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KURZE GESCHICHTE DER KIRCHE IN AFRIKA

Über den Beginn des Christentums in Afrika wird bereits in der Bibel mit der Taufe des Hofbeamten der "Kandake" berichtet. Die Afrikanische Synode von 1994 war die Krönung einer langen und oft schwierigen Ausbreitung des Evangeliums über die Jahrhunderte. Dabei lassen sich drei große Epochen unterscheiden:
- Die Kirche Nordafrikas in der Antike
- Die Missionierung unter dem portugiesischem Kolonialreich (1500-1800)
- Das Wachsen der Kirche in der Moderne (seit 1800)

Die Tabelle gibt eine Übersicht über einige der wichtigen Daten in der Geschichte des Christentums in Afrika. Als Quelle diente das Buch von John Baur, Christus kommt nach Afrika - 2000 Jahre Christentum auf dem schwarzen Kontinent.

 

 

Die Kirche Afrikas in der Antike

 

Nach Pfingsten

Taufe des Kämmerers, der „Kandake“, Beamter am königlichen Hof von Meroe, durch den Apostel Phillip (Apg. 8,27

ca. 62

Ägypten: Erste afrikanische Gemeinde in Alexandria

180

Ägypten: Gründung der ersten theologischen Schule in Alexandria durch Pantaenus

180

Tertullian beginnt die theologische Schule von Karthago und formuliert eine lateinischen Theologie für den Westen.

189 -199

Victor I. erster afrikanischer Papst in Rom

ca. 200.

Ägypten: Klemenz von Alexandria, erster christlicher Gelehrter, der über das Gesamtwissen der damaligen Zeit verfügte

ca. 202

Ägypten: Martyrertod zahlreicher Christen in Theben

220 -254

Ägypten: Origenes bringt Glaube und Philosophie in ein theologisches System zusammen.

252 -356

Ägypten: Antonius, Vater der ägyptischen Mönche

312, 10. Okt.

Kaiser Konstantin lässt sich taufen. Ende der Verfolgungen in Ägypten.
Meltiades, zweiter afrikanischer Papst für wenige Monate

316

Äthiopien: Frumentius, erster Bischof von Axum, Gründer der Äthiopischen Kirche

325

Konzil v. Nicäa

328 -313

Ägypten: Bischof Atanasius von Alexandria setzt sich mit der Lehre des Arius auseinander.

390 -430

Tunesien: Augustinus, Bischof von Hippo /Nordafrika, größter afrikanischer Kirchenlehrer, „Vater der abendländischen Theologie“, kämpft gegen die Lehren des Pelagius und Donatus

4. Jhr.

Nubien: Ägyptische Mönche fliehen vor den arianischen Wirren nach Nubien und verbreiten dort das Christentum.

431

Konzil von Ephesus: Cyrill, Patriarch von Alexandria, verteidigt die menschliche Natur Christi gegen Nestorius

492 -496

Gelasius, dritter afrikanischer Papst

um 500

Äthiopien: Ägyptische Mönche (die „Neun Heiligen") bringen das Mönchstum nach Äthiopien

540

Nubien: Kaiserin Theodora schickt den Priester Julian als Missionar nach Nubien.

640

Ägypten wird von arabischen Muslimen erobert. Koptische (=ägyptische) Christen in Bedrängnis

640

Äthiopien: Araber bringen den Islam nach Äthiopien, schneiden die Seewege ab und isolieren die äthiopische Kirche.

697

Tunesien: Muslimische Araber erobern Karthago und später ganz Nordafrika.

697 -710

Nubien: Blütezeit unter König Merkurios von Makurien

711

Mauretanien: Tarik, Gouverneur von Mauretanien, überquert mit einer Berberarmee das Mittelmeer und erobert den größten Teil von Spanien.

1172

Nubien: Die türkischen Mameluken erobern Nubien. Die meisten Kirchen und Klöster werden zerstört.

1270

Äthiopien: Thronbesteigung von Yikunno Amlak, Beginn des „goldenen Zeitalters Äthiopiens“, Erneuerung der Klöster durch Tekla Haymanot und Ewostatewos

 

Die Portugiesische Zeit

 

1415

Heinrich der Seefahrer erobert Ceuta und bereitet die Umsegelung Afrikas vor.

1456

Die päpstliche Bulle „Romanus Pontifex“ gibt Portugal das Recht, „alle Inseln südlich von Kap Bojador bis nach Indien zu erobern und die einheimische Bevölkerung zu unterwerfen".

1470

Angola: Nach der Besetzung von Sao Tomé organisieren die Portugiesen Raubzüge nach Angola.

1482

Ghana: Portugiesen bauen Stützpunkt in Elmina (Goldküste)

1485

Kongo: Ankunft der Portugiesen am Hof des Mani Kongo

1491, 3. Mai

Kongo: Taufe von König Nzinga Nkuwu und seinem ältesten Sohn Mvemba Nzina (Alfonso). Tausende Kongolesen lassen sich taufen

1498

Vasco da Gama umsegelt Afrika auf dem Weg nach Indien

1498

Kongo: Der Hof des Mani Kongo zum Christentum bekehrt

1500 -1505

Ostafrika: Portugiesischen Expeditionen plündern Kilwa und Malindi und bauen eine Festung in Kilwa. Franziskaner taufen 40 Sklaven.

1506 -1543

Kongo: König Alfonso vertreibt seinen Bruder vom Thron und beginnt, ein christliches Königreich aufzubauen. Die skandalöse Lebensweise der portugiesischen Missionare behindert die Evangelisierung.

1507

Mosambik: Die Portugiesen bauen auf der Insel von Mosambik eine Festung, eine Kirche und ein Krankenhaus. Es bleibt bis 1907 das Verwaltungszentrum der Portugiesen in Ostafrika.

1520

Kongo: König Alfonsos ältester Sohn, Dom Henrique, wird zum Priester und 1921 zum ersten Bischof südlich der Sahara geweiht

1526 -1543

Äthiopien: Iman Ahmad Gragne von Harar erobert Äthiopien mit Hilfe türkischer Truppen. Kirchen werden zerstört, Bücher verbrannt, der Klerus ermordet.

1532 -1534

Kap Verde: Portugiesen besiedeln die Kapverdischen Inseln und errichten die ersten afrikanischen Bischofssitze: 1532 in Cabo Verde, 1534 in Sao Tomé

1543

Kongo: König Alfonso stirbt. Wegen Priestermangels kehrt das Volk zur traditionellen Religion zurück.

1548

Kongo: Jesuitenmissionare schreiben den ersten Katechismus

1557

Äthiopien: Jesuitenmission und kurzfristige Vereinigung mit Rom scheitern am Lateinischen Ritus und der Forderung der Wiedertaufe aller Gläubigen und der Neuweihe der Priester

1560

Mosambik: Jesuiten taufen in Inhambane die königliche Familie und 400 Christen

1560

Simbabwe: Der Jesuit Gomsalo Silveira tauft den Hof des Königs Monomotapa und viele Stammesoberhäupter. Auf Grund von Verleumdungen muslimischer Händler wird er ermordet. Nach einer Strafexpedition der Portugiesen versuchen Dominikaner und Jesuiten eine Neumissionierung.

1570

Nigeria: Das vom Königreich Benin unabhängige Königreich Warri der Itsekeri lädt Augustinermissionare von San Tomé ein. Das Könighaus bleibt mit Unterbrechungen bis 1807 katholisch, das Volk wird kaum evangelisiert.

1572

Ghana: Missionsversuch von Elima aus von vier Augustinern endet mit Martyrertod

1575

Angola: Die Portugiesen machen Angola zur Kolonie. Die Siedler greifen die einheimische Bevölkerung offen an.

1576

Angola: Der Kapitan Paolo Dia de Navais errichtet die Stadt Sao Paolo da Luanda und die Festung Massangano.

1583

Kongo: Vergeblicher Versuch unter König Alvaro II. die Kirche aus der Macht der Portugiesen zu befreien und direkt Rom zu unterstellen.

1593

Ostafrika: Bau der Festung „Fort Jesus“ in Mombasa. Augustiner konvertieren 600 Einwohner.

1596

Kongo: Errichtung der Diözese Sao Salvador unter der portugiesischen Erzdiözese Funchal

1612

Tansania: Die Pfarrei von Sansibar  von der indischen Jurisdiktion in Goa abgetrennt

1620

Angola: Der Bischof von San Salvador zieht nach Luanda, was so zum Bischofssitz für den Kongo und Angola wird.

1622

Angola: Die Königin Nzinga von Matamba lässt sich taufen, fällt wieder vom Christentum ab und bekehrt sich ein zweites Mal 1656. 1660 Bau einer Kirche in Matamba.

1624

Angola: Jesuiten geben einen Katechismus in Kikongo und einen in Mbundu heraus

1631

Sultan Jusuf bin Hassan erobert Mombasa. 300 Menschen, Portugiesen und Afrikaner, die nicht zum Islam übertreten, werden hingerichtet.

1637

Ghana: Protestantische Holländer erobern Elmina

1640

Die Apostolische (Päpstliche) Mission vom Kongo wird kanonisch errichtet. Die „Propaganda Fidei“ bereitet die Aussendung neuer Missionare vor.

1641 - 1647

Angola: Die Holländer besetzen Luanda und zerstören alle Missionierungserfolge bis zur Rückeroberung durch die Portugiesen.

1752 -1756

Ghana: Der Militärkaplan Thomas Thompson gründet im britischen Fort von Cape Coast eine Schule für junge Afrikaner.

1759

 

Kongo: Der antiklerikale portugiesische Minister Pombal vertreibt die Jesuiten und verhindert die Ausreise von Missionaren. Cherubino da Savona bleibt als einziger Kapuziner im Königreich Kongo zurück.

 

Das Moderne Christentum

1787

Sierra Leone .Ehemalige Sklaven gründen die Stadt Freetown in Sierra Leone

1792

Baptisten gründen die erste protestantische Missionsgesellschaft. 1796 Londoner Missionsgesellschaft (LMS), 1796 Zwei schottische Missionsgesellschaften, 1799 Church Missionary Society (CMS)

1792

Südafrika: Die pietistische Herrenhuter Brudergemeinde sendet die ersten Glaubensverkünder zum Kap und baut das christliche Modelldorf Gnadental under den Khoi-San auf.

ab 1792

Die Anti-Sklaverei-Bewegung durch philantrophische und evangelikale Gruppen unter William Wilberforce führt zur Abschaffung der Sklaverei in Großbritannien und zum Verbot des Sklavenhandels 1807.

1799

Südafrika: Die London Missionary Society unter Johannes van der Kemp versucht die Xhosa-Bantu zu erreichen.

1815

Liberia: Schwarze Baptisten gründen eine eigene Missionsgesellschaft und schicken 1822 die ersten Prediger nach Monrovia.

1819

Senegal: Mutter Javouhey, Gründerin der Kongregation des Hl. Josef, schickt ihre ersten Schwestern nach Senegal

1820

Liberia: Die erste Gruppe ehemaliger Sklaven aus Amerika erreicht Cap Mezurado, in Monrovia umbenannt.

1820

Südafrika: Die LMS baut eine Mission in Lattakoo auf, von der aus später Livingstone ins Innere von Afrika vorstößt.

1820

Südafrika: Die Kap-Kolonie wird offiziell für Katholiken offen.

1822

Pauline Jaricot gründet in Lyon eine Hilfsorganisation, um die katholischen Missionen mit Gebet und Geld zu unterstützen.

1824

Presbyterianer und Methodisten evangelisieren unter den Xhosa.

1828

Die Londoner Missionsgesellschaft erwirkt erste Bürgerrechte für die Hottentotten.

1831 -1846

Neuorganisation der Missionen unter Papst Gregor XVI. durch die „Propaganda Fidei“ (die Kongregation zur Verbreitung des Glaubens)

1832

Lesotho: Vertreter der Mission von Paris evangelisieren Basutoland

1834

Angola: Mit dem Verbot des Sklavenhandels, auch ein Verbot aller Ordensgemeinschaften in Luanda

1836

Ghana: Missionare der Basel Mission benutzen erfolgreich die einheimischen Sprachen für Schulunterricht und Bibelübersetzungen.

1836

Senegal: Der Apostolische Präfekt des Senegal richtet ein regionales Seminar ein. 1840 werden die ersten drei Priester außerhalb des portugiesischen Gebiets geweiht.

1837

Südafrika: Das Apostolische Vikariat Kap der Guten Hoffung wird errichtet.

1838

Ghana: Methodisten unter Thomas Birch Freeman organisieren Gemeinden und Schulen unter den Fante und den Ashanti, 1842 auch ein theologisches Kollege

1838

Äthiopien: Bischof Massaja missioniert unter den Oromo und verbreitet den lateinischen Ritus.

1838 – 1840

Südafrika: Der „Große Treck“ der Buren. Eine Identifizierung mit dem biblischen
Exodus führt zu einem Apartheid-Denken.

1839

Äthiopien: Rom errichtete die ‚Apostolische Präfektur Abessinien’ und ernennt Justin de Jacobis zum Leiter der Mission. Der heilig gesprochene Jakobis arbeitet für die Einheit der Kirchen und ist ein Pionier missionarischer Inkulturation.

1840

Äthiopien Die CMS übersetzt die Bibel ins Amharisch.

1841 -1848

Franz Libermann gründet die Kongregation der Spiritaner (SCCP), Priester, Brüder und Schwestern

1842

Nigeria: Abeokuta wird Sitz der ersten Yoruba-Mission.

1842

Liberia: Die ersten katholischen Missionare treffen in Monrovia ein.

1844

Sudan: Annetto Casolari, Kanonikus auf Malta, legt der ‘Propaganda Fidei’ einen Plan für eine Zentralafrikanische Mission vor. Das Apostolische ' Vikariat Zentralafrika’ wird errichtet. Eine Gruppe von Missionaren erreicht Khartum 1848.

1844

Tansania: Der basler Missionar Johann Ludwig Krapf erhält vom Sultan von Sansibar die Erlaubnis, sich auf dem Festland zu etablieren.

1846

Nigeria: Missionare aus Schottland und Jamaika erreichen Calabar und beginnen die Missionierung unter den Igbo.

1847

Togo: Basler und Bremer Mission beginnen die Missionierung der Ewe.

1852

Sudan: Gründung einer katholischen Mission in Gondokoro, 1854 in Heilig Kreuz. Das mörderische Klima dezimiert die Missionare. 1860 Rom beendet das Unternehmen.

1852

Südafrika: Oblaten (OMI) beginnen ihr Apostolat im Vikariat von Natal.

1852 - 1856

David Livingstone durchquert den Kontinent von Luanda an der Westküste nach Quilimane an der Ostküste. Gründung von Missionsstationen. 1865-1873 Expedition, um die Quellen des Nil, des Kongo und des Sambesi zu finden.

1852 -1857

Nigeria: CMS Missionare lassen sich in den größeren Städten Ibadan, Oyo, Ilesha und Ogbomosho nieder.

1854

Angola: Livingstone kommt nach Luanda und findet die Kirche benutzt als Werkstatt.

1856

Sierra Leone: Melchior de Marion Brésillac gründet die Lyoner Missionsgesellschaft und wird 1858 zum Bischof des Vikariats von Sierra Leone ernannt.

1860

Togo: Das neue Vikariat von Dahomey wird Brésillac und den Lyoner Missionaren (SMA) anvertraut.

1860

Tansania: Von der Insel Réunion aus wird die erste Mission in Sansibar errichtet. 1963 übernehmen die Spiritaner die Station.

1861 – 1863

Malawi: Die Mission der Universitäten für Zentralafrika (UMCA) entsendet Missionare zu den Chewa. Krankheiten dezimieren die Mission.

1864

Nigeria Der Nigerianer Samuel Ajayi Crowther, der sich für die Evangelisierung Afrikas durch Afrikaner eingesetzt hatte, wird zum ersten afrikanischen Bischof der anglikanischen Kirche geweiht.

1864

Tansania: Sansibar wird Ausgangsbasis für die anglikanische UMCA Mission.

1865

Kongo: Die ersten Spiritaner, denen das Gebiet anvertraut wurde, finden in Mpinda die Überreste einer kleinen christlichen Gemeinde vor.

1867

Nigeria: Alle weißen Missionare werden aus Abeokuta vertrieben und kommen erst 1880 wieder.

1867

Sudan:Comboni gründet die Verona Missionare und eröffnet das „Kairo Institut“, wo sich Missionare während der Ausbildung an das Klima gewöhnen können.

1868

Kardinal Lavigerie gründet in Algier die Missionsgesellschaft der Weißen Väter und 1869 die Kongregation der Weißen Schwestern

1868

Tansania: In Bagamoyo wird ein christliches Dorf für freigekaufte Sklaven errichtet.

1872

Sudan:Combonis Missionare in El Obeid, 1873 mit dem ersten afrikaniischen Priester Pius Hadrianus. 1874 erste Station unter den Nuba.

1872

Simbabwe: Afrikanischen Evangelisten predigen im Shona-Land

1875

Sambia: Die London Mission Society gründet die ersten vier Stationen.

1875

Malawi: Überlandtransport des Dampfschiffes Ilala bis an den Malawisee.

1877

Uganda: Ankunft des Anglikaners Alexander MacKay von der CMS. 1879 Ankunft der ersten Weißen Väter unter P. Lourdel. 1882 ziehen sich die Missionare nach Bukumbi in NordTansania zurück.

1879

Simbabwe: Eine Karawane von 12 Jesuiten kommt in Gubulawayo an.

1879

Tansania: Die ersten Karawanen von Weißen Vätern erreichen Ujiji am Tanganyika See. 1883 Bau der größten Mission in Kibanga.

1880

Ghana: Wiedereröffnung der Mission von Elmina nach fast 250 Jahren Unterbrechung.

1880

Die Propaganda Fidei übergibt große Teile des Vikariats Zentralafrika zur Missionierung an Kardinal Lavigeries Weiße Väter.

1881

Mosambik: Jesuiten eröffnen zum zweiten Mal die Mission im Sambesital.

1881

Kongo-Brazzaville: Spiritaner Missionare begleiten den Forscher Brazza bis zum Kongobecken. 1883 Mission in Mfwa.

1882

Sudan: Während der Mahdi Revolution werden alle Missionsstationen zerstört und die Missionare gefangen genommen.

1882

Südafrika: Nach einem Fehlstart in der Kap-Provinz gründet Abt Franz Pfanner ein Trappistenkloster in Marianhill.

1882

Malawi: Zweiter Versuch der Missionierung, Einrichtung einer theologischen Schule.

1883

Nigeria: Gründung des Apostolischen Vikariats von Benin mit Sitz in Lagos durch die SMA

1884

Namibia wird deutsche Kolonie Süd-West-Afrika. Deutsche Oblaten übernehmen die Mission von den Spiritanern.

1884

Kamerun wird deutsche Kolonie. 1886 Basler Missionare werden zur wichtigsten protestantischen Gesellschaft. 1890 Ankunft der ersten Pallottiner.

1885

Sambia: Beginn der Mission von Bischof Joseph Dupont (Motomoto), Weißer Vater, unter den Bemba.

1885

Uganda: Kabaka Mwanga lässt den anglikanischen Bischof Hannington umbringen. Beginn einer Christenverfolgung. Martyrium von 31 jungen Christen in Namugongo. Katechisten aus Buganda evangelisieren weite Teile Ugandas.

1885

Tansania: Gründung von Karema, erstes christliches Königreich der Ufipa.

1887

Tansania: Der Süden wird den Benediktinern von St. Ottilien anvertraut. Deutsche Besetzung von Tansania. 1889 das Haupt der Ngoni lädt die Benediktiner nach Peramiho ein.

1887

Tansania: Deutsche Lutheraner beginnen Missionsarbeit .

1888

Kongo RD: Nach der Aufteilung Afrikas in der Berliner Konferenz 1884/1885 etablieren sich die Scheutisten im heutigen Kinshasa, damals Leopoldville.

1888-1894

Uganda: Religionskrieg zwischen Christen und Muslimen, Anglikanern und Katholiken.

1888

Kenia: Die anglikanische CMS eröffnet Mission in Kitui, später in Kabete.

1889

Malawi: Rom errichtet die Apostolische Präfektur Nyassa, diese wird 1897 zum Vikariat

1889

Die Spiritaner finden in Mombasa eine Gemeinde von 40 Goanesen.

1889

Kenia: Spiritaner machen eine Gründung am Tana-Fluss, die 1899 nach Nairobi verlegt wird. Sie leisten Pionierarbeit beim Kaffeeanbau.

1890

Gründung der Steyler Missionare, Priester, Brüder und Schwestern

1890

Kongo RD: König Leopold II bietet Missionaren Land in seinem „Freistaat“ an. Viele Missionsorden beginnen im Kongo zu missionieren.

1890

Das Vikariat des Französischen Oberen Kongo wird errichtet mit P. Augouard als erstem Bischof. 1892 werden die drei ersten einheimischen Priester geweiht.

1890

Tansania: Erste katholische Mission unter der Washagga am Kilimanjaro. Ihre Katechisten evangelisieren im nördlichen Tansania.

1893

Elfenbeinküste: Nach einem erfolglosen Missionierungsversuch 1844 eröffnen die SMA eine Missionsstation in der Elfenbeinküste

1894

Tansania: Errichtung des Vikariats Süd-Nyanza, Missionierung der Bahaya.

1894

Zentralafrikanische Republik: Erste Missionsstation in Bangui

1895

Sierra Leone: Die ersten Missionare der „Church Missionary Society“ kommen nach Freetown.

1895

Mali: Weiße Väter erreichen Timbuktu, geben aber die Station 1906 wieder auf.

1895

Uganda: Die Mill Hill Missionare übernehmen die Mission im östlichen Uganda.

1895

Kenia: Amerikanische Evangelikale gründen die African Inland Church.

1896

Simbabwe: Der anglikanische Katechist Bernard Miseki stirbt den Martyrertod.

1899

Äthiopien: Ein befreiter Oromo-Sklave übersetzt die Bibel in Oromo. Aus der Mission entsteht die ‚Mekane Yezus Kirche’.

1899

Uganda: Bischof Streicher bringt die Weißen Schwestern nach Rubaga, die einheimische Schwesternkongregationen ins Leben rufen.

1899

Ruanda: Erste Mission in Save

1899 – 1901

Kenia: Mit dem Bau Eisenbahn Mombasa – Nairobi – Kisumu kommen 12 Missionsgesellschaften nach Kenia und missionieren hauptsächlich die Gegend um Kisumu und Nairobi.

1901

Burkina Faso: Die Weißen Väter eröffnen die erste Mission in Ouagadougou, der Stadt des Königs der Mossi

1901

Malawi: Montfortaner lassen sich in Nzama nieder.

190

Mali: Die antiklerikale französische Kolonialmacht ordnet die Schließung aller Missionswaisenhäuser und Krankenhäuser an.

1902

Kenia: Italienische Consolata Missionare gründen neue Missionen unter den Kikuyu, gefolgt von den Consolata Schwestern

1903

Kenia: Mill Hill Missionare beginnen die Mission unter den Luo in WestKenia.

1905

Nigeria: Der irische Bischof Shanahan wird Apostolischer Prefekt von Onitsha und macht Schulen zum Hauptmittel der Missionierung.

1905 – 1906

Tansania: Im Maji Maji Aufstand gegen die deutsche Kolonialmacht werden alle Missionsstationen im südlichen Tansania zerstört, der Gründer von Peramiho, Bischof Spiss, wird ermordet.

190

Ghana: Die Weißen Väter beginnen ihre Tätigkeit unter den Dagari in NordGhana. Ein Regenwunder in einer Dürrezeit führt zu zahlreichen Bekehrungen.

1908

Kongo RD: Protestantische Missionare protestieren gegen die Greueltaten im Freistaat des Königs. Kongo wird belgische Kolonie.

1909

Uganda: Comboni Missionare übernehmen die Mission unter den nilotischen Völkern im Norden Ugandas.

1910

 

Mosambik: Die antiklerikale portugiesische Regierung vertreibt Jesuiten. Deutsche Steyler Missionare übernehmen die Mission bis zum ersten Weltkrieg.

1912

Ruanda – Burundi: Errichtung des Vikariats Kivu.

1913

Kenia: Konferenz aller protestantischen Kirchen in Kikuyu mit dem Ziel eine einheimliche Kirche zu gründe

1916

Kamerun: Alle deutschen Missionare werden ausgewiesen. 1923 übernehmen die Spiritaner den französisch-sprechenden Teil, die Mill-Hill Missionare den englisch-sprechenden.

1916

Tansania: Alle deutschen Missionare werden interniert und deportiert und dürfen erst 1925 wieder zurückkehren. Katechisten halten den Glauben leben

1917

Kongo DR: P. Stefano Kaoze, erster Kongolesischer Priester der Neuzeit, wird geweiht.

1919

Ruanda: Weihe der ersten ruandischen Priester

1938-1945

Während des 2. Weltkrieg sind die Missionen weitergehend von Unterstützung aus Europa abgeschnitten. Deutsche Missionare werden interniert.

1939

Papst Pius XII. weiht die ersten afrikanischen Bischöfe der Neuzeit:
Bischof Joseph Kiwanuka (Uganda) und Ignace Ramarosandratana (Madagaskar)

1950-1959

Papst Pius XII. errichtet schrittweise eine eigene Hierarchie in den afrikanischen Diözesen.

1957

Mit der Enzyklika „Fidei Donum“ kommen viele Diözesanpriester als Missionare nach Afrika.

1960-1964

Am 2. Vatikanischen Konzil nehmen 50 afrikanische Bischöfe teil.

1964

Uganda: Heiligsprechung der 22 Martyrer von Uganda

1969

Aufhebung des „Ius Commissionis“, das Territorien Missionsgesellschaften unterstellte. Papst Paul VI. fordert bei seinem Besuch in Uganda die afrikanischen Kirchen auf, missionarisch zu werden.

1974

Auf dem Kongress zur Weltevangelisierung in Lausanne geloben die Evangelikalen Kirchen, 100.000 Missionare auszusenden, um die Welt bis zum Jahr 2000 zu evangelisieren.

1976

Die ostafrikanischen Bischöfe beschließen in Nairobi die Bildung von „kleinen christlichen Gemeinschaften“ als pastorale Priorität.

1974

Auf der Bischofssynode über Evangelisierung sind bereits die Hälfte der 356 afrikanischen Diözesen durch einen einheimischen Bischof vertreten.

1978 - 2005

Papst Johannes Paul II. besucht fast alle Länder Afrikas

1985

Kongo RD: Marie Clémentine Anuarite Nengapeta wird selig gesprochen.

1988

Kongo RD: Approbation des „Zairischen Ritus“ durch Rom.

1994, Mai

Erste "Afrikanische Synode" in St. Peter in Rom mit dem Thema „Evangelisierung“

2000

Sudan: Josefina Bakhita, eine einmalige Sklavin, wird heilig gesprochen.

2006

Papst Johannes Paul II kündigt eine zweite Afrikanische Synode an.

2009
Zweite Afrikasynode zum Thema: Versöhnung, Gerechtigkeit und Friede