
Bruder Konrad Diethei CMM wurde am 10. März 1956 in Reimlingen geboren. Durch seinen Onkel, Pater Klaus Schnehle CMM, der Lehrer am Mariannhiller Gymnasium in Maria Veen war, und durch Pater Waldemar Regele CMM, erwachte in ihm schon früh der Wunsch, auch einmal in Afrika arbeiten zu dürfen. Nach der Mittelschule in Wemding begann er zunächst eine Ausbildung bei der Bayerischen Bereitschaftspolizei in Nürnberg. Im November 1974 begann er im Missionshaus Reimlingen das Postulat und legte dort im Juni 1976 seine Erste Profess ab. Im Februar 1981 durfte Bruder Konrad nach Südafrika ausreisen. Er übernahm die Leitung der Farm in Mariannhill. Eine große Herausforderung in dieser Zeit des politischen Umbruchs. Erst mit den ersten freien Wahlen 1994, für alle Bewohner des Landes, endete die Apartheidsregierung und somit die Gefahr eines Bürgerkrieges. Doch die Armut vieler im Land blieb. Das förderte die Kriminalität. Im Jahr 2009, als die vom Kloster etwas entfernt gelegene Farm zum zehnten Mal von teils schwerbewaffneten Kriminellen überfallen wurde, entschied die Ordensleitung, die Farm zu schließen, um nicht noch das Leben der in der Farm Beschäftigten zu riskieren.
Nach einer Auszeit mit Arbeit in Rom, Maria Veen und Reimlingen durfte Bruder Konrad 2012 wieder ins Kloster Mariannhill zurück, für Arbeiten in den Außenanlagen und im Büro. 2020 kam der Ruf aus Reimlingen, jemand wurde zur Mitarbeit dort gebraucht. Die letzte Zeit im Missionshaus war geprägt vom Ausräumen des Klosters, denn Mitte des vergangenen Jahres wurde die Niederlassung in Reimlingen aufgegeben.
Seit August 2025 darf Bruder Konrad nun mit etwa 40 studierenden Kandidaten und jungen Mitbrüdern in Nairobi in Kenia leben und sich im Haus und in der kleinen Landwirtschaft einbringen.

Pater Franz Epp CMM wurde am 6. März 1951 in Würzburg geboren. Seit seiner Kindheit engagierte er sich in der katholischen Jugend und war als Jugendlicher im Malteser-Hilfsdienst aktiv.
Nach der Schule machte er eine Lehre als Elektro-Installateur und arbeitete nach seiner Gesellenprüfung 1969 für verschiedene Elektro-Firmen. Nach seiner Militärzeit arbeitete er 1973 kurzzeitig als Krankenpflegehelfer an der Missionsärztlichen Klinik in Würzburg und absolvierte dann bis 1974 die Ausbildung als Heilerziehungspflegehelfer an der Fachschule für Heilerziehungspflege in Ursberg.
Im Jahr 1975 begann er im Missionshaus St. Josef in Reimlingen sein Noviziat und legte am 23. Juni 1976 seine Erste Profess ab. Im Juni 1979 machte er seine Gelübde auf Lebenszeit. In den Jahren 1976 bis 1982 war er im Piusseminar in Würzburg stationiert, in den Jahren 1984 bis 1987 in Reimlingen. In dieser Zeit war er als Hausmeister eingesetzt, später auch als Reisebruder zur Betreuung der Freunde, Förderer und Wohltäter der Missionare von Mariannhill. Von 1987 bis 1993 studierte er am Spätberufenenseminar St. Lambert in Lantershofen Theologie, wurde vom Würzburger Diözesanbischof am 25. Oktober 1992 zum Diakon geweiht und am 29. Juni 1993 zum Priester. Seine Pastorale Ausbildung machte er in den Jahren 1992 und 1993 am Pastoraltheologischen Institut der Pallotiner in Friedberg bei Augsburg und war währenddessen als Diakon und Kaplan in der Pfarrei St. Jakobus in Friedberg eingesetzt. Es folgte ein weiteres Jahr Kaplanszeit in der Pfarrei St. Georg und Michael in Augsburg-Göggingen. Danach war er von 1994 bis 2012 als Seelsorger für Menschen mit Behinderung am Benediktushof in Maria Veen (Münsterland) tätig. Währenddessen erwarb er von 1995 bis 1997 in Köln die Zusatzqualifikation in der Behindertenseelsorge der Diözesen in Nordrheinwestfalen.
Von 2012 bis 2025 lebte er im Missionshaus St. Josef in Reimlingen, nachdem dieses im vergangenen Jahr geschlossen wurde, lebt er nun im Seniorenheim St. Thekla in Würzburg.