bösen das Gute entgegen...
Nur dann geht ihr auf guten Wegen...
Denn es ist wichtig für die wirklich Frommen,
dass sie werden wie der Vater im Himmel: nämlich vollkommen...

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