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Segnung des Abt Pfanner-Gedenkwegs

Station 1: Pfarrkirche


P:    Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes.
A:    Amen.
P:    Der Herr, der uns in seine Nachfolge ruft, sei mit euch.
A:    Und mit deinem Geiste.

P:    Wir wollen heute den Pfanner-Gedenkweg zum ersten Mal gehen. Wir erinnern uns dabei an den Sohn dieser Gemeinde, der in Mariannhill in Südafrika seine Mission gefunden hat. Seine Glaubensstärke kann für uns ein Beispiel sein.

Lasset uns beten mit den Worten, die Abt Franz Pfanner täglich gesprochen hat:
„Ihr Heiligen Gottes! Erlanget mir die Gnade, welche ich durch das Kostbare Blut Jesu Christi begehre: Nämlich, immer den Willen Gottes zu tun, immer mit Gott vereinigt zu sein, nichts anderes zu denken als nur an Gott, alles zu tun wegen Gott, in allem die Ehre Gottes zu suchen, mein Nichts vollständig zu erkennen, den Willen Gottes immer besser zu erkennen und die Geistessammlung zu bewahren.“
L1:    Abt Franz schreibt:
        „Lass das Licht der Freude und des Frohsinns brennen und hüte es in deiner Seele.“
L2:    Lesung aus dem Brief an die Philliper: „Freut euch im Herrn zu jeder Zeit! Noch einmal sage ich: Freut Euch! Eure Güte werde allen Menschen bekannt.“ Phil 4,4-5

P:    Abt Franz Pfanner hat bei seiner Missionsarbeit an den ganzen Menschen gedacht, er wollte den Afrikanern im irdischen Leben helfen, damit sie zur ewigen Freude finden. Abt Franz Pfanner hörte auf den Willen Gottes und viele Frauen und Männer folgten seinem glaubwürdigen Beispiel. So Er stiftete die Kongregation der Missionsschwestern vom Kostbaren Blut und seinen Anfängen in Südafrika entwickelte sich die Kongregation der Missionare von Mariannhill.

L 1:    Lasst uns darum beten, dass wir aus der Freude Gottes leben können:
−    Schenke allen Menschen Freude an ihrem Leben.
      Wir bitten dich, erhöre uns.
−    Hilf denen, die traurig und benachteiligt sind, damit auch sie zur Freude finden.
−    Lass unsere Verstorbenen für immer bei dir glücklich sein.

P:    Guter Gott, du bist uns nahe in Jesus Christus, deinem menschgewordenen Wort. Lass uns immer aus deiner Freude leben, deshalb bitten wir um deinen Segen + für diese Station des Abt-Pfanner-Weges. Hilf uns, damit wir wie Abt Franz Pfanner den ganzen Menschen im Blick haben mit Leib und Seele. Lass uns glücklich werden im jetzigen Leben und einmal für ewig bei dir sein dürfen. Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn. Amen

Station 2: Friedhof

P:    Der Name des Herrn sei gepriesen.
A:    Von nun an bis in Ewigkeit.

L 1:    Abt Franz Pfanner sagt: „Unsere Mission ist das Reich Christi und das hat keine Grenzen.“

L 2:    Im Matthäusevangelium gibt Jesus seinen Jüngern den Auftrag zur Mission:
„Darum geht zu allen Völkern, und macht alle Menschen zu meinen Jüngern; tauft sie auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes, und lehrt sie, alles zu befolgen, was ich euch geboten habe. Seid gewiss: Ich bin bei Euch alle Tage bis zum Ende der Welt.“    Mt 28,19f

P:    Franz Pfanner hat den Wunsch Christi erfüllt, er hat die Frohe Botschaft verkündet und viele Menschen zu Gott geführt. Wenn es um die Verkündigung und Pastoral ging, haben ihn Grenzen nie aufgehalten, weder Ländergrenzen noch die persönlichen Grenzen und so ging er immer wieder neue Wege.
L 1:    Wir beten zu Gott unserem Herrn und Gott und rufen zu ihm:
−    Lass deine frohe Botschaft zu allen Menschen kommen.
      Wir bitten dich, erhöre uns.
−    Mache dein Reich in dieser Welt sichtbar und erfahrbar.
−    Hilf uns selbst, zu leben, was wir glauben, damit die Menschen zu dir finden können.

P:    Gott, du bist die Liebe. Durch deinen Sohn Jesus Christus hast du uns gezeigt, wie sehr du uns liebst. Du willst, dass alle Menschen zu dir finden. Hilf auch uns, in deiner Liebe zu leben, damit wir nach dem Vorbild von Abt Franz viele Menschen zu dir führen können.
    Wir bitten um deinen Segen + für diesen Weg und alle Menschen, die ihn gehen. Darum bitten wir durch Christus unseren Herrn. Amen.

Station 3: Kirchplatz

P:    Unsere Hilfe ist im Namen des Herrn.
A:    Der Himmel und Erde erschaffen hat.

L1:    Ein Wort von Abt Franz Pfanner steht am Anfang. Als er sich für den Aufbruch nach Afrika entschied, sagte er: „Wenn keiner geht, dann gehe ich.“

L2:    In der Lesung aus dem ersten Brief des Apostels Paulus an die Korinther hören wir auch den Leitspruch von Abt Franz Pfanner, der sich auch in seinem Abtwappen widerspiegelt:
„Allen bin ich alles geworden, um auf jeden Fall einige zu retten. Alles aber tue ich um des Evangeliums willen, um an seiner Verheißung teilzuhaben. Wisst ihr nicht, dass die Läufer im Stadion zwar alle laufen, aber dass nur einer den Siegespreis gewinnt? Lauft so, dass ihr ihn gewinnt.“   1 Kor 9,22bff

P:    Abt Franz Pfanner hat sich Gott ganz zur Verfügung gestellt um Jesus Christus nachzufolgen. Überall, wo er wirkte, hat er große persönliche Opfer gebracht und sich selber nicht geschont. Er suchte Gott in allem und hat ihn über alles geliebt. Sein Glaube hat sein ganzes Leben geprägt und ihm die Kraft gegeben für seine unermüdliche Arbeit im Dienst der Mission.

L1:    Herr unser Gott, wer dich sucht, der findet Erfüllung und Glück. Deshalb bitten wir:
−    Mache die Christen dankbar für deine Menschwerdung und deinen Erlösertod.
      Wir bitten dich, erhöre uns.
−    Gib uns die Bereitschaft, mit allen Kräften für dich zu leben
−    Hilf uns, die Not unserer Mitmenschen nicht zu übersehen.

P:    Herr unser Gott, dein Sohn Jesus Christus hat sein Leben hingegeben, um uns zu erlösen. Lass uns wie Abt Franz Pfanner bereit sein zu selbstlosem Dienst an den Menschen. Gib auch uns die Kraft, ganz für dich zu leben, damit wir deine Liebe hier auf der Erde sichtbar machen können. Segne + diesen Weg, der uns an Abt Franz Pfanner und sein Leben erinnert. Darum bitten wir, durch Christus, unseren Herrn. Amen.

Station 4: Treffpunkt

P:    Im Namen des Vaters und des Sohnes und des     Heiligen Geistes.
A:    Amen.
P.    Der Herr, der uns in unserem Leben trägt, sei mit euch.
A.    Und mit deinem Geiste.

L1:    Abt Franz schreibt: „Wann wird die Welt es einsehen, dass sie zur Einfachheit zurückkehren muss?“

L2:    Lesung aus dem Buch Deuteronomium: „Höre, Israel! Jahwe, unser Gott Jahwe ist einzig.    Dar¬um sollst du den Herrn, deinen Gott, lieben mit gan¬zem Herzen, mit ganzer Seele und mit ganzer Kraft. Diese Worte, auf die ich dich heute verpflichte, sollen auf deinem Herzen geschrieben stehen.“ Dtn 6,4ff

P:    Franz Pfanner war voller Eifer für das Reich Gottes und begeistert für die Mission. Trotzdem hat er nicht den Blick verloren für die Probleme und Unzulänglichkei-ten des Lebens. Obwohl er den Himmel suchte, war er nicht weltfremd. Seine einfache Le¬bensweise schenkte ihm viele Jahre Gesundheit und Ausdauer. Sein sorg-fältiger Umgang mit allem Geschaffenen entspringt aus einer tiefen Ehrfurcht vor dem Schöpfer.

L1:    Herr Jesus Christus, du bist uns den Weg vorausge-gangen, der zur Herrlichkeit führt. Wir bitten dich:
−    Bewahre die Seelsorger davor, weltfremd zu werden.
      Wir bitten dich, erhöre uns.
−    Gib den Menschen, die Verantwortung tragen, ein klares Urteilsvermögen.
−    Hilf uns selbst, immer die richtigen Entscheidungen zu treffen.

P:    Guter Gott, du schenkst deinen Heiligen Geist allen, die dich darum bitten. Wir bitten um deinen Segen + für diesen Weg und alle Menschen, die ihn gehen.  Schenke uns die Fähigkeit, wie Abt Franz Pfanner die Wirklichkeit richtig zu verstehen, die Situationen nüchtern zu beurteilen und den Blick für das Wesent-liche zu bewahren, damit wir nicht weltfremd werden. Lass uns in deiner Kraft das Richtige tun. Dies erbitten wir durch Jesus Christus, unseren Herrn. Amen.

Station 5: Wasserfall Leckenbach

P:    Der Name des Herrn sei gepriesen.
A:    Von nun an bis in Ewigkeit.

L1:    Abt Franz sagt: „Wie schön ist doch Gottes Erde und wert, darauf vergnügt zu sein!“

L2:    Zu Beginn der Bibel heißt es über die Schöpfung: „Gott sah alles an, was er gemacht hatte: es war sehr gut.“  Gen 1,31a

P:    Abt Franz Pfanner verstand es, die Kräfte der Natur zu nutzen. Ebenso stand er allen neuen Erfindungen positiv gegenüber, sobald er erkannt hat, dass sie dem Menschen eine Hilfe sind und für den Aufbau des Reiches Gottes in den Dienst genommen werden können. Seine Fachkenntnisse und die Begeisterung für Handarbeit wirkte ansteckend auf alle, mit denen er zusammenarbeitete. Seine Schilderungen von Bosnien oder Südafrika waren spannend und humorvoll und so begeisterte er viele Menschen.

L1:    Wir beten zum Herrn, der uns seine Schöpfung anvertraut hat:
−    Bewahre die Natur vor Zerstörung und Ausbeutung.
      Wir bitten dich, erhöre uns.
−    Hilf den Menschen, die Güter dieser Welt gerecht miteinander zu teilen.
−    Lass uns die Technik so gebrauchen, dass alle Menschen davon einen Nutzen haben.

P:    Gott unser Vater, alles was Du erschaffen hast ist gut. Du hast uns die Schöpfung anvertraut und wir sind uns bewusst, dass wir abhängig von einander und mit einander verbunden sind. Wir danken dir dafür und loben dich mit allem, was lebt. Schenke deinen Segen + allen Menschen, die diesen Weg gehen und gib auch uns die Klugheit und Offenheit von Abt Franz, damit wir lernen, zu unterscheiden. Lass uns dankbar sein für alles, was uns das Leben leichter macht und lehre uns mit deinen Gaben verantwortungsbewusst umzugehen. Das erbitten wir durch Christus unseren Herrn. Amen.

Station 6: Abt Pfanner-Haus

P:    Unsere Hilfe ist im Namen des Herrn.
A:    Der Himmel und Erde erschaffen hat.

L 1:    Abt Franz erzählt: „Kommt dann noch das Härteste: Verachtung Deiner Person, Herabsetzung Deiner Arbeit, Verleumdung – usw., dann lasse ja nicht ‚lugg’ bis der Steinblock droben ist. Keine Menschenhand kann einzeln einen Obelisk umwerfen! Keine Menschenzunge kann Dir schaden, wenn Du nicht ‚lugg’ lässest.“

L 2:    Im Jakobusbrief lesen wir über die Ausdauer in den Prüfungen des Glaubens: „Seid voll Freude ... wenn ihr in mancherlei Versuchungen geratet. Ihr wisst, dass die Prüfung eures Glaubens Ausdauer bewirkt. Die Ausdauer aber soll zu einem vollendeten Werk führen; denn so werdet ihr vollendet und untadelig sein, es wird euch nichts mehr fehlen.“     Jak 1, 2-4

P:    Abt Franz Pfanner hat zeitlebens mit Schwie¬rigkeiten und Hindernissen zu kämpfen ge¬habt. Trotzdem hat er nie seinen Glauben ver¬loren. Immer hat er sich den Herausforderun¬gen des Lebens gestellt. Nach vielen Jahren unermüdlichen Schaffens lernte er auf der Missionsstation Emaus sein Kreuz anzunehmen und so zum wahren Jünger Jesu zu werden.

L1:    Unser Herr Jesus Christus hat uns versprochen, bei uns zu bleiben. Darum rufen wir zu ihm:
−    Gib allen Menschen Mut und Ausdauer im Guten.
      Wir bitten dich, erhöre uns.
−    Sei denen besonders nahe, die vor Schwierigkeiten weder ein noch aus wis¬sen.
−    Schenke uns ein großes Vertrauen in dei¬ne Hilfe.

P:    Gott, unser Vater, du kennst uns Menschen und weißt um unsere Schwächen. Lass uns wie Abt Franz Pfanner die Schwierigkeiten des Lebens aushalten und nicht verzagen. Segne + uns und alle, die diesen Weg mit uns gehen. Gib uns auch Kraft  in den alltäglichen Herausforderun¬gen. Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn. Amen.

L2:    Zum Abschluss wollen wir in den Anliegen der Mission beten:

    Herr, du hast uns befohlen,
    unter allen Völkern deine Zeugen zu sein.
    Wir bitten dich:
    Erwecke unter uns Männer und Frauen,
    die bereit sind zum Dienst,
    wo immer du sie einsetzen willst.
    
    Sende Boten in alle Erdteile
    und berufe einheimische Missionare auch aus Asien, Afrika, Ozeanien und Lateinamerika, 
    damit in der Kirche neues Leben erwache
    und der Reichtum deines Evangeliums offenbar werde.
    
    Wir bitten dich für die vielen Millionen
    im Westen und Osten, im Norden und Süden,
    die dich nicht kennen.
    Lass deine Kirche nicht ruhen,
    bis die Völker in allen Ländern
    deine Heilsbotschaft erfahren.
    Amen.

P:    Lasst uns beten, wie der Herr uns gelehrt hat:

A: Vater unser im Himmel,
    geheiligt werde dein Name.
    Dein Reich komme.
    Dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden.
    Unser tägliches Brot gib uns heute.
    Und vergib uns unsere Schuld,
    wie auch wir vergeben unseren Schuldigern.
    Und führe uns nicht in Versuchung,
    sondern erlöse uns von dem Bösen.

P:    Der Herr sei mit euch.
A:    Und mit deinem Geiste.

P:    Herr, unser Gott, reicher Segen komme herab auf dein Volk, das diesen Weg gegangen ist. Schenke ihm den Wachstum des Glaubens und jene Liebe, an der die Welt die Jünger erkennen soll.
    Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn.
A:    Amen.
P:    Der Segen des allmächtigen Gottes, des Vaters und des Sohnes + und des Heiligen Geistes, komme auf euch herab und bleibe bei euch allezeit.
A:    Amen.

P:    Gehet hin in Frieden.
A:    Dank sei Gott, dem Herrn.

 
 
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