Weihnachten ist sehr friedlich verlaufen bei uns. Die Gottesdienste waren gut besucht, da viele, die sonst in der Stadt leben, über Weihnachen nach Hause kommen und mit ihren Eltern und Verwandten die Feiertage verbringen wollen. Es war sehr ruhig in der Mission. Die Schule war geschlossen für die Feiertage und so konnten wir hier auf der Mission auch etwas Ruhe genießen. Es ist sehr angenehm wenn einmal kein Lärm ist.
Der Bau von St. Maria Kirche ist praktisch abgeschlossen. Zurzeit wird der Kirchplatz eingezäunt und wir warten auf die Kirchenbänke, den Kreuzweg und das große Kreuz an der Wand hinter dem Altar. Wir haben schon ein paar Mal die Hl. Messe in der neuen Kirche gefeiert. Die Leutchen freuen sich sehr über die Kirche. Sie beraten wie sie wohl am besten die Kirchweihe vorbereiten können.
Eine andere Gruppe von Leuten am Umkomaas Fluss, etwa 12 km von St. Maria entfernt, haben auch einen Platz und ein kleines Haus gefunden, in denen ich mit ihnen die Hl. Messe feiere. Den Platz gaben sie den Namen St. Paul“. Der Katechet und Wortgottesdienstleiter von St. Paul ist ein Schriftsteller, der Bücher über die AIDS-Krankheit schreibt und so versucht, seinen Mitmenschen, besonders der Jugend, die verheerenden Folgen dieser Krankheit vor Augen zu halten. Er macht auch auf andere Schwierigkeiten im Leben in den früher „Locations“ genannten Eingeborenen-Reservaten aufmerksam. Zwei seiner Romane hat er mir geschenkt. Einer davon hat den Titel: „Kunjalo-ke“ (auf Deutsch: „So ist es“). Sie sind interessant geschrieben in modernem Zulu und stellen die Wirklichkeit dar wie ich sie aus den Locations kenne. Hoffen wir, dass die Jugend auf ihn hört. Wollen einmal sehen wie sich der Platz entwickelt. Ich habe den Leuten geraten, jetzt schon anzufangen Geld zu sammeln, so dass sie später einmal eine Kirche bauen können. Natürlich wird das nicht ohne Hilfe von außen möglich sein. Zukünftige Spenden haben schon ein neues Ziel gefunden.
Die Übergabe der „St. Bernard Farm“ an die Leute lässt noch auf sich warten. Aber wir haben Hoffnung, dass es doch noch so weit kommen wird.
Ostern steht vor der Türe. Viel gilt es noch vorzubereiten, um dieses Fest gebührend zu feiern. Schwester Anacleta, die jetzt die Katechese leitet, ist schwer damit beschäftigt.