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In Christus starb zu einem neuen Leben am Montag, 18. Januar 2021 im St. Mary´s Krankenhaus zu Mariannhil, Südafrika,l
unser Mitbruder Frater Ntandoyenkosi Ngwenya CMM Mitglied der Provinz Mariannhill, Südafrika, gebürtig aus Bulawayo, Simbabwe.

Er erblickte am 20. Januar 1989 das Licht der Welt und legte am 2. Februar 2018 seine Erste Profess ab. 

R.I.P.

Mit 12 Millionen Euro unterstützt das Bonifatiuswerk der deutschen Katholiken im Jahr 2021 Projekte der katholischen Kirche in der deutschen, nordeuropäischen und baltischen Diaspora. Die Förderung von missionarischen und sozial-caritativen Projekten bildet einen Schwerpunkt der Arbeit des Hilfswerkes. Dieses engagiert sich bereits seit dem Jahr 1849 für katholische Christen in der Minderheit.

„Gerade in dieser von Corona geprägten Zeit erwarten die Menschen von unserer Kirche und den Hilfswerken, dass sie ihrer solidarischen und gesellschaftlichen Verantwortung nachkommen. Obwohl nicht absehbar ist, wie sich das Jahr wirtschaftlich entwickeln wird, stehen wir unseren Projektpartnern zuverlässig im Rahmen unserer Möglichkeiten solidarisch zur Seite. Wir werden die notwendigen Hilfen geben, damit Pastoral und sozial-caritatives Engagement auch in diesen Zeiten der Verunsicherung gelingen können“, sagt der Generalsekretär des Hilfswerkes, Monsignore Georg Austen.

Eine zentrale Fördersäule ist nach wie vor die Kinder- und Jugendhilfe, durch die u. a. Kindertageseinrichtungen, Religiöse Kinderwochen und jugendpastorale Projekte mit 1,63 Millionen Euro gefördert werden. Für die religiöse Bildungsarbeit im Jahr 2021 werden 1,96 Millionen Euro und für Projekte der Neuevangelisierung und zur Förderung von Personal- und Praktikantenstellen 845.000 Euro bereitgestellt.

Mit der Bauhilfe wird der Erhalt der kircheneigenen Infrastruktur, wie Schulen, Kindergärten, Pfarrheime oder auch Hospizdienste in den finanzschwächeren Bistümern mit 2,1 Millionen Euro unterstützt: darunter 24 Projekte in Deutschland, 24 Projekte in Nordeuropa und sieben Projekte in Estland und Lettland. Weitere 365.700 Euro sind für eilbedürftige Baumaßnahmen vorgesehen. Die Verkehrshilfe unterstützt die Anschaffung von BONI-Bussen mit 532.000 Euro, zudem werden zweckgebundene Fördergelder des Diaspora-Kommissariats in Höhe von 4,6 Millionen Euro nach Nordeuropa weitergeleitet.

„Das vergangene Jahr war für alle gesellschaftlichen, wirtschaftlichen und kirchlichen Bereiche – sehr herausfordernd. Insbesondere die starken Rückgänge bei den Kollekten spüren wir deutlich. Die Auswirkungen der Pandemie werden uns weiter begleiten. Für uns als Hilfswerk ist es wichtig, dass wir optimistisch und ohne Wehklagen nach vorne blicken und unserem Auftrag nachkommen, den Menschen Mut zu machen. Daher danke ich allen Spenderinnen und Spendern für das uns entgegengebrachte Vertrauen und die konkrete finanzielle Unterstützung“, sagt Präsident Heinz Paus.

Würzburg (POW) Die Missionare von Mariannhill in Würzburg laden ab Dienstag, 19. Januar, zu monatlichen Josefs-Predigten in die Klosterkirche Herz Jesu ein. 

Liebe Schülerinnen und Schüler,

Liebe Eltern,

wie Sie sicherlich den Medien schon entnommen haben, ist der Präsenzunterricht bis zum 31. Januar 2021 ausgesetztvgl. die Schulmail vom 07.01.2021.

Das Ministerium für Schule und Weiterbildung NRW hat den Schulen die Möglichkeit gegeben, für die Vorbereitungen auf ein qualitativ hochwertiges Distanzlehren und -lernen zwei Organisationstage bis zum Beginn des Distanzunterrichts zu nutzen, die wir gerne wahrnehmen möchten.

  • Am Montag (11.01.21) werden wir als Kollegium im Rahmen einer ganztägigen Dienstbesprechung die pädagogische Konzeption sowie die technische Umsetzung des Distanzunterrichts miteinander abstimmen.
  • Am Dienstag (12.01.21) werden ausgewählte LehrerInnen mit den Schüler*innen, also mit Euch / mit Ihren Kindern zusammen online die technischen Voraussetzungen und Möglichkeiten erproben.
    • Alle Schüler*innen erhalten gegen 8.00 Uhr eine Mail mit Informationen und Lernvideos für ein erstes Kennenlernen und Ausprobieren von Microsoft TEAMS.
    • Gegen 10.00 Uhr werden die Klassenleitungs- und Stufenleitungsteams in erste Audio- oder Videokonferenzen einsteigen und mögliche Fragen und Details mit ihren Lerngruppen klären.
  • Start für den Distanzunterricht nach bisherigem Stundenplan ist damit Mittwoch, der 13.01.2021 um 7.40 Uhr!

Weitere Informationen entnehmt / entnehmen Sie bitte dem Leitfaden → unter diesem Link erreichbar.

Ab Dienstag (12.01.21) kann eine Notbetreuung für die SchülerInnen der Klassen 5 und 6 eingerichtet werden, „die beim Distanzunterricht im häuslichen Umfeld ohne Betreuung Probleme bekämen." Damit wird diesen Kindern „die Erledigung ihrer Aufgaben in der Schule unter Aufsicht" ermöglicht. Diese SchülerInnen „nehmen - auch wenn sie sich in der Schule befinden - am Distanzunterricht ihrer jeweiligen Lerngruppe teil." (vgl. Schulmail v. 07.01.21)

  • Dienstags und montags findet diese Notbetreuung von 7.40 bis 13.10 Uhr statt.
  • Mittwochs bis freitags von 7.40 bis 12.10 Uhr.

Wir bitten Sie sehr verantwortungsbewusst mit dieser Möglichkeit umzugehen, da wir alle voll beschäftigt im Distanzunterricht tätig sind. Bitte richten Sie ggfs. Ihren Antrag auf Notbetreuung bis Montag (11.01.2021) 12.00 Uhr an unser Sekretariat, damit wir die Betreuung planen können: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! Bitte beachten Sie, dass kein Schulbusverkehr eingerichtet ist. Für die Hin- und Rückfahrt kann lediglich der öffentliche Nahverkehr genutzt werden. Unter folgendem Link finden Sie das Formular für einen Antrag für eine Notbetreuung unter diesem Link.

Bei Fragen wenden Sie sich bitte telefonisch (02864-94930) oder per Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! an unser Sekretariat, die diese Anfragen möglichst zeitnah an die jeweiligen AnsprechpartnerInnen weiterleiten werden.

Wir hoffen, dass wir mit dieser Gestaltung der nächsten drei Wochen einen qualitativ angemessenen Distanzunterricht gewährleisten können. Uns ist bewusst, dass diese Lernformen den Präsenzunterricht nicht vollständig ersetzen können.

Bitte unterstützen Sie uns und Ihre Kinder in diesem Vorhaben!

Mit besten Wünschen - und „Bleibt und bleiben Sie gesund!!"

Sigrid Kliem (Schulleiterin)

Gedanken von Pater Jörg Thiemann zum Fest "Taufe Jesu": „Würden Sie sich heute taufen lassen, wenn Ihre Eltern Ihnen die Entscheidung selbst überlassen hätten? Würden Sie sich, falls Sie als Erwachsener die Taufe empfangen haben, genauso handeln wie damals?“ Ich finde es sehr wichtig, von Zeit zu Zeit wieder neu JA zu sagen zu meinem Leben als Christ oder als Christin. 

Das Fest „Taufe des Herrn“ kann dazu ein Anlass sein. Es ist ein Fest voller Verheißungen, voller Zusagen an uns alle. Jesus stellt sich in seiner Taufe mit uns auf eine Stufe. Jesus teilt unser Leben von Beginn an. Die Taufszene stelle ich mir auf ganz verschiedene Weise vor. Johannes gießt Jesus Wasser über den Kopf, so wie wir es in unseren Breitengraden kennen. Jesus, der ohne Sünde ist, lässt sich reinwaschen von den Sünden. Er lässt sich neues Leben schenken. Eine andere Möglichkeit ist die: Jesus lässt sich von Johannes untertauchen. Der alte Mensch steigt hinunter, der neue Mensch kommt hoch. Jesus nimmt das auf sich – aus Liebe zu uns. 

Jesus erfährt bei seiner Taufe vieles, was ihm Mut macht: Der Himmel öffnet sich. Das Leben von Jesus ist ausgerichtet auf den Himmel, auf die Gemeinschaft mit Gott. Der Geist schwebt wie eine Taube auf Jesus. Jesus wirkt in der Kraft Gottes. Jesus wirkt ganz in der Einheit mit Gott. Darum hört Jesus eine Stimme, die spricht: „Du bist mein geliebter Sohn, an dir habe ich Gefallen.“ Gott steht hinter ihn. Gott nimmt ihn an. Diese Erfahrung am Jordan rüstet Jesus aus für sein Wirken. 

Die Menschen haben wohl am Leben von Jesus, an seinen Worten und Taten gespürt: Gott liebt Jesus. Jesus schenkt diese Liebe weiter an die Jünger, an die Menschen und an uns. Was Jesus lebte, war ein Ausdruck seiner Taufe. Jesus lebte seine Taufe. 

Er tat dieses auf eine ganz zärtliche Weise. Die Taube ist auch ein Symbol für Frieden, für Reinheit, für Sanftheit. Jesus hat den Frieden gepredigt und auch gelebt. Auf das Böse, das ihm angetan wurde, hat er mit Liebe geantwortet. Am Kreuz hat er gebetet: „Vater, vergib ihnen, denn sie wissen nicht, was sie tun!“ Einer Welt von Machtgebärden, einer Welt, in der Stärke zählt, zeigt Jesus einen neuen Weg auf, der Liebe, der Sanftmut. 

Durch die Taufe gehören wir Jesus an. Wir sind auch berufen, unsere Taufe und unseren Glauben zu leben, zu zeigen, dass wir zu Gott gehören und uns von Gott geliebt fühlen. 

Was Jesus zugesagt wurde, das wird auch uns zugesagt. Auch uns steht der Himmel offen. Auch wir sind auf den Himmel, auf das Leben bei Gott ausgerichtet. Unser Ziel ist es, einmal in der Nähe bei Gott zu leben. Dieses Ziel gibt uns Kraft, ist uns Ansporn, als Christen/ innen zu leben. Bei jeder Taufe wird deswegen auch die Osterkerze entzündet. Sie ist Zeichen, dass Jesus auferstanden ist und auch wir auferstehen werden. Darum wird die Taufkerze an der Osterkerze entzündet. 

Auch wir sind dazu ausgerüstet mit Gottes Geist. Gottes Geist zeigt uns einen zärtlichen Weg für unser Leben. Wenn wir versuchen Frieden zu stiften, die Hand zur Versöhnung reichen, dann leben wir unsere Taufe. Das kann auch ein gutes Wort, das Mut macht, sein. In dieser Zeit von Corona, wo wir Abstand halten sollen, können wir Nähe zeigen. Wir haben die Möglichkeit, am Telefon einander mehr zuzuhören. Nicht wenige haben eines neu entdeckt: Das Briefeschreiben oder das Schreiben von Karten mit der Hand. 

Vielleicht spüren Sie, dass der Glaube Halt gibt und es oft auch Freude schenkt, Glauben zu leben. Wo Sie das spüren trotz aller Skandale, trotz aller schweren Erfahrungen als Christen/ innen, da wird Ihre Taufe Wirklichkeit. 

Würden Sie sich nochmal taufen lassen? Ich hoffe es sehr! 

Am Abend des 1. Januars 2021 starb nach kurzer Krankheit Diakon Sphelele Phewa CMM im EThekwini Hospital in Durban, Südafrika. Diakon Phewa erblickte am 16. Februar 1989 in Mariannhill das Licht der Welt – Durban. Am 2. Februar 2017 legte er seine Erste Profess ab und wurde drei Jahre später am 17. Oktober 2020 zum Diakon geweiht. 

Botschaft von Papst Franziskus zum Welttag des Friedens am 1. Januar 2021

Bischof Wilmer: „Achtsamkeit ermöglicht echte Solidarität“

Am 1. Januar 2021 begeht die katholische Kirche den 54. Welttag des Friedens. Papst Franziskus hat ihn unter das Leitwort „Die Kultur der Achtsamkeit als Weg zum Frieden“ gestellt. In seiner Botschaft zum Welttag erinnert er an die Auswirkungen der Corona-Pandemie. Sein Mitgefühl gelte allen, die in dieser Zeit einen geliebten oder nahestehenden Menschen verloren hätten. Die Krise habe erneut gezeigt, „wie wichtig es ist, füreinander und für die Schöpfung Sorge zu tragen, um eine Gesellschaft aufzubauen, die auf Beziehungen der Geschwisterlichkeit beruht“. Dabei betont Papst Franziskus die Notwendigkeit zur Achtsamkeit, die während der Pandemie in besonderer Weise praktisch erfahrbar geworden sei.

Achtsamkeit und Barmherzigkeit seien auch Kennzeichen der Nachfolge Jesu: „Die Werke der geistlichen und leiblichen Barmherzigkeit bilden den Kern des karitativen Dienstes der frühen Kirche.“ Dieser Dienst sei im Laufe der Jahrhunderte „zum pulsierenden Herz der Soziallehre der Kirche“ geworden. Die Achtsamkeit lasse sich heute als das entscheidende Fundament verstehen, das „die Förderung der Würde jeder menschlichen Person, die Solidarität mit den Armen und Schutzlosen, die Sorge um das Gemeinwohl und die Bewahrung der Schöpfung“ trägt, so Papst Franziskus.

In seiner Botschaft ruft er die beiden Dimensionen des Menschen als soziales und einzigartiges Individuum in Erinnerung und entfaltet die Erfordernisse, die mit der „Förderung der Würde und Rechte der Person“ einhergehen. Franziskus wendet sich gegen falschen Individualismus und die Ausbeutung des Menschen und betont die Bedeutung des Dienstes für das Gemeinwohl, der allen Menschen aufgetragen sei. Deshalb müssten „unsere Pläne und Bemühungen stets die Auswirkungen auf die gesamte Menschheitsfamilie berücksichtigen und die Folgen für den gegenwärtigen Augenblick und für die künftigen Generationen abwägen“. Diese Haltung, die „auf den Schrei der Bedürftigen und auf den Schrei der Schöpfung“ zugleich höre, finde in solidarischem Handeln und tätiger Nächstenliebe ihren Ausdruck.

Aus einer so verstandenen Achtsamkeit entwickelt Papst Franziskus den „Kompass für einen gemeinsamen Kurs“ der Menschheitsfamilie. Er ruft die Verantwortlichen in Politik und Wirtschaft dazu auf, diesen „Kompass der oben genannten Prinzipien zur Hand zu nehmen“, um den Globalisierungsprozess so zu gestalten, dass der Wert und die Würde eines jeden Menschen und der Schöpfung geachtet werden. Gegen die neu erwachenden Nationalismen setzt der Papst die Geltung des Völkerrechts und die universale Geltung der Menschenrechte. Einmal mehr erneuert er angesichts militärischer Krisen und Kriege seinen Appell, „mit dem Geld, das für Waffen und andere Militärausgaben verwendet wird, einen ‚Weltfonds‘ einzurichten, um dem Hunger ein für allemal ein Ende zu setzen und die Entwicklung der ärmsten Länder zu fördern“.

Bischof Dr. Heiner Wilmer (Hildesheim), Vorsitzender der Deutschen Kommission Justitia et Pax, unterstreicht die Bedeutung der Solidarität, wie sie von Papst Franziskus in dessen Botschaft erläutert werde. „Wie schon in seiner vielbeachteten Enzyklika Fratelli tutti fordert der Papst dazu auf, den Nöten unserer Zeit nicht auszuweichen, sondern den Leidenden nahezukommen. Diese Achtsamkeit ermöglicht echte Solidarität. Sie kann die Form der Mildtätigkeit annehmen, hat aber auch eine politische Dimension. Denn den Armen, Kranken und Hungernden kann letztlich nur durchgreifend geholfen werden, wenn Strukturen geschaffen werden, die die Lebenschancen der Bedürftigen nachhaltig verbessern“, so Bischof Wilmer. Der Papst mache deutlich, dass diese Solidarität auch Ausdruck der Sorge um den wahren Frieden in der Welt sei. Er verstehe die Botschaft von Papst Franziskus zum Weltfriedenstag als eine Wegweisung in zentralen Weltfragen: „Es ist gut, dass der Papst nicht müde wird, für den Multilateralismus, das Völkerrecht und die Menschenrechte einzutreten. Und mehr noch: Franziskus sorgt dafür, dass diese Perspektiven in keiner Weise abstrakt daherkommen. Denn sie wurzeln in einer Kultur der Achtsamkeit und der Mitmenschlichkeit, in die sich jeder Mensch hineinleben kann und soll. Wie Papst Franziskus zurecht schreibt, kommt dabei der Bildung, in Familie und Schule, eine unverzichtbare Bedeutung zu.“ (dbk)

Hinweis:

Die Botschaft von Papst Franziskus zum 54. Welttag des Friedens ist auf www.dbk.de unter Papstbotschaften verfügbar.

Gedanken zum Weihnachtsfest 2020 von Pater Jörg Thiemann: "Da hatte ich einen Lichtblick." Etwas gab wieder Zuversicht in einer schweren Lage. Wie ich es in der Einleitung gesagt habe: Wir leben im Dunkel unserer Sorgen und Ängste wegen der Pandemie. Ein Lichtblick ist der 27. Dezember. Es ist der Tag, an dem der Impfstoff gegeben wird. Der Tag wird herbeigesehnt.

Herbeigesehnt - das ist das richtige Wort. Auch die Israeliten, die in der babylonischen Gefangenschaft lebten, sehnten sich Erlösung herbei. Ihnen wird verkündet, dass ihre Gefangenschaft ein Ende haben wird. Es ist Gott, der die Israeliten befreit, der wunderbar an seinem Volk handelt. Jesaja legt seine Hoffnung in ein Kind, das bald geboren werden soll. Diese Hoffnungen, die in dieses Kind gelegt werden, zeigen sich in den Namen, die diesem Kind gegeben werden. "Wunderbarer Ratgeber, Vater in Ewigkeit, Fürst des Friedens!" Dieses Kind wird einmal die große Sehnsucht nach Frieden erfüllen. Dabei meine ich unter Frieden noch mehr als die Abwesenheit von Krieg. Ich selbst bin froh, noch nie einen Krieg miterlebt zu haben. Ich meine auch den Frieden in unseren Lebensbereichen, den Frieden im eigenen Herzen. Frieden - damit meint Jesaja auch Wohlergehen und Hoffnung. In dem Wort Frieden sind alle Sehnsüchte der Menschen enthalten. Wo diese Sehnsüchte nicht erfüllt werden, dort ist Finsternis. Licht ist dort, wo diese Hoffnungen Erfüllung finden.

Unter dem Licht dürfen wir Jesus sehen. Jesus ist das Licht, das in der Finsternis leuchtet. Es gibt so vieles, neben dem Coronavirus, was unser eigenes Leben finster machen kann. Das können Streitigkeiten sein. Das kann eine schwere Krankheit sein. Auch die Sorgen um das Klima der Welt macht vielen Menschen Sorgen. Gerade die jungen Menschen befürchten, dass diese Welt nicht mehr lebenswert sein wird, es sei denn, wir ändern in unserem Leben so einiges und fangen damit an, das Leben und die Zukunft der jungen Menschen zu bedenken. Es gibt vieles, was läuft an Ungerechtigkeiten. In dieser Welt, die im Moment aus den Fugen zu geraten scheint, feiern wir Weihnachten.

Doch uns wird an Weihnachten Hoffnung und Zuversicht geschenkt werden. Zuerst einmal: Es gibt vieles, was gut läuft. Es gibt viel Liebe und Barmherzigkeit unter den Menschen. Gott ist in diese Welt gekommen. Gott teilt unser Leben, von Anfang bis zum Ende, bis hin zum Sterben. Die Engel verkünden es den Hirten, den einfachsten Leuten ihrer Zeit. "Heute ist euch in der Stadt Davids der Retter geboren: er ist der Messias, der Herr." Das können wir nur im Glauben erfassen. Wenn Jesus uns wichtig ist, dann können wir die Worte begreifen, welche die Engel den Hirten verkündet haben.  

Gott will uns in diesem Kind, in Jesus, erlösen und befreien, aus dem, was uns gefangen hält, aus dem, was uns schwer fällt, was unser Leben dunkel macht. Jesus kam in diese Welt als ein wehrloses Kind, als ein armes Kind, und hat sich auf die Seite der armen Menschen gestellt. Es sind die Menschen, denen das fehlt, was sie zum Leben brauchen. Es sind die Menschen, die einsam sind, ohne einen festen Halt, ohne Orientierung. Es sind die Menschen, die gefangen sind in einer Welt, in der wir immer funktionieren sollen, gefangen in einer Welt, in der nur die Bestleistungen zählen.

Doch bei Jesus sind wir alle, so wie wir sind, angenommen, gut und auch geliebt. Jesus geht andere Wege, Jesus hat andere Maßstäbe, Menschen zu beurteilen, als es in unserem Denken üblich ist.

Wir feiern Weihnachten - in der Corona-Pandemie, die uns schon seit Monaten gefangen hält. Vieles gibt es, was uns sorgt. Möge Jesus mit seiner frohen Botschaft für uns immer wieder neu der Lichtblick sein.

Gedanken von Pater Jörg Thiemann zum vierten Advent: "Wenn ich das gewusst hätte, dann..." Das sind Gedanken, die einem schon einmal kommen können. Da haben wir uns etwas ganz anders vorgestellt. Wir wussten nicht, welche Folgen eine Entscheidung haben würde. Heute hören wir von einer Entscheidung, vom dem Ja, das Maria spricht. "Mir geschehe, wie du es gesagt hast." Sie entscheidet sich für ein Leben mit Gott. Sie sagt Ja zu ihrer Berufung. Maria war überwältigt von dem, was der Engel Gabriel über Jesus sagt. Gott greift ein in das Leben der Maria. Gott greift auch in unser Leben ein. Gott wirkt in unserem Leben. Er will sein Werk tun, sein Reich aufbauen. Das Schöne: Gott nimmt uns Menschen dazu in seinen Dienst, so wie Gott Maria in seinen Dienst nahm. Gott baut vor allem auf das Ja, das Maria spricht. Bei keinem anderen Menschen wie bei Maria ist das Leben so verwoben mit Gott. Mit Maria beginnt Gott etwas Neues. Gott hat hier Neues begonnen in der Geschichte der Menschheit. Dieses Neue ist ein Wagnis. Denn: Die Geschichte Gottes war für Maria eine Geschichte mit vielen Leiden und Tiefen. Sie war eine Geschichte, in der sie schwere Stunden erlebte. Denn das Leben von Jesus war bestimmt von Leiden, von Verkennung, und vom Tod am Kreuz. Auf seinem Lebensweg musste Jesus leiden. Denn mit seiner Botschaft ist er auch angeeckt, missverstanden oder verleumdet worden. Seine Botschaft steht im Gegensatz zu vielem, was in der Welt üblich ist. An Maria zeigt sich eines: Wer sich auf ein Leben mit Gott einlässt, wer zu Gott eine Liebesbeziehung eingeht, wird es schwer haben. Das eben trifft in unserer Gesellschaft zu. Es gibt viele Menschen, die verfolgt werden, weil sie an Jesus glauben. Es kann sein, dass in unseren Breitengraden Menschen belächelt werden, wenn sie sich als Christen bekennen. Es ist schwer, zur Kirche zu stehen. Die Kirche, also die Gemeinschaft aller Menschen, hat sicher viel Gutes bewirkt. Leider aber - und das sollten wir nicht verurteilen - ist die Kirche überschattet von den vielen Skandalen der letzten Jahre. Christ sein heißt auch, leiden zu müssen. Wer wegen des Glaubens leidet, weiß aber eines: Auch Marias Weg mit Gott war mitbestimmt vom Leiden. Doch eines dürfen wir auch glauben: Das beten wir im heutigen Tagesgebet. "Gieße deine Gnade in unsere Herzen ein. Durch die Botschaft des Engels haben wir die Menschwerdung deines Sohnes erkannt. Lass uns durch sein Leiden und Kreuz zur Herrlichkeit der Auferstehung gelangen." Nach seinem Sterben ist Jesus auferstanden. Er © 2020 - Missionare von Mariannhill Mariannhillstr. 1, 97074 Würzburg hat den Tod besiegt. Das ist die Verheißung für uns. Am Ende siegt das Leben, siegt Gott. Wir dürfen uns mit Mut und Entschlossenheit für Gott entscheiden. Wir dürfen mit Mut unseren Lebensweg gehen. Vielleicht sagen wir uns immer wieder: "Hätte ich das gewusst!" Doch, was wir an Erfüllendem erleben, hat unsere Erwartungen übertroffen. Wie Jesus - und das zeigt sich im Tagesgebet, das Ja auch das Angelusgebet abschließt - werden wir zur Auferstehung gelangen. Diese Botschaft gibt Mut und Hoffnung. Gehen wir unseren Weg mit Mut und Vertrauen.

Heute starb in Südafrika Pater Sibusiso Donatus Ndwalane CMM. Er erblickte am 12. Mai 1962 in St. Michael's, Südafrika, das Licht der Welt. Seine Erste Profess legte er am 2. Februar 1985 ab und wurde am 30. November 1991 zum Priester geweiht. Möge er nun die Herrlichkeit Gottes unverhüllt schauen dürfen. R.I.P. 

Bundesweiter Appell nach Beschluss zu hartem Lockdown – gemeinsamer Spendenaufruf von Brot für die Welt und Adveniat

Berlin/Essen, den 15. Dezember 2020. Mit einem dringenden Appell bitten die Präsidentin von Brot für die Welt, Cornelia Füllkrug-Weitzel, und Adveniat-Hauptgeschäftsführer Pater Michael Heinz um Spenden für die Arbeit der kirchlichen Hilfswerke: „Die Corona-Pandemie ist für viele Menschen in den armen Ländern existenzbedrohend. Deshalb appellieren wir an Ihre Großzügigkeit und bitten herzlich um Ihre Spende zu Weihnachten. Jede Spende hilft!“ Wegen des harten Lockdowns ab Mittwoch sehen die kirchlichen Hilfswerke mit Sorge, dass die Möglichkeit des Gottesdienstbesuchs an Heiligabend und Weihnachten weiter eingeschränkt werden könnte. Auch der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland, Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm, und der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Bischof Georg Bätzing, unterstützen mit einem Spendenaufruf Brot für die Welt und Adveniat. In Videobotschaften rufen sie dazu auf, zu Weihnachten für die Arbeit der beiden kirchlichen Hilfswerke zu spenden. Heinrich Bedford-Strohm sagt: „Dieses Jahr ist die Kollekte besonders wichtig, gerade weil Corona die Ärmsten in der Welt besonders hart trifft. Wir haben deshalb mit unseren katholischen Geschwistern verabredet, in der Adventszeit und zu Weihnachten gemeinsam zu Spenden aufzurufen. Bitte unterstützen Sie die Arbeit der kirchlichen Hilfswerke Brot für die Welt und Adveniat mit Ihrer Spende.“ Das unterstreicht auch Bischof Georg Bätzing: „Weihnachten ist mit Adveniat und Brot für die Welt sehr verbunden. Die Kollekten brauchen wir, um die Ärmsten der Armen in Lateinamerika und der Karibik zu unterstützen, die ja ganz besonders hart von der Corona-Krise betroffen sind. Und weil die Kollekten nicht wie üblich stattfinden können, bitten wir Sie in ökumenischer Verbundenheit, unter www.weihnachtskollekten.de Ihre großzügige Spende zu geben.“ Ein Großteil der Menschen im Globalen Süden leidet unter den wirtschaftlichen Folgen des Lockdowns, denn viele Einkommensmöglichkeiten für Tagelöhner oder Straßenverkäuferinnen sind weggebrochen. Eine soziale Absicherung gibt es nicht. Spenden und Kollekten sind daher in diesem Jahr besonders wichtig, um die dramatischen Folgen der Corona-Pandemie aufzufangen.Brot für die Welt und Adveniat bieten zusätzlich zu den bisherigen Spenden-Möglichkeiten verschiedene Varianten der Online-Spende an, beispielsweise über einen QR-Code. Vielen Gemeindebriefen liegt ein Zahlschein bei, und natürlich gibt es auch die klassischen Spendentüten, die zum Beispiel im Gemeindebüro abgegeben werden können. Gemeinsam haben die beiden Werke die ökumenische Website www.weihnachtskollekten.de eingerichtet. In evangelischen Kirchengemeinden ist die Kollekte an Heiligabend und Weihnachten traditionell für Brot für die Welt bestimmt, in katholischen Gemeinden für Adveniat. Traditionell gehört die Kollekte zu den Gaben, die die Menschen in den Gottesdiensten darbringen. Die Kollekte ist zugleich Ausdruck der Nächstenliebe und Solidarität mit den Ärmsten in aller Welt.

Pater Jörg Thiemann über den dritten Advent: "Wie finde ich zum Glück? Wie kann eine Ehe gelingen? Wie setze ich mich am besten durch? Das könnten Titel von Büchern sein, die zum Ziel haben, Ratgeber zu sein. Wer sich einen Rat geben lässt, ja, wer dafür offen ist, verhindert eines: Stillstand. Stillstand ist immer auch Rückschritt. Diese Zeit des Advents, in der wir auf das Weihnachtsfest warten, ist durchaus eine Gelegenheit, seinem Leben und vor allen Dingen seiner Beziehung zu Gott einen Ruck, einen neuen Elan zu geben. Paulus hat uns da einiges zu sagen. Schauen wir uns doch an, was er den Thessalonichern schreibt! "Freut euch zu jeder Zeit!" In unseren Tagen ist es doch eher schwer, sich zu freuen, gerade wegen der Corona Pandemie. Ich spüre bei vielen, wie mürbe diese Menschen sind, wie es eine Freude wäre, nähme diese Pandemie endlich ein Ende. Doch ich glaube, Paulus meint tieferes als eine oberflächliche Freude. Seine Worte verstehe ich so: Seid zuversichtlich, denn in Jesus habt ihr eine neue Lebensperspektive. Seid zuversichtlich und hoffnungsfroh, denn ihr habt ein neues Ziel. Lasst euch in allem, was euch bedrückt und Sorgen macht doch von dem Glauben leiten, dass Gott einst wiederkommen wird, dass er Himmel und Erde neu schaffen wird. Wir werden dann in seiner Nähe leben. Das beschreibt die Bibel an vielen Stellen mit einem Hochzeitsmahl oder mit einem Fest. Das Leben, mein ganzes Denken, mein Reden und mein Tun kann von dieser Grundeinstellung bestimmt sein. Ein Christ/ in lebt auf der Erde, in dieser Welt, mit allem Schweren, aber sein Blick geht auf das Ziel hin, auf ein Ziel, dass in ihm Zuversicht, Hoffnung und Glaube schenkt, auf Jesus, auf den Johannes hinweist, dem Johannes den Weg bereitet, der das Licht der Welt ist und der Erlöser. Wer in dieser Grundhaltung lebt, verwirklicht auch die zweite Grundhaltung: "Betet ohne Unterlass." Zuerst kann dieses Wort schocken. Können wir wirklich jede Minute im Gebet verbringen, stundenlang in der Kirche sein? Zuerst geht es Paulus um eine Grundhaltung. Diese Grundhaltung ist meine Zuversicht, die mir von Gott geschenkt ist, wenn ich mich auf den Glauben einlasse, wenn ich an seine Liebe zu mir glaube. Ich bete, in dem ich mich in jeder Phase meines Lebens mit Gott verbunden weiß. Schon in der Weise, wie ernst ich meine Arbeit nehme, wie ich mit den Menschen umgehe, die mir begegnen, ob ich bereit bin, mich zu versöhnen, kann eine Form des Gebetes sein. Ich weiß mich von Gott an einen Platz gestellt, in der Aufgabe, die ich jetzt zu erfüllen habe. Diese Form des Betens ohne Unterlass braucht auch eines: die Unterstützung durch Gebetszeiten, regelmäßiges gemeinschaftliches Beten. Wenn ich die bestimmten Zeiten ernst nehme, dann ist das eine Form, ohne Unterlass zu beten! Sicher: Es ist gut, sich feste Zeiten zu setzen. Es ist gut, das regelmäßige Beten als Pflicht anzusehen. Denn Pflicht kann auch eine Hilfe sein gegen die eigene Nachlässigkeit. Doch Gebet nur als Pflicht, nur als Leistung zu sehen, das würde das Gebet verkürzen. Das Gebet soll immer aus Liebe zu Gott geschehen. Je mehr ich diese Liebe trainiere, je mehr ich mich in das Gebet einübe, um so mehr kann ich in dieser Liebe wachsen. Auch die Liebe zu Gott ist mehr als ein Gefühl. Ich möchte im Gebet Gottes Wort hören, mit ihm in Beziehung treten und immer tiefer verbunden sein. Ich möchte Jesus, den Kommenden immer näher und besser kennen lernen. Da hilft es nachzudenken über das, was Paulus an die Thessalonicher schrieb, IHM den Weg bereiten, auf IHN hinweisen, so wie Johannes es tat. Wachsen wir in der Freude an Gott, in der Vorfreude auf das, was er uns schenken will."

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