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Zum fünfjährigen Jubiläum sendet der WDR ein ZeitZeichen, dass sich mit dem seligen Pater Engelmar Unzeitig CMM auseinandersetzt und an die Seligsprechung vor fünf Jahren im Würzburger Dom erinnert.

Die Sendung läuft um 9.45 Uhr im Radioprogramm von WDR 5 und um 17.45 Uhr auf WDR 3. Der auch „Engel von Dachau“ genannte Missionar von Mariannhill wurde vor fünf Jahren, am 24. September 2016, im Würzburger Kiliansdom seliggesprochen. Unzeitig war von den Nazis wegen „heimtückischer Äußerungen“ sowie „Verteidigung der Juden“ verhaftet und im Sommer 1941 in das Konzentrationslager Dachau eingeliefert worden. Unter Lebensgefahr betreute er als Seelsorger Häftlinge, teilte mit ihnen seine kargen Essensrationen und meldete sich freiwillig zum Krankendienst in der Typhus-Baracke. Er starb zwei Monate vor der Befreiung des Lagers an dieser Krankheit. Das „ZeitZeichen“ gibt es auch als Podcast. Weitere Informationen und einen Direktlink zur Sendung: https://www1.wdr.de/radio/wdr5/sendungen/zeitzeichen/seligsprechung-engelmar-unzeitig-100.html gibt es auf der Homepage des WDR .

Am Mittwoch, 22. September, um 14 Uhr verstarb Pater Alois Kraus CMM im ordenseigenen Alten- und Pflegeheim in Reimlingen.

Die Beerdigung findet am Samstag, 25. September 2021, um 14 Uhr auf dem Friedhof in Reimlingen statt. Zuvor wird der Rosenkranz gebetet. Nach der Beisetzung wird im Missionshaus St. Josef das Requiem für den verstorbenen Pater Alois gefeiert.

Pater Alois Kraus kam am 21. Januar 1929 in Nasnitz zur Welt. Nach Volksschule und viermonatigem Arbeitsdienst besuchte er das Gymnasium der Missionare von Mariannhill in Reimlingen und das Studienseminar in Lohr am Main. 1952 trat er der Gemeinschaft der Missionare von Mariannhill bei. Ein Jahr später legte er seine Erste Profess ab. Bischof Josef Stangl weihte ihn am 20. Juli 1958 in der St. Michaels Kirche in Würzburg zum Priester. Noch im gleichen Jahr wurde er als Missionar nach Rhodesien, dem heutigen Simbabwe, versetzt. Dort war er auf den verschiedenen Missionsstationen tätig. 1973 wurde er auf die Missionsstation Regina-Mundi versetzt. Hier musste er bei einem Überfall im Jahre 1977 miterleben, wie ein österreichischer Bauunternehmer, der mit ihm an der Wand stand, von Terroristen erschossen wurde. Um sich von den Schrecken dieses Überfalls zu erholen, kehrte er für eine kurze Zeit nach Deutschland zurück. In Mönchsdeggingen (Diözese Augsburg) kümmerte er sich um die Wallfahrts-Seelsorge. 1987, zehn Jahre nach dem Überfall, kehrte er nach Simbabwe zurück. Aus gesundheitlichen Gründen wurde er im Jahre 2001 nach Deutschland versetzt. Seinen wohlverdienten Ruhestand verbrachte er im Missionshaus St. Josef in Reimlingen. In den letzten Jahren verschlechterte sich zusehends sein Gesundheitszustand und so zog er ins ordenseigene Alten- und Pflegeheim in Reimlingen um. Möge er die Herrlichkeit Gottes nun unverhüllt schauen dürfen. R.I.P.

Pater Daniel Perreault CMM ist ein Missionar von Mariannhill, der seit Jahren in dieser Zone, bekannt als Nordpol und die für die Mehrzahl von uns unbekannt ist, tätig ist. In einem seiner letzten Rundbriefe spricht er von seiner Arbeit in der Pfarrei Maria Himmelfahrt in iqa-luit, Hauptstadt des autonomen Gebiets von nunavut (Kanada). „In letzter Zeit gab es viele Tote durch Selbstmord und Mord in Pond-Inlet. Auch viele Bewohner der Zone haben Lungenkrankheiten wegen zu vielem Rauchen: fast alle Leute hier fangen mit 14 Jahren zu Rauchen an und nicht nur Tabak. All das gibt nicht nur Gesundheitsprobleme, sondern auch soziale, denn was die Leute für Tabak ausgeben (eine Schachtel mit 25 Zigarren kostet 27 Dollar), geben sie nicht fürs Essen aus. Dazu kommen noch Alkohol und Drogen. So kann man verstehen, dass die sozialen Probleme aller Art wegen der Lage nicht wenige sind. Auf der anderen Seite und als etwas Positives muss ich sagen, dass Gott mir die Möglichkeit gegeben hat, mit Leuten zu rechnen, die gegen diese Übel kämpfen. Es gibt immer mehr Leute, die sich dafür einsetzen, dass das Leben ihrer Nächsten immer gerechter und brüderlicher wird. Alle diese Beispiele haben mich solidarisch werden lassen, vor allem wenn wir eine tragische Situation, wie vorher gesagt, erleben. Ich denke besonders an die Geste der jungen Leute, die alte Traditionen von Jagd und Fischerei wieder aufleben ließen, um alte und arme Familien, die nicht mehr jagen und fischen konnten, zu ernähren. Ich habe viele Anzeigen gelesen, in denen Menschen in Not frisches Fleisch und frischer Fisch angeboten werden. All das machen junge Leute ohne persönliches Interesse. All das war Grund zur Hoffnung für mich. Mit Covid-19 musste ich Feiern und Veranstaltungen mit Menschen ausfallen lassen. Mit Hilfe meiner Mitarbeiter habe ich liturgische Feiern als Video aufgenommen, um sie per YouTube zu verbreiten. Wenn es auch viele Vorschläge dieser Art gibt, ist es ein Trost für die Gläubigen, von zu Hause aus den Feiern ihrer Pfarrei beizuwohnen. Die Kirche war jeden Nachmittag zwei Stunden zur eucharistischen Anbetung offen. Es gab immer Leute, die in die Kirche kamen – den Abstand unter sich einhaltend. Denen habe ich den Empfang der Heiligen Kommunion angeboten. Die Pandemie war und ist eine schwierige Erfahrung. Wir mussten unsere Lebens-Gewohnheiten umstellen. Wir mussten uns an die gegebenen Vorschriften anpassen, um unsere Lieben zu schützen. Wir wissen nicht, wie lange das alles dauern wird. Aber es ist wahr, es sind auch gute Dinge aufgetaucht: Noch nie habe ich so viel Solidarität und Mitleid gesehen wie seit Beginn der Pandemie. Ich habe das in der Stadt, in der sich meine Pfarrei befindet, gesehen. Seltsamerweise hat in dieser Zeit der Einschränkungen nicht die Ablehnung, sondern die Öffnung gegenüber der Nöte der Anderen überlebt. Ich glaube, das heißt Nächstenliebe. Wenn es auch in der Zeit der Einschränkungen nicht möglich war, öffentlich Eucharistie zu feiern, so kann die Mission der Kirche nicht aufhören, in den Nöten unserer verletzten Welt zu helfen. Dabei kommt die beste Seite des Menschen zum Vorschein: die Liebe Gottes, die in der Liebe zum Nächsten weiterlebt.”

„Werde Liebesbote!“ – unter diesem Leitwort steht in diesem Jahr die bundesweite Diaspora-Aktion des Bonifatiuswerkes der deutschen Katholiken. In guter Tradition informiert das Hilfswerk für den Glauben über die aktuelle Situation in den Fördergebieten und als Zeichen der Solidarität sammelt die katholische Kirche am dritten Sonntag im November, am „Diaspora-Sonntag“, in den Gottesdiensten in ganz Deutschland für Katholiken in Diasporaregionen. 

„Wir wünschen uns eine Kirche, in der alle Menschen erleben, dass sie von Gott angenommen und geliebt sind. Mit dem Motto „Werde Liebesbote“ möchten wir zum Ausdruck bringen, dass die Liebe zum Kern des christlichen Glaubens gehört und alle Christen dazu eingeladen sind, Liebesboten zu sein oder zu werden, insbesondere durch tätige Nächstenliebe im Einsatz für ihre Mitmenschen. Denn Kirche lebt von Menschen, die sich einbringen und Herz zeigen“, sagt der Generalsekretär des Bonifatiuswerkes, Monsignore Georg Austen.

Die Eröffnung der Diaspora-Aktion findet am ersten Novemberwochenende im Bistum Hildesheim statt. Gemeinsam mit Bischöfen, Partnern und internationalen Gästen aus den Diasporagebieten in Ostdeutschland, Nordeuropa und dem Baltikum feiert das Bonifatiuswerk am Sonntag, 7. November, um 10 Uhr im Hildesheimer Dom ein Pontifikalamt. Hauptzelebrant ist der Bischof von Hildesheim, Dr. Heiner Wilmer SCJ. Der Gottesdienst wird unter anderem von domradio.de übertragen.

Am bundesweiten Diaspora-Sonntag, dem 21. November, sind die Gemeinden eingeladen, die Gottesdienste zum Leitwort zu gestalten. Es findet in allen katholischen Gottesdiensten (auch am Vorabend) eine Kollekte für die Arbeit des Bonifatiuswerkes statt. Durch die Spenden kann das Hilfswerk zahlreiche Projekte unterstützen. Die Verwendung der Kollekte ist ausschließlich für die Hilfe in der Diaspora bestimmt. Beispielsweise wird das Martinshaus im lettischen Liepaja unterstützt. Die Einrichtung der katholischen Kirche vor Ort ist seit vielen Jahren eine verlässliche Adresse für Frauen in Krisen- und Notsituationen. Dort finden sie nicht nur materielle, sondern auch psychologische Unterstützung, um für ihr Leben wieder neuen Mut zu fassen.

„Liebe zeigt sich auch in der Solidarität mit Menschen, die Hilfe benötigen. So bitten wir alle Katholikinnen und Katholiken in Deutschland, am Diaspora-Sonntag unsere Arbeit für die Glaubensgeschwister in einer extremen Minderheitensituation zu unterstützen. Werden auch Sie zu Liebesboten. All denjenigen, die uns helfen, sei es im Gebet, durch ehrenamtliches Engagement oder durch ihre Spende, danken wir von Herzen“, sagt Heinz Paus, Präsident des Bonifatiuswerkes.

Vielfältige Aktionsmaterialien zum Diaspora-Sonntag hat das Bonifatiuswerk zusammengestellt und an alle katholischen Gemeinden in Deutschland versendet. Ab sofort kann weiteres Begleitmaterial angefordert werden. Neben Plakaten, Spendentüten und Pfarrbriefvorlagen gibt es beispielsweise kostenfrei kleine Brief-Lose mit kurzen Liebesbotschaften. Hier gewinnt jedes Los! Außerdem bieten wir ein Heft mit Gottesdienst-Impulsen sowie ein Themenheft an, das über den Diaspora-Sonntag hinaus Ideen und Impulse für Gemeinden, vor allem für die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen enthält.

Unter großer Anteilnahme wurde Pater Klaus Schnehle CMM auf dem Friedhof der Gemeinde Reimlingen beigesetzt. Das anschließende Requiem feierte der stellvertretende Provinzial, Pater Mario Muschik CMM, in der Kapelle des Missionshauses St. Josef in Reimlingen.

 

Predigt von Pater Mario Muschik CMM, stellvertretender Provinzial

Zum Schluss des Requiems sprach der ehemalige Schüler des Gymnasiums Maria Veen, Edgar Bertram, ein Grußwort und drückte mit seinen Worten wohl das aus, was viele ehemalige Maria Veener im Herzen bewegte:

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Am 16. September feiert Bruder Heinrich Dahlhaus CMM im Kloster der Missionare von Mariannhill in Maria Veen seinen 85. Geburtstag. Wir gratulieren ihm von Herzen und wünschen ihm noch viele segensreiche Jahre.

Bruder Heinrich Dahlhaus wurde am 16. September 1936 in Lippramsdorf geboren. Nach dem Besuch der Volksschule absolvierte er eine Ausbildung zum Schreiner. Als Geselle war er ab 1954 in verschiedenen Betrieben in Nordrhein-Westfalen tätig. Am 28. Oktober 1961 begann er das Postulat in der Ordensgemeinschaft der Missionare von Mariannhill in Reimlingen. Ein Jahr später, am 28. September 1962, wurde er eingekleidet und begann das Noviziat. Seine Erste Profess legte er am 29. September 1964 in Reimlingen ab. Drei Jahre später folgte die Ewige Profess, mit der er sich an die Gemeinschaft der Missionare von Mariannhill für immer band. Im Juli 1966 wurde er nach Maria Veen versetzt. Als Mitglied des ordenseigenen Bautrupps war er als gefragter Schreiner auch beim Bau der Niederlassung in Neuss im Einsatz. Im Herbst 1969 wurde er für ein Jahr nach Palencia, Spanien, versetzt. Im Januar 1971 ging er für ein viertel Jahr zu den Mariannhillern nach Altdorf, Schweiz. Anschließend arbeitete er ein viertel Jahr in der Ordensniederlassung in Arnsberg, Hochsauerlandkreis. Seitdem ist er ohne Unterbrechung im Kloster Mariannhill in Maria Veen, Westfalen, tätig. Trotz seines hohen Alters sorgt er sich immer noch um die Sauberkeit des Kirchplatzes und so mancher Pflanzen und Hecken auf dem Schulgelände des ordenseigenen Gymnasiums. Er ist bemüht, dass wir Missionare von Mariannhill, laut dem Hausoberen Pater Dr. Hubert Wendl CMM, in Westfalen stets ein sauberes Bild abgeben.

Am Dienstag, 7. September 2021, um 2 Uhr verstarb Pater Klaus Schnehle CMM im ordenseigenen Pflegeheim der Missionare von Mariannhill in Reimlingen.

Die Beerdigung findet am Montag, 13. September 2021, um 14 Uhr auf dem Friedhof in Reimlingen statt. Zuvor wird der Rosenkranz gebetet. Nach der Beisetzung wird im Missionshaus St. Josef das Requiem für den verstorbenen Pater Klaus gefeiert.

Am Dienstag, 14. September 2021, um 19.00 Uhr halten die Missionare von Maria­nnhill ein Requiem für den Verstorbenen in der Kirche St. Marien in Maria Veen.

Im Sinne von Paster Klaus bitten wir anstatt Blumenspenden für eine Unterstützung der Schule St. Michael’s in Athi / Kenia. Geben Sie als Kennwort bitte „Corona Athi“ an. Hier geht es zu unserem Spendenformular. Vergelt's Gott.

Pater Klaus Schnehle wurde am 23. April 1932 in Reimlingen im Nördlinger Ries als Jüngstes von sechs Kindern eines Landwirtsehepaars geboren. Nach Volks- und Oberschule besuchte er die Missionsschule der Missionare von Mariannhill in Reimlingen. 1949 wechselte er ins Lohrer Internat Aloysianum. Nach dem Abitur im Jahr 1952 trat Schnehle in das Noviziat der Gemeinschaft in Mönchsdeggingen ein. Nach seiner Ersten Profess ging er an das Würzburger Pius-Seminar und studierte Philosophie und Theologie an der Universität Würzburg. Am 20. Juli 1958 wurde Pater Klaus von Bischof Josef Stangl in der St. Michaels Kirche in Würzburg zum Priester geweiht. Im November 1958 nahm er das Studium für das Lehramt am Gymnasium in den Fächern Katholische Religionslehre und Latein in Köln auf. Nach dem Abschluss im Jahr 1963 war er Lehrer an dem im Aufbau befindlichen Gymnasium der Mariannhiller in Maria Veen (Westfalen) und Erzieher im Internat der Schule. Bis zu seiner Ernennung zum Schulleiter 1983 war Pater Klaus als dessen Stellvertreter tätig. Ab Juli 1996 lebte Pater Klaus im Kloster Mariannhill in Würzburg, 1998 wurde er zum Hausoberen der Würzburger Gemeinschaft gewählt. Im November 2007 wurde er in das Missionshaus St. Josef in Reimlingen versetzt und übernahm die Aufgabe des stellvertretenden Hausoberen. Dieses Amt übte er zehn Jahre lang aus. Nach einem Sturz war er pflegebedürftig und wurde in den letzten Monaten im ordenseigenen Pflegeheim betreut.

Die Missionare von Mariannhill kehren mit einer Neugründung an den Ort zurück, wo alles begann. Der Geburtsort von Abt Franz Pfanner in Langen bei Bregenz beherbergt zum ersten Mal in der Geschichte der Kongregation eine kleine Gemeinschaft. Pater Regis Mushunje CMM wurde am Samstag, 4. September, im Beisein von Provinzial Pater Christoph Eisentraut CMM und Bischof Dr. Benno Elbs, Diözese Feldkirch, in sein Amt als Pfarrvikar der Pfarreiengemeinschaft Langen - Thal - Sulzberg eingeführt. 

Predigt von Bischof Dr. Benno Elbs:


Pater Regis Mushunje CMM kommt in Langen an:


Grußworte vom Pfarrgemeinderat:


Grußworte vom Obmann des Kuratoriums Abt Pfanner Haus, Alt.-Bgm. Johann Kogler:


Grußworte von Bürgermeister Josef Kirchmann:

 

Die katholische Bischofskonferenz von Papua-Neuguinea und den Salomonen ruft zur Umsiedlung afghanischer Flüchtlinge auf, die seit Jahren in Ozeanien in Lagern festsitzen, weil Australien ihre Asylanträge ablehnte.

Bei einer Pressekonferenz mit Vertretern der Politik in Port Moresby wandten sie sich am Mittwoch an die Regierungen der Region zugleich mit der Forderung nach „einem speziellen humanitären Programm für eine sichere Ausreise der am meisten gefährdeten Menschen aus Afghanistan“.

Australien hatte die Anlandung von Asylbewerbern 2013 gestoppt und sie in Aufnahmezentren auf die Inseln Manus und Nauru umgeleitet. Heute befinden sich immer noch mehrere hundert dieser Flüchtlinge in Lagern in Papua-Neuguinea oder alternativen Haftzentren in Australien, ohne Recht auf eine Ansiedlung und ohne Perspektive. Viele dieser Menschen können aufgrund der Zuspitzung in Afghanistan derzeit nicht einmal mehr mit Familienangehörigen sprechen.

Recht auf Ansiedlung und humanitärer Korridor aus Afhanistan

„Angesichts dieser Situation möchte die Katholische Bischofskonferenz von Papua-Neuguinea und den Salomonen zur Solidarität für die Umsiedlung aller afghanischen Flüchtlinge aufrufen, die sich noch in Papua-Neuguinea, Nauru, Australien und der asiatisch-pazifischen Region im Allgemeinen aufhalten“, heißt es in einer Erklärung der Bischöfe, die am Mittwoch nach einer Pressekonferenz von veröffentlicht wurde.

Ein Sprecher der 20 Asylbewerber, die sich noch in Port Moresby aufhalten, prangerte auf der Pressekonferenz an, dass die asiatisch-pazifischen Staaten in all den Jahren nichts unternommen hätten, um eine dauerhafte Lösung für die Afghanen zu finden. „Unsere Situation ist sehr schwierig, weil wir es mit zwei Staaten zu tun haben, Australien und Papua-Neuguinea.“

Der Migrationsbeauftragte von Papua-Neuguinea kündigte eine Kommission an, die Ansprüche auf Flüchtlingsstatus prüfen solle und lud die Bischöfe zu Mitarbeit dabei ein. Auch in Australien selbst hat die katholische Bischofskonferenz die Regierung darum gebeten, 17.000 statt nur 3.000 von den Taliban bedrohte afghanische Flüchtlinge einreisen zu lassen.

Heute, 22. August 2021, beginnt in Maria Veen das Kapitel der Deutschen Provinz der Missionare von Mariannhill. Unter den Delegierten sind Vertreter aller Niederlassungen der Mariannhiller in Deutschland. Als Tagungsort dient ihnen das Jugendhaus Mariannhill in Maria Veen. Wir wünschen den Kapitularen Gottes reichen Segen und die Kraft des Heiligen Geistes. 

Gedanken von Pater Jörg Thiemann zum Fest Mariä Aufnahme in den Himmel: Gerade sind die olympischen Spiele beendet worden. Da kam es auf Siege und Niederlagen an. Viele Sportler/ innen hatten das Ziel, eine Medaille zu gewinnen. Sieger/ innen werden gefeiert, sie werden ins Fernsehstudio eingeladen. Siegen und Verlieren – das bestimmt dich unser Leben in vielen Bereichen. In der Krise von Corona gibt es Verlierer und Gewinner. Die einen konnten diese Zeit sehen, um einmal mehr zur Ruhe zu kommen. Andere haben ihre Lebensgrundlage verloren. Wer in unserer Leistungs-  und Konsumgesellschaft nicht mithalten kann, gilt als Verlierer. Wir alle müssen aufpassen, dass wir beim derzeitigen Klimawandel nicht eines Tages alle als Verlierer/ innen da stehen.

In der Lesung haben wir von einem Sieg gehört. „Jetzt ist er da, der rettende Sieg... “ Es ist der Sieg des Kindes, den die Frau geboren hat. Die Frau wird mit erhabenen und herrlichen Bildern beschrieben. Sie ist das große Zeichen. Sie ist bekleidet mit der Sonne. Ihr Haupt krönt ein Kranz mit 12 Sternen. Wir hören in der Lesung von einem Drachen. Er bekämpft das Kind. Er will es töten. Doch Gott verschafft dem Kind den Sieg. Am Ende wird Gottes Macht siegen über alles, was das Leben zerstören will. Dieses Kind ist Jesus. Jesus hat durch seine Auferstehung den Tod besiegt. Das feiern wir an Ostern. Der Glaube an die Auferstehung, der Sieg über alles Böse in der Welt, das ist  der Kern unseres Glaubens. Durch seine Auferstehung hat Jesus auch uns ewiges und neues Leben geschenkt. Wir sind für dieses ewige und neue Leben in der Nähe und auch in der Liebe Gottes geschaffen.

Diese österliche Hoffnung hat sich an Maria. Wir feiern, dass Maria mit Leib und mit Seele in den Himmel aufgenommen ist. Maria hat schon während ihres Lebens ganz mit Gott verbunden gelebt. Ihre Verbindung mit Gott gab ihr die Kraft für die schweren Zeiten ihres Lebens, als sie Jesus das schwere Kreuz tragen sah und auch als sie unter dem Kreuz stand. Maria aber durfte auch erleben: Ihr Sohn Jesus lebt. Gott hat Jesus mit dem ewigen Leben beschenkt.

Wie Gott an Jesus handelt, so handelt er auch an Maria. Maria preist Gott für sein wunderbares Handeln an ihr. „Denn der Mächtige hat Großes an mir getan und sein Name ist heilig.“ Gott handelt auch in wunderbarer Weise an uns und an den Menschen. Darum schenkt uns Gott mehr als eben dieses Leben in dieser Welt. Dieses ewige Leben beginnt bereits in dieser Zeit, wenn wir – wie Maria – den Willen Gottes suchen, wo wir an der neuen Welt Gottes mitwirken.

In ihrem Magnifikat, das Maria bei Elisabeth spricht, hören wir ebenfalls von Verlieren und Gewinnern. Die Gewinner dieser Welt aber sind  die Hungernden, die er mit seinen Gaben beschenkt. Es sind die Niedrigen, die erhöht werden, es ist der Knecht Israel, dem sich Gott annimmt. Es sind Menschen, die am Rande stehen, Menschen, die keine Gewinne vorweisen können – Sie alle gewinnen in der neuen Welt. Die Reichen, die leer ausgehen, die Mächtigen, die Gott vom Thron stürzt, die Hochmütigen, die zerstreut werden, das sind die Verlierer. Denn sie alle haben auf ihre eigene Kraft vertraut, auf ihr eigenes Können und auch vergessen, dass auch sie beschenkt sind.

Wo ich mich für das Leben einsetze, für Lebensmöglichkeiten. wo andere in meiner Nähe neu aufleben können, wo ich mich für die Verlierer/ innen dieser Welt einsetze und sie zu Gewinnern mache, dort wird das ewige Leben sichtbar.

Maria hat uns Jesus geboren. Sie hat ihm das Leben in dieser Welt geschenkt. Es ist das Leben, das mit dem Tod endet. Jesus hat diese Vergänglichkeit besiegt. Gott hat Maria das ewige Leben geschenkt. Es ist auch unser Ziel, unsere Hoffnung, unser Sieg.

„Ohne ein Du kann keiner zum Ich werden“, sagt der jüdische Religionsphilosoph Martin Buber.

Die in diesem Buch versammelten Texte (Gedanken und Geschichten, Sagen und Legenden, Gebete und Sinnsprüche) machen deutlich, wie wichtig und wertvoll die Begegnung - mit dem Mitmenschen und mit Gott - für das menschliche Leben ist. Nur durch Begegnung, so wird an vielen Beispielen gezeigt, kommt der Mensch der Erfüllung seines Daseins näher. Das lehrreiche und unterhaltsame Lese- und Vorlesebuch gibt Jung und Alt zahlreiche 9783863573140Anstöße zum Nach-denken und Be-denken. Es schenkt dem interessierten Leser Hilfestellung und Klarheit für den eigenen Lebensweg.

 
344 Seiten, Taschenbuch, ISBN 978-3-86357-314-0, Euro 8.95
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