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115 Kilometer von Bulawayo, der zweitgrößten Stadt Simbabwes, entfernt, hat sich in den letzten Jahren ein Zentrum im Kampf gegen Aids etabliert  vergrößernAusgabe Juli / August 2017 Redaktion Mariannhill

Wenn zu Wahlen aufgerufen wird, wählt man gemeinhin eine Partei oder eine Person und erhofft sich so, dass sich das eigene Leben bessert. Schwester Ludbirga Schumacher hat 1998 die Jugendlichen im Umkreis der Missionsstation Minda in Simbabwe mit einer anderen Wahl konfrontiert. Sie hat die Jugendlichen eingeladen, das Leben zu wählen und das Schulungszentrum „Sikhethimpilo“ im Matopo Distrikt gegründet. Sikhethimpilo heißt übrigens übersetzt „Wir wählen das Leben“.

Hauptsache Überleben 

 Die Idee zu dem Schulungszentrum Sikhethimpilo entstand 1998, als man immer mehr Menschen, die an HIV erkrankt waren, versorgen musste. Da viele Menschen starben, waren die Helfer bald schon überfordert mit der wachsenden Zahl von Kindern, die plötzlich ohne Eltern dastanden, den sogenannten Aidswaisen. Die Notwendigkeit für diese Kinder zu sorgen wurde immer dringender, da die Großfamilien nicht mehr alle Waisen aufnehmen konnten.  

Laut Angaben der Vereinten Nationen leben in Simbabwe 1,6 Millionen Waisen und gefährdete Kinder, darunter 100.000 Kinder in kindgeführten Haushalten. Landauf, landab hat zudem HIV / Aids die Kinder in Simbabwe in äußerst schwer zu bewältigende Lebenssituationen gestürzt. Wie organisiert man einen Haushalt, der nur von Kindern geführt wird? Noch dazu, wenn die Familie zuvor durch die Krankheit der Eltern diskriminiert und allein gelassen wurde? Der Tod eines oder beider Elternteile reißt den Kindern sprichwörtlich den Boden unter den Füßen weg, Ängste über die Zukunft, der Schock über den Tod und die Angst den Alltag alleine bewältigen zu müssen, ist für Kinder eine kaum zu realisierende Aufgabe.

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