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Das Berufungsportal der Ordensgemeinschaften wurde grundlegend überarbeitet

Bonn. „Faszination Ordensleben - Finde Deine Berufung“ – so lautet das Motto des grundlegend überarbeiteten Berufungsportals der AG Berufungspastoral (AGBO) der Deutschen Ordensobernkonferenz. Die Seite überzeugt nun durch ein modernes Design, eine übersichtliche Menüführung und eine schnellere Funktionalität. Im Zentrum der Neuerungen steht eine Landkarte der Ansprechpersonen aus den Ordensgemeinschaften. Im Zusammenhang der Frage nach der Berufung zum Ordensleben zeigt sie auf einen Blick, wer in der Nähe Unterstützung anbietet. In vielen Teilen Deutschlands stehen Ordensfrauen und -männer zum Gespräch zur Verfügung.

Die neue Website bietet eine Vielzahl an Informationen und Angeboten zur Berufungsfindung. Ein Highlight der Seite ist eine Linksammlung zu zahlreichen Berufungsgeschichten – persönliche Berichte von Menschen, die bereits den Weg in eine Ordensgemeinschaft gegangen sind. Grundlegende Informationen für Menschen, die sich auf den Weg in eine Ordensgemeinschaft machen möchten finden sich in den Rubriken „verlockend“ und „verschwenderisch“. Sie bieten Antworten in Bezug auf Fragen nach dem Gemeinschaftsleben und zu den sogenannten „Evangelischen Räten“ (Armut, ehelose Keuschheit, Gehorsam). Online berichten Ordensfrauen und -männer auf vielfältige Weise von ihrem Leben in einer Ordensgemeinschaft – auf Social-Media-Accounts, in Podcasts und Videos. In der Rubrik „verkündigend“ bietet die neue Seite eine Social-Media-Wall und stellt weitere multimediale Formate zusammen. Auf Veranstaltungskalender von Ordensgemeinschaften zur Berufungsthematik verweist die Rubrik „verplant“. Eine Zusammenstellung weiterführender Angebote („vernetzt“) für Menschen auf der Suche nach ihrer Berufung rundet das Spektrum der neuen Seite ab.

„Mit der Neuauflage der Webseite ordensleben.org geben wir jungen Menschen Einblicke in das Ordensleben und bieten ihnen konkrete Hilfen für den Weg der eigenen Berufungsorientierung an“, so der Vorsitzende der AGBO, Pater Martin Baranowski LC „Wir sammeln das umfangreiche Material, das es zu diesem Thema bereits von vielen Ordensgemeinschaften im Netz gibt und machen es für Interessierte zugänglich.

Hier geht es zum neuen ordensleben.orgFaszination Ordensleben – Finde Deine Berufung.

Die Deutsche Ordensobernkonferenz (DOK) vertritt die Interessen der Ordensgemeinschaften in Deutschland mit rund 11.800 Ordensfrauen und rund 3.400 Ordensmännern, die in etwa 1400 klösterlichen Niederlassungen leben.

Adveniat zum Welttag der indigenen Völker Am 9. August

„Die indigenen Völker sind die entscheidenden Verbündeten einer Klima-Außenpolitik, wie sie Bundesaußenministerin Annalena Baerbock angekündigt hat.“ Davon ist der Hauptgeschäftsführer des Lateinamerika-Hilfswerks Adveniat, Pater Martin Maier, überzeugt. Mit Blick auf den Welttag der indigenen Völker am 9. August fordert Maier: „Um den Kollaps des Regenwaldes am Amazonas zu verhindern, müssen Bundesregierung, EU und internationale Gemeinschaft sich die Forderung der indigenen Völker nach einer konsequenten Ausweitung ihrer Territorien zu eigen machen und die Länder Lateinamerikas und des globalen Südens dabei systematisch finanziell unterstützen.“

Der Adveniat-Hauptgeschäftsführer verweist auf eine Studie – erstellt unter anderem von Wissenschaftlern der Universitäten Miami und Rio de Janeiro –, wonach der irreversible Kipppunkt, bei dem sich der Regenwald in eine Savanne verwandelt, nur verhindert werden könne, wenn 80 Prozent der Fläche unter Schutz gestellt würden. Von den 4,3 Millionen Quadratkilometern des brasilianischen Amazonasregenwaldes müssten 3,5 Millionen als Schutzgebiet ausgewiesen werden - 1,3 Millionen Quadratkilometer mehr als bisher. Hinzu kommt, dass die fehlenden staatlichen Kontrollen sogar auf den bestehenden indigenen Territorien zu illegalen Abholzungen und Bergbau führen. „Die wissenschaftlichen Fakten und Folgerungen liegen seit Jahrzenten auf dem Tisch. Jetzt ist es höchste Zeit, die Schutzgebiete für die Indigenen auszuweisen und die Anerkennung ihrer Territorien politisch durchzusetzen“, so Maier.

Wie sehr der politische Wille dazu fehlt, zeigt jedoch der seit Jahren geführte Rechtsstreit um die verbindliche Festlegung der indigenen Territorien in Brasilien. Der Verfassung von 1988 zufolge hätte die Demarkierung bereits fünf Jahre später, also 1993, abgeschlossen sein müssen. Doch bis heute sind mehr als zwei Drittel der indigenen Gebiete noch nicht gekennzeichnet. Stattdessen wird bis zum obersten Gericht erbittert gestritten, ob die häufig zuvor vertriebenen indigenen Völker zum Stichtag auf ihrem ursprünglichen Territorium gelebt haben müssen, damit die Anerkennung stattfinden kann. Zuletzt wurde die für Ende Juni angekündigte Entscheidung des obersten Gerichtshofs wieder verschoben. „Für die indigenen Völker ist dieser Prozess nicht nur eine nervenaufreibende Tortur. Der Schwebezustand erleichtert es der Agrar- und Rohstoffindustrie, in die indigenen Gebiete vorzudringen. Die Folge: systematische Vertreibung und Ermordung Indigener“, klagt Adveniat-Hauptgeschäftsführer Pater Maier.

Deshalb unterstützt das Lateinamerika-Hilfswerk Adveniat seit Jahrzehnten die Fachstelle der katholischen Kirche für Indigenenfragen in Brasilien „Cimi“. Die vor 50 Jahren gegründete Institution setzt sich auf regionaler und nationaler Ebene für die Rechte der indigenen Völker ein. Finanziell von Adveniat unterstützt, dokumentiert der jährlich erscheinende Gewalt-Bericht die Menschenrechtsverletzungen an den ursprünglichen Völkern Brasiliens. Mit regelmäßigen Protest-Camps in der Hauptstadt Brasília streiten die Indigenen gegenüber den Regierungsinstitutionen für ihre Rechte.

„Wir dürfen die Indigenen bei ihrem Kampf um das Amazonasgebiet nicht allein lassen“, betont Adveniat-Hauptgeschäftsführer Pater Maier. Von wissenschaftlicher Seite werden für die Ausweitung der Schutzgebiete Anfangsinvestitionen von bis zu 1,6 Milliarden Dollar geschätzt. Jährlich kämen dann weiter 1,7 bis 2,8 Milliarden Dollar für den Erhalt dazu. „Am Amazonas entscheidet sich die Zukunft des Planeten. Deshalb müssen sich Deutschland und die EU auch finanziell an der Rettung des Regenwaldes beteiligen“, fordert Maier. Die anstehenden Präsidentschaftswahlen im Oktober seien ein guter Zeitpunkt, um ein neues Kapitel in der Zusammenarbeit zum Schutz der indigenen Völker und des Klimas aufzuschlagen. „Selbst, wenn es zu einem Präsidentenwechsel kommt, wird dieser allein kein Ende der Verbrechen an der Natur und den indigenen Völkern am Amazonas bringen“, warnt Maier. Denn bislang hätten alle Regierungen im Bündnis mit den Interessen der multinationalen Unternehmen das Amazonasgebiet ausgebeutet. Für den Adveniat-Hauptgeschäftsführer steht fest: „Es braucht eine Klima-Außenpolitik auf Augenhöhe mit den lateinamerikanischen Regierungen, die sich konsequent an den Interessen der indigenen Völker und dem Schutz des Klimas ausrichtet.“

Bonifatiuswerk zieht positive Bilanz seines Libori-Programms – mehr als 27.000 Besucher in der #PeaceBell-Ausstellung

Das Bonifatiuswerk mit Sitz in Paderborn zieht als international tätiges Hilfswerk für den Glauben eine sehr erfreuliche Bilanz seines Programms zum neuntägigen Libori-Fest. „Traditionell und gerne haben wir uns als Bonifatiuswerk wieder in das Programm eingebracht. Das für dieses Jahr gewählte Libori-Motto ‚aufatmen‘ konnten wir in diesen herausfordernden Zeiten mit unseren Friedensschwerpunkt in besonderer Weise inhaltlich ergänzen“, sagte der Generalsekretär des Bonifatiuswerkes, Monsignore Georg Austen, am Sonntag.

Sowohl die Diaspora-Andacht mit einem anschließenden Spendernachmittag sowie der Besuch der PriorinSchwester Christiane Hansen aus dem Zisterzienserinnenkloster St. Marien zu Helfta, die mit einer Ansprache an der Betstunde für Christinnen und Christen in der Diaspora am Montag teilnahm, seien sehr gut angenommen worden. Einen besonderen Akzent setzte das katholische Hilfswerk mit dem Dreiklang „Kunst, Gebet, Solidarität“. „Wir sind außerordentlich dankbar und zufrieden, dass die #PeaceBell-Ausstellung so gut angenommen wurde. Insgesamt haben mehr als 27.000 Interessierte die Ausstellung besucht. Wir haben sehr deutlich eine Sehnsucht der Menschen nach Frieden gespürt. Die #PeaceBell verbindet die Menschen, sie schenkt Hoffnung und zeigt, wie Grenzen überwunden und Brücken der Versöhnung geschaffen werden können", sagte Monsignore Austen. Auch die täglichen Friedensgebete, die jeweils um 12 Uhr in die Gaukirche einluden, seien sehr gut besucht gewesen. „Dies zeigt, wir brauchen auch einen Anker der Zuversicht in verbindendem Gebet“, betonte Monsignore Austen. In Zusammenarbeit und im Wechsel mit der Pfarrei St. Liborius, der Citypastoral, der Katholischen Hochschulgemeinde und der Initiative „go4peace“ gab das Bonifatiuswerk einen Mittagsimpuls, eineAlltagsunterbrechung, bei dem für Frieden in der Welt gebetet wurde.

Höhepunkt des Bonifatiuswerk-Programms war das internationale Friedensgebet am Mittwoch mit dem Sänger, Künstler und Friedensaktivisten Michael Patrick Kelly, zu dem es im Vorfeld aus ganz Europa Ticketanfragen gegeben hatte. „Die Resonanz, die wir auf das Friedensgebet #PeaceOn#Earth bekommen haben, war außerordentlich positiv. Wir hätten den Dom mehr als zweimal füllen können“, sagte Monsignore Austen. „Deshalb war es gut, dass das Friedensgebet nach draußen vor den Dom wie auch digital übertragen wurde“, sagte Monsignore Austen. Sowohl die geistliche Atmosphäre als auch die Botschaften, die in den Statements der palästinensisch-israelischen Friedensaktivistin Nabila Espanioly und des Apostolischen Exarchen für katholische Ukrainer des byzantinischen Ritus in Deutschland und Skandinavien, Bischof Dr. Bohdan Dzyurakh, zum Ausdruck gebracht wurden, und die Teilnahme dreier Studentinnen muslimischen, jüdischen und christlichen Glaubens seien sehr bewegend und eindrücklich gewesen. 

Bischof Dzyurakh zeigte sich äußerst dankbar „für die Möglichkeit, Zeugnis abzulegen von den dramatischen Umständen des Krieges in der Ukraine, unsere Sorgen und Hoffnungen zu teilen, aber auch unsere tiefe Dankbarkeit gegenüber den Schwestern und Brüdern im Glauben in Deutschland zum Ausdruck zu bringen. Die dauerhafte Solidarität und großzügige Unterstützung berührt unsere Herzen und stärkt uns in der Hoffnung auf den ersehnten Frieden in der Ukraine“, schrieb der Bischof in einem Dankesbrief am Samstag. Auch Michael Patrick Kelly, der dem Hilfswerk seit Jahren in gemeinsamen Projekten verbunden ist, bedankte sich in einem Telefonat mit Monsignore Austen für das herzliche und vertraute Willkommen in Paderborn, den großen Einsatz der Mitarbeiter und die tolle Präsentation der #PeaceBell-Ausstellung sowie das eindrückliche Friedensgebet, das auch ihn im Herzen bewegt habe.

Monsignore Austen lobte das Engagement der drei Friedensgebet-Teilnehmer: „Wir sind Nabila Espanioly sowie Bischof Dzyurakh und auch Michael Patrick Kelly sehr dankbar, dass sie nach Paderborn gekommen sind. Michael Patrick Kellys persönliche Teilnahme, sein Friedensengagement und seine Person haben das Gebet zu etwas Besonderem werden lassen“, betonte Monsignore Austen. Auch die Wertschätzung gegenüber der Stadt Paderborn mit dem Eintrag ins Goldene Buch sowie der Besuch mit dem Generalsekretär des Bonifatiuswerkes in der PaderMahlZeit, dem „Gasthaus“ für Bedürftige in Paderborn, dem ein Teil des Spendenerlöses zugutekommt, zeigten das außergewöhnliche Engagement des Künstlers. Monsignore Austen: „Das Friedensgebet und die #PeaceBell-Ausstellung strahlen weit über Paderborn hinaus. Gemeinsam konnten wir so ein deutliches internationales Zeichen für den Weltfrieden und die notwendige Solidarität setzen.“

Die #PeaceBell-Ausstellung in der Paderborner Gaukirche erfreut sich großer Beliebtheit. Nach einer Woche verzeichnet die Ausstellung bereits mehr als 17.000 Interessierte. Am Freitagvormittag wurde der 17.000 Besucher in der Gaukirche begrüßt. Josef Schlichting war aus Geseke (Kreis Soest) mit seiner Frau Christiane Piel nach Paderborn gekommen, um sich die Friedensglocke und weitere Exponate des Künstlers, Sängers und Friedensaktivisten Michael Patrick Kelly anzuschauen. Der 66-Jährige erhielt vom Bonifatiuswerk als kleines Präsent einen Ausstellungskatalog, der erstmals für eine #PeaceBell-Ausstellung aufgelegt worden war, und eine Flasche Prosecco. „Ich war das erste Mal in so einer Ausstellung. Ich finde es sehr beeindruckend, wie Michael Patrick Kelly sich für den Frieden einsetzt“, sagte Josef Schlichting.

Ingo Imenkämper, Geschäftsführer des Bonifatiuswerkes, freut sich über den großen Besucherzuspruch: „Es zeigt sich, dass die Ausstellung die Menschen in dieser schwierigen Zeit auf besondere Weise anspricht. Die Sehnsucht nach Frieden in der Welt ist nach fünf Monaten Krieg in der Ukraine groß. Das haben wir auch am Mittwoch beim Friedensgebet mit Michael Patrick Kelly gespürt. Die Ausstellung und vor allem die #PeaceBell setzen ein Zeichen des Friedens und der Versöhnung.“

Noch bis einschließlich Sonntag ist die aus Kriegsschrott gegossene Friedensglocke während des Libori-Festes unter dem Titel „#PeaceBell – Ausstellung von Michael Patrick Kelly – Musiker, Friedensaktivist, Maler“ in der Gaukirche zu sehen. Die Ausstellung, die vom Bonifatiuswerk der deutschen Katholiken in Kooperation mit dem Düsseldorfer artstar Verlag und der St.-Liborius-Gemeinde organisiert wurde, ist an diesem Samstag, 30. Juli, von 9 bis 20 Uhr und am Sonntag, 31. Juli, von 11 bis 20 Uhr geöffnet. Sie zeigt nicht nur die Friedensglocke, sondern auch Fotografien und gemalte Bilder von Michael Patrick Kelly sowie weitere Exponate. Auch Sonderdrucke von Michael Patrick Kelly können erworben werden. Eigens für die Schau in Paderborn hat der Sänger, Künstler und Friedensaktivist die Motive „Peace Zone“ und „Thanking Blessed Mary“ aufgelegt, die ebenfalls handsigniert in der Gaukirche erworben werden können.

Der Eintritt ist frei, um Spenden wird gebeten. Mit dem Erlös unterstützen Michael Patrick Kelly und das Bonifatiuswerk ein Projekt zugunsten geflüchteter Waisenkinder aus der Ukraine sowie die „PaderMahlZeit“, das „Gasthaus“ für Bedürftige in Paderborn. Weitere Informationen finden Sie unter www.bonifatiuswerk.de/peacebell.

In Kloster Mariannhill, Südafrika, fand am Fest der Großeltern Anna und Joachim das Kongregationsfest statt. Hier können Sie die Bilder von Bruder Dr. Mauricio Langa CMM sehen:


Eine Dokumentation zeigt die Arbeit von Pater Arnold Schmitt CMM in der Hafenstadt Lae in Papua Neuguinea. 

Frater Carlos Andrés Torres CMM wurde in Bogotá, Kolumbien, zum Diakon geweiht. Gleich im Anschluss an seine Weihe hat er das Sakrament der Taufe gespendet. Wir wünschen unserem Mitbruder alles Gute und Gottes reichen Segen bei seinem Dienst im Weinberg des Herrn.

 

Die österreichische MIVA startet im Juli wieder ihre MIVA-ChristophorusAktion. Aus den Spendeneinnahmen werden Fahrzeuge für Missions- und Pastoralarbeit, für Sozialprojekte und medizinische Einrichtungen finanziert. In diesem Jahr stehen Schulprojekte im Fokus. Profunde Bildung und Ausbildung ist für junge Menschen oft der erste Schritt auf dem Weg aus der Armut. Die Corona-Pandemie und der Krieg in der Ukraine, mit seinen unabsehbaren Folgen für die Ernährungssicherheit in weiten Teilen der Welt, stellen Erreichtes in Frage und bedeuten neue Herausforderungen. Aber auch in diesen schwierigen Zeiten darf die Schulbildung nicht ins Hintertreffen geraten.

Fahrende Bibliothek in Sumba Barat Daya, Indonesien

„Klik-Klik“ – nach dem Klick-Geräusch der Computermaus - lautet der Name eines umgebauten Suzuki-Pickups, der nach Pandemie und Regenzeit die Schule ins Dorf bringen soll. Damit reagieren die Schwestern der „Liebe vom Kostbaren Blut“ auf die Tatsache, dass es in den sechs Dorfschulen der Umgebung keinen Lesestoff gibt. Die fahrende Bibliothek bringt Bücher, Anschauungs-, Lern- und Übungsmaterial direkt zu den Kindern.

Uganda: eine Schule für Gehörlose braucht einen Geländewagen

Nach 83 Wochen Corona-bedingter Pause konnte im Jänner die „Rwera Unit Primary School for the Deaf“ ihre Tore wieder öffnen. Die Schule wird als Internat betrieben und betreut 90 gehörlose Kinder, die vielfach auch unter zusätzlichen Behinderungen leiden. Nicht nur für die Bewältigung des Alltags ist Mobilität notwendig. Die SchülerInnen werden auch zu Ferienbeginn nach Hause gebracht und nach den Ferien wieder abgeholt. Ein Toyota Hilux wird die Schule in Zukunft unterstützen und ein 20 Jahre altes Fahrzeug ersetzen.

Kenia: ein Toyota für Fachschule und Produktionsstätte

In Elburgon/Nakuru County haben die Kleinen Schwestern des Franz von Assisi eine Produktionsstätte geschaffen, die eng mit ihrer Fachschule St. Clare zusammenarbeitet. Dort können junge, alleinerziehende Mütter und Mädchen eine Beschäftigung (vor allem als Schneiderinnen) finden. Frauen zu wirtschaftlicher Selbständigkeit zu ermächtigen ist auch ein Mittel gegen häusliche Gewalt. Die Schwestern haben um einen Toyota Hiace angesucht.

Mobilität ist teilbar

Die MIVA unterstützt alljährlich Projekte in bis zu 60 Ländern der Welt – nicht nur im Bildungsbereich. „Pro unfallfreiem Kilometer einen ZehntelCent für MIVA-Auto“ lautet die Spendenbitte. Die ChristophorusAktion wird getragen von der Überzeugung, dass Mobilität ein Gut ist, das im reichen Norden im Überfluss vorhanden ist, während sie in vielen Teilen der Welt schmerzlich vermisst wird. Der Solidaritätsgedanke der MIVA lautet daher: „Mobilität ist teilbar.“

Fahrzeugsegnungen in Österreich - ChristophorusSonntag am 24. Juli 2022 als Höhepunkt

Rund um den Schutzpatron aller Reisenden, dem heiligen Christophorus, finden am Wochenende um den ChristophorusSonntag, den 24. Juli 2022 eine Vielzahl an Fahrzeugsegnungen in den Pfarren in ganz Österreich statt. Ob mit Kinderwagen, Scooter, Bobbycar, Trettraktor, Fahrrad, Rollator oder doch mit dem eigenen Auto angereist – der Mobilität sind  keine Grenzen gesetzt – und alle bekommen den Segen für unfallfreies Fahren und sicheres Nachhausekommen.

Die Liste der Fahrzeugsegnungen wird laufend ergänzt und steht tagesaktuell unter folgendem Link zur Verfügung:https://www.miva.at/de/fahrzeugsegnungen

Die Kirchenmusik Mariannhill lädt zum Benefizkonzert am Sonntag, 10. Juli 2022, 18 Uhr in die Klosterkirche ein.

Das Mariannhill Chamber Orchestra spielt Musik von Wolfgang Amadeus Mozart (Kirchensonate D-Dur), Giuseppe Brescianello (Concerto g-Moll für zwei Violinen) und Adam Carse (Winton Suite).

Das Nachwuchsorchester mit Kindern und Jugendlichen ab fünf Jahren führt Vivaldis G-Dur-Concerto ("alla Rustica") auf. Hinzu kommen Solo-Beiträge von Severn, Cras u. a..

SolistInnen sind: Barbara Bieber, Roswitha Pax (Violine), Angelika Kuhmann (Cello), Barbara Giouseljannis, Eleonore Perneker (Gesang) und Florian Bieber (Trompete). Die Gesamtleitung hat Rudolf Müller, Würzburg.

Eintritt frei - Spenden für ein Schulprojekt in Sambia willkommen.

Bonifatiuswerk und Sänger rücken das Thema Frieden in den Mittelpunkt – #PeaceBell-Ausstellung in der Gaukirche vom 23. bis 31. Juli

Die Tickets für das Friedensgebet mit Michael Patrick Kelly in Paderborn sind von diesem Freitag, 1. Juli, an kostenfrei beim Bonifatiuswerk der deutschen Katholiken bestellbar. Der Sänger und Künstler, der seit vielen Jahren mit dem katholischen Hilfswerk zusammenarbeitet, wird am Mittwoch, 27. Juli, um 18.30 Uhr an dem internationalen Friedensgebet unter dem Leitwort „#PeaceOnEarth – Statements, Musik und Gebet für den Frieden“ in Kooperation mit dem Metropolitankapitel im Hohen Dom zu Paderborn teilnehmen.

Ticketbestellungen ausschließlich per E-Mail möglich

Aufgrund des begrenzten Kartenkontingents für den Dom kann nur ein Ticket pro Person bestellt werden. Die Eintrittskarten sind kostenfrei und nicht übertragbar. Wer bei dem internationalen Friedensgebet dabei sein möchte, richtet die Ticketbestellung unter der Angabe seines Namens (Vorname und Nachname) sowie der vollständigen Anschrift per E-Mail an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!. Die Ticketvergabe beginnt am 1. Juli um 0.00 Uhr. Vergeben werden die Eintrittskarten fortlaufend nach Anmeldeeingang. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Die Interessenten werden in der kommenden Woche per E-Mail darüber informiert, ob sie ein Ticket erhalten werden. Die Eintrittskarten werden anschließend vom Bonifatiuswerk per Post verschickt.

Friedensgebet wird auch im Internet übertragen

Diejenigen, die kein Ticket erhalten haben, können die Veranstaltung im Internet verfolgen. Das Friedensgebet wird von Domradio.de live im Web-TV übertragen. Es wird zudem auf einer LED-Leinwand vor dem Paderborner Dom zu sehen sein und ist auch nach der Veranstaltung über die Internetseite des Domradios unter diesem Link abrufbar:https://www.domradio.de/event/internationales-friedensgebet-zum-liborifest-2022-07-27

Frieden und Versöhnung stehen im Mittelpunkt

Angesichts des Krieges in der Ukraine und der Vielzahl kriegerischer Konflikte weltweit will das Bonifatiuswerk mit Sitz in Paderborn das Thema Frieden und Versöhnung während des Libori-Festes in besonderer Weise in den Mittelpunkt rücken. Ebenfalls mitwirken bei dem Friedensgebet werden die palästinensisch-israelische Friedensaktivistin Nabila Espanioly aus Nazaret, Trägerin des Aachener Friedenspreises, und der Apostolische Exarch für katholische Ukrainer des byzantinischen Ritus in Deutschland und Skandinavien, Bischof Dr. Bohdan Dzyurakh, sowie Studierende muslimischen, jüdischen und christlichen Glaubens. Das Friedensgebet, bei dem auch Michael Patrick Kellys 470 Kilogramm schwere #PeaceBell zum Einsatz kommt, wird musikalisch von einer Schola der Paderborner Dommusik unter der Leitung von Domkapellmeister Thomas Berning, Domorganist Tobias Aehlig und Saxophonist Uli Lettermann begleitet.

Weitere Informationen zum Friedensgebet gibt es auf der Internetseite www.bonifatiuswerk.de/peacebell.

Liebe Mitbrüder,
Sehr geehrte trauernde Angehörige,
Liebe Mitchristen,

Unermüdlich mit diesem Wort lässt sich, so denke ich, sehr gut der priesterliche Dienst unseres lieben Pater Andreas und sein seelsorglicher Eifer beschreiben.

Nie war ihm eine Arbeit zu viel, vor allem wenn es um die Seelsorge ging.

Geboren wurde Pater Andreas am 25. April 1927 in Halden, einem Ortsteil von Kirchhaslach. Dort besuchte er auch die Volksschule und arbeitete danach im landwirtschaftlichen Betrieb der Eltern.

Im September 1944 wurde er zum Arbeitsdienst einberufen und Ende Dezember zur Wehrmacht. Am Ende des Krieges geriet er in amerikanische Kriegsgefangenschaft, aus der er zum Glück bereits im Juni wieder entlassen werden konnte. Danach arbeitete er wieder zu Hause in der Landwirtschaft.

Zwischen 1949 und 1954 besuchte er unser Spätberufenenseminar hier in Reimlingen, wo er dann sein Abitur ablegte.

Im Oktober 1954 begann er sein Noviziat in Mönchsdeggingen. Im folgenden Jahr legte er die Ersten Gelübde ab. Zwischen 1955 und 1960 studierte er in Würzburg Theologie und wurde am 29. Juni 1960 zum Priester geweiht.

Seine erste Aufgabe war es, von 1960 bis 1968, Präfekt und Religionslehrer an unserem Seminar in Reimlingen zu sein.

Danach hielt er acht Jahre lang von Würzburg aus Vorträge in Zusammenarbeit mit dem päpstlichen Hilfswerk MISSIO und der Diözese Rottenburg-Stuttgart. Ab 1976 war er in unserem Spätberufenenseminar in Neuss tätig.

Seit Anfang 1979 bis zum Herbst 2010 war er dann Pfarrer in Reimlingen – fast 32 Jahre. Was er in diesen Jahren alles geleistet hat, dass wissen die Bewohner hier in Reimlingen aus eigener Erfahrung. Wie viele Kinder er getauft, Ehen assistiert, Beichten gehört, Tote begraben und vor allem Messen gefeiert hat, wer kann sie zählen?

Gerne ging er in die Berge, das war seine Leidenschaft. Aber auch da war er konsequent: In aller Frühe brach er auf, um möglichst bald wieder zu seinen seelsorglichen Aufgaben zurückzukehren.

Auch nach seiner Pensionierung half er noch eifrig im ganzen Nördlinger Dekanat in der Seelsorge mit. Besondere Verdienste hat er sich hier durch seinen Besuchsdienst im Nördlinger Stiftungskrankenhaus erworben.

Geduldig hat er seine Krankheiten getragen. Ungeduldig konnte er allerdings werden, wenn er den Eindruck hatte, dass man ihm nicht die Möglichkeiten gab, seinen seelsorglichen Eifer zu entfalten. Nur eine heilige Messe am Sonntag, das war ihm definitiv zu wenig.

Er war unermüdlich, war wachsam, wie die Knechte im Evangelium, die die ganze Nacht auf die Rückkehr ihres Herrn gewartet haben. Er war der kluge Verwalter, der den ihm Anvertrauten geistliche Nahrung gegeben hat, - die seelsorgliche Betreuung, die sie brauchten. Er hat den guten Kampf gekämpft, die Treue bewahrt, den Lauf vollendet, wie es im Zweiten Timotheusbrief heißt.

Ich glaube fest daran, dass Christus seinem treuen, eifrigen, unermüdlichen Diener das ewige Leben schenken wird. Amen.

Provinzial Pater Christoph Eisentraut CMM segnete in einer kleinen Feier die neuen Räume der Redaktion Mariannhill. Der Abend klang mit einem Grillfest in familärer Atmosphäre aus. 

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