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Am Freitag, 30. Juli 2021, feiert Pater Armin Geißler CMM seinen 80. Geburtstag. Wir gratulieren ihm von ganzen Herzen und sagen ihm ein aufrichtiges Vergelt's Gott für seinen Dienst an den Menschen und der Gemeinschaft der Missionare von Mariannhill. 

Pater Armin Geißler CMM wurde am 30. Juli 1941 in Randersacker bei Würzburg geboren. Als Schüler des ordenseigenen Internates Aloysianum in Lohr besuchte er das Franz-Ludwig-von-Erthal Gymnasium. Nach dem Abitur ging er 1962 für ein Jahr als Novize nach Brig in die Schweiz. Am 30. September 1963 legte er seine erste zeitliche Profess ab. Hernach studierte er an der Julius-Maximilians Universität in Würzburg Theologie und Philosophie. 

Am 30. September 1966 band er sich mit der Ablegung der Ewigen Profess für immer an die Gemeinschaft der Missionare von Mariannhill. Zwei Jahre später, am 29. Juni 1968 wurde er vom Würzburger Weihbischof Alfons Kempf zum Diakon und am 29. Juni 1969 vom Mariannhillerbischof Henry Karlen in Würzburg zum Priester geweiht. Noch im selben Jahr wurde er nach Palencia, Spanien, versetzt. Dort arbeitete er 17 Jahre lang als Erzieher und Musiklehrer im ordenseigenen Gymnasium. 

1986 kehrte er nach Deutschland zurück und übernahm die Seelsorge in der Pfarrei St. Marien in Maria Veen, Münsterland. Im Dezember 2006 wurde er auf eigenen Wunsch und auf Wunsch des Provinzials nach Mussenhausen bei Markt Rettenbach versetzt, wo er als Schwestern- und Seniorenseelsorger im dortigen Marienheim tätig war. Im September 2015 zog er nach Reimlingen in das Missionshaus St. Josef, wo er nun seinen wohlverdienten Ruhestand verbringt. 

Ansprache von Generalvikar Pater Michael Maß CMM anlässlich des Requiems von Pater Wolfgang Zürrlein CMM in der Mariannhiller Herz-Jesu-Kirche in Würzburg: 

Doch danke ich Gott für alles Frohe und Leidvolle […], eingedenk des Liedes: Es kommt die Zeit, wo du begreifst, dass alles Segnung war.     Seliger Pater Engelmar, 13. August 1944

Liebe Familie, liebe Schwestern und Brüder,

dieses Wort stammt von unserem Seligen Mitbruder Pater Engelmar Unzeitig. Ganz bewusst habe ich es an den Anfang dieser Predigt für unseren lieben verstorbenen Pater Wolfgang Zürrlein gesetzt. Dafür gibt es zwei Gründe; zum einen hat Pater Wolfgang viele Jahre seines Lebens und Arbeitens dem Seligen Engelmar gewidmet und sich als Postulator in dessen Seligsprechungsprozess sehr verdient gemacht. Und zum anderen sind wir heute hier, um das Leben unseres lieben Verstorbenen zu feiern. Um Gott für alles Frohe, das wir mit und durch Pater Wolfgang erleben durften, zu danken.

Vermutlich könnten wir hier stundenlang von wunderbaren und lustigen Begegnungen mit ihm berichten. Immer wieder hat sein typischer Einwand „Na ja, des kann ma so ned saach, des glaab i ned“ zur Aufheiterung beigetragen und den ein oder anderen zum Lachen gebracht. Wolfgang war ein geselliger Mensch, der gerne bei seiner Familie, seinen Freunden und seiner Gemeinschaft war und dieses Zusammensein sehr geschätzt hat. Er war immer dankbar dafür.

Als seine Ordensfamilie dürfen wir auf ein langes und erfülltes Ordensleben des Verstorbenen zurückblicken. In den 67 Jahren als Mariannhiller hat er nach seinem Studium und seiner Priesterweihe viele verschiedene Aufgaben erfüllt: Präfekt in Internaten, Novizenmeister hier in Deutschland und Hausoberer. 12 Jahre lang hat er für unsere Kongregation auch in der Generalleitung in Rom gearbeitet. Wir sind dankbar für all das Frohe und Gute, das er unserer Gemeinschaft, der Kirche und vor allem auch den vielen Menschen, die er als Priester und Ordensmann begleitet hat und denen er zur Seite stand, geschenkt hat.

Natürlich vergessen wir dabei nicht das Leidvolle, das er vor allem in den letzten beiden Jahren durch seine schwere Krankheit erleben musste. Immer wieder musste er nach hoffnungsvollen Behandlungen herbe Rückschläge einstecken. Aber davon hat er sich nicht unterkriegen lassen. Zäh und voller Energie hat er den nächsten Schritt in Angriff genommen. Und dabei, bis zum Schluss, hat er nie gejammert oder sich beklagt. Das war für mich immer wieder bewundernswert. Ich bin mir sicher, dass ihm hier der Selige Engelmar ein Vorbild war, die Kraft und das Vertrauen zu haben, Gott auch für Leidvolles zu danken.

An anderer Stelle schreibt der Selige Engelmar: Da wird allen klar, dass nicht nur Mut und Tapferkeit, sondern auch Geduld und stilles Durchhalten große Tugenden sind. (22. März 1942)

Genau so habe ich Wolfgang in den letzten Jahren erlebt: mutig und tapfer hat er gegen seine Krankheit angekämpft, solange es ging und dabei hat er vieles mit Geduld und in Stille durchgehalten. Ein Beispiel, das ich hoffentlich nie vergessen werde.

Liebe Familie, Schwestern und Brüder, der Selige Engelmar war erfüllt mit unglaublichem Vertrauen in die Liebe, Barmherzigkeit und Nähe Gottes, auch und vor allem in seiner grausamen Zeit im Konzentrationslager Dachau. Unser lieber Verstorbener hat sich dies als Beispiel genommen, dem er in seinem priesterlichen Leben folgen wollte. Er hatte es sich zum Inhalt seines Lebens gemacht, die Frohbotschaft des Herrn zu verkünden. Die Zusagen, dass Gottes Liebe und Barmherzigkeit allen Menschen gilt und er sie keinem vorenthält. Und dass letztlich unser Leben in ihm, dem Allmächtigen und Guten, geborgen und vollendet ist. Daran hat uns der heilige Paulus in der Lesung erneut erinnert.

Trauert nicht wie die, die keine Hoffnung haben. Denn unser Leben wird in die Gemeinschaft mit Gott geführt, und letztlich in ihm vollendet.

Dafür ist unser Herr Jesus Christus gestorben, damit wir das Leben haben, es in Fülle haben und einst in das neue und ewige Leben in und bei Gott eingehen können. Denn der Tod ist für uns Christen nicht das Ende. Ganz im Gegenteil! Der Tod hat nicht das letzte Wort, sondern Gott, der uns in Christus, in der Kraft des Heiligen Geistes zu diesem neuen Leben führen wird. Das ist die Hoffnung, von der Paulus spricht, die Hoffnung, mit der wir einander trösten sollen. Und wenn wir unser menschliches Leben in das Licht dieser Hoffnung stellen, wenn wir mit diesem Glauben und Vertrauen auf unser Leben blicken können, dann werden wir verstehen, dass letztlich alles Segnung war. Dann werden wir immer wieder neu fähig sein, Gott für alles zu danken, für Frohes aber auch Leidvolles. Im Licht der Auferstehung werden wir erkennen, dass Gott uns nie verlässt und uns vor allem in schweren Tagen trägt. Ich bin mir sicher, dass unser Wolfgang das gerade in den letzten Wochen und Monaten erfahren durfte. Er war getragen von Gott, umgeben von lieben Menschen – und dass er so erkennen durfte, dass alles Segnung war.

So beten wir, dass er nun bei unserem Gott in Frieden ruhen darf. Beten wir um Dankbarkeit für sein Leben und beten wir um Vertrauen und Kraft, dass auch für uns die Zeit kommen wird, in der wir begreifen, dass alles Segnung war. AMEN.

Provinzial Pater Christoph Eisentraut CMM teilte mit: 

Heute morgen gegen 3 Uhr erlag im Piusseminar Würzburg Pater Wolfgang Zürrlein seinem schweren Krebsleiden. Zuletzt wurde er palliativ betreut, nachdem die Krebsbehandlung abgesetzt worden war. Im Dezember hätte Wolfgang seinen 90. Geburtstag feiern dürfen. Allein ein herzliches Vergelt´s Gott, die sich liebevoll um ihn kümmerten und es ihm so ermöglichten zuhause zu sterben. 

Die Beerdigung unseres verstorbenen Mitbruders, Pater Wolfgang Zürrlein CMM, findet am Donnerstag, 22. Juli, um 12.45 Uhr auf dem Hauptfriedhof in Würzburg statt. Anschließend wird um 14 Uhr in der Herz-Jesu-Kirche der Missionare von Mariannhill (Mariannhillstr. 1, 97074 Würzburg) das Requiem gefeiert.

Pater Wolfgang hat sich äußerst verdient gemacht um die Seligsprechung von Pater Engelmar. Möge er nun mit unserem seligen Mitbruder Leben in Fülle genießen!

Bruder Christian Albers CMM verlässt das Missionshaus St. Josef in Reimlingen und beginnt eine neue Aufgabe im Kloster Mariannhill in Würzburg. 

Bruder Christian wurde am 10. Juni 1977 in Dorsten geboren. Von 1985 bis 1986 besuchte er die Grundschule in Wulfen und wechselte dann zur Freien Waldorfschule nach Bochum. Von 1993 bis 1996 kam er dann auf die Freie Waldorfschule nach Essen. Anschließend absolvierte er eine Ausbildung zum staatlich geprüften Kinderpfleger an der Berufsfachschule für Sozial- und Gesundheitswesen in Dorsten. Seinen Zivildienst und ein freiwilliges soziales Jahr leistete er im AWO-Altenheim in Wulfen ab. Am 29. September 2003 trat er in den Orden der Missionare von Mariannhill in Würzburg ein. Am 2. Februar 2004 begann er sein Noviziat und kam nach Ablegung der Ersten Profess 2005 als Pflegekraft ins Alten- und Pflegeheim des Ordens im Missionshaus St. Josef in Reimlingen. Gleichzeitig fing er eine Ausbildung zum Altenpfleger an der Lieselotte-Nold-Schule in Nördlingen an, die er 2008 mit Erfolg bestand. Wir danken Bruder Christian für seinen Einsatz im Missionshaus St. Josef und wünschen ihm für seine neue Tätigkeit in Würzburg Gottes reichen Segen. Vergelt‘s Gott.

Ansprache anlässlich des Requiems für Pater Andreas Stadler CMM am 10. Juli 2021 in Gallneukirchen: 

Wir sind heute zusammengekommen in Trauer, aber auch in Freude! In Trauer, weil wir mit Pater Andreas Stadler einen überaus liebevollen und liebenswürdigen Menschen verloren haben, der die Güte und Menschenfreundlichkeit ausgestrahlt hat, von der unsere Lesung aus dem Philipperbrief gesprochen hat.

Aber auch in Freude, weil dieser zutiefst gläubige Mensch nach einem erfüllten Leben im gesegneten Alter von 94 Jahren sein Lebensziel erreicht hat, die himmlische Heimat. Die irdische Heimat, seine Heimat in Mühldorf, Gemeinde Viechtwang und seine große Familie haben ihm bis zuletzt immer viel bedeutet und wie gern hat er jede Gelegenheit zu einem Besuch „daheim“ genutzt. Aber zugleich war er fest verwurzelt in der himmlischen Heimat, die er schon erleben durfte in seinen Gebeten und in der Feier der Eucharistie. Und er war zuhause in unserer Mariannhiller Gemeinschaft, ja wir dürfen sagen, er hat sehr viel dazu beigetragen, dass die Mariannhiller Gemeinschaft in Österreich manchen anderen eine Beheimatung geschenkt hat!

Mit 16 verließ er schon das Elternhaus, um in Gmunden die Jungenoberschule zu besuchen. Er wohnte bei einer Kostfrau. Lange währte das nicht, denn mit 17 Jahren, am 16. Dezember 1944, wurde er ins Militär eingezogen. Nur einen Monat später wäre sein Leben fast zu Ende gewesen, als er mit einigen anderen jungen Burschen den Beschluss fasste, nach Hause zu fahren und dort das Kriegsende abzuwarten. Im Zug von Wels nach Grünau wurde er von der Militärpolizei aufgegriffen und es war mehr als ein Wunder, dass er nicht wie viele andere in den damaligen Wochen standrechtlich erschossen oder aufgehängt wurde. Er überlebte auch die restlichen Monate des sinnlosen Kampfes im Innviertel und genau an seinem 18. Geburtstag, am 4. Mai 1945, erreichte er wieder sein Elternhaus. Diese Monate haben sich tief in ihm eingebrannt, immer wieder erzählte er davon. Wahrscheinlich ist auch in dieser Zeit seine Berufung zum Priester gereift.

Die nächsten vier Jahre sahen wir ihn im Gymnasium im Stift Kremsmünster. Er spielte auch mit dem Gedanken, nach der Matura dort einzutreten und Benediktiner zu werden. Da er aber die Berufung verspürte, Missionar in Afrika zu werden, ging er stattdessen 1949 ins Noviziat der Mariannhiller nach Riedegg. Nach Afrika ist er nur auf Besuch gekommen und bis auf die Zeit des Studiums und dann 2 Jahre als Jungpriester in St. Georgen am Längssee hat er seine öberösterreichische Heimat nie verlassen. Das Internat St. Berthold in Wels und das Missionshaus Schloss Riedegg wurden die Orte, an denen er viele Jahrzehnte wirkte. Doch auch hier war er Missionar, vor allem bei der Glaubensweitergabe an junge Menschen. Wir werden am Ende des Gottesdienstes noch von einem Vertreter seiner Schüler in Wels hören, die heute selber schon meist Opas sind und noch immer ihren damaligen Erzieher in Liebe und Dankbarkeit verehren.

Lebensfreude hat ihn geprägt. Wie viel Spaß hatte er im Fasching, mit immer neuen Verkleidungen und Haarstilen und Haarfarben. Wie schätzte er die Begegnung mit anderen Menschen. Aber es war nie eine oberflächliche Freude; er hatte die Freude, die aus dem Herzen aufsteigt, die einem bescheidenem, zufriedenem und dankbarem Menschen geschenkt wird. Er hatte die Freude eines Menschen, der sich in der Liebe Gottes beheimatet weiß. Er hatte die Güte von Menschen, die andere mit all ihren Ecken und Kanten annehmen können, weil sie sich selber mit ihren eigenen Schwächen angenommen wissen.

Im Gottesdienst heute spielt die Mundharmonika-Gruppe, die Pater Andreas vor vielen Jahren gegründet und ausgebildet hat. Er wusste um die Lagerfeuerromantik, das Verbindende von Musik und Gesang, um die Freude und Erfüllung beim gemeinsamen Tun.

Als Pater Andreas Ende Mai diesen Jahres ins Rudigierhaus in Linz übersiedelte, sagte ich ihm: Wir bringen dir noch deine Mundharmonika. Wenn du die im Speiseraum spielst, werden die Damen im Haus dich gleich in ihr Herz schließen. Und er lächelte und meinte: Das werde ich machen! Leider war es ihm dann gesundheitlich nicht mehr möglich.

Zwei Lieblingslieder von Pater Andreas werden später bei der Beerdigung auf Schloss Riedegg erklingen. Das Pfadfinderlied: Mein ganzes Leben sei ein Fahren. Es drückt sehr gut aus, was diesen junggebliebenen alten Menschen bewegt hat:

Mein ganzes Leben sei ein Singen, sei wie ein Rufen in der Nacht. Es wird euch in den Ohren klingen, wenn ihr es wert seid, dass ihr wacht. - Mein ganzes Leben sei ein Finden, von Mensch zu Mensch, von Ort zu Ort. Es sei ein Geben und ein Künden, es sei die Tat voran dem Wort. - Mein ganzes Leben sei ein Loben, für alles was uns hier geschenkt. Es sei ein Dank dem Höchsten droben, der alles gibt und alles lenkt.

Ja, es drückt gut aus, was ihn motiviert hat. Und so habe ich auch mit einem Schmunzeln vernommen, dass Pater Andreas sich ausdrücklich für seine Beerdigung das Stück „Spiel mir das Lied vom Tod / Im Tal der Einsamkeit“ gewünscht hat, das Walter Buchinger am Ende der Beisetzung vortragen wird. Was für ein Wunsch! Musik aus einem der wohl besten Western von Sergio Leone aus den 60er Jahren. Aber gleichzeitig wie schön. Denn wenn ein Mensch wie Paulus glaubt: Weil Christus für mich das Leben ist, ist Sterben für mich Gewinn, dann kann er auch gelassen, schmunzelnd und ein wenig spöttisch mit dem Tod umgehen.

Und so sagt uns Pater Andreas heute: Ja, spielt mir das Lied vom Tod, weil ich mich vor dem Tod nicht fürchte. Denn der Tod ist nicht das Ende des Lebens, sondern das Ende des Sterbens. Er ist die Tür zur himmlischen Herrlichkeit. So kann ich mir gut vorstellen, wie unser lieber Andreas nun mit seiner Mundharmonika in den Lobgesang der Engel und Heiligen einstimmen darf! Amen!

SeligsprechunggrossAm 8. August 2021 wird unser Mitbruder Siegfried Mandla Jwara als Erzbischof von Durban installiert. Aufgrund des verhängten Lockdowns in Südafrika wird er wahrscheinlich nur vor dem Domkapitel das Glaubensbekenntnis ablegen. Generalsuperior Pater Thulani Mbuyisa wird an dieser kleinen Feier teilnehmen. Eine größere Feier wird voraussichtlich zu einem späteren Zeitpunkt stattfinden, wo der Nuntius von Südafrika ihm das Pallium überreichen wird. Beten wir für unseren Mitbruder, dass er dieses herausfordernde Amt mit Gottes Hilfe gut meistern wird. (Foto: © 2021 Pater Andreas Rohring)

1976 zählte die katholische Kirche in Papua Neuguinea 619.814 Anhänger/innen. Das waren etwa 29,8 Prozent der Gesamtbevölkerung. Rund alle zehn Jahre wird die Religionszugehörigkeit in Papua Neuguinea erfasst. 2021 ist es wieder soweit. Prognosen gehen davon aus, dass nur noch 25,7 Prozent aller Einwohner/innen Mitglied der katholischen Kirche sind.

Deshalb fordert Victor Roche von der Katholischen Bischofskonferenz in Papua Neuguinea und auf den Salomonen die Katholik/innen zu etwas eher Ungewöhnlichem auf: Evangelisierung. Was normalerweise mit protestantischen oder evangelikalen Kirchen assoziiert wird, soll gerade der katholischen Kirche in Papua Neuguinea wieder neue Mitglieder bringen.

Seiner Meinung nach unterschätzen zu viele Katholik/innen und Leiter/innen der Kirche die Situation. Gerade die jungen Menschen konvertieren immer öfter in andere Kirchen. Deshalb fordert Victor Roche den Ausbau der Jugendarbeit, um Menschen vom jungen Alter an an die katholische Kirche zu binden und die frühe Begegnung mit Jesus zu ermöglichen. Auch die Verantwortung der Familien müsse mehr in den Vordergrund gerückt werden. Durch regelmäßige Gebete und das Vorleben des Christseins könne die Kirche neue Anhänger/innen gewinnen und der Glaube gestärkt werden.

Diese Forderungen stützt eine von Februar 2020 bis Mai 2021 durchgeführte Umfrage. 450 Priester, kirchliche Mitarbeitende und Laien wurden zu Wegen aus der Krise befragt. Neben den schon von Roche geforderten Lösungsansätzen sahen sie es auch als wichtig an, Katholik/innen aus ihrer „Comfortzone“ heraus zu bringen. Wie auch von Victor Roche festgestellt, ist es für Katholik/innen nicht selbstverständlich, ihren Glauben nach außen zu tragen.

Die Kirchenmusik Mariannhill lädt nach der langen Lockdown-Pause zum Neustartkonzert am Sonntag, 11. Juli 2021, um 18 Uhr in die Klosterkirche Mariannhill in Würzburg ein. 

Auf dem Programm des Neustartkonzerts stehen das Concerto grosso in G-Dur von G. F. Händel und die Kirchensonate C-Dur von W. A. Mozart, gespielt vom Mariannhill Chamber Orchestra.
Außerdem spielt der Nachwuchs des Orchesters mit Kindern ab 4 Jahren Guido Papinis Thema und Variationen.
Abgerundet wird das Programm durch solistische Beiträge mit Musik für Gesang, Trompete und Orgel.
SolistInnen sind Barbara Bieber, Roswitha Pax (Violine), Angelika Kuhmann (Cello), Barbara Giouseljannis, Eleonore Perneker (Gesang), Florian Bieber (Trompete), Rudolf Müller (Orgel und Gesamtleitung).

Eintritt frei, Platzangebot begrenzt, Reservierung möglich unter 01522/7583380 oder Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
In der Kirche gilt Maskenpflicht.

Ab 1. Juli 2021 gehen unsere beiden #StolenMemory-Ausstellungscontainer auf Tour und werden bis Ende des Jahres an über 20 Orten in ganz Deutschland Halt machen, um ihre Türen für Besucher*innen zu öffnen. 

Im Mittelpunkt der Ausstellung stehen die Schicksale von zehn KZ-Häftlingen aus verschiedenen europäischen Ländern, deren persönliche Gegenstände Teil der Sammlung der Arolsen Archives sind. Einige dieser Erinnerungsstücke konnten wir bereits an die Familien der Verfolgten zurückgeben. In den anderen Fällen suchen wir noch die Angehörigen. Die Ausstellung lädt das Publikum ein, selbst auf Spurensuche zu gehen und die von den Nazis gestohlenen Erinnerungsstücke zurückzugeben.

Die Ausstellung im Übersee-Container wird durch die Maßnahme „Kultur im ländlichen Raum“ der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien gefördert und ist deshalb an vielen Standorten mit weniger als 20.000 Einwohner*innen zu Besuch. Die Wanderausstellung wird aber auch in größeren Städten wie Hamburg und Dortmund zu sehen sein. 

Begleitet wird die Wanderausstellung durch eine speziell für Jugendliche entwickelte Website mit animierten Filmen, Webstories, Interviews und pädagogischen Begleitmaterialien. Im Juni 2021 zeichnete die Jury des Grimme Online Awards die #StolenMemory-Website in der Kategorie „Bildung und Wissen“ aus.

Außerdem können Besucher*innen mit der #StolenMemory-App beim Ausstellungsbesuch Videoportraits von Angehörigen ansehen, die über die Bedeutung der Rückgaben sprechen. 

 Am Dienstag, 29. Juni 2021, feierte Pater Clemens Truttmann CMM sein 60jähriges Priesterjubiläum. Pater Damian Weber CMM übernahm es, den festlichen Gottesdienst in der Kapelle des Missionshauses zu zelebrieren. Mit ihm waren unter anderem Pater Peter Grand CMM, Pater Germano Trösch CMM und Pater Alistair Gogodo CMM aus der Schweiz angereist. 

Einleitung: 

Predigt: 

Fotogallerie:

 

 

 

Am Samstag, 26. Juni 2021, haben sich zahlreiche Pilger auf dem Weg zur ehemaligen Pfarrkirche von Glöckelberg gemacht. Provinzial Pater Christoph Eisentraut CMM zeigte sich erfreut über die große Teilnehmerzahl, die sich im Gedenken an den seligen Pater Engelmar Unzeitig CMM zusammen gefunden hatte.

 

Weg

 

 

 

 

Stationen auf dem Weg: Glöckelberg.pdf

 Die Einleitung von Pater Christoph Eisentraut sowie Mag. Matthias List können Sie hier nachhören: 

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Die Predigt zum Gedenkgottesdienst hielt Mag. Matthias List, Pfarrassistent für Linz-St. Markus, Dekanatsassistent für das Dekanat Linz-Nord, Seelsorgeteambegleiter für Linz-St. Leopold.

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Predigt zur Wallfahrt nach Glöckelberg – anlässlich des Gedenkens an den seligen Pater Engelmar Unzeitig

Schriftlesungen: Gen 18,1-15 (Besuch Gottes bei Abraham) und Mt 8,5-13 (Heilung des Dieners des Hauptmanns von Kafarnaum)

Und siehe – da war eine Kirche und ein Friedhof, von Gras überwachsen, von Hirten als Schafstall missbraucht, dem Vergessen preisgegeben. Die Verheißungen, die hier einst gebetet und gesungen, alles schien zunichte; die Predigten einst feurig und lebensgefährlich – hatte das Regime doch den längeren Atem, indem es den einen vernichtet hat, der hier die Lebensregeln Gottes eingefordert und nicht die Regeln des Führers verkündet?
Doch Gott geht andere Wege – in der Hitze des Tages kam er und ließ sich nieder, um seine Verheißung zu erneuern: Übers Jahr werde ich wieder kommen und siehe – du wirst Nachkommen haben; Zukunft wird zugesagt und sie glaubten nicht! Ja sie lachten über diese frommen Zusprüche: Wie soll dies geschehen, der Glaube ist verloschen, wir sind zu alt, die Fruchtbarkeit verbraucht.

Aber das Wunder geschah: Eine Handvoll beherzter Menschen beginnen die Stätte der Erinnerung zu pflegen und wieder aufzurichten. Die Grabsteine werden neu gesetzt, die Kirche erneuert, der Glaube gepflegt – und übers Jahr, ehe man sich versieht, da gibt es wieder Lieder und Gebete und Hoffnungen, die von der Zukunft und vom Vertrauen in Gott singen. Die Herren dieser Welt werden nicht gewinnen, nein, Gerechtigkeit wird geübt! Die, die Gewalt angetan, über sie wird gerichtet und diejenigen, denen Unrecht geschehen, werden verehrt und ihrer wird erinnert.

Liebe Gläubige hier in Glöckelberg, die Geschichte von den drei Fremden bei Mamre, die Abraham und Sarah die schon nicht mehr geglaubte Zukunft verkünden, sie berührt stets mein Herz, weil es eine Hoffnungsgeschichte ist, die uns allen Mut und Zukunft zuspricht. In ausweglosen Situationen, wo wir schon aufgegeben haben, wo die Mutlosigkeit sich wie eine zähe Mittagshitze über alles gelegt hat, dort wo wir schon abgeschlossen haben mit unserem Schicksal, dort hinein spricht Gott seine Zukunftsverheißung – den Spöttern und Lästerern zum Trotz.

Die Zukunft unserer Kirche? Sie hat keine, eine veraltete, verkrustete Organisation, zu viel Sünder in den eigenen Reihen, zu viel Schuld im Lauf der Geschichte, die geht unter, geht vorbei – so mutmaßen viele! Und unsere Herzen sind betrübt angesichts schwindender Gläubiger und weniger werdender Männer und Frauen, die sich in den Dienst Gottes stellen lassen. Aber – siehe – da kommen sie vorbei bei uns und wollen zu Gast sein und sagen uns zu: Die Hoffnung wird nie ausgelöscht, habt doch Vertrauen, Gott selbst gibt seiner Kirche Zukunft.

Ich denke auch an unsere geschundene Welt: Das Klima steht an der Kippe, Hagelstürme, Hitze und Trockenheit, ein Wirbelsturm, der ganze Dörfer vernichtet hier bei uns in Mitteleuropa. Viele sind verzweifelt und glauben nicht mehr, dass wir es schaffen, das Ruder herumzureißen. Aber – siehe – die Jungen Menschen, wütend über unsere Wirtschaftspolitik, die sich nicht schert um die filigranen Zusammenhänge in der Ökonomie unserer Mutter Erde; sie stehen auf, gehen unermüdlich auf die Straße und verkünden: Eine Veränderung ist möglich, wir schaffen es, wenn wir umkehren und der Hoffnung wieder Raum geben. Sie sind die Engel unserer Zeit, die uns Zukunft verheißen, wenn wir sie für möglich halten.

Ich denke weiters an so viele Menschen auf der Flucht vor Kriegen und Elend, die ihre Heimat verlassen müssen – wie damals, als auch hier in Tschechien so viele Menschen losziehen mussten, um andernorts neu ihr Leben aufzubauen. Viele sagen heute: Nein, wir können keine mehr aufnehmen, das geht nicht, das zerstört unsere Gesellschaft. Aber – siehe – engagierte Christinnen und Christen vereint mit vielen Menschen guten Willens engagieren sich für diese geflüchteten Menschen; unterstützt vom Papst und unseren Bischöfen fordern sie eine Politik, die allen Menschen ein gutes Leben zusagt und allen eine Chance bietet. Ist es auch schwierig, gemeinsam können wir dieses Wunder vollbringen und Leben retten; menschlich bleiben aus der Erinnerung, die auch in die Hl. Schrift eingeschrieben ist: Denn du warst selber Fremdling in Ägypten, bedenke also, wie du mit den Fremden umgehst und siehe in ihnen den verängstigten Menschen, der du selber bist!

Liebe Pilgerinnen und Pilger hier in Glöckelberg, wir wollen auf die Zusage vertrauen, die Jesus heute dem Hauptmann in Kafarnaum gibt: Geh, es soll geschehen, wie du es geglaubt hast! Jesus wirbt um dieses Vertrauen in eine Welt, die menschengemäß und deshalb gottgefällig ist. Die Hoffnung, die uns zugesagt ist, an ihr dürfen wir festhalten, auf sie dürfen wir vertrauen; dann ist vieles möglich!

Pater Engelmar Unzeitig hat in einem seiner Briefe geschrieben: „Über seine Kräfte lässt ja Gott keinen versucht werden. Wir wollen daher mit Gottvertrauen in die Zukunft schauen und uns wie auch hier gegenseitig stützen, denn wahre Bruderliebe – heute würden wir sagen: Nächstenliebe – überwindet alle Bosheit der Welt.“

Matthias List, PfarrA in Linz-St.Markus (Es gilt das gesprochene Wort)

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