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Auf Platz 10 findet sich nach einer Studie zur Anfälligkeit für Naturkatastrophen der Inselstaat Papua Neuguinea

Papua Neuguinea steht nach einer Studie zur Anfälligkeit für Naturkatastrophen weltweit auf Platz 10 aller Staaten. Die „Global Disaster Risk Study“ wurde von der United Nations University im Auftrag des Entwicklungshilfeprogramm der Vereinten Nationen durchgeführt. Untersucht wurde die Anfälligkeit von Staaten, durch Erdbeben, Vulkanausbrüchen, Tsunamis, Flutwellen, Überflutungen von Küstendörfern, Wirbelstürmen, Dürre und Frost geschädigt zu werden. Zudem wurde der Grad der Anfälligkeit für menschengemachte Katastrophen eruiert, also z. B. die Wahrscheinlichkeit von Stammeskämpfen, das städtische Bevölkerungswachstum, zunehmende Armut sowie Schäden in der Landwirtschaft durch Klimawandelfolgen. Schwerpunkte der Studie waren die Auswirkungen des Klimawandels auf die Ernährungssituation sowie der Ausbruch von Krankheiten durch mangelnde Hygiene und mangelnde Vorsorge- und Schutzmaßnahmen.

Die UN-Studie gilt als Vorlage zur Erarbeitung einer „Katastrophenvermeidungsstrategie“ (National Disaster Risk Reduction Framework). Diese wird vom staatlichen National Disaster Centre (NDC) aus Port Moresby erarbeitet. Der NDC-Direktor Martin Mose erklärte, man plane zunächst bis 2030 und entwickle auch Strategien, wie mit unabwendbaren Naturkatastrophen umgegangen werden solle.

Info: Nach Angaben der UN gab es in Papua Neuguinea zwischen 1997 und 2002 63 als Katastrophen eingestufte Vorfälle, von denen 4,1 Millionen Menschen mittelbar betroffen waren. Die Folgen kosteten den Staat 131 Millionen Kina (ca. 40 Mio. Euro).

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