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Die Nacht ist vorgedrungen, der Tag ist nicht mehr fern.

So sei nun Lob gesungen dem hellen Morgenstern.
Auch wer zur Nacht geweinet, der stimme froh mit ein.
Der Morgenstern bescheine auch deine Angst und Pein.

Dem alle Engel dienen, der wird nun Kind und Knecht.
Gott selber ist erschienen zur Sühne für sein Recht.
Wer schuldig ist auf Erden, verhüll‘ nicht mehr sein Haupt.
Er soll errettet werden, wenn er dem Kinde glaubt.

Die Nacht ist schon im schwinden, macht euch zum Stalle auf!
Ihr sollt das Heil dort finden, das aller Zeiten Lauf
von Anfang an verkündet, seit eure Schuld geschah.
Nun hat sich euch verbündet, den Gott selbst ausersah.

Noch manche Nacht wird fallen auf Menschenleid und -schuld.
Doch wandert nun mit allen der Stern der Gotteshuld.
Beglänzt von seinem Lichte hält euch kein Dunkel mehr;
von Gottes Angesichte kam euch die Rettung her.

Gott will im Dunkel wohnen und hat es doch erhellt.
Als wollte er belohnen, so richtet er die Welt.
Der sich den Erdkreis baute, der lässt den Sünder nicht.
Wer hier dem Sohn vertraute, kommt dort aus dem Gericht.

Liebe Freundinnen und Freunde der Missionare von Mariannhill,

dieses Gedicht von Jochen Klepper bringt ziemlich genau auf den Punkt, worum es an Weihnachten geht. In unserer Welt ist vieles nicht in Ordnung. Es ist von Nacht und Dunkelheit die Rede, von Angst, Leid und Schuld. Aber auch von Gott, der trotz allem bei uns ist, und der uns erlöst.

Das sehen wir auch auf dem Krippenbild in diesem Freundesbrief. Eigentlich ist alles sehr idyllisch auf den ersten Blick. Aber wenn wir darüber nachdenken, ist in der dargestellten Szene beileibe nicht alles in Ordnung. Es ist Nacht – dunkel und kalt. Wir sehen einen Stall mit Ochs und Esel. Vermutlich riecht es nicht besonders gut, und so ganz sauber wird es auch nicht sein. Sicher kein Ort, an dem eine Mutter ihr Kind zur Welt bringen möchte. Und doch: Im Mittelpunkt steht dieses Kind: Jesus – Gottes Sohn. Gott ist gegenwärtig in diesem armen Stall.

Gott ist gegenwärtig in unserer Welt. Vieles liegt im Argen - in dieser Welt, in unserer Gesellschaft, in unserem persönlichen Leben. Aber trotzdem: Gott ist da. Er lässt uns nicht alleine. Er will unser Leben heilen und unsere Welt.

Für mich ist dies die Frohe Botschaft von Weihnachten. Ich wünsche Ihnen allen, dass auch Sie immer wieder erleben dürfen, egal was passiert: Gott ist bei Ihnen und lässt Sie nicht fallen.

So wünsche ich Ihnen im Namen aller Mitbrüder ein frohes und gesegnetes Weihnachtsfest und alles Gute für das kommende Jahr!

Und ich bedanke mich ganz herzlich für Ihre Unterstützung unserer Arbeit durch Ihr Gebet und Ihre Spenden. Auch dadurch wird ja etwas von Gottes Liebe in dieser Welt spürbar.

Ihr Pater Mario Muschik CMM, Provinzial
Hier können Sie den neuesten Freundesbrief auch direkt herunterladen.

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