headermariannhill2

Adveniat zur Präsidentschaftswahl in Kolumbien - Essen, 19. Mai 2022. „Die politisch motivierte Gewalt hat in Kolumbien unter Präsident Iván Duque weiter zugenommen. Nahezu täglich werden Friedensaktivistinnen, Menschenrechtsverteidiger und Umweltaktivisten eingeschüchtert, bedroht und getötet“, kritisiert der Hauptgeschäftsführer des Lateinamerika-Hilfswerks Adveniat Pater Martin Maier. Mit Blick auf die anstehende Präsidentschaftswahl in Kolumbien am 29. Mai 2022 fordert er deshalb: „Die neue Regierung muss alle, die sich für Frieden, die Menschenrechte und die Umwelt einsetzen endlich wirksam schützen, die Morde der Vergangenheit aufklären und die Straflosigkeit beenden.“ Große Bedeutung hier komme dem Bericht der im Anschluss an die Friedensverträge eingesetzten Wahrheitskommission zu, dessen Veröffentlichung für Ende Juni geplant ist. Die vielfältigen Probleme des Landes ließen sich nur lösen, wenn die bewaffneten Konflikte zwischen Guerillas, paramilitärischen Gruppen und kriminellen Banden beendet würden, die täglich neue Opfer forderten. „Als Lateinamerika-Hilfswerk Adveniat unterstützen wir daher den Aufruf der kolumbianischen Kirche zu Verhandlungen mit den aktiven bewaffneten Gruppen, um das Blutvergießen zu beenden. Denn unter der alltäglichen Gewalt leiden die Schwächsten der Gesellschaft: die indigene und afrokolumbianische Bevölkerung in den ländlichen Regionen, in denen der Staat praktisch nicht präsent ist“, sagt Pater Maier.

Dass der 2016 unterzeichnete Friedensvertrag zwischen der kolumbianischen Regierung und der Farc, der größten Guerillagruppe des Landes, nicht zum Auftakt eines umfassenden Friedensprozesses nach mehr als 50 Jahren Krieg und Gewalt in dem südamerikanischen Land wurde, habe aber auch internationale Gründe. „Deutschland hatte sich während der Friedensverhandlungen mit einem Sonderbeauftragten für den Friedensprozess in Kolumbien beim Auswärtigen Amt vorbildlich und auch erfolgreich engagiert. Es war ein Fehler, dass dieses Engagement beendet wurde“, kritisiert der Adveniat-Hauptgeschäftsführer. „Es genügt nicht, Frieden auf dem Papier zu schließen. Der Friedensvertrag hätte Punkt für Punkt umgesetzt werden und Deutschland, die EU und die internationale Gemeinschaft hätten diesen Prozess begleiten müssen. Beides ist nicht geschehen“, bedauert Maier. Die Ermordung des Anti-Mafia-Staatsanwalts Marcelo Pecci aus Paraguay während seines Urlaubs in Kolumbien zeige zudem, dass die international organisierte Kriminalität ebenfalls das Machtvakuum weiter nutzt. „Angesichts der stetig wachsenden Macht der Drogenkartelle in ganz Lateinamerika steht hier auch die internationale Staatengemeinschaft in der Pflicht. Sie muss sich die Frage stellen, ob die bisherige Anti-Drogen-Strategie insbesondere der USA und des Westens der richtige Weg ist“, sagt Pater Maier.

Für die Adveniat-Partnerin Ulrike Purrer aus dem kolumbianischen Tumaco steht fest: „Die Wahlen am 29. Mai sind eine historische Chance für Kolumbien.“ Ulrike Purrer arbeitet in der südkolumbianischen Stadt mit Kindern und Jugendlichen, die unter der weitverbreiteten Gewalt bewaffneter Gruppen leiden. „Nachdem sich die Farc im Anschluss an die Unterzeichnung des Friedensvertrages aus der Stadt zurückgezogen hat, ist ein Vakuum entstanden. Andere bewaffnete Gruppen sind in diese Lücke gestoßen, weil der kolumbianische Staat es versäumt hat, diese rechtzeitig zu schließen“, berichtet Purrer. In dem von ihr geleiteten Kulturzentrum „Centro Afro“ in Tumaco, das vom Lateinamerika-Hilfswerk Adveniat unterstützt wird, trifft sie auf immer mehr junge Menschen, die sich in der Politik engagieren. „Für sie wäre es enorm wichtig, selbst zu erleben, dass ein Machtwechsel mit friedlichen Mitteln möglich ist - also mit der Abgabe der Stimme an der Wahlurne“, erklärt  Purrer. „Egal, wer gewinnt. Die jungen Leute werden der neuen Regierung auf die Finger schauen und die Umsetzung der Wahlversprechen einfordern.“ In Tumaco fehlt bis heute ein funktionierendes Abwassersystem, die Bevölkerung fühlt sich vom Staat alleine gelassen und vergessen. „Die Menschen erwarten, dass es einen fairen und gerechten Zugang zum Bildungssystem gibt, dass Arbeitsplätze entstehen und es eine Perspektive jenseits der Gewalt gibt“, so Purrer.

Laut Wahlumfragen haben der linksgerichtete Gustavo Petro und der rechtsgerichtete Federico Gutiérrez die besten Chancen, die Wahlen zu gewinnen. Für internationales Aufsehen sorgte die Vize-Präsidentschaftskandidatur der preisgekrönten Umweltaktivistin und afrokolumbianischen Menschenrechtsverteidigerin Francia Márquez in Petros Bündnis „Pacto Histórico“. Sollte keiner der Kandidaten die erforderliche Mehrheit in der ersten Runde der Präsidentschaftswahlen am 29. Mai erreichen, wird eine Stichwahl notwendig. Der konservative Amtsinhaber Iván Duque kann sich wegen einer in der Verfassung vorgeschriebenen Amtszeitbegrenzung nicht mehr zur Wiederwahl stellen.

Am Donnerstag, 19. Mai, wird Bruder Klaus Diem CMM 90 Jahre alt. Wir wünschen ihm alles Gute sowie weiterhin Gottes Segen bei seinem Einsatz für die Mitbrüder im Missionshaus St. Josef in Reimlingen und der Kongregation der Missionare von Mariannhill.

Bruder Klaus Diem erblickte am 19. Mai 1932 in Mechenried nahe Haßfurt das Licht der Welt. Von 1938 bis 1946 besuchte er die örtliche Volksschule. Anschließend ging er auf die Berufsschulen in Kleinmünster und Holzhausen. In den Jahren 1951 bis 1953 besuchte er die landwirtschaftliche Fachschule in Haßfurt. Erste Berufserfahrungen sammelte er auf dem elterlichen Hof und engagierte sich in der Katholischen Landjugend der Diözese Würzburg.

Am 4. Juni 1956 kam er nach Reimlingen, wo Bruder Klaus ebenfalls in der Landwirtschaft tätig war. Vor allem kümmerte er sich um die Milchwirtschaft. Nach dem Postulat und Noviziat legte er 1959 am 1. Mai seine Erste Profess ab. Drei Jahre später band er sich mit der Ewigen Profess auf Lebenszeit an die Gemeinschaft der Missionare von Mariannhill. 1998 wurde er in das ordenseigene Studienseminar Aloysianum nach Lohr am Main versetzt. Als Hausmeister sorgte er für den reibungslosen Betrieb der Institution. Mit der Schließung des Studienseminars im Jahre 2013 kehrte er nach Reimlingen in das Missionshaus St. Josef zurück. 

Liebe Freunde und Freundinnen von Maria Veen, 
herzliche Einladung! Wir feiern gemeinsam! 

Seit 1958 waren unsere Mitschwestern in Maria Veen im Bistum Münster tätig. Seite an Seite mit den Missionaren von Mariannhill waren sie in vielfältigen Apostolaten aktiv. In der Schule, in der Küche, im Haushalt und in der Pastoral waren sie Ansprechpartnerinnen und Glaubenszeuginnen für die Menschen in und um Maria Veen. Nach der Rückkehr von Schwester Reingard im Frühjahr 2020 nach Neuenbeken war die CPS-Präsenz nicht mehr wie gewohnt zu gewährleisten.  grIMG 5484Das Kloster Mariannhill in Maria Veen ©2022 pater andreas rohring cmmSchwester Ulrike Diekmann und Schwester Kitonyi Jacinta, beide im Außendienst, blieben in Maria Veen bis Ende 2021. 

Wir wollen feiern, dass wir als Missionsschwestern vom Kostbaren Blut über 60 Jahre in Maria Veen tätig sein durften. Herzliche Einladung zu einem Dank-Gottesdienst am Sonntag, den 19. 06. 2022 in St. Marien in Maria Veen. Der Gottesdienst beginnt um 10.00 Uhr. Anschließend findet ein Stehempfang mit Imbiss im Kreuzgang des Klosters statt. Für den Stehempfang mit Imbiss bitten wir um eine Rückmeldung bis zum 27. Mai bei Pater Christoph Beesten CMM. Per Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! oder telefonisch 02864 949310. 

Herzliche Einladung! 

Sr. Kitonyi Jacinta CPS 
im Namen des Provinzrates 

Am Samstag, 14. Mai 2022. wurde der Integrative Sportpark am Gymnasium der Missionare von Mariannhill in Maria Veen eingeweiht. Träger ist die Gemeinde Reken, und 1:1 gefördert wurde der Komplex mit über 3,3 Millionen Euro vom Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung des Landes NRW. 

Mit dem Erlös des Schulfestes werden Schulprojekte der Missionare von Mariannhill in Ostafrika unterstützt. So sollen Kinder und junge Erwachsene eine Ausbildung erhalten, die ihnen eine gute Zukunft sichern kann. In seiner Hinführung zum Wortgottesdienst sagte Pater Dr. Hubert Wendl folgendes: Sport ist eine wichtige Sache für uns. Allein die Gespräche über die Fußballspiele des Wochenendes und die Ergebnisse davon nehmen viel Zeit in Anspruch. Und wenn große Sportereignisse anstehen – wie Olympia oder Weltmeisterschaften – gibt es immer wieder genügend Themen für unsere Diskussionen. Sport ist die wichtigste Nebensache der Welt – ohne sie wäre vieles langweiliger. Worüber sollten wir sonst sprechen?

Wir weihen heute offiziell unsern Sportpark in Maria Veen. Lange konnten wir von vielen Klassenzimmern aus den Fortgang der Bauarbeiten beobachten. Zuerst ging es langsam voran, aber als dann endlich die blaue Farbe ins Spiel kam, konnten manche es nicht mehr erwarten. Und jetzt sind die Anlagen – zumindest vorläufig – fertig. Es gibt noch einige Pläne in der Schublade. Aber das werden wir auch noch erwarten können. Nun wird hier Sport lebendig in den Pausen unserer Schule und natürlich auch im Sportunterricht und außerhalb der Schulzeiten. 

Sport schlägt Brücken zwischen Menschen und Kulturen, Sport öffnet unsere Grenzen wie wir es im ersten Lied gesungen haben. Sport und Kirche oder Glaube – auf den ersten Blick scheint das so gar nicht miteinander in Verbindung zu stehen. Aber in der Kirche, in unseren Gemeinden geht es auch um eine Gemeinschaft wie eben in einem Mannschaftsport. Das Gemeinschaftsgefühl ist wichtig ob wir in der Kirche sind oder hier beim Gottesdienst oder ob wir gemeinsam Fußball spielen. Natürlich sind die Fähigkeiten jedes einzelnen Spielers wichtig, aber vieles gelingt eben nur im Zusammenspiel einer Gemeinschaft.

Hier der Wortlaut seiner Predigt: 

In der Lesung hat Paulus von einem großen Ziel gesprochen, das nur mit viel Ausdauer und Disziplin erreicht werden kann. Am Ende eines langes Laufes oder eines herausfordernden Faustkampfes in der Arena gibt es einen Siegerkranz begleitet vom Beifall und Jubel der Zuschauer. Damals wie heute war Sport populär und mobilisierte die Massen. Vor den Toren Korinths gab es alle zwei Jahre die Isthmischen Spiele. Es ist gut möglich, dass Paulus im Jahr 51 n. Chr. Zuschauer bei diesen Spielen gewesen ist.

So beschreibt Paulus die Sportler als Vorbilder: Sie trainieren ihre Körper und leisten tagtäglichen Verzicht. Sie sind auf den Wettkampf fixiert und streben dem Wettbewerb konzentriert entgegen. Sie haben sich auf einen langen Lauf eingestellt, den sie als Sieger beenden wollen. Paulus sieht die Christen auf einer ähnlich langen Strecke als Wettkämpfer im Glauben. Christen sollen danach streben, ein tieferes Verständnis im Glauben zu gewinnen. Der Glaube will gelebt, erlernt und trainiert werden, um eben den Siegeskranz zu gewinnen. Paulus ist es sehr ernst mit dem Glauben. Er selbst ist ein Langläufer im Glauben mit einem ganz langen Atem. Der Apostel war ein Wanderer auf steinigen und staubigen Straßen der Antike. Bis zum äußersten Westen der antiken Welt nach Spanien will er reisen. Rom, Athen, Ephesus und Korinth und andere Orte im römischen Reich hat er bereits erreicht und er schont sich dabei nicht: Er wird geprügelt, erkrankt und wird gefangen gesetzt, dreimal erlitt er Schiffbruch und eine Nacht und einen Tag trieb er auf hoher See, wie er selbst über sich schreibt. Das alles nimmt er auf sich, um den Glauben weiter zu geben. Er will dabei anderen nicht zur Last fallen, legt seine Hände nicht in den Schoß, sondern übt sein Handwerk des Zeltmachers weiter aus – und er schreibt Briefe.

In den Gemeinden, die Paulus gegründet hat, sollen die Christen in Freiheit zusammenkommen, nicht streiten und nicht übereinander richten, sondern dem Siegeskranz des Glaubens gemeinsam entgegengehen. Doch dieser Siegerkranz ist noch viel mehr wert, als es im Sport der Fall ist, weil er nicht verwelkt. Es geht Paulus um die Ernsthaftigkeit und Konzentration auf den Glauben. Glaube ist für Paulus kein Wettbewerb, der Vergleichspunkt ist nicht der sportliche Sieg, sondern die Eigenschaften des Sportlers: Zielstrebigkeit und Enthaltsamkeit.  

Auch Paulus weiß, dass eben nur einer den Siegeskranz gewinnen kann. Er möchte dazu ermuntern, dass wir alle so unterwegs sind, dass wir den Siegespreis gewinnen wollen. Nicht bewusst trödeln und als letzter eintreffen, sondern vorne mit dabei zu sein, weil es um etwas wichtiges geht. Standhaft im Glauben zu sein, dazu bedarf es wie bei einem Boxer echte Nehmerqualitäten. Nackenschläge sind wegzustecken und das Bekenntnis zu Christus gilt es mutig zu verkünden. Letztendlich müssen Christen in ihrem damaligen feindlichen Umfeld einen langen Atem haben, um den Siegerkranz zu erringen. Die Ernsthaftigkeit im Glauben ist wichtig, kein Trödeln, sondern vorne mit dabei zu sein.

Ähnlich wie Paulus hat dies auch Abt Franz Pfanner so gesehen. Er hatte die große Vision den Glauben in Afrika zu verkünden und auf dem Weg dahin gründete er das heute große Kloster Mariannhill in Südafrika, nach dem wir Mariannhiller Missionare benannt sind. Als er Abt wurde, wählte er sich genau diese Lesung, die wir gehört haben, als Wahlspruch: Lauft so, dass ihr den Siegespreis gewinnt! Er war – wie Paulus – ein anpackender Typ. Er hat zwar keinen Schiffbruch erlitten, aber wurde immer wieder seekrank auf den langen Reisen zwischen Europa und Südafrika. Er hat den langen Atem gezeigt, den auch Paulus hatte und gründete viele Stationen und christliche Gemeinden. Mit den vielen Menschen dort sind wir hier an unserer Schule immer wieder verbunden. So wollen auch wir den Hauptertrag dieses Festes dafür benutzen, dass Schüler und Schülerinnen in Ostafrika unterstützt werden. Wir helfen damit, dass Kinder und junge Erwachsene eine Ausbildung erhalten, die sie auf eine gute Zukunft vorbereitet. Oft fehlen einfache Mittel im Unterricht. Monitore und Computer oder iPads im Klassenzimmer sind ein hohes Ziel und in weiter Ferne. Oft ist Trinkwasser oder eine Schulspeisung für die Kinder – vor allem in Zeiten der Trockenheit und Dürre – notwendig. Hier eine Partnerschaft aufzubauen ist Teamsport allerersten Güte. Lauft so, dass ihr den Siegespreis gewinnt. Wir sollen nicht Trödeln, sondern ganz vorne mit dabei sein. Und im Engagement für andere steht uns sicherlich der erste Platz zu: Lauft, dass ihr den Siegespreis gewinnt. 
 


 

 

Im „Hilfsnetzwerk für die Überlebenden der NS-Verfolgung in der Ukraine“ haben sich mittlerweile 47 Gedenkstätten, Museen, Vereine und Initiativen zusammengeschlossen. Dieses noch nie dagewesene Bündnis konnte in den letzten drei Monaten über 300 Menschen auf unterschiedliche Weise helfen. Dafür wurden bislang 62.000 Euro Spendengelder eingesetzt.

Zu den Hilfeempfängern gehören auch ehemalige sowjetische Kriegsgefangene. Die Rote Armee trug maßgeblich dazu bei, dass die deutsche Wehrmacht am 8. Mai 1945 kapitulierte und der Zweite Weltkrieg in Europa endete. Über 5 Millionen Soldat*innen der sowjetischen Armee gerieten in deutsche Kriegsgefangenschaft und über die Hälfte von ihnen starb in Folge von Gewalt, Mangelernährung und fehlender medizinischer Versorgung in den deutschen Kriegsgefangenenlagern oder wurde durch Erschießungen unmittelbar nach Gefangennahme oder in Konzentrationslagern ermordet. Die Soldat*innen der Roten Armee stammten aus allen Gebieten der ehemaligen Sowjetunion wie etwa auch der Ukraine. Die hochbetagten Überlebenden sind heute allesamt über 90 Jahre alt und in vielen Fällen bettlägerig oder auf besondere pflegerische Unterstützung angewiesen.

Hilfsnetzwerk engagiert sich für Überlebende der NS-Verfolgung in der Ukraine

Den Überlebenden, die durch den aktuellen Krieg in der Ukraine erneut bedroht sind, gilt unsere besondere Aufmerksamkeit. Das Hilfsnetzwerk sucht daher derzeit den direkten Kontakt zu den Überlebenden in der Ukraine in Form von Telefonanrufen aus Deutschland. So konnte beispielsweise mit einem ehemaligen Kriegsgefangenen und seiner über 70-jährigen Tochter gesprochen werden, die in einem Dorf im besetzten Gebiet Cherson leben. Für sie bedeutete der Anruf ein Funken Hoffnung, denn ihre Lebensmittelvorräte und Hygieneartikel sowie Medikamente waren größtenteils aufgebraucht. Dieser akuten Versorgungsnotlage wird durch Hilfspakete aus Kyiv begegnet, realisiert über Spenden durch das Hilfsnetzwerk und Partner*innen vor Ort. Svetlana Nejelscaia (stellvertretende Vorstandsvorsitzende des Vereins KONTAKTE-KOHTAKTbI) führt für das Hilfsnetzwerk unter anderem diese Telefonate und betont: „Die Hilfe wird jetzt so dringend benötigt wie nie. Wir brauchen weiterhin ein großes bürgerschaftliches Engagement und sind auf Spenden angewiesen, um die Unterstützung vor Ort auch über einen längeren Zeitraum aufrecht erhalten zu können.“

In Hinblick auf den 77. Jahrestag der Befreiung Deutschlands vom NS-Regime am 8. Mai 1945 wiederholen viele der Überlebenden ihre mahnenden Worte gegen Krieg mit besonderer Eindringlichkeit. Der ehemalige sowjetische Kriegsgefangene Lev Frankfurt brachte dies bereits vor einigen Jahren bei einer Gedenkveranstaltung in der Gedenkstätte Stalag 326 (VI K) Senne auf den Punkt: „Der Friede ist kostbar. Das Leben ist kostbar. Die Freiheit ist kostbar. Sie sind die Basis unserer Würde als Menschen. Gerade in schwierigen Zeiten gilt es, diese Einsicht zu schützen und zu bewahren.“

Katholikentage sind Großereignisse mit über 170-jähriger Tradition. Der 102. dieser Art findet von 25. bis 29. Mai 2022 in Stuttgart statt. Wir Missionare von Mariannhill sind mit dabei. 

Sie finden uns auf der Kirchenmeile im Oberen Schlosspark. Standnummer: 7-OS-18

Bildschirmfoto 2022 05 07 um 14.37.13

Bildschirmfoto 2022 05 07 um 14.38.01

 

 

 

 

 

 

Freuen Sie sich mit uns auf diese fünf Tage im Mai 2022 in Stuttgart. Vom Donnerstag, 26. Mai, 11 bis 19 Uhr, am Freitag, 27. Mai, 10.30 bis 19 Uhr und am Samstag, 28. Mai, 10.30 bis 18 Uhr, ist unser Stand auf der Kirchenmeile für Sie offen. Seien Sie dabei und treffen Sie uns persönlich! Wir freuen uns auf Sie.

Die deutschen Bischöfe ermutigen, am Katholikentag teilzunehmen, der nach einer langen Zeit der Pandemie endlich wieder Begegnung ermöglicht. Unter dem Leitwort „leben teilen“ finden in Stuttgart zahlreiche Podien, Workshops und andere Begegnungsformate statt. Die Mitfeier der Gottesdienste ist ein wichtiges Moment dieser Begegnung. Die großen Gottesdienste an Christi Himmelfahrt und am Katholikentagssonntag werden zusätzlich in Hörfunk und Fernsehen übertragen. 

Wie bei vergangenen Katholikentagen bitten die Bischöfe um eine Sonderkollekte für den Katholikentag in den Gottesdiensten am 21./22. Mai 2022. In ihrem Aufruf betonen die Bischöfe, dass das Leben, gerade als Christinnen und Christen, auf Solidarität angelegt sei, was sich im Motto des Katholikentags zeige: „Teilen – das können nur wir Menschen. Wohin wir auch schauen, erkennen wir, wie lebenswichtig und oft genug lebensnotwendig es sein kann, materielle Dinge oder unsere Zuwendung, unsere Zeit oder unser Wissen mit andern zu teilen. Dieses Leben-Teilen hat uns Jesus vorgemacht. Wie kein anderer hat er gezeigt, was es heißt, das Leben, die Liebe, die Fürsorge mit anderen zu teilen“, heißt es in dem Aufruf.

Die Bischöfe sind zuversichtlich, dass der Katholikentag trotz aller Krisen in Kirche und Gesellschaft Ausdruck der Vitalität des kirchlichen Lebens sein wird: „Nachdenklich und fröhlich, fromm und politisch zugleich. Katholikentage sind wichtige Orte der Begegnung über die Grenzen von Pfarreien und Bistümern hinaus. Sie bieten Gelegenheit zum Austausch mit anderen gesellschaftlichen Akteuren aus Politik und Wissenschaft, Wirtschaft und Kultur. Sie fördern den ökumenischen Dialog und den Austausch mit anderen Religionsgemeinschaften“, so die Bischöfe. Sie fügen hinzu: „Katholikentage sind eine Chance, ein Stück des eigenen Lebens mit anderen zu teilen: in Gottesdiensten, in Diskussionen und Gesprächskreisen, bei großen Versammlungen und im persönlichen Gespräch. Die Themen, die uns in unserer Kirche derzeit bewegen, kommen dabei ebenso zur Sprache wie die großen Herausforderungen, vor denen wir als Gesellschaft und als internationale Gemeinschaft stehen.“ Angesichts der Bedeutung des Katholikentags rufen die Bischöfe zur aktiven Unterstützung auf: „Der Katholikentag ist ein sichtbarer Ausdruck der Verantwortung aller Katholikinnen und Katholiken für Kirche und Gesellschaft. Durch Ihr Gebet und Ihre Spende helfen Sie, dass der Katholikentag ein Zeugnis für unseren Glauben werden kann.“

Ansprache des stellvertretenden Provinzials, Pater Mario Muschik beim Requiem von Pater Alfons Brunner in Würzburg:

„It’s allright!“

Sehr geehrte Trauernde Angehörige und Trauergäste, 
Liebe Mitbrüder,
Liebe Mitchristen,

„It’s alright!“ Das hat Pater Alfons in den vergangenen zwei Jahren immer wieder geantwortet, wenn wir ihn gefragt haben, wie es ihm geht. „It‘s alright!“ – Es ist in Ordnung. Natürlich ging es ihm nicht immer gut, manchmal hatte er gesundheitliche Probleme und Schmerzen. Aber für ihn war das auch in Ordnung, er war zufrieden, er war mit sich und der Welt und Gott im Frieden, alles war in Ordnung für ihn.

Im Rückblick wirkte er auf mich wie der greiße Simeon, von dem wir im Evangelium gehört haben. Dieser Mann hatte von Gott zugesagt bekommen, dass er zu seinen Lebzeiten den Erlöser sehen darf. Und dann ist es Wirklichkeit geworden. Er war dabei, als Maria und Josef das Jesuskind in den Tempel gebracht haben. In großer Dankbarkeit hat er dann gebetet: „Nun lässt du Herr, deinen Knecht, wie du gesagt hast, in Frieden scheiden. Denn meine Augen haben das Heil gesehen, das du vor allen Völkern bereitet hast. Ein Licht zur Erleuchtung der Heiden.“ Für Simeon war die Welt in Ordnung, nun konnte er in Frieden sterben, nachdem er Jesus begegnet war.

Auch im Leben von Pater Alfons spielte Jesus eine große Rolle. Geboren war er am 7. April 1936 in Oberviechtach, wo er später auch die Volksschule besuchte. Schon früh interessierte er sich für das Priestertum, so dass er in das Bischöfliche Knabenseminar in Straubing eintrat, und danach von 1952 bis 1954 in unser Spätberufenenseminar in Reimlingn. Von 1954 bis zum Abitur 1957 war er Schüler am Mariannhiller Studienseminar Aloysianum in Lohr am Main und am dortigen staatlichen Gymnasium.

Bald nach dem Abitur, im Oktober des Jahres 1957 begann er sein Noviziat in Mönchsdeggingen, wo er ein Jahr später seine Erste heilige Profess ablegte. Bald darauf begann er mit dem Studium der Philosophie und Theologie in Würzburg. Während dieser Zeit lebte er im Mariannhiller Piusseminar. Im Jahr 1961 legte er seine Ewige Profess ab und band sich damit auf Lebenszeit an unsere Gemeinschaft, und viel mehr noch an Jesus Christus. Seine Augen hatten das Heil gesehen. Was Simeon im hohen Alter erlebt hatte, das hat Pater Alfons bereits in jungen Jahren erleben dürfen: Die Begegnung mit Jesus Christus. Im Dienst als Priester und Missionar hat er diese Erfahrung auch vielen anderen Menschen möglich gemacht.

Nach Beendigung seiner Studien empfing Pater Alfons am 14. März 1964 die Priesterweihe. Seine Bestimmung von Seiten des Ordens war Simbabwe. Aus gesundheitlichen Gründen konnte er allerdings erst im Dezember 1967 dorthin ausreisen. In der Zeit zwischen Priesterweihe und Ausreise war Pater Alfons in der Fördererbetreuung im Umkreis von Würzburg und als Präfekt an unserem Internat in Maria Veen eingesetzt.

Im Januar 1968 kam er in Bulawayo an und arbeitete in den folgenden 52 Jahren in Simbabwe. Er war tätig in der Stadtpfarrei St. Pius in Bulawayo auf den Stationen Brunapeg, Fatima, Magama und Empandeni,  Die längste Zeit arbeitete er auf der Station Ekuseleni. Er war es auch, der diese 1980 nach dem Bürgerkrieg wiedereröffnete. Bis 2000 leitete er diese Station.

Daraufhin war er in der Stadtpfarrei St. Andrews in Bulawayo tätig, und später als Seelsorger für die Schwesterngemeinschaft und das Waisenhaus Sacred Heart Home in Bushtick. Ab 2012 übernahm er auch die Seelsorge im Altenheim Coronation Cottages in Bulawayo, was er bis ins Jahr 2020 beibehielt.

Besonders erwähnen möchte ich auch die große Freude, die er an Autos hatte. Wenn er Beispielsweise von seinem Kübelwagen in Simbabwe erzählt hat, haben seine Augen geleuchtet. Gerne hat er selber Reparaturarbeiten an seinen Autos gemacht. Wenn er nicht Priester geworden wäre, dann ganz bestimmt Automechaniker.

Im Herbst 2020 rieten ihm die Ärzte, sich in Deutschland medizinisch behandeln zu lassen. Seit Dezember 2020 war er daher Mitglied unserer Hausgemeinschaft hier in Würzburg.

Seine ruhige Freundlichkeit, Dankbarkeit und Zufriedenheit in den letzten Jahren waren bewundernswert. Er hat, so glaube ich sagen zu dürfen, Frieden ausgestrahlt.

Er hat für mich durchaus etwas von Simeon, der in Frieden gehen konnte, weil er das Heil gesehen hatte. Pater Alfons hat aus der Verbindung mit Jesus gelebt und gute Arbeit geleistet im Weinberg des Herrn. Ich glaube, er hat am Ende seins Lebens gespürt, dass alles in Ordnung war. Ist’s alright!

So vertraue ich darauf, dass er jetzt für immer bei Christus sein darf, wo alles Licht und Leben ist, wo alles gut ist. AMEN.

Am Samstag, 14. Mai 2022, ab 9.30 Uhr findet am Gymnasium der Missionare von Mariannhill ein sportliches Schulfest statt. Eröffnet wird der Tag mit einem Gottesdienst um 9.30 Uhr. Im Anschluss werden die neuen Sportstätten eröffnet. Dazu gibt es ab 10.15 Uhr offizielle Reden. Von 11 bis 15 Uhr laden vielfältige Stände und Attraktionen auf dem Schulgelände zum Mitmachen ein. Aber auch auf den Sportgelände gibt es eine Reihe von Events so etwa ein Handballturnier, Turndemonstrationen, Staffelläufe sowie Fußball-, Basketball- und Beachvolleyballturniere. Nach der Siegerehrung um 15 Uhr tritt die Band "Weiß Bescheid!" auf und beendet das große Fest. 

Schulfest Maria Veen 2022 1

Der Mai gilt kirchlich traditionell als "Marienmonat". Die Gottesmutter wird in der christlichen Spiritualität zugleich als Sinnbild für die lebensbejahende Kraft des Frühlings und seine überbordende Fruchtbarkeit verstanden und etwa als "Maienkönigin" verehrt. Wie sehr Maria mit dem Frühling verbunden wird, zeigt sich unter anderem in dem Umstand, dass auf der südlichen Halbkugel der Marienmonat nicht im Mai, sondern im November, dem dortigen Frühling gefeiert wird. Maria steht am Beginn des Heilswerkes Gottes und symbolisiert somit den "Frühling des Heils".

Im Zentrum der Marienfrömmigkeit steht u.a. die Demut, lateinisch "humilitas", die in enger Verbindung mit "humus" - Erde - steht. Sie wird so zum Sinnbild einer "Frau des Volkes" und ist den Gläubigen in besondere Weise nahe, indem in ihr Göttliches und Menschliches verschmelzen.

Die besondere Verehrung Mariens blickt auf eine lange Tradition zurück. Bereits im Mittelalter wurden Maifeste heidnischen Ursprungs christlich umgedeutet. Im Laufe der Geschichte kristallisierte sich vermehrt die marianische Prägung dieser Feste heraus und mündete in den sogenannten Maiandachten.

Ebenfalls eine besondere Bedeutung hat der Rosenkranz im Monat Mai. Im Rosenkranzgebet wird Maria um Hilfe angerufen. Sie wird nicht selbst angebetet, da dies nur Gott zusteht, wohl aber wird sie als Weg zu Jesus Christus gesehen, wie es Papst Paul VI. in seiner Enzyklika "Mense Maio" formuliert:

Maria ist immer die Straße, die zu Christus führt. Jede Begegnung mit ihr wird notwendig zu einer Begegnung mit Christus.

Weiters heißt es: Zu Beginn des Monats Mai, den die Christgläubigen der Gottesmutter Maria seit langem zu weihen pflegen, jubelt unser Herz voll Freude im Gedanken an das bewegende Schauspiel von Glaube und Liebe, das sich bald zur Ehre der Himmelskönigin in der ganzen Welt darbieten wird. Es ist der Monat, in dem in den Kirchen und in der häuslichen Geborgenheit aus dem Herzen der Christen Lobgebet und Verehrung zur jungfräulichen Gottesgebärerin eifriger und inniger emporsteigen; es ist auch der Monat, in dem vom Thron unserer Mutter in Überfülle die Gaben der göttlichen Barmherzigkeit auf uns herabzuströmen pflegen.

Neben dem Marienmonat kennt das Kirchenjahr noch eine große Anzahl anderer Marienfeste. Die fünf wichtigsten Marienfeste sind das Hochfest Mariä Empfängnis(8. Dezember), das Hochfest der Gottesmutter Maria (1. Jänner), das Fest Mariä Heimsuchung (2. Juni), das Fest Mariä Geburt (8. September) und das Hochfest Mariä Aufnahme in den Himmel (15. August).

Provinzial Pater Christoph Eisentraut CMM teilte heute am Samstag, 30. April 2022, folgende traurige Nachricht mit: "In den Morgenstunden verstarb heute im Piusseminar unser lieber Mitbruder Pater Alfons Brunner, der 53 Jahre lang als Missionar in Simbabwe gewirkt hat. Sein überragendes Merkmal in den letzten Monaten war Freundlichkeit und Zufriedenheit trotz mancher Beschwerden. Möge dieser treue Diener des Herrn nun seine Erfüllung finden!"

Die Beerdigung unseres Pater Alfons findet am Donnerstag 5. Mai, um 12.45 Uhr statt (Aussegnungshalle Hauptfriedhof Würzburg). Anschliessend feiern wir um 14 Uhr  das Seelenamt in der Klosterkirche Mariannhill, in Würzburg, für unseren heimgegangen Mitbruder.

Pater Alfons Brunner wurde am 7. April 1936 in Oberviechtach im Landkreis Schwandorf geboren. Dort wuchs er auf und besuchte zunächst die Volksschule, bis er an das Bischöfliche Knabenseminar in Straubing wechselte. Ab 1952 bis 1954 besuchte er auf Vermittlung von Pater Alfred Merkl CMM unser Spätberufenenseminar in Reimlingen, und von 1954 bis zum Abitur 1957 war er Schüler am Mariannhiller Studienseminar Aloysianum in Lohr am Main und am dortigen staatlichen Gymnasium.

Im Oktober des Jahres 1957 begann er sein Noviziat in Mönchsdeggingen, wo er ein Jahr später seine Erste heilige Profess ablegte. Bald darauf begann er mit dem Studium der Philosophie und Theologie an der Bayrischen Julius-Maximilians-Universität in Würzburg. Während dieser Zeit lebte er im Mariannhiller Piusseminar. Im Jahr 1961 legte er seine Ewige Profess ab.

Nach Beendigung seiner Studien empfing Pater Alfons am 14. März 1964 die Priesterweihe. Er erhielt den Auftrag, als Missionar in Simbabwe zu arbeiten. Wegen gesundheitlicher Schwierigkeiten konnte er allerdings erst im Dezember 1967 dorthin ausreisen. In der Zeit zwischen Priesterweihe und Ausreise war Pater Alfons in der Fördererbetreuung im Umkreis von Würzburg und als Präfekt an unserem Internat in Maria Veen eingesetzt.

Im Januar 1968 kam er in Bulawayo an und arbeitete in den folgenden 52 Jahren in Simbabwe. Zunächst ein halbes Jahr in der Stadtpfarrei St. Pius in Bulawayo und dann auf den Stationen Brunapeg, Fatima und Magama. Daraufhin war er wieder einige Zeit als Seelsorger in der Stadt Bulawayo eingesetzt. Im Jahr 1980 erhielt er den Auftrag, die Station Ekuseleni wiederzueröffnen, die vorher aufgrund des Bürgerkrieges zwei Jahre lang geschlossen bleiben musste. Im Anschluss an diese schwierige Aufgabe war er für einige Zeit auf der Station Empandeni tätig, bevor er 1986 erneut die Leitung von Ekuseleni übernahm, die er dann bis 2000 innehatte.

Daraufhin kehrte er nach Bulawayo zurück und arbeitete für sechs Jahre in der Stadtpfarrei St. Andrews, davon ein Jahr als Kaplan und fünf Jahre als Pfarrer. In den folgenden zehn Jahren war er als Seelsorger für die Schwesterngemeinschaft und das Waisenhaus Sacred Heart Home in Bushtick zuständig. Ab 2012 übernahm er auch die Seelsorge im Altenheim Coronation Cottages in Bulawayo, was er bis ins Jahr 2020 beibehielt.

Im Herbst 2020 kam er auf Anraten der Ärzte zur medizinischen Behandlung nach Deutschland. Seit Dezember 2020 war er Mitglied der deutschen Ordensprovinz und der Mariannhiller Hausgemeinschaft in Würzburg. Möge er nun die Herrlichkeit Gottes unverhüllt schauen dürfen. R.I.P.

 

Heute hat der ernannte Bischof von Kokstad, Msgr. Thulani Viktor Mbuyisa CMM den Präfekten der Kongregation für die Evangelisierung der Völker getroffen. Das Treffen mit Kardinal Luis Antonio Tagle war sehr herzlich und er hat unserer Kongregation für den neuen Bischof gedankt. 

IMG 7743vlnr.: Pater Michael Maß CMM (amtierender Generalsuperior), Kardinal Tagle und Pater Thulani Mbuyisa (künftiger Bischof von Kokstad)

IMG 7738

Heute (28. April 2022) ist die diesjährige dreitägige Zusammenkunft (26.–28. April 2022) der Kontaktgruppe der Polnischen und der Deutschen Bischofskonferenz in Pławniowice (nahe Gleiwitz) zu Ende gegangen. Sie stand unter der Leitung von Bischof Dr. Jan Kopiec (Gleiwitz) und Bischof Dr. Bertram Meier (Augsburg), der erstmals an den Beratungen der Gruppe mitwirkte. Darüber hinaus nahmen Kardinal Kazimierz Nycz (Warschau), Bischof Tadeusz Lityński (Zielona Góra-Gorzów) und Bischof Wolfgang Ipolt (Görlitz) teil. Die Bischöfe berieten über die dramatische Lage in der Ukraine und die Gefahren, die von dem Krieg für Frieden und Stabilität in Europa ausgehen. Einhellig sprachen sie sich für die Unterstützung der Ukraine in ihrem Verteidigungskampf gegen die russischen Truppen aus. Die Abwehr gegen den Aggressor stehe im Interesse eines freiheitlichen Europas und diene dem Frieden des gesamten Kontinents, vor allem in den Anrainerstaaten Russlands und der Ukraine. Einigkeit bestand in der Kontaktgruppe auch über die Pflicht der europäischen Staaten, die Millionen ukrainischer Flüchtlinge wirkungsvoll zu unterstützen. An dieser Aufgabe müsse sich auch die Kirche in Deutschland und Polen weiterhin engagiert beteiligen. Bischof Meier dankte den Katholiken in Polen für ihre „herausragende Solidarität mit den Menschen, die unter die Räder des Krieges geraten sind oder zu geraten drohen“. Polen zeige sich in der derzeitigen Krise als „humanitäre Großmacht“ und biete „den Kräften der Zerstörung und Menschenfeindlichkeit die Stirn“. Einen weiteren Schwerpunkt der Beratungen in der Kontaktgruppe bildeten der Synodale Weg der Kirche in Deutschland und der von Papst Franziskus in Gang gesetzte weltweite synodale Prozess, der in eine Weltbischofssynode münden wird. Die Bischöfe aus Deutschland erläuterten Anlass, Hintergründe und Entwicklung des Synodalen Weges, zeigten sich offen für kritische Anfragen, wiesen jedoch pauschale Anfeindungen zurück. Die polnische Seite machte deutlich, dass manche Ideen, die beim Synodalen Weg in Deutschland vorgebracht würden, in Polen auf Unbehagen stießen. Zugleich sähe sich aber auch die Kirche in Polen vor vielerlei Probleme gestellt, die dazu zwängen, über geeignete Reformen nachzudenken. Dies zeige sich augenblicklich besonders in den diözesanen Veranstaltungen, mit denen sich die Kirche in Polen an dem von Papst Franziskus ausgerufenen Prozess einer synodalen Kirche beteilige. „Es ist wichtig, dass wir uns in der Kontaktgruppe gegenseitig angehört haben und präzise aufeinander eingegangen sind. Wir haben uns bemüht, uns besser zu verstehen, und ich denke, dies ist uns auch gelungen. Voraussetzung dafür ist das Vertrauenskapital, das über viele Jahre hinweg aufgebaut wurde. Der weltkirchliche Austausch ist für die Kirche in Deutschland und nicht weniger in Polen von zentraler Bedeutung. Wir wollen und wir müssen in einer dialogischen Kirche voneinander lernen“, erklärte Bischof Meier. 2022 jährt sich zum 80. Mal der Todestag der hl. Teresa Benedicta vom Kreuz (Edith Stein), die von den Nationalsozialisten ermordet wurde. Aus diesem Anlass besuchte die Polnisch-Deutsche Kontaktgruppe das Edith Stein-Museum in Lubliniec und feierte eine Heilige Messe zum Gedenken an Edith Stein, die in Polen und Deutschland hohe Verehrung erfährt. Hintergrund Die Deutsch-Polnische Kontaktgruppe wurde in den 1990er Jahren – nach dem Ende des Kommunismus in Europa – gegründet, um den Austausch zwischen den Bischofskonferenzen beider Länder zu intensivieren und zur Versöhnung zwischen den Völkern beizutragen. Nachdem die Kontaktgruppe in der Anfangszeit nicht zuletzt mit der Klärung strittiger Fragen im kirchlichen Bereich befasst war, entwickelte sie sich seit Mitte der 2000er Jahre immer mehr zu einem Gremium, das gemeinsame Aktivitäten der beiden Bischofskonferenzen anstößt sowie den Austausch zu Anliegen und Aufgaben der Kirche in Polen und Deutschland für eine gute Zukunft der Weltkirche und der europäischen sowie der internationalen Gemeinschaft pflegt.
­