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Am 2. Februar feiern wir Missionare von Mariannhill unser Kongregationsfest.

Gedanken von Pater Jörg Thiemann zum Fest der Darstellung des Herrn: "Manches Mal wird von älteren Menschen folgendes berichtet: Immer wieder setzten sich kurz vor ihrem Tod Ziele. Das konnte die Hochzeit eines Enkels sein, die Geburt eines Urenkels, oder ein Jubiläum. Das wollten sie noch unbedingt miterleben. Es ist nicht selten, dass derartige Ziele erreicht werden. Dann sind die Menschen in Frieden gestorben. Uns sind im Evangelium zwei Menschen begegnet. Sie hatten auch eine Hoffnung. Sie hatten die Hoffnung dem zu begegnen, der einmal Israel retten werde. Simeon und Hanna. Von Simeon wird erzählt, dass er gerecht und fromm war. Er war ein Mensch, der ganz aus dem Wort Gottes lebte. Aus dem Glauben an Gott zu leben, auf das warten, was Gott verheißen hat, war sein Lebensinhalt. Er spürte, dass seine Hoffnung erfüllt werde. Er spürte auch, dass er nicht umsonst auf den Messias gehofft hat. Weiterhin erzählt uns Lukas von Hanna. Sie, sie schon früh eine Witwe wurde, hielt sich Tag und Nacht mit Fasten und Beten im Tempel auf. Auch sie war tief mit Gott verbunden. Auch sie wartete auf die Erlösung Israels. Sie haben ihr Ziel erreicht. Sie spüren: ihre Hoffnung ist erfüllt. Beide erkennen, wer das Kind ist, das Josef und Maria in den Tempel bringen. Maria und Josef brachten Jesus in den Tempel, weil sie damit einen Brauch erfüllten. 40 Tage nach der Geburt sollten jedes erstgeborene männliche Kind Gott geweiht werden. Jedes Leben gehört zuerst Gott, nicht einem Menschen selbst. Jesus, der erwartete Messias, hat Gott gehört und bringt Gottes Licht. Simeon preist dieses Kind als das „Licht, das die Heiden erleuchtet“, er preist Jesus als das Heil, das allen Menschen zählt. Maria und Josef können nur staunen. Auch sie müssen im Glauben und in der Erkenntnis wachsen. Was Hanna über das Kind berichtet, wird bestimmt sein von der Hoffnung, dass Jesus Heil schenkt und dass er das Licht ist. Immer wieder wurde das Heil angekündigt. In der ersten Lesung ist es der Prophet Maleáchi. Die Israeliten waren gefangengenommen. Sie lebten im Dunkel der Verbannung. Die Erfahrungen in der Fremde, in der Verbannung, waren sehr schlecht. Als es den Israeliten nach der Heimkehr nicht besser erging, verloren die Israeliten den Glauben an den Messias. Doch Maleáchi hält die Hoffnung auf Erlösung durch den Messias aufrecht. Diese Hoffnung ist auch unsere Hoffnung und die Hoffnung aller Menschen. Jeus ist auch unsere Hoffnung. Er bringt uns Licht. Er ist das Licht, auf den wir warten. Jesus hat uns gesagt, dass er kommen wird, am Ende der Tage, am Ende unseres Lebens. Diese Hoffnung darf nicht verloren gehen. Simeon und Hanna sind uns ein Vorbild, auf diese Hoffnung hin zu leben. Alle Hoffnungen und Ziele, alle Sehnsüchte sind Ausdruck dieser Hoffnung auf Jesus. Die Welt, die so viel Hoffnungslosigkeit kennt, braucht das Beispiel von denen, die auf Jesus, den Messias bauen. Wer darauf hofft, ist wie einer, der ein Licht anzündet, statt über die Dunkelheit zu klagen. Darum wurden am Beginn die Kerzen geweiht. Sie begleiten uns auf unserem Leben. Sie sind Zeichen der Hoffnung. Jesus ist das Licht für uns. Auf ihn hoffen wir. Unser Ziel ist die Begegnung mit Jesus. Sie schenkt ewiges Leben. Wir dürfen unser ganzes Leben auf Heil hoffen, das Jesus ist. Amen."

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